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Luftreinhaltung / Luftreinhalteplan AachenRatsantrag Nr. 372/17 der Piraten-Fraktion - Luftreinhaltesensoren am Blücherplatz vom 26.06.2018

FB 36/0310/WP17 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Szagunn (Die Piraten) kritisiert die Verwaltung, sie habe die eigentliche Intention des Ratsantrages nicht richtig aufgegriffen.

Grundidee des Antrages sei, mit speziellen Sensorenein Leitsystem für freie Parkplätze auf-/auszubauen. Solche - an Laternen montierte - Kleinstcomputer könnten dann ergänzend mit Luftmesssensoren kombiniert werden. Die Verwaltung wäre hierdurch in der Lage, eine noch qualifiziertere Aussage bezüglich der Luftreinhaltung zu treffen.

Laut Aussage der Verwaltung in Vorgesprächen seien diese Sensoren noch nicht zertifiziert. Dies sei aus Sicht von Herrn Szagunn (Die Piraten) zutreffend, jedoch würden seiner Kenntnis nach schon in näherer Zukunft marktfähige Sensoren verfügbar sein.Die Stadt Aachen könne sich durch den Einsatz der neuen Technik bzw.die neuen Luftsensoren noch „smarter“ und bürgerfreundlicher aufstellen.

Beschluss

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt die Ausführungen der Umweltverwaltung zustimmend zur Kenntnis mit dem Ergebnis, keine zusätzlichen Luftmessstationen im Stadtgebiet zu beauftragen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt die Ausführungen der Umweltverwaltung zur zustimmend zur Kenntnis, mit dem Ergebnis keine zusätzlichen Luftmessstationen im Stadtgebiet zu beauftragen.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Die Piratenfraktion hat die Bestückung von sog. Sonah-Parkleitsystemgeräten mit Luftschadstoffsensoren zur Erfassung der Luftschadstoffbelastung (Feinstaub und Stickstoffdioxid – NO2) beantragt. Die Kosten für die Anschaffung der Sensoren sollen über ein Crowdfunding-Projekt finaziert werden. Den Betrieb / die Wartung der Sensoren sowie die Auswertungen anfallender Luftmessdaten soll die Stadt Aachen übernehmen. Ziel der Erfassung der Luftqualität an vielen Parkleitsystemgeräten ist eine Darstellung der Luftschadstoffbelastung an vielen Messpunkten, dies per Online-Verfahren über die Nutzung einer Datenapp.

Kommentar der Umweltverwaltung zum Ratsantrag:

Da in der Stadt Aachen laut Luftreinhalteplan neben den vier Landesluftmessstandorten an Hauptverkehrsstraßen im klimatisch- lufthygienisch besonders belasteten Talkessel bereits sieben zusätzliche städtische Messeinrichtungen, ebenfalls an Hauptverkehrsstraßen gelegen, eingerichtet wurden, zeigt sich kein Bedarf an weiteren Luftmesseinrichtungen. Im Vordergrund steht laut Luftreinhalteplan die Überwachung an besonders immissionsbelasteten eng und / oder geschlossen bebauten Hauptverkehrsstraßen. Dazu zählt keineswegs der Blücherplatz, der wegen der weiträumigen Platzsituation und daher recht guten Durchlüftung keine besonders hohen oder gar kritischen Luftschadstoffbelastungen anzeigt.

Ferner scheinen laut Antragsschreiben die Unterhalts- / Wartungskosten sowie die Datenauswertekosten zu den Sonah-Sensoren unklar zu sein.

Zudem sind die Sonah-Gerätesensoren auf Tauglichkeit und Datensicherheit nicht hinreichend getestet worden. D.h. diese Geräte haben keine Zulassung nach den Qualitätsvorgaben der EU-Luftqualitätsrichtlinie bzw. der 39. Verordnung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz

(39. BImSchV).

Sollten diese Geräte zukünftig eine Qualitätszulassung nach der 39. BImSchV erhalten, wäre dann evtl. zu prüfen, ob die städt. NO2-Messeinrichtungen durch diese Geräte ersetzt werden könnten.

Fazit und Beschlussempfehlung:

Aus den geschilderten fachlichen Gründen, den Kostengründen sowie aufgrund der bereits bestehenden Immissionsüberwachung an mind. 11 Messstandorten im Aachener Talkessel lehnt die Umweltverwaltung die Anschaffung und den Betrieb von zusätzlichen Sonah-gestützten Luftschadstoffsensoren ab.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

Es sind keine zusätzlichen finanziellen Auswirkungen erkennbar.

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Abstimmungsergebnis

Angenommen gegen eine Nein-Stimme. Keine Enthaltungen.

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

RA_372_17
470.2 KB · PDF
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2018-10-15 FB 36_0310_WP17 Luftreinhaltung _ Lu SAO.pdf

7.11.2024

561.9 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 8
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz. (AUK/38/WP.17)
Gremium
Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz
Datum
Di., 13.11.2018
Uhrzeit
18:20
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Status
öffentlich
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
19.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 23:48