Jahresabschluss und Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Gebäudemanagement der Stadt Aachen für das Wirtschaftsjahr 2017
E 26/0142/WP17 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Frau Ferber, kaufmännische Betriebsleiterin, stellt die für die Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichtes 2017 zuständige Wirtschaftsprüferin der BRV AG, Frau Kampmann vor.
Frau Kampmann erläutert den für das Wirtschaftsjahr 2017 erstellten Prüferbericht an Hand einer Präsentation.
Vorab erläutert sie nochmals den Prüfauftrag, legt dar, dass im 2. Jahr der Wirtschaftsprüfung andere Schwerpunkte als im Jahr zuvor gesetzt wurden und fasst - dem Vortrag vorausgreifend - das Prüfergebnis zusammen, dass keine Beanstandungen vorlagen.
Im Fokus der Prüfungen lagen diesjährig die wesentlichen Ströme, die wesentlichen Geschäftsvorfälle, das Aufzeigen, wo ggfls. Risiken lagen bzw. liegen sowie die Prüfung des internen Kontrollsystems mit den Unterfragen
-Ist ein Prüfsystem vorhanden?
-Wie funktioniert dieses?
-Funktioniert es gut?
Der Schwerpunkt der Wirtschaftsprüfung lag dabei auf der Anlagenprüfung.
Frau Kampmann verweist auf die erstellte Übersicht und führt aus, dass sich strategiebezogene Veränderungen verringernd ausgewirkt haben.
Sie führt weiter aus, dass die Finanzierungsgrundlagen wirtschaftlich sinnvoll seien und zeigt eine Übersicht der Investitionen detailliert auf.
Sie weist darauf hin, dass sich die Eigenkapitalquote weiter verringert habe und nun 42,9 % betrage.
Frau Kampmann legt dar, dass die Abschreibungen mit 3 Mio Euro nicht vollständig erstattet würden und so 12 Mio Euro beim Gebäudemanagement verblieben und so maßgeblich zum Jahresverlust führten.
Im Ergebnis wird eine ordnungsgemäße Buch- und Wirtschaftsführung bescheinigt.
Der uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Jahresabschluss
sowie Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 2017 der eigenbetriebsähnlichen
Einrichtung Gebäudemanagement der StadtAachen wurde erteilt.
Im Anschluss an den Vortrag lagen verschiedene Wortmeldungen vor.
Ratsherr Teuku bittet um Erläuterung, inwieweit die durch den Finanzausschuss beschlossene einmalige Zahlung von 9,2 Mio Euro für Verwaltungsgebäude im Abschluss 2017 enthalten / eingeflossen sei.
Frau Ferber führt aus, dass diese Zahlung erst im Abschluss 2018 enthalten sein wird, da auch der Mittelzufluss erst in 2018 erfolgte.
Frau Kampmann teilt ergänzend mit, dass es sich um ein „schwebendes Geschäft“ handele und so dem Wirtschaftsjahr 2018 zuzurechnen sei.
Ratsherr Jacoby dankt für die gute Aufbereitung der Daten und bedankt sich bei der Betriebsleitung.
Frau Ferber gibt diesen Dank an die Teamleiterin und das gesamte Team Rechnungswesen weiter.
Weiterhin teilt Frau Ferber mit, dass Frau Grehling, Dezernentin für Finanzen, Ordnung und Recht, den Jahresabschluss mitgezeichnet hat.
Frau Ferber weist nochmals auf die zu berücksichtigende Instandhaltungsquote von 1,2 % hin und wirkt erinnernd daraufhin, dass es erforderlich sei, diese zu erhöhen, um auch zukünftig den Instandhaltungsmaßnahmen gerecht werden zu können.
Herr Pilgram weist auf das Problem der Personalgewinnung hin und erachtet dies als relevantes Risiko, das erwähnt werden sollte.
Frau Ferber erläutert, dass dieses Problem für das Gebäudemanagement kein anderes Problem als für andere Betriebe auch darstelle.
Zur Personalgewinnung beschreite man neue Wege und im Wesentlichen könne man die Stellen durch qualifiziertes Personal besetzen.
Weiterhin könne durch interne Weiterbildung Qualifikationen gezielt gefördert und so für das Gebäudemanagement gewonnen werden.
Allerdings müsse in den folgenden Jahren das Ausscheiden qualifizierter Mitarbeiter kompensiert werden.
Weitere Wortmeldungen lagen nicht vor.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
- Beschlussvorschlag für den Betriebsausschuss Gebäudemanagement
Der Betriebsausschuss Gebäudemanagement empfiehlt dem Rat der Stadt, den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Gebäudemanagement der Stadt Aachen für das Wirtschaftsjahr 2017 mit einer Bilanzsumme von 642.510.212,41 Euro und einem Jahresverlust aus nicht erstatteter Abschreibung von -11.108.721,90 Euro festzustellen.
Er empfiehlt dem Rat der Stadt, den Jahresverlust aus 2017 auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Betriebsausschuss beschließt die Entlastung der Betriebsleitung gemäß § 5 Absatz 5 EigVO NRW.
Jahresabschluss und Lagebericht 2017 sind Bestandteil dieses Beschlusses und der Originalniederschrift beigefügt.
Die Beschlüsse stehen unter dem Vorbehalt des zum Zeitpunkt der Vorlagenerstellung noch ausstehenden Bestätigungsvermerks der Gemeindeprüfungsanstalt NRW.
- Beschlussvorschlag für den Rat der Stadt
Der Rat der Stadt beschließt auf Empfehlung des Betriebsausschusses Gebäudemanagement, den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Gebäudemanagement der Stadt Aachen für das Wirtschaftsjahr 2017 mit einer Bilanzsumme von 642.510.212,41 Euro und einem Jahresverlust aus nicht erstatteter Abschreibung von -11.108.721,90 Euro festzustellen.
Der Rat der Stadt beschließt, den Jahresverlust 2017 auf neue Rechnung vorzutragen.
Er beschließt weiterhin die Entlastung des Betriebsausschusses gemäß § 4 c) der EigVO NRW.
Jahresabschluss und Lagebericht 2017 sind Bestandteil dieses Beschlusses und der Originalnieder-schrift beigefügt.
Die Beschlüsse stehen unter dem Vorbehalt des zum Zeitpunkt der Vorlagenerstellung noch ausstehenden Bestätigungsvermerks der Gemeindeprüfungsanstalt NRW.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Gemäß § 5 der Betriebssatzung und § 26 der EigVO NRW sind der von der Betriebsleitung zu erstellende Jahresabschluss und der Lagebericht dem Betriebsausschuss vorzulegen, damit dieser die Feststellung nach § 9 der Betriebssatzung durch den Rat vorbereiten kann.
Der Jahresabschluss besteht aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sowie Lagebericht. Der Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2017 weist zum 31.12.2017 eine Bilanzsumme von 642.510.212,41 EUR (Vorjahr: 651.505.269,11 EUR) und einen Jahresverlust aus nicht erstatteter Abschreibung von -11.108.721,90 (Vorjahr: 10.317.715,13 Euro) aus.
Der Betrieb schließt auch in 2017 mit einem Verlust ab. Ursächlich für diesen Verlust sind die dem Betrieb seit 2008 nicht mehr vollständig erstatteten gebäudebezogenen Abschreibungen im Zusammenhang mit der Umstellung des städtischen Haushalts auf die Vorschriften des NKF-Gesetzes. Aus diesem Grund war auch für das Wirtschaftsjahr 2017 ein planmäßiger Verlust in Höhe von rd. 11,26 Mio. Euro zu erwarten; dieser konnte letztlich um rd. 147 TEUR verringert werden.
Laut § 10 der EiGVO NRW ist ein Jahresverlust, soweit er nicht aus Haushaltsmitteln der Gemeinde ausgeglichen wird, auf neue Rechnung vorzutragen, wenn hierdurch die erforderliche Eigenkapital-ausstattung des Betriebes nicht gefährdet wird. Da diese aufgrund der aktuellen Eigenkapitalquote des Betriebes nicht gefährdet wird - sie beträgt 25,1 % (zum Vergleich Vorjahr: 26,5 %) unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages aus 2017 und incl. der eigenkapitalähnlichen Mittel 42,9 % (zum Vergleich Vorjahr 43,4 %) - schlägt die Betriebsleitung in Abstimmung mit der Finanzverwaltung vor, den Jahresverlust 2017 auf neue Rechnung vorzutragen.
Gemäß EigVO § 10 kann ein nach Ablauf von 5 Jahren nicht getilgter Verlustvortrag durch Abbuchung von den Rücklagen ausgeglichen werden, wenn dies die Eigenkapitalausstattung der Einrichtung zulässt. Mit Beschlussfassung zum Jahresabschluss 2013 vom 10.12.2014 hat der Rat der Stadt Aachen diesem Ausgleich i.S. eines Vorratsbeschlusses auch für Folgejahre zugestimmt. Somit wurde bei der Aufstellung des Jahresabschlusses 2017 eine Verrechnung der Verluste aus 2012 mit der Gewinnrücklage und der Kapitalrücklage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vorgenommen.
Es ergibt sich mit Stand 31.12.2017 ein noch verbleibender Verlustvortrag aus Vorjahren der Jahre 2013 bis einschließlich 2016 von insgesamt - 45.729.895,23 Euro.
Mit Beschlussfassung des Betriebsausschusses vom 29.11.2016 und Zustimmung der Gemeinde-prüfungsanstalt NRW vom 15.12.2016 wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BRV AG, Kronprinzenstraße 10, 45128 Essen, mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2017 betraut. Die BRV AG hat den Abschluss zum 31.12.2017 geprüft und mit Datum vom 30.08.2018 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Abschlussbericht wurde der Gemeindeprüfungsanstalt durch die BRV AG zur Erteilung des Prüfvermerks übersandt.
Eine Stellungnahme der Gemeindeprüfungsanstalt liegt noch nicht vor. Die Beschlüsse stehen somit unter dem Vorbehalt des Bestätigungsvermerks der Gemeindeprüfungsanstalt NRW.
Hinweis
Wegen des beträchtlichen Umfanges des Prüfungsberichtes wurde dieser aus Kostengründen in gedruckter Form lediglich den Mitgliedern des Betriebsausschusses, der Finanzverwaltung und dem Fachbereich Rechnungsprüfung zur Verfügung gestellt. Die Mitglieder des Rates werden gebeten, bei Bedarf über das Ratsinformationssystem „Allris“ im Intranet Einsicht in den Prüfungsbericht zu nehmen.
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (1)
Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.
Technische Details
ID: 90252
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=90252
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2018-11-02 E 26_0142_WP17 Jahresabschluss und SAO.pdf
7.11.2024
1.1 MB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 3
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses für das Gebäudemanagement
- Gremium
- Betriebsausschuss Gebäudemanagement
- Datum
- Di., 27.11.2018
- Uhrzeit
- 17:03
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- E 26 - Gebäudemanagement
- Geändert
- 19.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 18. Februar 2026 um 23:53