TOP 5Öffentlich

Shopping Lab Aachen

FB 02/0147/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Herr Wendorff trägt anhand einer PowerPoint-Präsentation zum Thema vor. Herr Schultheis dankt für den aufschlussreichen Vortrag. Herr Adenauer schließt sich diesem auch im Hinblick auf das Engagement ‘vor Ort‘ an und ergänzt, dass er trotz vorheriger kritischer Betrachtung des Projektes nun erfreut sei über die Ergebnisse. Dennoch sei Digitalisierung nicht alles, auch das Einkaufserlebnis in der Stadt bleibe wichtig. Er möchte wissen, was weiterhin geplant ist. Herr Wendorff verweist auf einige Pläne wie z.B. die digitale Abbildung der Innenstadt als mögliches Kooperationsprojekt mit dem MAC. Frau Fröhlich bewertet das Projekt als sehr wichtig um zu erfahren, was der Kunde will; sie möchte wissen, wie es weitergeht und wo die Ergebnisse eingebracht werden. Laut Herrn Wendorff gibt es weitere Ideen, die auf den Ergebnissen aufbauen. Die Digitalisierung zeige die gesamte Bandbreite der Kundenwünsche; wichtig sei, Erlebnisse zu schaffen. Auch Herr Dr. Fadavian dankt für die aus seiner Sicht beachtlichen substanziellen Ergebnisse. Auf seine Frage zur Bedeutung des vorletzten Satzes der Vorlage (Förderantrag für das Kompetenzzentrum Einzelhandel) erläutert Herr Wendorff, dass sich die Stadt Aachen als möglicher Projektpartner, aufbauend auf den Erfahrung aus dem ShoppingLab, mit einem workshop-Angebot einbringen wolle. Herr Teuku verweist darauf, dass zum einen die Entwicklung von Konzepten ein Bestandteil des Projektes sein sollte und möchte weiterhin wissen, ob es die‘Digitalisierung step by step‘ gegeben habe. Laut Herrn Wendorff arbeitet die FH Aachen noch abschließend an den Konzepten; zudem wurden im Rahmen der gut besuchten online-Sprechstunden des Projektpartners AIXHIBIT die richtigen Schritte zur Digitalisierung präsentiert.

Herr Begaß weist auf einen neuen Projektantrag mit dem Titel ‘Öcher Lab‘ hin, in dem es auch um den Einzelhandel aber auch um Mobilität, Gesundheit und weitere Themen gehen soll; derzeit seien die Aussicht auf eine Förderung – auch für eine längere Laufzeit – gut. In diesem Zusammenhang verweist Herr Begaß auch auf die Anfang Dezember eröffnende ‘Erlebniswelt Mobilität‘, in der es um smarte Mobilität gehen wird.

Laut Herrn Hildmann zeigen die Erfahrungen aus dem Projekt, wie wichtig die unter TOP 3neu diskutierte Thematik sei. Er möchte wissen, ob es Resonanz oder konkrete Ergebnisse nach den Workshops gegeben habe. Als bestes Beispiel führt Herr Wendorff hier einen Juwelier und Goldschmied an, der aufgrund der Erfahrungen z.B. aus den 3-D-Druck-workshops sowohl einen eigenen 3-D-Drucker angeschafft, eine CAD-erfahrene Goldschmiedin und eine Innovationsassistentin eingestellt hat. Die größte Resonanz und Begeisterung habe die Veranstaltung ‘Eine Tüte Zukunft‘ gebracht.Wenn auch festzustellen gewesen sei, dass die Händler unterschiedlich begeisterungsfähig waren, so könne man doch insgesamt zufrieden sein. Herr Schultheis dankt für den aufmunternden Beitrag, da festzustellen sei, dass sich etwas bewege; er begrüßt den Weg weg von der Theorie zu helpdesk-Lösungen.

Beschluss

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft nimmt die Entwicklungen im Projekt ‘Shopping Lab Aachen‘ zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft nimmt die Entwicklungen im Projekt ‘Shopping Lab Aachen‘ zur Kenntnis.

Erläuterungen

Shopping Lab Aachen

Das durch das Land NRW geförderte Projekt Shopping Lab Aachen wird im Zeitraum 16.10.2017 – 15.02.2019 durch die Stadt Aachen und ihre vier Projekt- sowie vier Assoziativpartner durchgeführt. Das Kernstück des Projekts, ein temporär angelegter physischer Ort in der Innenstadt, das ‘Shopping Lab, wurde am 15.10.2018 nach fünfmonatiger Öffnung geschlossen. Der Projektort lud Händlerinnen und Händler aber auch die allgemeine Öffentlichkeit ein, die Digitalisierung des Handels niederschwellig und interaktiv zu erleben, an zahlreichen weiterbildenden Veranstaltungen teilzunehmen und eine individuelle Digitalstrategie zu entwickeln. Verortet wurde das Shopping Lab im Leerstand des ehemaligen Café ALEX im Lust for Life in der Komphausbadstraße 10 und war, neben einer interaktiven Ausstellung, primär Ort für eine Vielzahl von Veranstaltungen für den Einzelhandel, in welchen Technologien und aktuelle Entwicklungen im Handel vorgestellt und Hilfestellungen bei der Entwicklung und Umsetzung einer eigenen Digitalisierung geleistet wurden. Außerdem hat sich das Shopping Lab, auch durch das angeschlossene Café, als Ort zum Netzwerken etabliert, in welchem der Einzelhandel und Dienstleister von digitalen Lösungsansätzen, aber auch Kunden zusammengefunden haben. Begleitet wurde das Pop-up-Konzept Shopping Lab durch eine starke und positive mediale Berichterstattung in lokalen Zeitungen, im Radio sowie über Social Media Kanäle, Fachblogs und -zeitschriften.

Die Kernangebote der Projektpartner des Shopping Lab für den Aachener Handel waren Schulungen und Konzeptentwicklungen im Bereich 3D-Druck im Handel, Vernetzungsworkshops des Handels untereinander, die Unterstützung beim Onlinemarketing und -handel durch Experten, die Herausarbeitung der zukünftigen Kundenbedürfnisse und daran angepassten Geschäftsmodellen sowie die Erstellung einer ‘Shopping Lab‘-App. Hinzu kamen verschiedenste weitere Angebote wie Informationsveranstaltungen zu Lieferkonzepten für den Einzelhandel oder die Vernetzung mit Anbietern digitaler Lösungen. Begleitet durch das Institut für werkzeuglose Fertigung (IwF) konnten drei Handelsunternehmen den 3D-Druck für jeweils eine Woche in den eigenen Geschäftsräumen ausprobieren und Kundenreaktionen und -wünsche aufnehmen.

Insgesamt fanden 26 Veranstaltungen vor Ort im Rahmen des Shopping Labs statt. Bei 19 Veranstaltungen wurden Teilnahmelisten ausgelegt und insgesamt 475 Teilnahmen registriert. Alle Veranstaltungen waren für die Teilnehmenden kostenfrei. Im Hinblick auf die angebotenen Workshops und Weiterbildungen, die in der Regel auf Kleingruppen beschränkt waren, bewerten wir die gesamte Teilnahmezahl als zufriedenstellend. Dabei muss jedoch angemerkt werden, dass besondere Überzeugungsarbeit bei der Zielgruppe des Handels geleistet werden musste, um diese zu einer Teilnahme zu überzeugen. Äußerst positiv bewerten wir zudem die Umsetzung und öffentliche Wahrnehmung des ‘Shopping Lab‘ als Pop-up-Store.

Bereits vor Projektende können konkrete Auswirkungen des Projekts auf den lokalen Handel ausgemacht werden. So hat beispielsweise ein lokaler Schmuckhändler den 3D-Druck nach den Veranstaltungen im ‘Shopping Lab‘in das eigene Geschäftsmodell integriert, eine Fachkraft für digitale Schmuckentwicklung eingestellt und befindet sich derzeit in der Kaufphase eines eigenen Druckers. Damit wird der Einkaufsstandort Aachen um ein besonderes und regional einzigartiges Angebot reicher. Darüber hinaus konnten mehrere Start-ups, die digitale Lösungen für den Handel anbieten, mit dem lokalen Einzelhandel zusammengebracht werden und daraufhin in Aachen an den Start gehen. So beispielsweise das Start-up nemms, das seit dem 01.11.2018 auch Aachener Händler eine digitale und direkte Kundeninteraktion ermöglicht. Des Weiteren wurde durch den Projektpartner AIXhibit ein neugegründetes Modegeschäft (No. 3) bei der digitalen Außendarstellung konsequent begleitet. Alle lokalen Händler konnten bei den „Onlinemarketing-Sprechstunden“ diese Entwicklungen verfolgen und mit den anwesenden Experten eigene Onlinemarketingstrategien entwickeln.

Während der gesamten Laufzeit waren äußerst positive Rückmeldungen zu verzeichnen und das ‘Shopping Lab‘ wurde von verschiedensten Institutionen wie Handelsverbänden, lokalen Vereinen oder politischen Parteien genutzt. Die Aachener Bevölkerung hat das Konzept Pop-up als erfrischende Alternative zum Leerstand wahrgenommen. Im weiteren Projektverlauf werden die erarbeiteten Konzepte umgesetzt, angestoßene Entwicklungen weiter begleitet und die Vernetzung des Handels und von Dienstleistern und Kunden weiter vorangetrieben. Dabei muss auch eine Strategie entwickelt werden, wie die zukünftige Unterstützung des lokalen Handels, die Innenstadtentwicklung und die allgemeine Digitalisierung innerhalb der Stadt Aachen auf den Ergebnissen und Erfahrungen des Projekts aufbauen kann. Das betrifft insbesondere den Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Europa, der die die Erkenntnisse des Projekts in die tägliche Arbeit mit dem Handel, zum Beispiel bei der Ausgestaltung neuer Unterstützungsangebote, einfließen lassen kann. So wurde ein deutlich höheres Interesse an Veranstaltungen festgestellt, die sich mit konkreten, ausprobierbaren Handlungsansätzen beschäftigt haben, als an solchen, die theoretische Ansätze behandelten. Denkbar ist beispielsweise auch eine Nutzung der Erkenntnisse im Rahmen der digitalen Modellkommune mit dem Öcher Lab oder anderen Projekten. Das Institut für Unternehmenskybernetik an der RWTH Aachen e.V. (Projektpartner im ‘Shopping Lab‘) hat einen Förderantrag für das Kompetenzzentrum Einzelhandel (100% Förderung) beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eingereicht, welches auf den Wirkungsweisen und Ergebnissen des ‘Shopping Lab‘ aufbauen soll. Die Stadt Aachen wurde als möglicher Projektpartner in den Antrag aufgenommen.

Projektmanager Jannik Wendorff erläutert den näheren Projektablauf und detailliertere Ergebnisse in einer Präsentation.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2018-11-06 FB 02_0147_WP17 Shopping Lab Aachen SAO.pdf

20.11.2024

91.9 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
Gremium
Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
Datum
Mi., 28.11.2018
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
19.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 23:55