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Urban Air Mobility Initiative

FB 02/0148/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Auf die Frage von Herrn Adenauer nach den Kosten führt Herr Begaß aus, dass man von der EU im

Hinblick auf eine Teilnahme angesprochen worden sei; es gebe 50 verschiedene Partner aus

Hochschulen und Wirtschaft. Es handele sich zudem um ein breit aufgestelltes Themenfeld, hinter

dem entsprechende Interessenten stehen, so dass keine städtische Finanzierung benötigt werde.

Dennoch schaue man auch noch nach Fördermöglichkeiten, die Stadt beteilige sich jedoch maximal

durch Personalgestellung. Herr Dr. Fadavian bewertet das Thema sowohl als innovativ als auch als

futuristisch und fragt nach der Struktur der Zusammenarbeit mit den anderen Städten. Herr Begaß

erläutert, dass Steuerungsgruppen eingerichtet worden seien, in denen fünf Städte, das Bundes- und

Landesverkehrsministerium, das DLR u.a. eingebunden seien. Bisher sei lediglich eine

Absichtserklärung ohne weitere Verpflichtung – mit Teilnahme des Oberbürgermeisters in Berlin –

unterschrieben worden. Er bejaht die Einschätzung von Herrn Dr. Fadavian, dass das Thema

futuristisch klingt, aber die Zukunft sei sehr nahe. Frau Fröhlich zeigt sich erfreut, dass in der Vorlage

auch über Personal gesprochen werde und meint, dass solche Projekte auch Schülern gezeigt

werden sollten. Skeptisch allerdings ist sie im Hinblick auf das, was zukünftig in der Luft unterwegs

sein könnte. Darauf eingehend weist Herr Begaß darauf hin, dass auch Reglementierungen ein

wichtiger Aspekt des Projektes seien. Der Transformationsprozess würde zudem sicherlich auch

Arbeitsplätze wegfallen, allerdings auch neue entstehen lassen. Herr Schultheis ist der Auffassung,

dass der Ausschuss den Inhalt des Manifestum kennen sollte. Die bisherige Zusammenarbeit der

MAAHL-Städte schätzt er als bisher noch nicht sehr erfolgreich ein. Herr Prof. Dr. Sicking verweist auf

unterschiedliche Kooperationsformen im Grenzland, zwischen den MAAHL-Städten bestehe eher eine

informelle Kooperation, wobei der ggf. zähe Informationsfluss auch von Personen abhänge.

Gleichwohl zeige das aktuelle Beispiel die Vorteile eines losen Zusammenschlusses der MAAHL-

Städte. Sodann ergeht folgender

Beschluss

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft nimmt die Ausführungen zur Urban Air Mobility Initiative zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft nimmt die Ausführungen zur Urban Air Mobility Initiative zur Kenntnis.

Erläuterungen

Urban Air Mobility Initiative

Die ‘Urban Air Mobility‘ (UAM)-Initiative der Europäischen Innovationspartnerschaft ‘Smart Cities and Communities‘ (EIP-SCC) zielt darauf ab, praktische Anwendungsfelder für Drohnen- und Lufttaxi-Technologien zu identifizieren und zu bearbeiten. Die Initiative wird von Airbus geleitet und von der Europäischen Kommission unterstützt, stellt aber an sich kein Förderprogramm dar. Zu den institutionellen Partnern gehören Eurocontrol und die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA). Die UAM-Initiative verfolgt einen stadtzentrierten Ansatz mit einer Vielzahl von Demonstrationsprojekten undlokalen Partnern in engagierten Smart Cities und Regionen. Ziel sind konkrete städtische Luftmobilitätslösungen mit echtem Mehrwert.

Im Mai 2018 wurde die Stadt Aachen durch Airbus kontaktiert. Das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen hatteAirbus bei seiner Suche nach einem Standort für ein grenzüberschreitendes Projekt zuvor nach Aachen verwiesen. Auf Grundlage einer ersten Einschätzung (Hintergrund der Initiative, Interessenlage in Aachener Wirtschaft und Wissenschaft)bemühte sich die Stadt Aachen erfolgreich um eine gemeinsame Teilnahme der MAHHL-Städte (Maastricht, Aachen, Hasselt, Heerlen, Lüttich) an der Initiative, die mit der Unterzeichnung eines rechtlich nicht bindenden ‘Manifesto of Intent‘(MoI) durch die Bürgermeister bezeugt wurde. Ein entsprechende Dokument wird an allen UAM-Standorten unterzeichnet und bekundet politische Unterstützung durch zuständige Regulierungsbehörden sowie den Mobilitätsbedarf der jeweiligen Stadt bzw. der Region, der (auch) durch urbane Luftmobilitätsangebote bedient werden soll. Eine Drei-Länder-Kooperation zur städtischen Luftverkehrsmobilität mit nicht weniger als fünf Städten ist europaweit einzigartig. Dies wurde auch im Rahmen einer Konferenz am 27. und 28. Juni 2018 der EIP-SCCin Sofia deutlich, bei der die Stadt Aachen durch ihre Präsenz die Vernetzung mit den anderen Standorten der UAM-Initiative (u.a. Ingolstadt, Hamburg, Gent) herstellte sowie das Engagement der MAHHL-Städte demonstrierte.

Die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger der MAHHL-Städte werden im öffentlichen Personenverkehr, in der Logistik und beim Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen nach wie vor durch die Grenzlage eingeschränkt. Entsprechend sieht dasMoIder MAHHL-Städte vor, unter der Führung Aachens den Nutzen verschiedener Drohnen- und Lufttaxitechnologien für Konnektivität der Städte sowie für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit insgesamt zu prüfen. Im Zuge einer offiziellen Auftaktveranstaltung in Aachen wurde am 24. September 2018 die Unterstützung von Partnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft aller drei Länder sowie der zuständigen Regulierungsbehörden pressewirksam dokumentiert. Herr Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sowie die Staatsministerin im Bundeskanzleramt und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, Frau Dorothee Bär, werden das Dokument am 21. November 2018 in Berlin unterzeichnen. Unter den insgesamt über 40 Partnern der Initiative befindensich auf Aachener Seite unter anderem der Flugplatz Aachen-Merzbrück, RWTH- und FH-Institute mit Luftfahrtexpertise sowie deren Ausgründungen (Air s.Pace GmbH, flyXdrive), mögliche Nutzer der Technologie wie das Universitätsklinikum, Mobilitätsanbieter wie die ASEAG und e.GO und das Marktforschungsunternehmen Dialego. Mithilfe dieses Netzwerks soll die Technologie effizient, sicher und bürgerorientiert erprobt werden.

Im Rahmen eines Kick-Off-Workshops wurden kurz vor der offiziellen Zeremonie erste Schritte zur Projektdefinition gemacht. Basierend auf Rückmeldungen bezüglich der Teilnahme an den dort vorgeschlagenen Arbeitsgruppen wurden im Nachgang die möglichen Beiträge, Wünsche und Kapazitäten der Partner bewertet. Daraufhin wurde eine Roadmap entwickelt, welche die Erprobung verschiedenerLufttaxi- und Drohnen-Anwendungenzeitlich ordnet und einen inhaltlichen Schwerpunkt im medizinischen Bereich (Erfassung von Einsatzlagen, Transport von Gewebeproben, Medizinprodukten und Personal) setzt. Das nun in der Abstimmung befindliche Dokument wird Grundlage einer Präsentation im Rahmen einer Netzwerkveranstaltung in Amsterdam am 28. November 2018 sein, bei der die jeweiligen Standorte ihre Pläne präsentieren und Beratung zu regulatorischen Rahmenbedingungen sowie Finanzierungsmöglichkeiten erhalten.


Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2018-11-08 FB 02_0148_WP17 Urban Air Mobility I SAO.pdf

20.11.2024

73.8 KB

Metadaten

TOP
Ö 6
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
Gremium
Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft
Datum
Mi., 28.11.2018
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
19.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 23:55