Ausweitung der sich selbst überlassenen Brander GrünflächenAntrag der Fraktion der GRÜNEN in der Bezirksvertretung Aachen-Brand vom 28.8.2018
FB 36/0302/WP17 · Kenntnisnahme
Beratung
Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns begrüßt Herrn Dr. Ruckert vom Fachbereich Umwelt.
Herr Dr. Ruckert verweist auf die Vorlage und erklärt ergänzend, dass es im Sinne der Verwaltung sei, die Artenvielfalt zu fördern. Zum Beispiel kämen Langgras- oder Blühwiesen für viele Flächen infrage, obwohl sie an bestimmte Bedingungen gebunden seien. Die Flächen sollten möglichst groß sein, wenig betreten werden und sonnig liegen. Die infrage kommenden Flächen seien in der Vorlage beschrieben, zumal bereits Aktivitäten gelaufen seien. Es gehe um die Bereicherung mit Frühjahrsblüher. Bei den Flächen handele es sich um
-die Kolpingstraße – Fläche vor dem Friedhof
-in der Eschenallee – südwestlicher Teil der Parkanlage
Eine Blühwiese sei an der Vennbahn/Rombachstraße angelegt worden. Da aufgrund des warmen Sommers ein Teil der Wiesenblumen vertrocknet sei, würden diese Flächen zeitnah neu eingesät.
Ratsfrau Lürken von der CDU-BF bedankt sich bei Herr Dr. Ruckert für den Vortrag. Die Blühwiesen im Bezirk ließen Diversität zu und benötigten keine intensive Pflege. Da sich in anderen stärker genutzten Bereichen, wie z. B. in der Eschenallee, Kinder aufhielten, sei eine konventionelle Pflege erforderlich. Brennnessel sehe sie ungern im Bereich des Kreuzes auf dem Brander Marktplatz. Es sei daher sinnvoll, sich den Bezirk genauer anzusehen und nach weiteren geeigneten Flächen Ausschau zu halten.
Herr Dr. Ruckert stellt klar, dass mit „Eschenallee“ in der Vorlage nicht die eigentliche Allee gemeint sei, sondern die ganze Parkanlage Eschenallee. Gemeint seien die Randbereiche südwestlich und hier die Grünanlage neben der Turnhalle.
Herr Depenbrock von der GRÜNEN-BF stellt klar, dass es nicht nur um Blumenwiesen gehe. Auf Grünflächen z. B. längs des Vennbahnweges und an den Hängen des Brander Walls werde regelmäßig gemäht. Diese Grünflächen sollten sich selbst überlassen bleiben, damit sich dort Wildpflanzen entwickeln können. So würden Kosten reduziert und die Artenvielfalt gefördert.
Wenn die Flächen sich selbst überlassen blieben, so Herr Dr. Ruckert, würde sich langfristig ein Wald bilden. Der Artenvielfalt wäre damit nicht unbedingt geholfen, da diese eher durch verschiedene Strukturen gefördert werde. Im Siedlungsraum finde eine Abwägung von Ökologie und Aufenthaltsqualität statt. Blühwiesen seien sehr pflegearm und würden 2 bis 3-mal jährlich gemäht. Dieses Modell werde vielen Aspekten gerecht und sei in der Unterhaltung günstig.
Ratsfrau Lürken betont, dass sich die Mitglieder der CDU-BF sich selbst überlassenen Grünflächen in zentral gelegenen Bereichen nicht vorstellen könnten. Demgegenüber seien Blühwiesen sinnvoll.
Herr Hußmann von der GRÜNEN-BF stellt klar, dass es nicht darum gehe, einen Wald hochzuziehen. Es sollten sinnvolle Maßnahmen getroffen werden, die bei einer gemeinsamen Begehung mit der Bezirksvertretung und der Verwaltung festgelegt werden könnten.
Herr Müller von der SPD-BF spricht sich auch gegen Brennnesseln im Siedlungsbereich aus.
Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns befürwortet die Ortsbegehung im Stadtbezirk Brand im nächsten Frühjahr.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung Aachen-Brand nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
Der Antrag "Ausweitung der sich selbst überlassenen Brander Grünflächen" vom 28.8.18 gilt als behandelt.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Auf Antrag der Fraktion "Die GRÜNEN" hat die Bezirksvertretung Brand die Verwaltung beauftragt zu prüfen, welche Grünflächen sich selbst überlassen werden können, damit der dann entstehende, natürliche Pflanzenaufwuchs als Lebensgrundlage für Insekten zur Verfügung steht.
Für die Entwicklung solcher Flächen, die im gesamten Stadtgebiet und auch im Bezirk Brand bereits praktiziert wird, müssen einige Voraussetzungen gegeben sein, um die gewünschte Vegetationsstruktur zu erreichen. Dazu gehört beispielsweise, dass die Flächen möglichst nicht betreten und auch nicht als Hundeauslauf benutzt werden. Sonnige Standorte sind besonders im Hinblick auf die Förderung von Insekten von Vorteil. Um die Pflege mit entsprechendem Gerät effizient durchführen zu können, sollten die Flächen möglichst großflächig und zusammenhängend sein.
Vor diesem Hintergrund können im Bezirk Brand u.a. die nachfolgenden Bereiche als geeignet für Blüh- bzw. Langgraswiesen angesehen werden:
- Nordstraße, insbesondere der Kreuzungsbereich zur Debeystraße
- Rombachstraße
- Vennbahn, abschnittsweise
- Randbereiche im süd-westlichen Teil der Parkanlage Eschenallee
Bei der Pflege solcher Flächen wird, um die Benutzbarkeit und Verkehrssicherheit zu gewährleisten, entlang von Wegen ein ca. 1m breiter Streifen kurz gehalten. Gleiches gilt für die an Privatgrundstücke angrenzenden Randbereiche.
Über die oben genannten Flächen hinaus wurden weitere städtische Grünanlagen im Hinblick auf extensiv gepflegte Wiesen geprüft. Am Brander Wall wird insbesondere entlang der Wege dieses Modell bereits umgesetzt. Im Umfeld des dort gelegenen Sportplatzes ist dies wegen der intensiveren Nutzungsanforderungen nicht möglich. Gleiches gilt für die Anlage am Alten Bahnhof, hier kommt zudem noch eine stärkere Vermüllung von Vegetationsflächen hinzu, was ebenfalls eine häufigere Pflege erfordert.
Auf den geeigneten städtischen Grünflächen in Brand wird, unter Berücksichtigung der erläuterten funktionalen und ästhetischen Aspekte, die Entwicklung von Blüh- bzw. Langgraswiesen umgesetzt.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
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Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | ||||||||
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||||||||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||||||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Folgekos-ten (alt) | Folgekos-ten (neu) | ||||||||
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||||||||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | |||||||||||||
Abstimmungsergebnis
Technische Details
ID: 91235
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=91235
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2018-10-10 FB 36_0302_WP17 Ausweitung der sich SAO.pdf
16.11.2024
98.4 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 6
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Brand
- Datum
- Mi., 30.01.2019
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
- Geändert
- 2.4.2026
- Inhalt abgerufen
- 5. April 2026 um 20:08