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„Stärkung der Jugendverbandsarbeit“ Vorstellung der Ergebnisse des Workshops vom 15.11.2018

FB 45/0583/WP17 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Krott begrüßt Herrn Stefan Rothhardt von der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), Herrn Christopher Schwangen von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG), Frau Sarah Emmel von der Evangelischen Jugend und Herrn Badr Adamou von der Islamischen Jugend. Sie stellen die Ergebnisse des Hearings aus Sicht der Jugendverbände vor (siehe Anlage). Die Veranstaltung fand statt am 15. November 2018 in der Katholischen Hochschule Aachen.

Herr Krott dankt den Vortragenden für ihre Ausführungen. Mit dem Vortrag sei verdeutlicht worden, welche Unterstützung die Jugendverbandsarbeit von Seiten der Verwaltung und der Politik benötige und welche Ziele sie verfolge. Die elf genannten Forderungen könnten eine gute Grundlage für die weitere Diskussion bieten. Hierbei sei jedoch zu beachten, dass sowohl die Verwaltung als auch die Kommunalpolitik an die äußeren Rahmenbedingungen gebunden sei.

Frau Scheidt bedankt sich ebenfalls für den Vortrag. Ihrer Wahrnehmung nach seien die Jugendverbandsarbeit und ihre Stärkung durchaus im Blickfeld der Politik, allerdings bittet sie darum, dass in Bedarfsfällen Anregungen oder Wünsche auch an den Kinder- und Jugendausschuss herangetragen würden. Besonders bedeutsam sei für sie der direkte Austausch. Daher schlage sie vor, einen verbindlichen Termin zwischen den Vertretungen der Jugendverbandsarbeit, der Verwaltung und der Jugendpolitik zu koordinieren, um mögliche Weiterentwicklungspotenziale zu konkretisieren.

Herr Fischer unterstützt den Vorschlag von Frau Scheidt und betont, dass auch die Fraktion DIE LINKE ein großes Interesse an einem stärkeren Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Jugendverbandsarbeit habe. Da von den genannten Forderungen auch andere Bereiche außer der Jugendpolitik betroffen seien, schlägt er vor, dass der Vortrag zusätzlich in anderen Gremien gehalten werde.

Herr Deloie schließt sich den vorgenannten Ausführungen ebenfalls an und greift die Kritik der mangelnden Präsenz der Jugendpolitikerinnen und Jugendpolitiker bei der Veranstaltung im November auf. Eine Teilnahme sei nicht erfolgt, da der Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses anwesend gewesen sei. Zudem sei seiner Meinung nach ein direkter Kontakt zum Ausschuss gewinnbringender als im Rahmen einer solch größeren Veranstaltung. Er betont, dass grundsätzlich ein großes Interesse von Seiten der Politik an der Jugendverbandsarbeit bestehe und er die dargestellten Herausforderungen nachvollziehen könne. Gleichzeitig unterstreicht er, dass auch die Vertreterinnen und Vertreter der Politik ihr politisches Engagement ehrenamtlich ausüben und daher vor ähnlichen Herausforderungen stehen würden.

Herr Tillmanns dankt für die Ausführungen der Vortragenden und stellt fest, dass sich die Jugendverbandsarbeit aufgrund der sich ändernden Voraussetzungen in einem stetigen Wandel befinde, den auch die Aachener Verbände miterleben würden. Er verstehe die Forderungen daher auch als eine Art Hilferuf, die Verzahnung zwischen Jugendverbandsarbeit und Politik sowie Verwaltung trotz des Wandels noch stärker zu intensivieren. Er betont, dass die Einflussmöglichkeiten der Kommunalpolitik zwar nicht grenzenlos seien, aber dennoch gemeinsam Lösungen gefunden werden könnten. Hierbei sei nicht nur der Dialog wichtig, sondern es gelte auch, ein geeignetes Forum zu finden, in dem konkrete Ergebnisse erzielt würden. Er sehe als ein großes Problem an, den Bedarf an Jugendgruppenleitungen zu decken, da der Anreiz zur Ausübung dieses Ehrenamtes fehle. Ehrenamtliche Tätigkeiten seien aus seiner Sicht sehr wertvoll und bräuchten entsprechende Anerkennung. Die notwendige Unterstützung würde die Politik nach Möglichkeit leisten.

Herr Krott ergänzt, dass Jugendeinrichtungen zudem noch einen Bildungsauftrag erfüllen würden. Die im öffentlichen Budget verankerten 2 % für Jugendverbandsarbeit seien zu gering. Es würden hohe Investitionssummen in die kommunalen Pflichtaufgaben, wie z. B. den Kita- oder OGS-Ausbau, fließen. Nichtsdestotrotz sei es wichtig, auch die Jugendverbandsarbeit weiter im Blick zu behalten. Der Aachener Jugendring funktioniere seiner Ansicht nach gut und stelle gleichzeitig aufgrund seiner Mitgliedschaft im Kinder- und Jugendausschuss das Bindeglied zwischen den Jugendverbänden und der Kommunalpolitik dar.

Herr Pauls freut sich über das gestiegene politische Interesse an der Jugendverbandsarbeit und plädiert für einen intensiveren Austausch zwischen den Jugendverbänden, der Verwaltung und der Politik. Er regt daher an, die Politik auch in die Arbeitsgemeinschaft zur Überarbeitung des Stadtjugendplans mit aufzunehmen.

Herr Krott bestätigt, dass im Herbst 2019 ein erneuter Bericht über die weitere Entwicklung im Kinder- und Jugendausschuss präsentiert werden solle. Er dankt der Verwaltung für die gelungene Organisation und Durchführung des Workshops. Abschließend weist er auf die ausgelegte Einladung des Netzwerkes Jugendpolitik NRW hin zu mehreren Veranstaltungen zum Thema Jugendpolitik in Kreisen, Städten und Gemeinden (siehe Anlage).

Beschluss

Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

  1. Ausgangslage

In der Sitzung am 04.07.2017 wurde die Verwaltung beauftragt einen Workshop durchzuführen, der „die Bedürfnisse und Bedarfslagen der Mitgliedsverbände des Aachener Jugendrings im Rahmen einer offenen Diskussion eruieren sollte“.

Diese Veranstaltung hat in der gemeinsamen Verantwortung vom Aachener Jugendring e. V., der Katholischen Hochschule NRW Abteilung Aachen als wissenschaftlicher Einrichtung für Soziale Arbeit und dem Fachbereich Kinder, Jugend und Schule am 15. November 2018 stattgefunden.

Eingeladen waren die Vertreter der Jugendverbände (Leiterinnen und Leiter) sowie die Mitglieder des Kinder- und Jugendausschusses.

Dieser Einladung folgten ca. 100 ehrenamtliche Leiterinnen und Leiter.

  1. Ziel der Veranstaltung

Ziel der Veranstaltung war es, einen offenen Austausch zwischen Jugendverbänden, den jungen Menschen, die sich dort engagieren, Politik und Verwaltung zu ermöglichen. Es sollten Möglichkeiten eruiert werden, wie die Jugendverbandsarbeit im Wandel der Zeit unterstützt und die Jugendverbände mit ihren Ehrenamtsstrukturen seitens Politik und Verwaltung gestärkt werden können.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Frau Martina Leshwange, zuständige Fachberaterin beim Landesjugendamt Rheinland

  1. Ablauf

Das Input-Referat unter dem Titel „Stärkung der Jugendverbandsarbeit – Perspektiven für junge Menschen und ihre Organisationen sowie Verwaltung und Kommunalpolitik“, hielt Christian Brüninghoff, Referent für kommunale Jugendpolitik beim Landesjugendring NRW. Der Vortrag ist in der Anlage 1 beigefügt.

Anhand von vier Fragestellungen formulierten die Anwesenden ihre Erwartungen, Wünsche und Forderungen bzgl. einer Stärkung und Unterstützung der Jugendverbandsarbeit. Die entsprechenden Ergebnisse wurden zusammengefasst und sind ebenfalls als Anlage 2 beigefügt.

Die Gesamtdokumentation erfolgte in Form einer gezeichneten und anschließend erläuterten Visualisierung, siehe Anlage 3.

  1. Ergebnisse

Die Teilnehmer hatten Gelegenheit an vier Fragestellungen zu arbeiten. Neben dem beigefügten Protokoll sollen hier einige Aspekte beispielhaft beschrieben werden.

„Wie kann Politik Jugendarbeit bzw. Jugendverbandsarbeit in der Kommune ein stärkeres Gewicht geben?“

Hier votierten die Teilnehmenden neben dem Wunsch nach mehr Zeit für die ehrenamtliche Arbeit u.a. für entsprechende Freistellungsmöglichkeiten in Schule und Arbeit.

Ebenso wurde der Wunsch artikuliert, politische Vertreter sollten den Kontakt zu den Jugendverbänden stärker suchen. Der Aspekt „wer sagt, ihm sei das Ehrenamt und die Jugendarbeit wichtig, der sollte das auch aus Eigeninitiative fördern wollen“ wurde formuliert.

Neben einem „mehr an Geld“ wurden hauptsächlich stärkere Hauptberuflichkeit als Unterstützung und sonstige flankierende Maßnahmen gefordert.

„Welche Erwartungen und Ideen können mit und für den Aachener Jugendring entwickelt werden?“

Hier gab es ebenfalls viele Ideen, die von der notwendigen stärkeren Lobbyarbeit bis zur Forderung nach der Etablierung einer ständigen Koordination reichten. Aber auch die Notwendigkeit einer verstärkten Mitarbeit der Verbände im AJR wurde angesprochen.

„Was brauchen ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an Unterstützung?“

Entsprechende Anregungen, wie zum Beispiel: Anerkennung; freies ÖPNV – Ticket und verbesserte IT –Infrastruktur; Schaffung gemeinsamer digitaler Plattformen; hauptamtliche Kräfte, die Verantwortung tragen; ein bei der Stadt festangestellter im Sinne der Verbände tätiger Interessenvertreter wurden benannt.

„Wie können heute Kinder und Jugendliche sowie ehrenamtliche Betreuer und Betreuerinnen für die Jugendverbandsarbeit gewonnen werden?“

Nachfolgende Gesichtspunkte, wie mehr Öffentlichkeitsarbeit; attraktive Angebote schaffen und darstellen; Wirksamkeit transparent machen; mehr Verständnis von außen (Behörden, Schulen und Politik) Wertschätzung (z. B. Notierung ehrenamtlichen Engagements auf Zeugnissen); Freistellung von Arbeit für Ehrenamt und finanzielle Unterstützung für den Arbeitgeber; wurden formuliert.

  1. Ausblick

Vertreter der Jugendverbände werden im Rahmen der KJA-Sitzung die Möglichkeit haben, die Veranstaltung und deren Ergebnisse aus ihrer Sicht dem Ausschuss vorzustellen.

Die Fachverwaltung wird im Nachgang zur KJA Sitzung mit dem Vorstand des Aachener Jugendrings in den vertieften Austausch im Hinblick auf die Umsetzungsmöglichkeiten der Ergebnisse eintreten. In diesem Zusammenhang wird die Verwaltung den KJA im Spätherbst 2019 über den Fortgang unterrichten.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Entstehen nicht, da Sachstandsbericht

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

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0

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Abstimmungsergebnis

Zustimmung: Ablehnung: Enthaltung: Einstimmig.

Weitere Dokumente (3)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-01-16 FB 45_0583_WP17 _Staerkung der Jugend SAO.pdf

20.11.2024

37.0 MB

Metadaten

TOP
Ö 3
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses
Gremium
Kinder- und Jugendausschuss
Datum
Di., 05.02.2019
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 10:02

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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