7. Februar 2019 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
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Markthalle im alten Umspannwerk Minoritenstraßehier: Ratsantrag der Fraktion die Grünen vom 26.11.2018

FB 61/1124/WP17 · Kenntnisnahme

Markthalle im alten Umspannwerk Minoritenstraßehier: Ratsantrag der Fraktion die Grünen vom 26.11.2018

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Beratungsergebnis:zur Kenntnis genommen

Beratung

Für die Fraktion der Grünen erläutert Herr Rau den Hintergrund des Ratsantrags und bedauert, dass die Verwaltung sich in ihrer Vorlage nicht inhaltlich mit dem Anliegen auseinandersetze. In der Aachener Bevölkerung werde immer wieder der Wunsch nach einer Markthalle geäußert, nach Einschätzung seiner Fraktion biete das ehemalige Umspannwerk als städtische Immobilie tatsächlich die Chance einer Realisierung. Zudem könne mit einer solchen Entwicklung ein dringend benötigter Impuls für diesen Bereich der Innenstadt gesetzt werden. Selbstverständlich müsse zuvor ein neuer Standort für eine innerstädtische Sporthalle gefunden werde, dies hindere jedoch nicht daran, sich konzeptionell mit dem Ratsantrag auseinanderzusetzen und eine fachliche Einschätzung dazu abzugeben.

Für die SPD-Fraktion verweist Herr Plum auf die bisherigen, immer wieder gescheiterten Versuche, eine Markthalle im Innenstadtbereich zu realisieren. Man wolle das Thema erst wieder aufgreifen, wenn Ersatzstandort für die heutige Sportnutzung gefunden sei, vorher mache auch eine Befassung mit möglichen Konzepten keinen Sinn.

Für die Fraktion Die Linke gibt Herr Beus zu bedenken, dass sich die Halle auch heute schon nur sehr bedingt für sportliche Nutzungen eigne, insofern gebe es bei der Suche nach einem Ersatz ohnehin dringenden Handlungsbedarf. Eine Nachnutzung mit einer Markthalle könne er sich gut vorstellen, sollte sich dies aber als nicht umsetzbar erweisen, könne man auch über andere Nutzungen nachdenken, so gebe es immer einen großen Bedarf an Räumlichkeiten für Jugendclubs. Sein Plädoyer laute daher, möglichst schnell in eine intensive Standortsuche für eine Ersatzsporthalle einzusteigen.

Für die CDU-Fraktion äußert Herr Gilson Verständnis für den Wunsch nach einer Markthalle, auch in seiner Fraktion sei dies ein Anliegen. Dennoch liege nun eine eindeutige Äußerung der Verwaltung vor, wonach eine Befassung mit dem Thema zum jetzigen Zeitpunkt als nicht sinnvoll erachtet werde. Dieser Einschätzung könne man zustimmen.

Für die FDP-Fraktion stellt Herr Helg fest, dass offensichtlich Einigkeit in dem Wunsch nach einer Markthalle bestehe. Persönlich halte er den Standort nicht für ideal, unabhängig davon sei es jedoch in jedem Fall vorrangig, eine Alternative für die Sportnutzungen zu finden.

Für die Piratenfraktion sieht Herr Pütz die dringende Notwendigkeit, die Innenstadt wieder stärker zu beleben. Gerade der Bereich Großkölnstraße könne eine Aufwertung und einen neuen Frequenzbringervertragen, dazu könne eine Markthalle in dem alten Umspannwerk beitragen. Es sei daher umso wichtiger, die Suche nach einem Ersatzstandort für die Sporthalle mit höchster Priorität anzugehen.

Der Ausschuss fasst den folgenden

Beschluss

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:


Die Fraktion der Grünen beantragt, im Rat der Stadt den Beschluss zu fassen, die Verwaltung mit den planungs- und liegenschaftlichen Vorbereitungen für den Umbau / die Umnutzung einer Markthalle im Gebäude des ehemaligen Umspannwerks Minoritenstraße zu beauftragen. Ein erstes Konzept soll im Planungs- sowie Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss im ersten Quartal 2019 vorgestellt werden. Darüber hinaus soll die Errichtung einer Ersatzturnhalle für die dann wegfallenden Räumlichkeiten der Sporthalle forciert werden.

Eine Befassung mit den planungsrechtlichen und liegenschaftlichen Vorbereitungen für den Umbau des alten Umspannwerks ist aus Sicht der Verwaltung zum heutigen Zeitpunkt nicht sinnvoll. Zunächst müsste geklärt werden, ob eine Nutzungsänderung des Gebäudes zu einer Markthalle an diesem Standort erfolgversprechend ist und ob diese überhaupt politisch gewollt ist. Bevor konkretere Schritte durchgeführt werden, ist die Frage zu stellen, ob eine Markthalle in Aachen überhaupt rentabel betrieben werden kann. Im Antrag der Grünen wird erläutert, dass diese schon mehrfach verfolgte Idee einer Markthalle durch unterschiedliche private Investoren jeweils gescheitert ist. Die Gründe sind der Verwaltung nicht bekannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass eine mangelnde Aussicht auf einen wirtschaftlichen Betrieb durchaus ausschlaggebend gewesen sein könnte.

Sollte man dennoch zu der Einschätzung gelangen, dass eine Markthalle in der Aachener Innenstadt rentabel sein könnte, stellt sich die Frage, ob der vorgeschlagene Standort der richtige ist, da die Halle nicht direkt an die innerstädtischen Hauptfußgängerströme angebunden ist. Dies wird jedoch als wesentlicher Faktor für die Rentabilität eingestuft.

Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren mehrere erfolglose Versuche unternommen, einen Standort für eine innerstädtische Sporthalle zu finden, die dem Schul- und Vereinssport dienen kann. Es ist nicht abzusehen, dass ein Ersatzstandort in naher Zukunft gefunden werden kann.

Aus den genannten Gründen schlägt die Verwaltung vor, den Vorschlag der Grünen im Moment nicht weiterzuverfolgen.

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Weitere Dokumente (2)

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-01-10 FB 61_1124_WP17 Markthalle im alten SAO.pdf

20.11.2024

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Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 7
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Planungsausschusses
Gremium
Planungsausschuss
Datum
Do., 07.02.2019
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 10:06