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Sachstand ´Altengerechtes Quartier Westparkviertel´

FB 56/0232/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Dr. Otto erklärt, dass das „Altengerechte Quartier Westparkviertel“ eine gelungene Kooperation zwischen der Verwaltung und der Quartiersarbeit darstellt. Bei dem Projekt soll anhand eines Quartiers mit durchschnittlicher Altersstruktur erarbeitet werden, was es bedeutet, in Aachen älter zu werden und welche kurzfristigen und langfristigen Maßnahmen sich daraus ergeben. Die Erkenntnisse hieraus fließen in das gesamtstädtische Konzept mit ein.

Frau Bergk gibt mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation (Anlage 1) einen Überblick über den aktuellen Sachstand des Projektes und verweist auf den ausgelegten Flyer (Anlage 2).

Herr Müller fragt nach, ob es in dem Quartier auch Tagespflegeeinrichtungen gibt.

Frau Bergk verneint dies.

Herr Hansen sieht in dem Projekt großes Potential und fragt nach, ob es gemeinsame generationsübergreifende Projekte gibt.

Frau Bergk erklärt, dass esz.B. das Projekt„Augen auf im Westpark“ gibt, bei dem eine Grundschule und ein Altenheim kooperieren. Zukünftig sollen Sportkurse für Kinder im Altenheim und ein Tabletunterricht für Senioren angeboten werden.

Frau Piana fragt nach, ob es außer dem Westpark und dem Altenheim weitere Räumlichkeiten für Begegnungsmöglichkeiten gibt.

Frau Bergk teilt mit, dass auch Räume anderer Akteure, wie z.B. der AWO, genutzt werden können und eine Ausdehnung auf das gesamte Quartier angedacht ist.

Herr Bruynswyck regt Aushänge von Informationen über das Westparkviertel in Schaukästen an, um die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu stärken. Er fragt nach, ob es Arbeitsgruppen gibt, die das Miteinander der verschiedenen Interessensgruppen im Westparkviertel verbessern.

Frau Bergk erwidert, dass es hierzu verschiedene Ansätze gibt, z.B. beim Gesundheitstag Altersanzüge angeboten werden, damit jüngere Menschen sich in die Lebensumstände und Bedürfnisse älterer Menschen einfühlen können oder Gespräche mit Radfahrern zur Verbesserung der gemeinsamen Nutzung des Westparks initiiert werden. Alle Aktionen erfolgen in enger Absprache mit der Stadtteilkonferenz.

Frau Seufert bittet, die Ergebnisse der Bürgerbefragung der Niederschrift beizufügen (Anlage 3).

Herr Klüppel sieht das „Altengerechte Quartier Westparkviertel“ als Pilotprojekt an und hofft, dass die Erkenntnisse hieraus Auswirkungen auf andere Sozialräume nach sich ziehen. Als potentielle Handlungsfelder für ältere Menschen nennt er exemplarisch die Schaffung bezahlbaren Wohnraums und barrierefreier Wohnungen, die Nahversorgung, die Sicherheit, eine zuverlässige Verkehrsanbindung und Begegnungsmöglichkeiten über die Altersgrenzen hinaus.

Der Beschluss erfolgt einstimmig.

Beschluss

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen zum Projekt „Altengerechtes Quartier Westparkviertel“ zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen zum Projekt „Altengerechtes Quartier Westparkviertel“ zur Kenntnis.


Erläuterungen

Erläuterungen:

Mit dem Projekt „Altengerechtes Quartier Westparkviertel“ wurde im September 2017 ein Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Aachen und dem Altenheim St. Elisabeth (am Westpark) gestartet. Das auf drei Jahre ausgelegte Projekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert und ist im damaligen Förderprogramm „Entwicklung altengerechter Quartiere“ verankert gewesen (Mittlerweile existiert dieser Förderkontext nicht mehr, alle genehmigten Projekte werden jedoch bis zum Projektende gefördert). Die Stadt Aachen hat die Fördermittel beantragt und leitet diese an den Kooperationspartner vor Ort (St. Elisabeth Altenheim) weiter. Im Rahmen des Projekts hat das Altenheim die Quartiersentwicklerin Frau Marion Bergk eingestellt, die das Vorhaben im Westparkviertel umsetzt. Im Rahmen des Projekts wurde ein Quartiersbüro im Altenheim St. Elisabeth eingerichtet, das Frau Bergk leitet. Mit dem Westparkviertel wurde bewusst ein sehr gemischtes, heterogenes und innenstadtnahes Viertel zur Umsetzung ausgewählt, um das Thema „Alterung“ in all seinen Facetten beleuchten zu können.

Beim Projekt „Altengerechtes Quartier“ werden Instrumente der Quartiersentwicklung mit den Herausforderungen des demographischen Alterungsprozesses verknüpft. Das Projekt im Westparkviertel ist ein Pilotprojekt für die Stadt Aachen, in dem die Auswirkungen und Erfordernisse des demographischen Alterungsprozesses auf Quartiers- und Nachbarschaftsebene beleuchtet und diesbezüglich Strategien sowie Maßnahmen entwickelt werden.

Mit dem Förderprojekt setzt Quartiersentwicklung an den Bedarfen verschiedener älterer Bevölkerungsgruppen an. Das Projekt hilft dabei, besser zu verstehen, was ein altengerechtes Stadtquartier und eine altengerechte Nachbarschaft ausmachen. Das schließt auch die Frage ein, welche Ansprüche eine ältere Gesellschaft „von morgen“ mit sich bringt. Denn beim Demographischen Wandel geht es nicht nur darum, dass die Stadtgesellschaft im Durchschnitt älter wird. Es geht auch um eine Veränderung der Ansprüche der älteren Bevölkerung. Die Individualisierung der Gesellschaft mit neuen und unterschiedlichen Lebensstilen und die Zuwanderung nach Deutschland macht die Gruppe der „Älteren“ zu einer mehr denn je heterogenen Gruppe, die in den Bereichen Freizeit, Begegnung, Mobilität, Kultur und Pflege sehr unterschiedliche Ansprüche an ihr Umfeld entwickelt. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, bedarf es konkreter Informationen als Planungsgrundlagen. Das Projekt soll daher einerseits Wissen über empirische Zugänge zu den Fragen rund um das „Älter werden“ generieren und andererseits konkrete Projekte mit der Bewohnerschaft in Gang setzen. Beispielsweise wurde bereits eine umfangreiche Befragung in Kooperation mit der Katholischen Hochschule umgesetzt. Aus den Ergebnissen dieser Befragung und darüber hinaus hat Frau Bergk schon zahlreiche Bürgerprojekte angestoßen und sensibilisiert für dieses wichtige Thema. Bei der Sozialkonferenz 2018 konnte Frau Bergk ihre ersten Erkenntnisse bereits in einem Workshop zu diesem Thema in eine breite Fachöffentlichkeit streuen.

Das Projekt ist damit ein sehr gelungenes Beispiel für die Kooperation zwischen Sozialplanung und Trägern vor Ort. Für die Stadt unterstützt der Sozialplaner, Herr Dr. Otto, das gesamte Vorhaben und berät den Projektträger zu den einzelnen strategischen Schritten. Durch den intensiven Austausch zwischen Sozialplanung und dem Projektträger können die Erkenntnisse aus dem Projekt effektiv in die Verwaltung und auch in andere Quartiere transportiert werden. Das „Altengerechte Quartier Westparkviertel“ läuft noch bis zum Sommer 2020 und hat ein Volumen von 163.112 Euro. hat. Etwa 40.000 Euro stellt das Altenheim St. Elisabeth als Eigenanteil zur Verfügung.

Frau Bergk berichtet in der Sitzung mündlich über die Erfahrungen aus der ersten Projekthälfte.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Es ergeben sich keine finanziellen Auswirkungen.

Abstimmungsergebnis

Siehe Anlage.

Weitere Dokumente (3)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-01-29 FB 56_0232_WP17 Sachstand _Altengere SAO.pdf

7.11.2024

96.3 KB

Metadaten

TOP
Ö 6
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
Gremium
Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
Datum
Do., 21.02.2019
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 56 - Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 10:09

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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