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Sachstandsbericht über alltagsorientierte Sprachkurse

FB 56/0257/WP17 · Kenntnisnahme

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Keßler-Wiertz gibt mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation (Anlage 1) einen Überblick über die angebotenen alltagsorientierten Sprachkurse.

Frau Fröhlich fragt nach, an wen genau sich die Sprachkurse richten.

Frau Keßler-Wiertz erklärt, dass Zielgruppe vorrangig alle Menschen sind, denen der Zugang zu den regulären Sprachkursen nicht möglich ist. Diese Personengruppe bedarf einer intensiven Betreuung. Ergänzend werden auch Integrationsberatungen angeboten. Oft können die Teilnehmer in Anschluss-Sprachkurse weiter vermittelt werden.

Herr Özbay fragt nach, an welchen Standorten die Kurse angeboten werden, ob die Sprachkurse in den gesamten 12 Jahren ohne Unterbrechung stattgefunden haben und welche Voraussetzungen jemand mitbringen muss, um diese Sprachkurse besuchen zu können.

Frau Keßler-Wiertz erklärt, dass die Kurse auf mehrere Standorte verteilt sind. Ein Raum steht in der Leipzigerstraße, 1 Raum in der Nadelfabrik, 1 Raum in der Goerdelerstraße im Gebäudekomplex der gewoge und ein 1 Raum in der Elsassstraße zur Verfügung. Die Kurse wurden fortlaufend ohne Unterbrechung angeboten. Außer regelmäßiger pünktlicher Anwesenheit und Motivation werden keine anderen Anforderungen an die Teilnehmer gestellt. Die Kurse sind kostenlos.

Frau Epstein fragt nach, ob die von der Stadt zur Verfügung gestellten 41.000 € ausreichen und ob die Lehrkräfte angemessen bezahlt werden oder viel ehrenamtlich arbeiten müssen.

Frau Keßler-Wiertz erwidert, dass die Förderung der Stadt nicht 41.000 € sondern nur 21.000 € beträgt und den Aufwand nicht deckt. Die Lehrkräfte arbeiten auf Honorarbasis und werden entsprechend den tarifvertraglichen Regelungen bezahlt.

Herr Ghaei fragt nach den Gründen, warum das B1—Sprachniveau so oft nicht erreicht wird und wie lange man an den alltagsorientierten Sprachkursen teilnehmen darf.

Frau Keßler-Wiertz erklärt, dass Ziel der von ihr vorgestellten Sprachkurse ist, den Teilnehmern die Zugangsvoraussetzungen zu vermitteln, damit diese anschließend einen Kurs besuchen können, der als Ziel das Erreichen des B 1 – Niveaus hat. Bundesweite Statistiken haben gezeigt, dass Teilnehmer, die vorher einen alltagsorientierten Sprachkurs mitgemacht haben, häufiger die dann folgenden Sprachkurse mit dem B 1 - Niveau abschließen können. Die alltagsorientierten Sprachkurse sind auf 100 Unterrichtsstunden angelegt. In Einzelfällen, bei Bedarf und hoher Motivation können weitere 100 Stunden angeboten werden, vor allem, wenn sich starke Probleme beim Lesen und Schreiben ergeben, wenn vorher keine Alphabetisierung vorhanden war.

Herr Pivovarov fragt, welche Methodik in den Kursen angewandt wird und welche statistischen Auswirkungen sich aufgrund des Besuchs der Sprachkurse darstelle lassen.

Frau Keßler-Wiertz erwidert, dass sie zu den Statistikdaten keine Angaben machen kann. Die LehrerInnen arbeiten sehr niedrigschwellig und sind extrem kommunikativ, lebens- und unterichtserfahren und bemühen sich, mit viel Empathie nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch Abläufe um Alltag zu vermitteln.

Frau Koentges dankt für die geleistete Arbeit und wünscht weiter viel Erfolg.

Frau Fröhlich möchte wissen, ob es Wartelisten gibt, ob Leute abgewiesen werden müssen und ob die räumliche, personelle und finanzielle Ausstattung ausreichend ist.

Frau Keßler-Wiertz teilt mit, dass die Anzahl der Anmeldungen starken Schwankungen unterliegt und man niemanden abweist, dafür aber die Kurse teilweise mit bis zu 20 Leuten belegt, anstatt wie geplant 6 bis 8. Die Räumlichkeiten sind stark begrenzt, sie würde gernemehr Kurse in Schulen oder Familienzentren anbieten, aber dort stehen keine Räume zur Verfügung. Ein größerer finanzieller Spielraum wäre wünschenswert.

Herr Georgiadis fragt die Verwaltung, warum die Kurse nicht von der Stadt Aachen organisiert und angeboten werden, dies sei günstiger, sinnvoller und eine Angelegenheit der Allgemeinheit.

Herr Frankenberger erklärt, dass seitens der Stadt Sprachkurse in Zusammenarbeit mit der VHS angeboten werden und es sich bei den alltagsorientierten Sprachkursen um eines diese Kurse ergänzendes Angebot handelt.

Der Beschluss erfolgt einstimmig.

Beschluss

Der Integrationsrat nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Integrationsrat nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.


Erläuterungen

Erläuterungen:

Seit 2009 fördert die Stadt Aachen alltagsorientierte Sprachkurse. Zielgruppe sind förderbedürftige motivierte (erwachsene) Teilnehmende, die aufgrund von gesetzlichen Beschränkungen und/oder individuellen Problemlagen keinen Zugang zu den bereits vorhandenen Angeboten haben beziehungsweise dort nicht gefördert werden können.

Die Teilnehmenden werden durch Aktivierung und Erweiterung ihrer individuellen Fähigkeiten dahingehend gefördert, eigenständig am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Nach Durchführung des alltagsorientierten Sprachkurses werden die Teilnehmenden an Integrationskurse, Sprachkurse oder Qualifizierungsmaßnahmen vermittelt.

Zur Durchführung von Sprachkursen stehen für das Jahr 2019 beim PSP-Element 4-050501-901-3/53180000 „Projekte zur Integration“ 41.000,- Euro zur Verfügung.

In der Sitzung vom 30.01.2019 hat der Integrationsrat um einen Sachstandsbericht über alltagsorientierte Sprachkurse gebeten.

Frau Keßler-Wiertz von der Werkstatt der Kulturen berichtet mündlich in der Sitzung über die geförderten alltagsorientierten Sprachkurse.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

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Ergebnis

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0

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

0

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0

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0

0

Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Es ergeben sich keine finanziellen Auswirkungen.

Abstimmungsergebnis

Siehe Anlage.

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-04-23 FB 56_0257_WP17 Sachstandsbericht ueb SAO.pdf

7.11.2024

90.9 KB

Metadaten

TOP
Ö 3
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Integrationsrates
Gremium
Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
Datum
Mi., 22.05.2019
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 56 - Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 10:44

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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