28. Mai 2019 um 17:00, Sitzungssaal im Fachbereich Umwelt
Beratung
- Herr Klinkenberg berichtet, dass er in der Vergangenheit bereits mehrfach habe feststellen können, dass im Bereich Aachen-Sief, Mariental, Gülle aus Belgien kommend in die Iter geleitet werde. Herr Radermacher erwidert, dass er davon ausgehe, dass es sich um Abwasser und nicht um Gülle handele; in Belgien sei es normale Praxis, dass Abwasser ungefiltert in öffentliche Gewässer geleitet werde. Dasselbe habe er auch am Eisenhüttenweg feststellen können.
Das Problem ist der Verwaltung bekannt. Da die Verschmutzung auf belgischer Seite erfolgt, haben die Aachener Behörden keine Handhabe. Eine Klärung muss auf höherer Ebene erfolgen.
- Frau Nelißen erkundigt sich danach, ob es geplant sei, dass ähnlich wie im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz, über das Grünkonzept der Stadt Aachen berichtet werde. Die Verwaltung sagt zu, dass dies abzuklären.
- Herr Slevogt teilt mit, dass er festgestellt habe, dass auf dem Waldweg beginnend an der Pferdeampel auf der Monschauer Straße in Richtung Beverbach bis Hitfeld die Grünstreifen erheblich bearbeitet worden seien und auch Eichen gefällt worden seien. Da der unteren Naturschutzbehörde über die Maßnahme nichts bekannt ist, wird zugesagt, dazu eine Stellungnahme des Forstamtes einzuholen.
- Frau Lohmann erkundigt sich danach, ob über die Änderung des Regionalplans (Planwerk der Bezirksregierung) und den davon in Aachen betroffenen Flächen berichtet werde. Der Verwaltung sagt zu, dies abzuklären.
- Herr Klinkenberg spricht der Verlegung der Kabel für die beiden weiteren Windenergieanlagen im Münsterwald an und erkundigt sich danach, an welcher Stelle die Kabeltrassen genau geplant seien und ob eine naturschutzrechtliche Befreiung erteilt werden müsse. Dazu gibt Frau Dammers bekannt, dass die Trassen zwischenzeitlich etwas anders geplant seien. Sie sagt zu, abzuklären, ob eine erneute Befreiung erfolgen müsse.
- Herr von Frantzius berichtet, dass er seit 02.01.2019 an der Monschauer Straße in dem Bereich der Einmündung Schmithofer Straße bis zur Einmündung Mühle (ca. 250m) 9 Stück Wild, u.a. einen Biber, tot aufgefunden habe. Diesen habe er zum Forstamt gebracht, wo er eingefroren worden sei. Es werde nun überlegt, ob dieser zu Schulungszwecken präpariert werden soll. Herr von Frantzius führt das erhöhte Überfahren von Wild auf die weiterhin hohe erlaubte Geschwindigkeit in diesem Bereich zurück (überwiegend 100 km/h) und darauf, dass sich das Wild durch eine hohe Anzahl von Spaziergängern mit Hunden an der Iter gestört fühle und so Richtung Monschauer Straße zurücklaufe. Er plädiere für die Anbringung von blauen Reflektoren am Straßenrand, welche das Wild davon abhalten sollen, die Straße zu überqueren. Ebenfalls befürworte er die Aufstellung von Hinweisschildern an der Monschauer Straße auf möglichen Wildwechsel. Darüber hinaus halte er in diesem Bereich geschwindigkeitsregulierende Maßnahmen für sinnvoll. Herr Dr. Engels teilt mit, dass er die letztgenannte Anregung bereits an die Straßenverkehrsbehörde der Städteregion weitergegeben habe, bisher aber noch keine Rückmeldung erhalten habe. Da es sich bei der Monschauer Straße um eine Bundesstraße handele, müsse abgeklärt werden, ob nicht Straßen NRW ggfls. für eine Änderung der Geschwindigkeit und für die entsprechende Beschilderung zuständig sei. Herr von Frantzius schlägt ebenfalls vor, per Beschilderung darauf hinzuweisen, dass das Betreten des Naturschutzgebietes an der Iter nicht erlaubt sei.
- Herr Koch spricht die Bauarbeiten der Amprion GmbH für die Stromleitung ALEGrO und der Open Grid Europe GmbH für die Gasleitung Zeelink an und teilt mit, dass ca. 15 ha seiner Flächen innerhalb der Trassen liegen und er insofern sehr stark von den Bauarbeiten betroffen sei. Er führt weiterhin aus, dass er festgestellt habe, dass die Bauarbeiten für Zeelink sehr professionell durchgeführt werden, wohingegen die Arbeiten für ALEGrO in seinen Augen sehr unprofessionell erfolgen. Er habe daher ein großes Interesse daran, dass die angesagte Sondersitzung am 02.07.2019, zu der beiden Firmen erscheinen sollen, stattfindet.
Eine Abfrage durch Herrn von Frantzius, ob auch seitens der übrigen Beiratsmitglieder dieses Interesse bestehe, verläuft positiv, so dass der Beirat beschlussfähig sein wird und die Sondersitzung stattfinden wird.
Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.
Technische Details
ID: 93253
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=93253
Grunddaten
- TOP
- Ö 6
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Naturschutzbeirates
- Gremium
- Naturschutzbeirat
- Datum
- Di., 28.05.2019
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Status
- gemischt