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Projekt zwischen Arbeit und Ruhestand (ZWAR) - soziale Netzwerke für Menschen ab 50

BA 4/0159/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Umbach erläutert das Projekt und stellt es anhand einer Präsentation vor, die der Niederschrift als Anlage beigefügt ist.

Die SPD-BF bedankt sich für den Bericht, der eigentlich ein Bericht über die Arbeit in Roetgen ist. Sie führt aus, dass dieses Landesprogramm, das als Hintergrund die Sozialraumaktivierung hat, nur noch dieses Jahr vom Land finanziert wird. Danach müssen die Kommunen entscheiden, ob sie dieses Netzwerkprogramm einsetzen möchten oder nicht. Auf den hiesigen Stadtbezirk bezogen würde dies bedeuten, dass jährlich 6.000 € im Haushalt eingestellt und auch entsprechende Räume kostenlos zur Verfügung gestellt werden müssen. Dies bedarf zunächst weiterer Überlegungen und muss auch abgeglichen werden mit den Einrichtungen, die bereits im Stadtbezirk bestehen und ob und wo dort Defizite bestehen. In der Stadt gibt es eine gute Sozialberichterstattung über die die einzelnen Sozialräume auch geplant worden sind und sie sieht daher im hiesigen Stadtteil eher den Handlungsbedarf bei den älteren, hochbetagten Bürgern ab 80 Jahre. Ihr stellt sich damit die Frage, was bei diesen älteren Mitbürgern noch an Aktivierung möglich ist. Die SPD-BF verdeutlicht, dass sie jetzt noch nicht beurteilen kann, ob dieses Projekt hier im Stadtbezirk gewünscht wird. Es ergibt sich für sie auch die Frage, kann man das Projekt innerhalb einer Stadt auf einen Sozialraum oder Bezirk beschränken und müsste dies auch im Sozialausschuss beraten werden.

Frau Umbach antwortet hierzu, dass der Stadtbezirk über einen hohen Anteil an älteren Menschen verfügt. Für diesen Personenkreis sollte etwas getan werden. Nachhaltig überlegt sollte man allerdings an die Menschen ab 50 Jahre herantreten, weil diese Personen zwar in diesem Alter überwiegend noch aktiv sind, aber zwangsläufig älter werden und dann zukunftsorientiert entsprechende Netzwerke benötigen.

Nachdem sich die CDU-BF ebenfalls für die Ausführungen bedankt, verweist sie auf die in den letzten Jahren in Aachen eingerichteten Stadtteilquartiere, in denen eine hervorragende Arbeit gemacht wird. Dort ist ein ganz anderes Zusammenarbeiten und Zusammenwachsen von Jung und Alt möglich und es kann durchaus dort mehr erreicht werden. Trotzdem kann sie sich vorstellen, dass das hier vorgestellte Projekt ZWAR auch in Zusammenarbeit mit den vorhandenen Strukturen z. B. in Walheim unter Einbeziehung von jungen und alten Menschen eingesetzt werden könnte.

Auf Nachfrage der Grüne-BF antwortet Frau Umbach, dass die ehrenamtlich tätigen Personen lediglich durch ihre private Haftpflichtversicherung versichert sind und nicht der gesetzlichen Unfallversicherung angehören, da es sich bei der Organisation nicht um einen eingetragenen Verein handelt.

Frau Keller verweist auf das seit dem Jahr 2012 in Kornelimünster tätige Nachbarschaftsnetzwerk „Indella“ e.V., dass bereits bezirksweit arbeitet und genau diese Dinge, die in ZWAR vorgestellt wurden, betreibt und abdeckt. Sie sieht allerdings auch das große Problem in der Versicherung der ehrenamtlich tätigen Personen, wenn keine festen Strukturen aufgebaut werden sollten, so wie es das vorgestellte Projekt ZWAR vorsieht. Die Mitglieder eines eingetragenen Vereins sind zwangläufig in der Unfallversicherung des Landes abgesichert.

Nachdem Frau Umbach bestätigt, dass im Rahmen dieses Projektes bewusst keine festen Vereinsstrukturen aufgebaut werden sollen, ergeht folgender

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster/Walheim nimmt die Ausführungen einstimmig zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster/Walheim nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.


Erläuterungen

Erläuterungen:

Frau Sendes von ZWAR Zentralstelle NRW in Dortmund und Frau Umbach, Fachreferentin im Projekt „Caritas der Gemeinde“ in der GdG Kornelimünster-Roetgen stellen das nachfolgende Projekt vor:

Zwischen Arbeit und Ruhestand (ZWAR) – soziale Netzwerke für Menschen ab 50

Der Übergang in den Ruhestand – eine Lebenssituation, die viele Chancen und Möglichkeiten eröffnet. So erleben die Menschen in den ZWAR Netzwerken in Nordrhein-Westfalen diese Umbruchsituation nach Ende der Erwerbs- und Familienarbeit.

Die vom Land NRW geförderte ZWAR Zentralstelle NRW bietet ein seit 30 Jahren bewährtes Konzept der Gründung und Begleitung von sozialen Netzwerken älterer Menschen an, das auf Selbstorganisation und Eigenverantwortung basiert. Ebenso werden die Kommunen bei der Quartiersentwicklung unterstützt.

ZWAR Netzwerke wenden sich an Menschen ab 50 Jahren und bieten die Möglichkeit, in der Gemeinschaft Gleichgesinnter älter zu werden und sich gesellschaftlich zu beteiligen. Die Menschen in den ZWAR Netzwerken organisieren sich selbst und setzen ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen in Aktivitäten um. Das kann alles sein, von Freizeitaktivitäten bis zum bürgerschaftlichen Engagement. ZWAR Netzwerke sind eingebettet in ihren Sozialraum und wirken in diesen hinein. Sie leisten einen Beitrag zur Wiederbelebung von Nachbarschaft und engagieren sich für soziale Projekte und ihren Stadtteil. Sie entwickeln neue Formen der Beteiligung älterer Menschen, leben neue Altersbilder vor und verbessern durch ihr Bürgerengagement die eigene Lebensqualität und die Lebensqualität ihres Stadtteils.

Dreh- und Angelpunkt der ZWAR Netzwerkarbeit ist das Engagement der Netzwerkteilnehmerinnen und -teilnehmer. Das Engagement dieser Netzwerke ist in der Regel selbstgewählt und projektorientiert. Die Teilnehmerinnen und -teilnehmer tun das, was sie gerne tun und sehen dabei auch den eigenen Gewinn in Form von sozialen Kontakten und dem Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.

In NRW gibt es 150 ZWAR Netzwerke mit 1.500 Interessens- und Projektgruppen in über 50 Kommunen. Besonderes Merkmal der ZWAR Netzwerke ist ihre Langlebigkeit, die ältesten Netzwerke bestehen mittlerweile über 30 Jahre.

Die ZWAR Zentralstelle NRW berät und begleitet Kommunen beim Aufbau von ZWAR Netzwerken, die in der Anfangsphase von einer hauptamtlichen Kraft begleitet werden. Darüber hinaus bietet die Zentralstelle Qualifizierungen für die hauptamtliche Netzwerkbegleitung und die Menschen in den ZWAR Netzwerken sowie regionale und landesweite Vernetzungsveranstaltungen an.


Abstimmungsergebnis

Zustimmung: Ablehnung: Enthaltung:

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-05-20 BA 4_0159_WP17 Projekt zwischen Arb SAO.pdf

20.11.2024

71.0 KB

Metadaten

TOP
Ö 4
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster / Walheim
Datum
Mi., 05.06.2019
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
B 4 - Bezirksamt Aachen-Kornelimünster/Walheim
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 10:49

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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