Anhörung des Verbandes des Islamischen Kulturzentrum e.V.VIKZ ist eingeladen
im Ratsinformationssystem anzeigenBeratung
Herr Ögütli, der Vertreter der Islamischen Kulturzentren e. V., informierte die Mitglieder des Migrationsrates über den Aufbau seiner Organisation und berichtete über das in Aachen geplante Bauvorhaben auf dem Grundstück Robert-Koch-Str. 28.
Er führte u. a. aus, dass es sich bei dem Verband des Islamischen Kulturzentren e. V. (VIKZ) um eine Dachorganisation lokaler muslimischer Gemeinden handele, die sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden der Gemeindemitglieder finanziere. Die Hauptaufgabe des VIKZ bestehe in der Betreuung der lokalen muslimischen Gemeinden und besonders in der religiösen und kulturellen Bildungs- und Jugendarbeit.
Zu dem geplanten Bauvorhaben berichtete Herr Ögütli, dass nach Ablehnung der Bauvoranfrage durch den Fachbereich Bauaufsicht der Stadt Aachen zunächst der Bau eines Internates nicht weiterverfolgt werde. Die andauernden Bemühungen des VIKZ um eine Baugenehmigung konzentrierten sich zurzeit auf die alleinige Errichtung eines Kulturzentrums. Die ursprünglich geplante Errichtung eines Internates für ca. 20 männliche Jugendliche ab 14 Jahren sei aber nicht aufgegeben, man plane stattdessen dieser eine spätere entsprechende bauliche Ergänzung des Kulturzentrums.
Im Verlauf der anschließenden Aussprache konzentrierten sich die Redebeiträge der Mitglieder des Migrationsrates auf das zumindest längerfristig geplante Internat. Ohne die in den Redebeiträgender Mitglieder des Migrationsrates
erkennbaren Vorbehalte gegenüber dem geplanten Internat zerstreuen zu können, führte Herr Ögütli weiterhin aus,
dass die Bewohner des Internates die lokalen Regelschulen besuchen würden und nach dem Schulbesuch die ergänzende schulische Forderung im Vordergrunds stehe. Die Jugendlichen würden von deutschsprachigen pädagogischen Fachkräften betreut, sodass auch die Zweisprachigkeit in der Einrichtung gewährleistet sei. Die Internatsbewohner könnten in Absprache mit ihren Betreuern bestehende Kontakte zu all ihren Mitschülern, Freunden, Sportvereinen usw. pflegen. Weil großer Wert auf eine intensive schulische Förderung der Bewohner gelegt werde, diene die Einrichtung der gesellschaftlichen Integration der Bewohner. Der Kostenbeitrag der Eltern für die Internatsunterbringung liege, wenn man die Duisburger Situation auf Aachen übertrage. bei etwa 150,00 €monatlich.
Die Mitglieder des Migrationsrates vertraten demgegenüber mehrheitlich die Auffassung, dass das längerfristig geplante Internat keinesfalls der Integration seiner Bewohner diene, sondern stattdessen ihre Isolation fördere. Schulische Förderung als Mittel der Integration sei auch ambulant (z. B. in Form von Silentien) möglich. So sei auch gewährleistet, dass die betroffenen Jugendlichen den Rest des Tages tatsächlich frei gestalten könnten. Auch die Zugangsbeschränkung für das Internat auf männliche Jugendliche sei nicht integrationsfördernd. Die vom VIKZ geplante Einrichtung eines Internates sei nach alldem in Aachen unerwünscht.
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.
Technische Details
ID: 9363
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=9363
Grunddaten
- TOP
- Ö 7
- Sitzung
- öffentliche Sitzung des Migrationsrates
- Gremium
- Migrationsrat
- Datum
- Mi., 14.09.2005
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche Sitzung
- Status
- gemischt