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EHAP ´Auffallen – WABe Netzwerk Frauen & Wohnen´

FB 56/0268/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Herr Brendel (Geschäftsführer des Netzwerks WABe e.V.) stellt das Projekt „Auffallen“ mit Hilfe einer PPP (Anlage 1) vor, das aus dem EU-Fonds EHAP (Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen in Deutschland) finanziert wird. Der Verein muss dafür 5 % Eigenmittel aufbringen (Finanzierung: 85 % EU-Mittel, 10 % Kofinanzierung Bund). Das Projekt will Frauen in der Städteregion, die eine Wohnung suchen, mit Netzwerkarbeit unterstützen. Er betont, dass es bundesweit das erste Projekt im Rahmen des EHAP ist, das sich insbesondere an wohnungslose Frauen richtet. Er fügt hinzu, dass Familien und Männer bei Bedarf selbstverständlich auch beraten werden. Er betont die gute Beratungsinfrastruktur der Stadt Aachen, merkt aber an, dass es viel zu wenig verfügbaren Wohnraum für die Zielgruppe gibt.

Die Vorsitzende bedankt sich für die Ausführungen. Sie macht auf die besonders schwierige Situation wohnungsloser Frauen aufmerksam und betont die hohe Bedeutung der Arbeit der WABe in diesem Bereich.

Frau Koentgens fragt nach, wie viele Frauen in der Region wohnungslos sind. Sie gibt zu bedenken, dass ein ähnliches Projekt in der Vergangenheit von den betroffenen Frauen nicht gut nachgefragt worden ist.

Herr Brendel antwortet, dass er im Rahmen von „Auffallen“ erstmalig genaue Zahlen erheben will und geht davon aus, Ende 2020 dazu berichten zu können.

Frau Epstein fragt, ob in zwei Jahren wirklich 360 Frauen beraten werden können, wie es das Projekt vorsieht. Sie fragt auch danach, wo der Unterschied zur Frauenberatungsstelle der WaABe liegt.

Frau Wickert antwortet, dass das Projekt an die Arbeit der Frauenberatungsstelle angedockt wird und ein Schwerpunkt auf der Netzwerkarbeit liegen soll, um neuen Wohnraum für die Frauen zu finden.

Herr Brendel ergänzt, dass die Frauenberatungsstellen von den Frauen selbst aufgesucht werden müssen, wohingegen jetzt geplant ist, die Frauen aufzusuchen und valide Daten von anderen Stellen, und zwar bundesweit, zu sammeln.

Herr Müller fragt nach, ob es die Möglichkeit gibt, auf Dolmetscher zurückzugreifen.

Herr Brendel antwortet, dass es dafür bisher keinen Anlass gegeben hat. Er stellt sich vor, dass Verständigungsprobleme aber grundsätzlich aufkommen können.

Die Vorsitzende bedankt sich für die Präsentation.

Beschluss

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen einstimmig zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.


Erläuterungen

Erläuterungen:

Am 01.01.2019 hat WABe e.V. in Kooperation mit den drei Kommunen Aachen, Stolberg und Eschweiler das EHAP Projekt „Auffallen – WABe Netzwerk Frauen & Wohnen“ begonnen.

EHAP ist die Kurzform für „Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen“ und leistet einen Beitrag zur Europa-2020-Strategie:

  • Senkung der Anzahl von Personen, die armutsgefährdet und von sozialer Ausgrenzung bedroht sind
  • Gleichbehandlung von Männern und Frauen und Vermeidung jeglicher Art von Diskriminierung

Auf Bundesebene werden Projekte für zwei Personengruppen in EHAP gefördert:

  • Besonders benachteiligte neuzugewanderte Unionsbürger/-innen, darunter Eltern mit ihren Kindern im Vorschulalter bis zu 7 Jahren
  • Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Personen

Finanziert werden Modellprojekte in der gesamten Bundesrepublik durch den Europäischen Sozialfonds und das BMAS. Es ergeben sich keine finanziellen Auswirkungen für die Kommunen.

Aufgrund der angespannten Wohnungssituation in unserer Region und aus den Erfahrungen der Beratungsarbeit bei WABe kommt es immer wieder zur verdeckten Wohnungsnot speziell bei Frauen (z.B. in Form von sog. Wohnungsprostitution). Deshalb hat sich WABe mit dem Projekt „Auffallen – WABe Netzwerk Frauen & Wohnen“ zum Ziel gesetzt, die Wohnungslosigkeit von Frauen in Eschweiler, Aachen und Stolberg zu verringern und/ oder zu vermeiden. Angesprochen werden sollen vor allem Frauen, die noch nicht im Hilfesystem angebunden sind. Angestellt wurden drei sozialpädagogische Beraterinnen, die in einem Zeitraum von zwei Jahren (01.01.2019 – 31.12.2020) mindestens 360 Frauen, wobei Männer nicht ausgeschlossen sind, erreichen wollen. Die Beraterinnen fungieren als Brückenfunktion zwischen der Zielgruppe und dem bestehenden Hilfesystem, ermitteln Bedarfe, erproben neue Ansätze und evaluieren diese für die Kommunen und das BMAS.

Am 27.06.2019 werden der Geschäftsführer der WaBe e.V., Peter Brendel und die Beraterinnen für Aachen Roxane Doering und Ulrike Wichert am Sozialausschuss teilnehmen und in einer Präsentation mündlich über das Projekt informieren


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

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Ergebnis

0

0

0

0

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0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

0

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0

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0

0

Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Es ergeben sich keine finanziellen Auswirkungen.

Abstimmungsergebnis

Siehe Anlage.

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-06-04 FB 56_0268_WP17 EHAP _Auffallen _ WA SAO.pdf

20.11.2024

99.2 KB

Metadaten

TOP
Ö 5
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie
Gremium
Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
Datum
Do., 27.06.2019
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Status
öffentlich
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 56 - Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 10:58

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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