2. Juli 2019 um 17:00, Verwaltungsgeb. Mozartstraße Zi.207
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Offener Ganztag an der GGS Brander Feld - Verbesserung des Raumangebots und Mensasituation - Baubeschluss des Erweiterungsbaus für Schule und Jugend- und Begegnungszentrum

FB 45/0628/WP17 · Entscheidungsvorlage

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Herr Platen vom Gebäudemanagement der Stadt Aachen stellt die wesentlichen Eckpunkte des Bauvorhabens anhand einer Präsentation vor (siehe Anlage).

Herr Brantin dankt Herrn Platen für die weiterführenden Informationen und erkundigt sich, ob die geplante Erweiterung der GGS Brander Feld ausreiche, um die zu erwartenden Schülerzahlen in Brand angemessen im Stadtteil versorgen zu können.

Herr Sahm schließt sich dem Dank an und stellt fest, dass für den Anbau derselbe Architekt beauftragt worden sei, wie schon bei dem Hauptgebäude und daher ein Urheberrecht des Architekten bestünde und ob dieses Urheberrecht dann auch bei eventuellen zusätzlichen Erweiterungen berücksichtigt werden müsse.

Herr Krott ist ebenfalls dankbar für die weiteren Ausführungen und erläutert, dass Brand ein wachsender Stadtteil sei und schließt sich der Frage von Herrn Brantin an. Er lobt, dass bei den Planungen des Bauvorhabens alle Beteiligten gut zusammen gearbeitet und Irritationen frühzeitig hätten ausgeräumt werden können. Durch die Integration des JUB in das Schulgebäude könnten die Synergieeffekte optimal genutzt werden und auch durch die geschaffene Barrierefreiheit sei der Anbau zukunftsfähig. Auch die Differenzierungsräume seien sehr nutzerorientiert. Mit Sorge betrachte er allerdings die großen Glasfassaden im Hinblick auf die Sonneneinstrahlung und die damit verbundene Wärmeentwicklung im Gebäude. Daher bittet er um Aufklärung, ob für eine ausreichende Beschattung gesorgt werde.

Frau Griepentrog vermisst eine konkrete Aufschlüsselung zu den geplanten Kosten der Baumaßnahme. Zudem zeigt sie sich irritiert, dass der Planungsausschuss nicht ebenfalls in die Beratungen einbezogen werde, denn die Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Fachplaner nochmals eine andere Sichtweise auf die Baumaßnahme zeigen könnten. Daher beantrage sie, den Planungsausschuss in seiner kommenden Sitzung am 11.07.2019 ebenfalls über die Vorlage beraten zu lassen.

Herr Platen erläutert bezüglich des Urheberrechts, dass der urheberrechtstragende Architekt bewusst mit den Planungen beauftragt worden sei, um von vorne herein eventuellen Konflikten aus dem Weg zu gehen. Das Gebäudemanagement sei der Bauherr und somit ebenfalls an der Gestaltung beteiligt. Zudem habe das Hauptgebäude bereits einen Architekten-Preis gewonnen, so habe bei den Planungen des Anbaus quasi keine alternative Auswahl getroffen werden können. Bezüglich der Frage der Beschattung weist Herr Platen darauf hin, dass im Planungsprozess mehrere Simulationen geprüft worden und dem Problem ausreichend Rechnung getragen worden sei, beispielsweise durch eine wärmeisolierende Verglasung.

Herr Brötz berichtet bezüglich der zu erwartenden Schülerzahlen in Brand, dass der Stadtteil sicherlich eine Herausforderung für die Schulplanung darstelle. Aufgrund der aktuellen Anmeldezahlen zum Schuljahr 2019/2020 habe die Marktschule bereits einmalig eine zusätzliche dritte Eingangsklasse eingerichtet. Laut den aktuellen Prognosen gehe die Verwaltung jedoch momentan davon aus, dass die Kapazitäten an den Brander Schulen inklusive des neuen halben Zuges an der GGS Brander Feld ausreichend seien. Für eine einmalige Mehrklassenbildung gäbe es auch einen Ausweichraum im neuen Erweiterungsbau. Weiterhin seien an der Karl-Kuck-Schule noch potentielle Reserveflächen für eventuell notwendige Anbauten, insoweit sei die Verwaltung auch in Zukunft weiter handlungsfähig. Zu dem Kostenvolumen erläutert Herr Brötz, dass neben den bereits fest eingeplanten Kosten in Höhe von 4,1 Mio. Euro noch eine Varianz von ca. 600.000 Euro hinzuaddiert werden müsse.

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wird um die vorbehaltliche Empfehlung des Planungsausschusses erweitert. Gleichzeitig wird die Veraltung beauftragt, die Vorlage für die Sitzung des Planungsausschusses am 11.07.2019 anzumelden.

Beschluss

Der Schulausschuss nimmt die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung zur Kenntnis. Er fasst den Ausführungsbeschluss zu der Baumaßnahme „Erweiterungsbau für Schule und Jugend- und Begegnungszentrum Brander Feld“, vorbehaltlich der Empfehlung des Planungsausschusses.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

  1. Der Schulausschuss nimmt die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung zur Kenntnis. Er fasst den Ausführungsbeschluss zu der Baumaßnahme Erweiterungsbau für Schule und Jugend- und Begegnungszentrum Brander Feld.
  1. Die Bezirksvertretung Brand nimmt die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung zur Kenntnis. Sie empfiehlt dem Kinder- und Jugendausschuss und dem Schulausschuss den Ausführungsbeschluss zu der Baumaßnahme Erweiterungsbau für Schule und Jugend- und Begegnungszentrum Brander Feld entsprechend der Vorlage zu fassen.
  1. Der Kinder- und Jugendausschuss nimmt die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung zur Kenntnis. Er fasst den Ausführungsbeschluss zu der Baumaßnahme Erweiterungsbau für Schule und Jugend- und Begegnungszentrum Brander Feld.

Erläuterungen

Erläuterungen:

  1. Ausgangslage

In seiner Sitzung am 13.07.2017 hat der Schulausschuss die Verwaltung beauftragt, das in der Sitzung vorgestellte Planungskonzept „Errichtung einer multifunktionalen Mensa im Bestand und Schaffung eines solitären Erweiterungsbau für das Jugend- und Begegnungszentrum“ bis zur Planungstiefe Leistungsphase 3 nach HOAI weiterzuentwickeln. Es wurde beschlossen, dass die Schule zukünftig Küche und Bistro im Bestand sowie vier Multifunktionsräume mit drei Nebenräumen im Untergeschoss nutzen soll. Als Ausgleich hierfür sollen für das JUB entsprechende Räume im Neubau zusätzlich geschaffen werden.

Ergänzend zu dieser Beschlussfassung wurde die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob neben der beschlossenen Erweiterungsmaßnahme die technischen Voraussetzungen für einen sich im Bedarfsfall ergebenden, dreizügigen Ausbau der GGS Brander Feld in die Planungen einbezogen werden können.

Die Prüfung der Machbarkeit eines Ausbaus der Grundschule durch das städtische Gebäudemanagement (E26) ergab, dass es bautechnisch möglich ist, den vorgesehenen Neubau um eine Etage aufzustocken. Dies versetzt die GGS Brander Feld räumlich in die Lage, die Zügigkeit um einen halben Zug zu erweitern.

Der Kostenrahmen, inklusive der Möglichkeit der Aufstockung, jedoch ohne bauliche Umsetzung der Aufstockung und ohne Einrichtungskosten der Bedarfsträger, wurde mit 1,8 Mio. € beziffert.

Am 17.10.17 im Schulausschuss sowie am 15.11.17 in der BV Aachen-Brand wurden Planungsmittel in Höhe von 120.000 € bewilligt. Die Verwaltung wurde beauftragt das Planungskonzept unter Berücksichtigung der Aufstockung bis LP 3 weiterzuentwickeln.

  1. Vorgehen der Verwaltung

Nach Prüfung des Urheberrechts wurde mit den Fachbereichen Recht und Rechnungsprüfung abgestimmt das Planungsbüro Hahn-Helten, wie beim Neubau der Schule, mit der weiteren Planung des Anbaus bis Leistungsphase 3 der HOAI zu beauftragen.

Im Zuge der weiteren Planung wurde deutlich, dass die Möglichkeit einer Aufstockung nicht nur theoretisch mitgeplant werden kann. Um die spätere Umsetzung zu gewährleisten, muss konkret und vollumfänglich auch der Teil geplant und entwickelt werden, der möglicherweise später gebaut werden soll.

Abstimmt zwischen E26 und FB 45 wurde der Auftrag an die planenden Büros in der Form formuliert, dass die Erweiterung um einen halben Zug direkt in die Planung zu integrieren ist.

Die Planung ergab zwei Varianten, die den Nutzern und dem Bedarfsträger vorgestellt wurden:

Variante A: Die Küche, das Lager und der Speiseraum des JUB Cafés im Bestandsgebäude werden unter Einbeziehung des Mehrzweckraums als OGS-Mensa für 200 Essen in drei Schichten umgebaut.

Die vier Gruppenräume samt Neben-/Lagerräumen des JUB im Souterrain werden der Schule/OGS zugeschlagen.

Im Souterrain des Erweiterungsbaus wird das JUB-Café angeordnet. Im EG des Erweiterungsbaus werden die neuen Gruppenräume des JUB angeordnet.

Sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine Aufstockung erfolgen, liegen die Räume des halben Zuges im OG des Erweiterungsbaus.

Variante B: Das JUB verbleibt im Souterrain des Bestandsgebäudes und erhält die neuen Caferäume im Souterrain des Erweiterungsbaus. Es liegt somit komplett auf einer Ebene und ist barrierefrei zugänglich. Hieraus ergibt sich eine bessere Aufsichtsmöglichkeit für die Mitarbeiter.

Die Küche, das Lager und der Speiseraum des JUB Cafés im EG des Bestandsgebäudes werden unter Einbeziehung des Mehrzweckraums als OGS Mensa für 200 Essen in drei Schichten umgebaut.

Im EG des Erweiterungsbaus werden die Kompensations- und neuen Differenzierungsflächen für Schule/OGS untergebracht und in der eventuellen Aufstockung kommt der halbe Zug zum Tragen.

Man erhält in dieser Variante eine horizontale Schichtung der Nutzer: Im Souterrain JUB und im EG und OG die Schule und die OGS.

Die Entscheidung der Nutzer fiel klar und einstimmig zugunsten der Variante B aus.

  1. Konzept:

Für den zusätzlichen halben Zug gab es ein Raumprogramm. Für die Kompensationsflächen, also den Ersatz der Kursräume des UG, die beim JUB verbleiben, gab es als Rahmen die erforderliche Gesamtfläche von 169 m², ohne Raumgrößen, Anzahl oder Beschaffenheit. Von den Architekten wurden hierzu verschiedene Varianten entwickelt und vorgestellt.

Es wurde die sogenannte Cluster-Lösung präferiert. Dabei wird den Klassenräumen und größeren Mehrzweckräumen jeweils ein kleinerer Differenzierungsraum zugeordnet. Zudem wird der Flur ausgeweitet und als weiterer multifunktionaler Differenzierungsraum angeboten.

Die „Erweiterung um einen halben Zug“ mit 305 m² Nutzfläche (zzgl. Vertikal-Erschließung) und „Ersatz Kurs-/Mehrzweck-Räume“ mit 169 m ² Nutzfläche sind unterschiedlich groß. Aufgrund der programmatischen Ausrichtung kommt es zu einer Durchmischung der Funktionen in den beiden Etagen (EG und OG).

  1. Kostenermittlung:

Die Kostenberechnung beläuft sich auf ca. 4,1 Mio. €. Hierüber hinaus besteht ein Kostenrisiko von rd. 600.000,- € aufgrund von Kostenvarianzen und Zuschlägen für Baurisiken. Dieser Betrag ist ggfs. zu einem späteren Zeitpunkt mit einem eigenen Beschluss bereitzustellen. Der grundsätzliche Umgang mit dem Einplanen entsprechender Kostenrisiken für die im Haushalt der Stadt Aachen zu berücksichtigen Maßnahmen ist noch abzustimmen.

Die Einrichtungskosten für die Klassen-/Mehrzweck-/Differenzierungsräume, das Kollegiumszimmer, die OGS-Gruppenräume und die Mensa belaufen sich auf ca. 92.700,- €.

Die notwendige Einrichtung wird bis zur Fertigstellung der Baumaßnahme mit der Schulleitung abgestimmt.

  1. Empfehlung der Verwaltung:

Die Verwaltung spricht sich für die Durchführung der beschriebenen Baumaßnahme aus. Sie empfiehlt den Bau der Mensa im Bestand, den Bau des Erweiterungsbaus mit JUB-Café im Souterrain, Kompensation und Differenzierungsräumen und Errichtung eines halben Zuges im EG und OG (Variante B).

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

1) 5-030101-900-00100-990-7, SK 78650000*

2) 5-030302-900-00100-990-5, SK 78650000*

3) 5-030101-99999999999, SK 78350000**

Investive Auswirkungen

Teilansatz

2019

fortgeschrie-bener Teil-ansatz 2019

Teilansatz 2020 ff.

fortgeschrie-bener Teil-ansatz 2020 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

1) 2.887.126,50

2) 339.173,50

3) 0

2.887.126,50

339.173,50

0

838.800

0

0

838.800

0

92.700

0

0

Ergebnis

-3.226.300

-3.226.300

-838.800

-931.500

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

investive Teildeckung (55.700€) aus 5-030101-900-00100-990-7, SK78650000

* Gesamtsumme der Maßnahme: 4.065.100 €

** Die Position wird im Rahmen der Haushaltsmeldung haushaltsneutral gegen konkrete Rechnung 2020 ff. neu angemeldet

1) 1-030101-800-7, SK 52560000

konsumtive Auswirkungen

Teilansatz

2019

fortgeschrie-bener Teilansatz 2019

Teilansatz 2020 ff.

fortgeschrie-benerTeilansatz 2020 ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

1)0

0

0

92.700

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

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-92.700

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

-92.700

Deckung ist gegeben

keine ausreichende Deckung vorhanden

Abstimmungsergebnis

Zustimmung: Ablehnung: Enthaltung: einstimmig

Weitere Dokumente (2)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-05-23 FB 45_0628_WP17 Offener Ganztag an d SAO.pdf

12.11.2024

4.0 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 3
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Schulausschusses
Gremium
Schulausschuss
Datum
Di., 02.07.2019
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 11:02

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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