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Dr. Josef-Lamby-Straße/Am Hoerfeld - Straßenerneuerung

FB 61/1231/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:verwiesen

Beratung

Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns begrüßt Frau Pauls und Herrn Larscheid vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen.

Ergänzend zur Vorlage berichtet Frau Pauls anhand einer Power-Point-Präsentation. Beide Straßen benötigten neue Versorgungsleitungen und müssten grundhaft erneuert werden. Am 15.05.2019 sei die Maßnahme bereits in der Bezirksvertretung Brand vorgestellt und am 22.05.2019 eine Diskussion mit den Anwohnern in Form einer Bürgeranhörung geführt worden. Die dabei eingebrachten Anregungen seien in eine Standortanalyse einbezogen worden, die die Straßen- und Parkplatzsituation darstelle. Bevorzugt gehe es der Anwohnerschaft um den Erhalt möglichst vieler Parkplätze. Parkplätze befinden sich aktuell 74 im Bestand; bei einer Erhebung am 21.05.2019 gegen 19:50 h seien 60 Parkplätze belegt gewesen. Frau Pauls stellt 3 Varianten vor:

Variante 1: Verkehrsberuhigter Bereich

Variante 2: Trennprinzip ohne Parken Am Hoerfeld

Variante 3: Trennprinzip mit Parken Am Hoerfeld

Im Ergebnis solle die vorgeschlagene Variante 1 - Verkehrsberuhigter Bereich – weiter verfolgt werden. Um die Kosten möglichst gering zu halten, wird empfohlen, die Straßen in Asphalt auszubauen. Aus Klimaschutzgründen sollten Bäume (Variante 1 a) berücksichtigt werden.

Frau Lürken von der CDU-BF bedankt sich bei Frau Pauls für die Vorbereitung und die Durchführung der Bürgeranhörung. CDU- und SPD-BF hätten einen Antrag dahingehend gestellt, dass zukünftig nach einer Bürgerinformation eine Rückantwort an die Bezirksvertretung erfolgen solle. In der Informationsveranstaltung seien den Anwohnern die verschiedenen Varianten vorgestellt worden. Sie begrüße den Erhalt möglichst vieler Parkplätze und plädiere deshalb auch für Variante 1 a. Zwischenzeitlich habe die Landesregierung Änderungen in der KAG-Gesetzgebung bekannt gegeben. So solle durch eine 65 Mio. € umfassende Förderung eine Reduzierung der Anliegerbeiträge ermöglicht werden. Die Beiträge würden allerdings nicht vollständig abgeschafft, aber die Doppelbelastung der Eckgrundstücke entfalle und die Beitragsquote werde gesenkt. Ein Rechtsanspruch auf Ratenzahlungen mit einem angemessenen Zinssatz solle eingeführt werden und eine Härtefallregelung komme zum Zuge. Für ihre Fraktion stimme sie Variante 1 a zu.

Auf die Frage von Frau Lürken, ob eine Einbahnstraßenregelung mehr Parkplätze schaffen würde oder eine andere Planung erforderlich sei, antwortet Frau Pauls, dass eine Einbahnstraßenregelung in einem verkehrsberuhigten Bereich nicht erforderlich sei, da genügend Parkplätze angelegt werden könnten.

Herr Hellmann von der SPD-BF lobt die Verwaltung, da die Maßnahme hervorragend vorbereitet worden sei. Bei der Bürgeranhörung hätten die Anwohner konstruktiv mitgearbeitet und sich für einen Ausbau der Straßen als verkehrsberuhigter Bereich ausgesprochen.

Ein Asphaltbelag sei zwar die billigere Lösung, doch sehe er deutlich schlechter aus als eine gepflasterte Oberfläche. Da bei den ständigen Aufbrüchen in den Straßen Flickwerk entstehe, sei der Pflasterbelag die bessere Alternative. Aufgrund eines seinerzeit gefassten Grundsatzbeschlusses der Bezirksvertretung spreche sich seine Fraktion für einen Plattenbelag aus.

Bezüglich der Parkplätze und Bäume gibt er zu bedenken, dass nach Ausbau 20 Parkplätze wegfallen würden. In der Bürgeranhörung sei deutlich geworden, dass auf Bäume verzichtet werden könne. Wenn im Laufe der Jahre wegen des geänderten Mobilitätsverhaltens nicht mehr so viel Parkraum benötigt werde, könnten eventuell die Bäume nachgepflanzt werden. Die SPD-BF schlage vor, zunächst auf Bäume zu verzichten, um 6 zusätzliche Parkplätze zu schaffen. Ferner solle wegen der dauerhaft besseren Nutzung ein Pflasterbelag vorgesehen werden.

Ratsherr Blum von der FDP bedankt sich bei der Verwaltung. Der beschrittene Weg mit der Bürgeranhörung sei richtig. Die Dr.-Josef-Lamby-Straße beschäftige die Bezirksvertretung Brand schon sehr lang, da sie dringend einer Erneuerung bedürfe. Er stimmt Variante 1 a zu und schließt sich dem Vorschlag der SPD-BF an, eventuell Bäume nachzurüsten.

Herr Hußmann von der GRÜNEN-BF begrüßt das durchgeführte Verfahren und hält gleichfalls Variante 1 a für einen guten Kompromiss, da man dem Klimaschutz verpflichtet sei. Es solle grundsätzlich entschieden werden, ob ein Pflaster- oder Asphaltbelag gewählt werde.

Ratsfrau Lürken von der CDU-BF findet diese Entscheidung schwierig, da eine Summe von 200.000 € im Raum stehe und diese zu 40 % - 50 % auf die Anwohner umgelegt werde. Sie schließt sich der Aussage von Herrn Hußmann an, dass die Frage des Pflaster- oder Asphaltbelages grundsätzlich zu klären sei. Zwischen Parkplätzen und Bäumen müsse abwogen werden. Im Vorfeld zusätzliche Rohre im Erdreich unterzubringen und später nur die Leitungen zu ziehen, könne eine Möglichkeit sein, den Belag später nicht aufnehmen zu müssen. Der in der Bürgeranhörung deutlich gemachte Bürgerwille solle beachtet werden.

Herr Hellmann von der SPD-BF führt den aktuellen Straßenzustand auf den Asphaltbelag zurück. Die Hausanschlüsse seien zu berücksichtigen. Die Mehrkosten beliefen sich auf ca. 160.000 €. Die Bonhoefferstraße sei übrigens mit Pflasterbelag ausgebaut worden. Qualität zahle sich aus.

Ratsfrau Lürken von der CDU-BF würde zu diesem Punkt gerne die Meinung der Fachverwaltung hören. Der Unterbau der Straße sei beschädigt.

Herr Larscheid vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen erklärt, dass der Aufbau der beiden Straßen aus einer anderen Zeit stamme und nicht den heutigen Anforderungen entspreche. Die Lebensdauer einer Straße sei nicht unendlich und deshalb seien die beiden Straßen heute in einem erneuerungsbedürftigen Zustand. Auch die neue Straße werde unabhängig von der Oberfläche nur eine begrenzte Lebensdauer haben.

Aktuell werde ein Ausbau gewählt, der der heutigen Zeit und den heutigen Belastungen entspreche.

Ob nach dem heutigen Stand der Technik in Asphalt oder Pflaster ausgebaut werde, sei nicht entscheidend, da diese Straße auch irgendwann erneuerungsbedürftig sei werde.

Herr Hußmann von der GRÜNEN-BF hält für seine Partei den Klimaschutz für wichtig und plädiert zudem für einen Ausbau in Asphalt, so wie dies in der Bürgeranhörung gewünscht worden sei.

Herr Müller von der SPD-BF wohnt seit über 40 Jahren Im Kollenbruch. Zum damaligen Zeitpunkt seien die Gehwege dort in Betonpflaster gelegt worden. Um Leitungen zu legen, seien die Gehwege seitdem mehrfach aufgenommen worden. Der Belag sei heute trotzdem nahezu unbeschädigt. Der Mehrbetrag i.H.v. 160.000 € werde auf die Grundstücksflächen verteilt.

Ratsfrau Lürken von der CDU-BF bemerkt, dass die Erneuerung der Straße noch nicht durch den Mobilitätsausschuss beschlossen worden sei. Erst gestern sei die Reduzierung der KAG-Beiträge bekannt geworden und deshalb sollten zunächst konkret die Mehrkosten errechnet werden. Sie habe im Umweltausschuss im Zusammenhang mit einer Maßnahme in Aachen-Mitte erfahren, dass von der RWTH ein Projekt bezüglich einer versickerungsfähigen Oberfläche in Asphalt auf den Weg gebracht worden sei. In so einem Kontext könnte eine zusätzliche Förderung geprüft werden.

Herr Hellmann von der SPD-BF bestätigt, dass Einigkeit über einen verkehrsberuhigten Bereich bestehe. Er schlägt deshalb vor, dass die Fachverwaltung für die nächste Sitzung eine zusätzliche Information erarbeitet, ob ein Ausbau in Asphalt oder Pflaster sinnvoll sei.

Herr Larscheid erklärt abschließend, dass der Mobilitätsausschuss am 12.09.2019 angesetzt und am 11.09.2019 die nächste Bezirksvertretungssitzung sei. Weitere Informationen könnten dann mitgeteilt werden. Ferner werde die Einbahnstraßenregelung bezüglich der Parkplätze nochmals überdacht. Bezüglich der Veränderung des KAG möchte er mit dem Leiter der Bauverwaltung ein Gespräch führen.

Herr Bezirksbürgermeister Tillmanns wirft die Frage nach der Ernsthaftigkeit der Bürgerinformation auf und verweist auf das Votum des Bürgers. Für ihn seien die 160.000 € Mehrkosten für einen anderen Oberflächenbelag beachtenswert, da der Erschließungsbeitrag den einzelnen Bürger treffe.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:


Die Bezirksvertretung Aachen-Brand nimmt den Bericht der Verwaltung zur Bürgerinformation am 22. Mai zustimmend zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsausschuss auf Grundlage der vorliegenden Planung (Plan Nr. 2017/05-03) der Variante 1a (Verkehrsberuhigter Bereich in Asphalt) den Planungsbeschluss für die Erneuerung der Dr.-Josef-Lamby-Straße und der Straße Am Hoerfeld zu fassen.

Der Mobilitätsausschuss nimmt die Ausführung der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und fasst auf Grundlage der vorliegenden Planung (Plan Nr. 2017/05-03) der Variante 1a (Verkehrsberuhigter Bereich in Asphalt) den Planungsbeschluss für die Erneuerung der Dr.-Josef-Lamby-Straße und der Straße Am Hoerfeld.

Erläuterungen

Erläuterungen:


1. Anlass

Die Straßen Am Hoerfeld und Dr. Josef-Lamby-Straße müssen grundhaft erneuert werden. Dies wurde durch den Aachener Stadtbetrieb sowie durch die Abteilung Straßenplanung festgestellt. Eine Regionetzmaßnahme, bei der Versorgungsleitungen erneuert werden, soll beim Umbau der Fahrbahn- und Nebenanlagen der beiden Straßen berücksichtigt werden.

Am 22. Mai hat dazu eine Bürgerinformationsveranstaltung stattgefunden. Die Ergebnisse werden im Folgenden erläutert.

Das Protokoll der Veranstaltung sowie die eingegangenen Anregungen sind dieser Vorlage beigefügt (vgl. Anlage 1).

2. Bestand

In der Bürgerinformation wurde den Anwesenden zunächst die Bestandsanalyse vorgestellt. Diese umfasste im Wesentlichen die Informationen, die bereits der Vorlage für die Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand vom 15.05.2019 zu entnehmen waren (Nr. FB 61/1187/WP1; http://ratsinfo.aachen.de/bi/to020.asp?TOLFDNR=92953). Ergänzt wurden statistische Daten u.a. zu der Anzahl der Haushalte und der gemeldeten Pkw in den beiden Straßen. Zudem wurden an weiteren Tagen Parkraumerhebungen durchgeführt (vgl. Tab. 1 und 2).

Anzahl

Haushalte

ca. 100

gemeldete Personen

-Dr.-Josef-Lamby-Str.:

-Am Hoerfeld:

gesamt:

ca. 146 (davon 112 im Alter 18 Jahre und älter)

ca. 26 (davon 24 im Alter 18 Jahre und älter)


ca. 136 im Alter 18 Jahre und älter

gemeldete Pkw

- Dr.-Josef-Lamby-Str.:

- Am Hoerfeld:

- Eckgrundstücke Ellerstr. und Kolpingstr. sowie Ellerhofweg:

gesamt:

ca. 63

ca. 33

ca. 34

ca. 130

Abstellmöglichkeiten für Pkw auf Privatgrundstücken 1

-Dr.-Josef-Lamby-Str.:

-Am Hoerfeld:


gesamt:

ca. 54 bis zu 111

ca. 23 bis 41

ca. 77 bis 152

Tab. 1:statistische Daten

1 Die unterschiedliche Anzahl ergibt sich aus der Anzahl der Zufahrten bzw. Garagen (insgesamt 77) und der zusätzlichen Flächen vor oder neben den Garagen, die als Abstellflächen genutzt werden könnten.

Parkraumanalyse

Bestand

Erhebung

20.05.2019

Erhebung

21.05.2019

Kfz 07:20 Uhr

Kfz 19:15 Uhr

Kfz 06:50 Uhr

Kfz 19:50 Uhr

Dr.-Josef-Lamby-Str:

60

29

39

40

45

Am Hoerfeld

14

10

10

9

15

Summe Parkplätze

74

39

49

49

60

Tab. 2:Parkraumerhebung, Mai 2019

3. Ergebnisse der Arbeitsphase in der Bürgerinformation

In einer anschließenden Arbeitsphase haben die Anwohner Anregungen, Wünsche und Prioritäten zu ihrer Straße an Bestandsplänen benannt und Probleme aufgezeigt. Ein großer Wunsch war es möglichst viele Parkplätze im öffentlichen Raum zu erhalten, da laut Anwohner der Parkdruck, auch durch Anwohner der benachbarten Eller- und Kolpingstraße, als hoch wahrgenommen wird. Es wird angeführt, dass viele Parkplätze durch Transporter und Fahrzeuge eines Taxiunternehmens genutzt werden. Außerdem wurden Elemente zur Verkehrsberuhigung, wie alternierendes Parken, gewünscht. Eine Einbahnstraßenregelung in der Straße Am Hoerfeld könnte auch in Betracht gezogen werden. Diese sollte dann für Radfahrer in Gegenrichtung freigegeben werden. Viele Anwohner führten an, dass Bäume nur in ggf. übrig bleibenden Restflächen gepflanzt werden sollten, da die beiden Straßen durch Vorgärten und Bäume auf den Grundstücken bereits sehr begrünt sind. Den Anwohnern war vor allem eine für sie möglichst kostengünstige Ausführung wichtig. Breite Gehwege nach den Regelmaßen sind für viele Anwohner für diese Straßen überdimensioniert. Daher wurde der Wunsch nach einem verkehrsberuhigten Bereich geäußert. Hier könnten die Fußgänger geschützt und möglichst viele Parkplätze erhalten bleiben.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde darum gebeten den Leitungszustand in der Dr.-Josef-Lamby-Str. zu überprüfen (vgl. Anlage 1). Die bisherigen Pläne der Regionetz sahen hauptsächlich die Erneuerung der Leitungen in der Straße am Hoerfeld vor. Nach erneuter Prüfung informierte die Regionetz, dass voraussichtlich auch die Versorgungsleitungen in der Dr.-Josef-Lamby-Str. erneuert werden müssen. Wie in der Straße Am Hoerfeld muss der Kanal auch in dieser Straße nicht erneuert werden.
4. Mögliche Varianten

Die Straßen mit Breiten von 7,80 m (Am Hoerfeld) bzw. 9,75 m (Dr.-Josef-Lamby-Str.) sind in der heutigen Form für beidseitige Gehwege nach den Regelmaßen der Richtlinien inkl. Fahrbahnrandparken zu schmal. Deswegen ergeben sich drei richtlinienkonforme Planungsvarianten (vgl. dazu Vorlage Nr.: FB 61/1187/WP17 sowie die Querschnitte in Anlage 3-5).

Variante 1: Verkehrsberuhigter Bereich

Variante 2: Trennprinzip ohne Parken Am Hoerfeld

Variante 3: Trennprinzip mit Parken Am Hoerfeld

Im Vorfeld der Bürgerinformationsveranstaltung wurden für die drei Varianten unterschiedlich viele Parkplätze sowie unterschiedliche Kosten geschätzt.

Straße

Verkehrs-

beruhigter

Bereich

Trennprinzip

ohne Parken Am Hoerfeld

Trennprinzip

mit Parken Am Hoerfeld

Parken

alternierend

Parken

einseitig

Parken

alternierend

Parken

einseitig

Dr.-Josef-Lamby-Str.

37

27

28

27

28

Am Hoerfeld

11

0

0

12

12

gesamt

48

27

28

39

40

Tab. 3:Vergleich des Parkangebots

Verkehrsberuhigter

Bereich

Trennprinzip

ohne Parken Am Hoerfeld

Trennprinzip

mit Parken Am Hoerfeld

in Beton-pflaster

in Asphalt

Kosten

1.116.000 €

900.500 €

978.500 €

965.000 €

Tab. 4:Vergleich der Kostenschätzung

Die Variante 1 - Verkehrsberuhigter Bereich - ermöglicht als Mischverkehrsfläche einen richtlinienkonformen Ausbau, da in der Mischverkehrsfläche ausreichend Platz auch für Fußgänger eingeplant werden kann. Bei einem Ausbau in Asphalt ist diese Maßnahme die günstigste Variante und ermöglicht die höchste Anzahl an Parkplätzen.

Variante 2 - Trennprinzip ohne Parken Am Hoerfeld - ermöglicht einen Ausbau mit richtlinienkonformen beidseitigen Gehwegen. In der Straße Am Hoerfeld würde dies zum Wegfall aller Parkplätze führen. Außerdem wäre nur noch Einrichtungsverkehr möglich. In der Dr.-Josef-Lamby-Str. könnten auf beiden Seiten richtlinienkonforme Gehwege bei einer Einrichtungsfahrbahn mit einseitigem Fahrbahnrandparken angeboten werden. Hier würden ebenfalls viele Parkplätze entfallen.

Variante 3 - Trennprinzip mit Parken Am Hoerfeld - würde mehr Parkplätze ermöglichen als Variante 2. Dies hätte jedoch zur Folge, dass in der Straße Am Hoerfeld nicht beidseitig richtlinienkonforme Gehwege angeboten werden könnten, da die Straßenraumbreite dies nicht zulässt.

5. Planung

Grundsätzlich müssen bei Neuplanungen die Prinzipien der aktuellen Regelwerke beachtet werden. Für die Abwägung der Planungselemente gilt grundsätzlich, dass die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer über den Komfort zu stellen ist (VwV-StVO, Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung, Abschnitt A, zu § 39-43).

Nach der Bürgerinformationsveranstaltung lässt sich folgendes Fazit ziehen:

Die Frage einer grundhaften Erneuerung und der damit verbundenen Kosten und Beiträge ist für die Bürger besonders wichtig. Aufgrund des Alters der Straßen (Fertigstellung im Jahr 1963) entspricht der Aufbau des Unterbaus sowie der Deckschicht absolut nicht den Anforderungen, die heute auch an untergeordnete Straßen wegen der stärkeren Belastung (Menge und Gewicht der Fahrzeuge) gestellt werden. Dies wurde durch die vom Aachener Stadtbetrieb entnommenen Bohrkerne eindrucksvoll bestätigt. Eine grundhafte Erneuerung ist daher zur Vermeidung weiterer teurere Unterhaltungsmaßnahmen unumgänglich. Die Frage der Beitragspflicht nach dem Kommunalabgabengesetz kann nicht auf städtischer Ebene, weder durch die Verwaltung noch durch die Kommunalpolitik, sondern nur auf der nordrhein-westfälischen Landesebene gelöst bzw. verändert werden, da es sich um ein Landesgesetz handelt.

Planerisch war die Erhaltung einer möglichst großen Anzahl von Parkplätzen der wichtigste Aspekt. Die Begrünung spielte in den Beiträgen der Bürger nur eine untergeordnete Rolle. Daher wird nach der Auswertung der Ergebnisse der Bürgerinfo die Variante 1 - Ausbau der beiden Straßen als verkehrsberuhigter Bereich - weiter verfolgt. Diese Variante ist in Asphaltbauweise die günstigste und gleichzeitig die, die am meisten Parkplätze ermöglicht.

Entsprechend der Ergebnisse der Bürgerinfo wurde der Lageplan (vgl. Anlage 6 und 7) so gestaltet, dass die maximal mögliche Anzahl von Parkplätzen eingeplant wird. Nach Prüfung der Schleppkurven für Entsorgungs- und Rettungsfahrzeuge, könnte daher im Lageplan mit 6 Bäumen (vgl. Anlage 6) gegenüber der im Vorfeld geschätzten Anzahl von 48 Parkplätzen ein weiterer Parkplatz eingeplant werden. Die maximal mögliche Anzahl an Parkplätzen kann durch den kompletten Verzicht auf Bäume im Straßenraum erreicht werden (vgl. Anlage 7). Dann würden nach der Erneuerung der Straßen 55 Parkplätze zur Verfügung stehen.

Ein Verzicht auf die Anlage von Bäumen wirkt sich allerdings nachteilig auf das Stadtklima aus. Auch wenn es in diesem Bereich viele Gärten gibt und Brand nicht im klimatisch besonders belasteten Bereich liegt, ist zur Verbesserung des Kleinklimas und Reduktion des Aufheizens der befestigten Flächen die Anpflanzung von Bäumen, wie in der Variante 1 a, zu empfehlen. Die Empfehlung ist im Kontext der aktuellen Klimanotstandsdebatte zu betrachten.

In Anlage 8 zeigen zwei Bilder Beispiele von verkehrsberuhigten Bereichen. Zum einen ist ein Ausbau in Betonpflaster und zum anderen ein Ausbau in Asphalt dargestellt.

6. Kosten

Für die Variante 1, Ausbau als verkehrsberuhigter Bereich in Asphalt, belaufen sich die Baukosten nach dem derzeitigen Stand der Planung auf 900.500 €.

Die für die Umsetzung der Maßnahme erforderlichen Mittel wurden mit der Haushaltsanmeldung 2020 für die Aufnahme in die sog. § 13 Liste angemeldet. Die Voraussetzung für eine unmittelbare Haushaltsanmeldung sind noch nicht gegeben. Sollte die Planungstiefe bis zur Haushaltsaufstellung erreicht werden, erfolgt die Entscheidung über die Aufnahme in den Haushalt im Rahmen der Haushaltsplanberatungen einschließlich der damit verbundenen Fachausschussberatungen.

7. Fazit und Empfehlung

Im Ergebnis der Abwägung wird empfohlen die vorgeschlagene Variante 1 - Verkehrsberuhigter Bereich - weiter zu verfolgen. Um die Kosten möglichst gering zu halten und aus Klimaschutzgründen wird empfohlen die Straßen im Asphalt und mit Bäumen (Variante 1a) auszubauen.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

2019

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2019

Ansatz 2020 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2020 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2019

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2019

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2020 ff.*

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

* Die für die Umsetzung der Maßnahme erforderlichen Mittel wurden mit der Haushaltsanmeldung 2020 für die Aufnahme in die sog. § 13 Liste angemeldet. Die Voraussetzung für eine unmittelbare Haushaltsanmeldung sind noch nicht gegeben. Sollte die Planungstiefe bis zur Haushaltsaufstellung erreicht werden, erfolgt die Entscheidung über die Aufnahme in den Haushalt im Rahmen der Haushaltsplanberatungen einschließlich der damit verbundenen Fachausschussberatungen.

Abstimmungsergebnis

Siehe Anlage.

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Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-07-01 FB 61_1231_WP17 Dr. josef-lamby-stra sao

13.11.2024

8.1 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 8
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Brand
Datum
Mi., 03.07.2019
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Zusätze
Die Vorlage wird nachgereicht.
Geändert
2.4.2026
Inhalt abgerufen
5. April 2026 um 20:07

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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