19. September 2019 um 17:00, Verwaltungsgeb. Mozartstraße Zi.207
TOP 5.1Öffentlich

GGS Montessori-Schule Eilendorf: Auslagerung in das Schulgebäude Barbarastraße (Ergänzungsvorlage)

FB 45/0593/WP17-1 · Entscheidungsvorlage

GGS Montessori-Schule Eilendorf: Auslagerung in das Schulgebäude Barbarastraße (Ergänzungsvorlage)

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Herr Fischer und Herr Brantin stimmen der ersten Variante und dem erweiterten Beschluss der Bezirksvertretung Eilendorf zu, da zum einen eine multifunktionale Nutzung der Räumlichkeiten in dem beschriebenen Maße nicht zugemutet werden könne und zum anderen die Einrichtung eines Busverkehrs für die Schülerinnen und Schüler zu begrüßen sei.

Frau Griepentrog steht der ersten Variante kritisch gegenüber da eine große Investition für einen verhältnismäßig kurzen Übergangszeitraum getätigt werden müsse. Sie erkundigt sich daher, ob eine alternative Unterbringung der OGS beispielsweise im gegenüberliegenden Helene-Weber-Haus oder in der Einrichtung der Offenen Türe realisiert werden könne. Auch den eigens einzurichtenden Shuttleverkehr sieht sie kritisch, da bei der Schließung der Grundschule Barbarastraße ein solcher Service nicht angeboten worden sei. Dies führe zu einer weiteren Spaltung zwischen Eilendorf und Rothe Erde. Daher bitte sie um Prüfung, wie viele Kinder anspruchsberechtigt wären für einen solchen Busshuttle und welche Kosten dadurch entstehen würden.

Auch Herr Krott äußert ebenfalls Bedenken gegen die Einrichtung eines Busshuttles und sieht darin eine ungerechte Behandlung der Kinder aus Rothe Erde und Eilendorf. Auch die vorgesehene multifunktionale Nutzung der Räumlichkeiten für die OGS empfinde er als zumutbar, da andere Schulen ebenfalls mit dieser Methode organisiert seien. Dennoch sollten die nichtstädtischen Räumlichkeiten gegenüber der Schule überprüft werden und gegebenenfalls als weitere Möglichkeit für die OGS in Betracht gezogen werden. Er werde dem Beschluss zwar zustimmen, aber für die Zukunft müsse die Kommunikation mit dem Bezirk intensiviert werden.

Frau Keller weist auf mehrere Runde Tische zu der Baumaßnahme hin, an welcher auch die Bezirksvertretung Eilendorf vertreten gewesen sei. Es sei jetzt ein Kompromiss zu finden, der von allen Beteiligten getragen werden könne. Herr Fischer kann die geäußerten Bedenken zwar verstehen, bekräftigt aber, dass der Schulausschuss der Bezirksvertretung jetzt folgen sollte.

Frau Griepentrog kann dem zwar zustimmen, finde es aber daher nicht klug, dass der Beschluss der Bezirksvertretung so eindeutig darauf hinweise, dass die Schulleitung fortan engmaschig beteiligt werden solle. Dies impliziere, dass es vorher nicht so gewesen sei. Zudem bestehe sie auf die Prüfung von den bereits genannten alternativen Unterbringungsmöglichkeiten für die OGS, nicht nur um Kosten zu sparen, und der Notwendigkeit des Busshuttles.

Herr Sahm schließt sich Frau Griepentrog an. Er merkt jedoch an, dass der Busshuttle lediglich sinnvoll sein könnte, wenn das Gebäude an der Barbarastraße als dauerhafte Dependance für das Montessori-Zentrum fungieren solle. Falls dies geplant sei, sollte über eine dauerhafte Lösung nachgedacht werden.

Herr Brantin ist der Meinung, dass eine Zeitspanne von mehr als anderthalb Jahren keine provisorische Übergangslösung darstelle. Er stimmt jedoch dafür, das Wort „fortan“ aus dem zweiten Punkt des Beschlusses zu streichen.

Auf Nachfrage von Herrn Krott erläutert Herr Brötz, dass bei der Planung eines allgemeinen Busshuttles nicht die üblichen Kriterien zur Anwendung kommen könnten, wie sie bei der Berechnung der Schülerfahrtkosten auf Basis von Anspruchsberechtigungen angewendet werden müssten.Für Grundschulkinder könne erst ab einer Entfernungvon zwei Kilometern ein Anspruch auf eine Fahrkarte für den ÖPNV im Sinne der Schülerfahrtkostenverordnung begründet werden. Frau Schwier ergänzt, dass es sich bei Shuttlediensten um eine Einzelfallentscheidung handele. Ähnlich werde derzeit der Transfer zwischen der Grundschule Bildchen und der Auslagerungsstätte am Kronenberg organisiert, dort sei der vorhandene Linienverkehr verstärkt worden.

Herr Brötz betont, dass es wichtig sei, heute eine Entscheidung für eine Variante zu treffen, damit die Schule und das Gebäudemanagement der Stadt Aachen Planungssicherheit erhalten würden. Falls sich der Schulausschuss heute für die Variante eins ausspreche und diese gegebenenfalls mit der zusätzlichen Prüfung für eine alternative Unterbringungsmöglichkeit für die OGS ergänze, bestünde keine Gefahr, den Zeitplan nicht einhalten zu können. Die Ergebnisse einer solchen Prüfung würden in die weiteren Planungen einfließen.

Der Beschluss wird daraufhin entsprechend abgeändert.

Beschluss

Der Schulausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung und den Kostenrahmen zur Kenntnis und beschließt die Variante 1 umzusetzen und bittet um Prüfung, ob umliegende nichtstädtische Gebäude für eine Auslagerung genutzt werden können. Darüber hinaus soll die Schulleitung engmaschig in alle Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Die Verwaltung wird beauftragt, die Notwendigkeit eines Shuttle-Services anhand der Anzahl der anspruchsberechtigten Schülerinnen und Schüler und einer Kostenaufstellung zu ermitteln und dem Schulausschuss das Ergebnis mitzuteilen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung und den Kostenrahmen zur Kenntnis.

Die Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf nimmt den Bericht der Verwaltung und den Kostenrahmen zur Kenntnis.

Der Schulausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung und den Kostenrahmen zur Kenntnis und beschließt die Auslagerung der GGS Montessori-Eilendorf im Sommer 2020.


Erläuterungen

Erläuterungen:

  1. Ausgangslage

Der Schulausschuss hat in seiner Sitzung am 07.12.2017 die Verwaltung beauftragt die GGS Montessori-Schule Eilendorf, während der Umbauphase am Standort Kaiserstraße, in das ehemalige Schulgebäude Barbarastraße 5 und eine zu errichtende Containeranlage (im weiteren Text: Schulstandort Barbarastraße) auf dem Nachbargrundstück auszulagern (Vorlage FB45/0433WP17).

  1. Vorgehen der Verwaltung

Die GGS Montessori-Schule Eilendorf ist eine zweizügige Grundschule mit jahrgangsübergreifenden Klassen und 6,5 OGS-Gruppen (davon 2 Gruppen mit besonderem Unterstützungsumfang) mit aktuell 133 Ganztagesplätzen. Darüber hinaus gibt es das Angebot „Schule von acht bis eins“ mit 2 Gruppen und 38 Kindern. Seit dem 01.08.2015 ist die Schule Schwerpunktschule für die Förderschwerpunkte geistige Entwicklung (GE) und körperliche und motorische Entwicklung (KME).

Anfrage Bürgerforum zur Aufwertung des Spielplatzes und Bolzplatzes Barbarastraße

Durch das Bürgerforum wurde darum gebeten, zu prüfen, ob die Container so angeordnet werden können, dass der vorhandenen Spiel- und Bolzplatzes Barbarastraße aufgewertet werden kann. Eine andere Anordnung der Container führt laut E26 zu erheblichen Kostensteigerungen. Es ist geplant die Containeranlage an die bereits vorhandenen Hausanschlüsse anzuschließen und auf die vorhandene Unterkonstruktion der ehemaligen Kita-Container aufzubauen. Zudem unterliegt das Grundstück aufgrund einer Förderung für die Kita-Container einer 24-jährigen Zweckbindung.

Raumbedarf der Montessori-Grundschule Eilendorf

Der notwendige Umfang und die Bedingungen der Auslagerung wurden gemeinsam zwischen der Schule, der Abteilung Schule und dem Gebäudemanagement abgestimmt.

Am Schulstandort Barbarastraße wird der benötigte Raumbedarf seitens des Schulträgers zur Verfügung gestellt. Hierzu gibt es zwei Varianten in der Ausstattung der Containeranlage.

Die erste Variante sieht eine Containergrundfläche von 720 m² vor. Diese Grundfläche beinhaltet 8 Unterrichts-/OGS-Gruppenräume, 4 Neben-/Differenzierungsräume, Sanitäranlage. Hierzu muss die vorhandene Unterkonstruktion um eine Containerlänge erweitert werden.

Die zweite Variante orientiert sich an der vorhandenen Unterkonstruktion, so dass an dieser keine baulichen Anpassungen erforderlich sind. Bei dieser Variante würden 2 Unterrichts-/OGS-Gruppenräume wegfallen. Der Wegfall dieser beiden Räume würde durch multifunktionale Raumnutzung in den vorhandenen Räumen im Schulgebäude und der Containeranlage aufgefangen. Die Containergrundfläche würde sich auf 576 m² verringern.

Bauzeitplanung

Der Umzug ist für die Weihnachtsferien 2020 geplant, um den Baubeginn des „Montessori-Lernzentrums Eilendorf“ im Frühjahr 2021 am Standort Kaiserstraße zu ermöglichen. Die geplante Bauzeit beträgt 30 Monate von Januar 2021 bis August 2023. Zum Schuljahresbeginn 2023/2024 soll das fertiggestellte Gebäude an der Kaiserstraße der Montessori-Grundschule Eilendorf übergeben werden.

Schulweg / erweiterter Busverkehr

Auch wenn kein gesetzlicher Anspruch auf einen Bustransport durch den Schulträger besteht, ist man sich der besonderen Situation bewusst, die aufgrund der Baumaßnahme und der Auslagerung zur Barbarastraße entsteht. Insbesondere da der künftige Schulweg vieler Kinder über den stark befahrenen Madrider Ring führt. Es ist geplant, in Zusammenarbeit mit der ASEAG, den Busverkehr von der Kaiserstraße zur Barbarastraße bedarfsgerecht zu erweitern. Hier sind weitere Abstimmungsgespräche mit der ASEAG, der Schule und der Abteilung Schule vorgesehen.

  1. Kostenermittlung

Im Haushalt 2020 sind bei FB45 Umzugskosten in Höhe von 27.100,- EUR eingeplant. Daneben werden Kosten für

-bauliche Maßnahmen im Schulgebäude Barbarastraße

-Herrichtung des Containerstandorts und Anpassung der Außenlage

-Montage und Demontage der Containeranlage

-Mietkosten für 30 Monate Standzeit

Variante 1 Container mit 720 m² Grundfläche:

Die Gesamtkosten für die Auslagerung der Montessori-Grundschule Eilendorf betragen laut Kostenrahmen des E26 vom 06.08.2019 1.487.500,- EUR. Die Kostenermittlung ist unterteilt in (a) „Kosten Altbau“ mit 210.500,- EUR und (b) „Kosten Container“ mit 1.277.000,- EUR. Hiervon entfallen auf den FB45 1.390.500,- EUR und auf E26 97.000,- EUR.

(a)Die anfallenden Kosten durch die Nutzung des Schulgebäude Barbarastraße („Kosten Altbau“) werden auf FB45 und E26 aufgeteilt. E26 übernimmt die Instandsetzungsmaßnahmen im Rahmen der Instandhaltung mit 97.000,- EUR. FB45 alle nutzerabhängigen Kosten mit 113.500,- EUR.

(b)Die Kosten der Containeranlage In Höhe von 1.277.000,- EUR werden in voller Höhe durch FB45 finanziert.

Variante 2 Container mit 576 m² Grundfläche und multifunktionaler Raumnutzung:

Die Gesamtkosten für die Auslagerung der Montessori-Grundschule Eilendorf betragen laut Kostenrahmen des E26 vom 06.08.2019 1.127.500,- EUR brutto. Die Kostenermittlung ist unterteilt in (a) „Kosten Altbau“ 210.500,- EUR und (b) „Kosten Container“ mit 917.000,- EUR. Hiervon entfallen auf den FB45 1.030.500,- EUR und auf E26 97.000,- EUR.

(c)Die anfallenden Kosten durch die Nutzung des Schulgebäude Barbarastraße („Kosten Altbau“) werden auf FB45 und E26 aufgeteilt. E26 übernimmt die Instandsetzungsmaßnahmen im Rahmen der Instandhaltung mit 97.000,- EUR. FB45 alle nutzerabhängigen Kosten mit 113.500,- EUR.

(d)Die Kosten der Containeranlage In Höhe von 917.000,- EUR werden in voller Höhe durch FB45 finanziert.

Derzeit etatisiertsind bei FB45 in den Jahren 2019 und 2020 summiert 1.253.000,- EUR aufgrund des Kostenrahmens vom 23.10.2018. Für die nicht in 2019 verausgabten Haushaltsmittel wird eine Mittelübertragung in das Haushaltsjahr 2020 beantragt. Hierzu kommen die Haushaltsmittel des E26 aus der Instandhaltung in Höhe von 97.000,- EUR, so dass sich die Gesamtsumme von 1.350.000,- EUR ergibt.

Die Deckung des notwendigen Mehrbedarfs wird im Rahmen des Veränderungsnachweises für die Haushaltsjahre 2020 ff. herbeigeführt.

In beiden Varianten ist aufgrund der geringen Erkenntnistiefe durch die noch fehlenden Planungsleistungen der Bauindex berücksichtigt.

Der Kostenrahmen gilt als Orientierungswert und ist durch die weiteren Erkenntnisse in den nachfolgenden Planungen zu verifizieren.

  1. Empfehlung der Verwaltung

Die Verwaltung spricht sich für die Auslagerung der GGS Montessori-Schule Eilendorf in das Schulgebäude in der Barbarastraße und die Containeranlage in der Variante 2 mit multifunktionaler Raumnutzung ab Januar 2021 und die Durchführung der dafür notwendigen baulichen und organisatorischen Maßnahmen aus.


Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2019

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2019

Ansatz 2020 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2020 ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

1415.000

415.000

838.000

838.000

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

-415.000

-415.000

-838.000

-838.000

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

1 PSP-Element: 1-030101-900-8, SK 54220000

Der wahre Preis der Anmietung ist letztlich erst durch den Zeitpunkt der Angebotsabgabe verifiziert. Daher kann es noch zu nicht vorhersehbaren Preisschwankungen kommen. Die dann vorliegende Differenz muss dann im Nachgang überplanmäßig nachfinanziert werden.

Abstimmungsergebnis

Zustimmung: Ablehnung: Enthaltung: einstimmig
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-08-20 FB 45_0593_WP17-1 GGS Montessori-Schul SAO.pdf

7.11.2024

102.7 KB

Betroffene Straßen

Karte wird geladen…

Metadaten

TOP
Ö 5.1
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Schulausschusses
Gremium
Schulausschuss
Datum
Do., 19.09.2019
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 45 - Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 11:31