10. September 2019 um 17:00, Sitzungssaal im Fachbereich Umwelt
TOP 14Öffentlich

Standort der nach Brandschutzbedarfsplan erforderlichen weiteren Feuer- und Rettungswache im süd-westlichen Stadtgebiet

FB 37/0055/WP17 · Entscheidungsvorlage

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Für die Verwaltung führt Herr Dr. Kremer in die Thematik ein. Es gehe um den Standort der 4. Wache für die Berufsfeuerwehr, wie sie im Brandschutzbedarfsplan gefordert werde. Die Diskussion hierüber müsse zunächst von der Diskussion über einen Standort der Freiwilligen Feuerwehr getrennt werden. Er stellt klar, dass mit dem Löschzug Nord und weiteren Akteuren mit gutachterlicher Begleitung in Klausur noch zu beraten sei, welche Lösung hier die beste sei. Des Weiteren seien auch noch die Notwendigkeit und der mögliche Umfang einer Interimswache zu prüfen, da bis zur Realisierung der neuen Wache noch einige Zeit vergehen werde.

Für November kündigt Herr Dr. Kremer eine Übersicht der in den nächsten fünf bis zehn Jahren anstehenden Investitionen mit ihren finanziellen Auswirkungen und einer Priorisierung an.

Schließlich informiert er, dass ein Standort in Kornelimünster grundsätzlich erhalten bleiben solle, wenn auch noch nicht klar sei, ob dies dann konkret der bisherige Standort sei.

Im Hinblick auf den nun zur Diskussion stehenden Standort für die 4. Wache an Siegel weist er darauf hin, dass es dort nicht nur den Sport- sondern auch einen Grünbereich gebe. Da nicht das gesamte Areal von der Wache in Anspruch genommen werde, müsse es ein stadtplanerisches Gestaltungskonzept für verschiedene Nutzungen geben. Die jetzige Vorlage konzentriere sich aber auf die eigentliche Wache.

Unter Hinweis auf Berichte in der Zeitung, wonach der Standort der Wache Nord verlagert werden solle, begrüßt für die SPD-Fraktion Ratsfrau Dr. Wolf die Klarstellung durch die Aussagen von Herrn Dr. Kremer. Zum Standort Siegel räumt sie ein, dass es dort zwar einen großen Grünanteil gebe, jedoch gehe es hier um den Schutz der Bevölkerung, dem Priorität einzuräumen sei.

Auch Herr Hildmann (Die Linke) begrüßt die Klarstellung zur Diskussion um den Standort für den Löschzug Aachen Nord.

Für die GRÜNEN-Fraktion stellt Herr Stettner fest, dass die fachlichen Argumente für den Standort Siegel schlagend seien. Er bemängelt allerdings, dass in der Vorlage keine Gegenüberstellung der Varianten enthalten sei. Er weist des Weiteren auf die Wichtigkeit hin, die Interessen der Freiwilligen Feuerwehr zu berücksichtigen und begrüßt im Hinblick auf die zu erwartenden immensen Kosten die von Herrn Dr. Kremer angekündigte Übersicht über die künftigen Investitionen.

Ratsherr Corsten (CDU) hält ebenfalls den Standort Siegel für den besten. Jedoch warnt er, dass Preisaussagen zum jetzigen Zeitpunkt wegen der unkalkulierbaren Preisentwicklungen problematisch seien. Zum Standort Kornelimünster empfiehlt auch er zu prüfen, ob nicht gegebenenfalls ein Neubau an anderer Stelle in Kornelimünster möglich und besser wäre.

Für die Piraten dankt Herr Szagunn für die Vorlage und das Gutachten und spricht sich auch für den Standort Siegel aus. Zum Löschzug Nord verweist er darauf, dass diesem durch die Entwicklung des Campus womöglich zusätzliche Aufgaben zuwachsen würden.

Ratsherr Gilson (CDU) dankt für die Vorlage der Verwaltung. Das zugrunde liegende Gutachten sei notwendig gewesen, da es insgesamt um viel Geld gehe. Abschließend lobt er die zahlreichen Feuerwehrfrauen und –männer, die durch ihre Anwesenheit im Publikum ihr großes Engagement unterstreichen würden.

Im Anschluss fasst der Ausschuss folgenden Beschluss:

Beschluss

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen, für den Standort Siegel (Robert-Schuman-Straße/Siegelallee) eine Standortprüfung durchzuführen und vorbehaltlich ihres positiven Ergebnisses den Grundstücksbereich Siegel (Robert-Schuman-Straße/Siegelallee) als Standort für den Neubau der Feuer- und Rettungswache Südwest zu nutzen. Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen zudem, die Verwaltung zu beauftragen, die dem Bauvorhaben Siegel folgende Sanierung der Feuerwache Süd, Kornelimünster, im Verhältnis zu einer Standortverlagerung im Bereich Kornelimünster durch einen Wirtschaftlichkeitsvergleich zu betrachten.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen,für den Standort Siegel (Robert-Schumann-Straße/Siegelallee) eine Standortprüfung durchzuführen und vorbehaltlich ihres positiven Ergebnisses den Grundstücksbereich Siegel (Robert-Schumann-Straße/Siegelallee) als Standort für den Neubau der Feuer- und Rettungswache Südwest zu nutzen.

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen zudem, die Verwaltung zu beauftragen, die dem Bauvorhaben Siegel folgende Sanierung der Feuerwache Süd, Kornelimünster, im Verhältnis zu einer Standortverlagerung im Bereich Kornelimünster durch einen Wirtschaftlichkeitsvergleich zu betrachten.

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt die Ausführungen zur Sanierung der Feuerwache Süd/Kornelimünster zur Kenntnis und empfiehltdem Rat der Stadt Aachen,für den Standort Siegel (Robert-Schumann-Straße/Siegelallee) eine Standortprüfung durchzuführen und vorbehaltlich ihres positiven Ergebnisses den Grundstücksbereich Siegel (Robert-Schumann-Straße/Siegelallee) als Standort für den Neubau der Feuer- und Rettungswache Südwest zu nutzen.

Der Planungsausschussempfiehlt dem Rat der Stadt Aachen,für den Standort Siegel (Robert-Schumann-Straße/Siegelallee) eine Standortprüfung durchzuführen und vorbehaltlich ihres positiven Ergebnisses den Grundstücksbereich Siegel (Robert-Schumann-Straße/Siegelallee) als Standort für den Neubau der Feuer- und Rettungswache Südwest zu nutzen.

Der Planungsausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen zudem, die Verwaltung zu beauftragen, die dem Bauvorhaben Siegel folgende Sanierung der Feuerwache Süd, Kornelimünster, im Verhältnis zu einer Standortverlagerung im Bereich Kornelimünster durch einen Wirtschaftlichkeitsvergleich zu betrachten.

Die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster/Walheim nimmt die Ausführungen zum Standort Siegel

zur Kenntnis und empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen,die Verwaltung zu beauftragen, die dem Bauvorhaben Siegel folgende Sanierung der Feuerwache Süd, Kornelimünster, im Verhältnis zu einer Standortverlagerung im Bereich Kornelimünster durch einen Wirtschaftlichkeitsvergleich zu betrachten.

Der Rat der Stadt Aachen beschließt aufgrund der Empfehlungen des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz, der Bezirksvertretung Aachen-Mitte und des Planungsausschusses für den Standort Siegel (Robert-Schumann-Straße/Siegelallee) eine Standortprüfung durchzuführen und vorbehaltlich ihres positiven Ergebnisses den Grundstücksbereich Siegel (Robert-Schumann-Straße/Siegelallee) als Standort für den Neubau der Feuer- und Rettungswache Südwest zu nutzen.

Der Rat der Stadt Aachen beauftragt die Verwaltungaufgrund der Empfehlungen des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz, der Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster/Walheim und des Planungsausschusseszudem, die dem Bauvorhaben Siegel folgende Sanierung der Feuerwache Süd, Kornelimünster, im Verhältnis zu einer Standortverlagerung im Bereich Kornelimünster durch einen Wirtschaftlichkeitsvergleich zu betrachten.

Erläuterungen

Erläuterungen:

In der politischen Diskussion um den Standort einer weiteren Feuer- und Rettungswache für den süd-westlichen Bereich des Aachener Stadtgebiets wurde in der Sondersitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz am 16.05.2019 folgender Beschluss gefasst(Beschluss zu FB 37/0052/WP17):

„Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz der Stadt Aachen nimmt die Ausführungen zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die beiden alternativen Standorte in einer ganzheitlichen Betrachtung gegenüberzustellen.

Dabei sind die Gesamtkosten beider Szenarien ebenso wie etwaige Erlöse darzustellen. Hierzu gehören insbesondere die Betriebs-, Unterhaltungs- und Personalkosten für drei bzw. vier Wachen sowie Sanierungs- und Umbaukosten für die bestehende Wache Süd einschließlich Interimskosten während der Bau- und Sanierungsphase.

Die derzeitige Schätzung der Wegezeiten ist aufgrund der nahezu gleichen Ergebnisse durch eine genaue Kalkulation der Szenarien zu spezifizieren.“

Der am 16.05.2018 mit einstimmigen Beschluss des Rates der Stadt Aachen angenommene Brandschutzbedarfsplan (Vorlage FB 37/0036/WP17) stellt fest, dass eine Unterdeckung der Versorgung im süd-westlichen Stadtgebiet besteht, weshalb eine Wache im Bereich Siegel zu errichten ist, um die definierten Schutzziele zu erreichen. Darauf aufbauend stellt der Rat der Stadt Aachen am 19.06.2019 mit dem beschlossenen Rettungsdienstbedarfsplan (FB 37/0053/WP17)folgendes fest: „Das im Rahmen des Brandschutzbedarfsplans vorgesehene Gebiet einer vierten Wache für die Berufsfeuerwehr im Aachener Südwesten ist auch für den Rettungsdienst als sehr gut geeignet zu bewerten.“

Um eine Spezifizierung der Ergebnisse aus der Vorlage „Standort der nach Brandschutzbedarfsplan erforderlichen weiteren Feuer- und Rettungswache im süd-westlichen Stadtgebiet“ (FB 37/0052/WP17) durch genaue Kalkulation der Szenarien vorzunehmen, wurde Herr Dipl.-Geograph Dr. Martin Wesolowski hinzugezogen, der eine gutachterliche Konkretisierung durch die beiliegende „Zusammenfassende Bewertung zur Standortplanung und -entwicklung der Feuerwehr Stadt Aachen“ vorgenommen hat. (Anlage 1)

Es wird -wie im Gutachten auch dargestellt- angestrebt, an dem neu zu errichtenden Wachstandort neben der Brandschutzeinheit auch Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes und eine Einheit der Freiwilligen Feuerwehr zu etablieren. Die genaue Konzeption dieser Etablierung -auch unter Berücksichtigung bestehender Strukturen- wird noch geprüft.

Die für den Rettungsdienst erforderlichen baulichen Maßnahmen werden durch die Kostenträger des Rettungsdienstes refinanziert. Der Umfang der Refinanzierung orientiert sich streng an den dem Rettungsdienst zuzuordnenden Funktionsbereichen auf Grundlage der in einschlägigen DIN-Normen festgelegten Flächenanteilen. Geschätzt wird sich diese Refinanzierungsposition bei etwa 30% - 40% bewegen.

Ausgehend von den auch in diesem Gutachten dargestellten Ergebnissen ist ein neuer, zusätzlicher Standort –vor dem Hintergrund der faktischen Verhältnisse - im Bereich der Siegelallee vor dem Hintergrund einer Sicherstellung der Bevölkerungsversorgung auf Grundlage der vom Rat der Stadt Aachen beschlossenen Schutzzielesowohl für den Brandschutz als auch für den Rettungsdienst erforderlich unter Beibehaltung der vorhandenen Struktur mit den Feuer- und Rettungswachen im Süden, Norden und der Hauptfeuerwache im Osten des Stadtgebietes.

Nur durch diese, für operative Aufgaben ausgerichtete Standortstrategie lässt sich zukünftig eine optimale, schutzzielbasierte Versorgung der Bevölkerung gewährleisten. Insofern muss auch der Standort der Feuer- und Rettungswache Süd sowie des darin integrierten Standortes der Freiwilligen Feuerwehr Löschzug Kornelimünster in der Ortslage von Kornelimünster verortet bleiben.

Die bislang für die Feuer- und Rettungswache Kornelimünster beabsichtigte Sanierung soll nunmehr einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gegenüber einer Verlagerung und Neuerrichtung im Bereich Kornelimünster unterzogen werden. Dabei sind insbesondere auch die Merkmale:

-nicht notwendige Interimswache für die Dauer der Sanierung

-Veräußerung der Liegenschaft und dadurch zu erzielende Erlöse

-Kosten für den Erwerb einer geeigneten Liegenschaft

zu betrachten.

Im Vorgriff auf Planungen für die 4. Feuer- und Rettungswache am Standort Siegelentsprechend den Leistungsphasen gem. HOAI erfolgte eine grobe Schätzung zu den möglichen Kosten für die Errichtung. Eine Wache mit den genannten Funktionalitäten für Brandschutz, Rettungsdienst und Freiwillige Feuerwehr würde demnach Investitionen von etwa 15 Millionen Euro und die Beschaffung einer Hubrettungsbühne in Höhe von ca. 860.000 € erfordern. Zusätzliche geschätzte Personalkosten für 15 Stellen (jeweils 5 Stellen Bewertung A7, A8, A9 L1E2 LBesO) würden lt. KGSt in Höhe von ca. 1.034.000 €/Jahr entstehen. Die Einplanung konkreter investiver und konsumtiver Mittel für diese Maßnahmen erfolgt in den jeweiligen Haushaltsplanberatungen.

Derzeit wird geprüft, ob, in welchem Umfang und unter welchen Voraussetzungen eine Interimswache für den unterversorgten Bereich im süd-westlichen Aachener Stadtgebiet zu realisieren wäre. Diese Prüfung wird unter gutachterlicher Absicherung sowohl für den Brandschutz als auch für den Rettungsdienst erfolgen.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebe­ner Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Neubau 4. Wache:

Planungskosten: ca. 1,1 Mio € (bis zur Leistungsphase 3 HOAI)

Baukosten (erste Schätzung): ca. 15 Mio €

Die Einplanung konkreter investiver Mittel für die Baumaßnahmen wird unter Beachtung der Vorschriften des § 13 KomHVO sowie der Richtlinien der Leistungsphasen 2 und 3 nach § 34 HOAI erfolgen.

Abstimmungsergebnis

Einstimmig.

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-08-12 FB 37_0055_WP17 Standort der nach Br SAO.pdf

8.11.2024

2.2 MB

Betroffene Straßen

Karte wird geladen…

Metadaten

TOP
Ö 14
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz
Gremium
Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz
Datum
Di., 10.09.2019
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 37 - Feuerwehr und Rettungsdienst
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 11:18