Projektwerkstatt Fahrradfreundliches BrandRad-Vorrang-Route_Brand
im Ratsinformationssystem anzeigenBeratung
Herr BBM Tillmanns begrüßt die Herren Hermens und Rath der Projektwerkstatt Fahrradfreundliches Brand und übergibt das Wort.
Herr Hermens bedankt sich für die Möglichkeit, anhand einer Power-Point-Präsentation die Vorschläge der Projektwerkstatt zu präsentieren. Der Wille zur Realisierung der Rad-Vorrang-Route und das Geld seien nun vorhanden. Da die Finanzierung für 2020 gegeben sei und die Mittel bis 2022 abgerufen werden müssten, solle die Planung jetzt beginnen.
Herr Rath erklärt den Anwesenden das Gesamtkonzept der Rad-Vorrang-Route. Radfahrer sollten demnach zukünftig über Nebenstraßen geleitet und in großen Straßen auf baulich abgetrennten Radverkehrsanlagen geführt werden. Dabei sollten die Radfahrer wie in einer Fahrradstraße möglichst den Vorrang haben. Dadurch solle das Fahrradfahren sicherer und komfortabler werden. Die Projektwerkstatt sei vor 4 Jahren gegründet worden und habe zwischenzeitlich die vorgeschlagene Route zur Innenstadt betrachtet. In Brand führe die Route vom Marktplatz über die Marktstraße in Richtung Wolferskaul/Rombachstraße, dort vorbei an der Gesamtschule und weiter unter der Autobahnbrücke in Richtung Herderstraße und Innenstadt.
Die Straße Wolferskaul sollte als Fahrradstraße ausgewiesen und das Parken auf einer Straßenseite konzentriert werden. Außerdem sollte die Oberfläche rot eingefärbt werden, um die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. An der Einmündung Wolferskaul/Rombachstraße sollte die Radroute Vorrang gegenüber dem Fahrverkehr erhalten. Der Zebrastreifen solle jedoch beibehalten werden und die Fußgänger bei Querung des Radwegs bevorrechtigen. Die Umgestaltung des Knotens ermögliche größere Grünflächen.
Wunsch sei, die untere (nördliche) Zufahrt zum Parkplatz vor der Schwimmhalle zu schließen, weil dies ein unnötiger Konfliktpunkt zur Rad-Vorrang-Route sei. Die verbleibende Zufahrt sei ausreichend. In der Rombachstraße solle ein baulich von der Fahrbahn abgetrennter Zweirichtungsradweg angelegt und an der Einmündung Schagenstraße sowie der Busschleife bevorrechtigt werden. Der dort vorhandene, intensive Schülerverkehr ließe sich besser abwickeln, wenn die Bushaltestelle in die Wendeschleife verlegt würde. Die Vorschläge müssten selbstverständlich noch von der Fachverwaltung geprüft werden.
Herr Hermens ergänzt, dass sich alle Brander Schulleitungen für die Verbesserungen ausgesprochen hätten, zumal auch den Grundschülern die Möglichkeit gegeben werden solle, mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen.
Ratsfrau Lürken von der CDU-BF bedankt sich bei den Vertretern der Projektwerkstatt für das Ergebnis ihrer Planungen. Es sei gelungen, alle Verkehrsteilnehmer mitzunehmen und den Schutz der Fußgänger als schwächste Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen.
Herr Depenbrock von der Grünen-BF dankt den Herren Hermens und Rath ebenfalls recht herzlich für das gute Konzept mit verwertbaren Anregungen. Allerdings wünsche er sich eine schnellere Umsetzung der Maßnahmen und schlägt vor, den Beschluss in dem Sinne zu erweitern, dass die Bezirksvertretung Aachen-Brand die Verwaltung bittet, in der nächsten Sitzung über den Umsetzungsstand und die Zeitplanung zu berichten.
Ratsherr Blum spricht seitens der FDP ausdrücklich seinen Dank für den Versuch aus, bei den Überlegungen alle Verkehrsteilnehmer, auch Autofahrer und Fußgänger, zu berücksichtigen. Dies zeige Kompromissbereitschaft und vermeide Konfrontationen.
Herr Hellmann von der SPD-BF schließt sich den Dankesworten der Vorredner an. Die Initiative der Fahrradwerkstatt sei beispielhaft für Brand und werde daher von seiner Fraktion unterstützt. Er verweist auf die damalige Ausbauplanung für die Trierer Straße und erinnert an den Vorschlag, die Ringstraße in die Radroutenplanung einzubeziehen. Auf seine Nachfrage hin erklärtHerr Hermens, dass der Ausgangspunkt der Rad-Vorrang-Route zwar der Marktplatz sei, dieser aber erst kürzlich mit Fördermitteln umgebaut worden sei. Eine Weiterführung der Rad-Vorrang-Route über Hochstraße zur Josefsallee werde angestrebt.
Herr Larscheid vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen dankt den Herren Hermens und Rath für ihre Vorschläge. Einige Streckenabschnitte deckten sich mit den Überlegungen des Fachbereichs. In den Detailfragen würde weiterhin ein Austausch mit der Fahrradwerkstatt angestrebt. Bislang habe die knappe Personalkapazität die Planung behindert, doch sei im Rahmen der Förderung personelle Unterstützung in Sicht.
Herr BBM Tillmanns stellt klar, dass das letzte Wort von der Politik gesprochen werden müsse. Hinsichtlich der gewünschten Berichterstattung der Verwaltung schlägt er als Termin die übernächste Sitzung im Januar vor.
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Für diesen Tagesordnungspunkt liegen noch keine Beratungsergebnisse vor.
Technische Details
ID: 95514
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=95514
Grunddaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Brand
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Brand
- Datum
- Mi., 30.10.2019
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Status
- gemischt