Maßnahmenkonzept Schloss-Schönau-Park
FB 36/0405/WP17 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Herr Starkes, Fachbereich Umwelt, stellt das auf Grundlage eines Park-Spaziergangs und einer Park-Werkstatt erstellten Konzepts vor und erläutert die 5 Themenbereiche mit insgesamt 25 Maßnahmen.
Die Umsetzungshorizonte variieren zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen.
Der Vortrag ist in allris als Anlage beigefügt.
Herr Starkes schlägt weiterhin vor, zwei Parkplätze vor dem Eingangsbereich auf dem Rathausplatz wegfallen zu lassen, damit die Sichtachse zum Park gewahrt wird.
Frau Bezirksbürgermeisterin Köhne bedankt sich für die Ausführungen.
Auf die Frage von Frau Bezirksbürgermeisterin Köhne, wann mit der Gestaltung des beschlossenen Eingangsbereichs von der Parkstraße aus begonnen wird, erläutert Herr Starkes, dass die beauftragte Firma aufgrund der Auftragslage nun ab der 48. KW mit den Arbeiten beginnen wird.
Des Weiteren erkundigt sich Frau Bezirksbürgermeisterin Köhne nach den Möglichkeiten der Finanzierung. Herr Starkes erläutert, dass die Maßnahmen in kurzfristig umsetzbar (1 Jahr), mittelfristig umsetzbar (2 – 5 Jahre) und langfristig umsetzbar (später als 5 Jahre) zu unterscheiden seien. Für die z.B. kurzfristigen Maßnahmen ‚Blühwiesen und Baum- und Strauchpflanzungen‘ stehen Mittel zur Verfügung. Dieses gilt auch für einige bauliche Maßnahmen.
Herr Bezirksvertreter Dautzenberg (SPD) kritisiert, dass eine Kostenaufstellung als weitere Entscheidungsgrundlage fehle. Mit einer Kostenaufstellung hätte man, wie bei innerstädtischen Parks, städtebauliche Fördermittel beantragen können. Er plädiert dafür, dass dieses so schnell wie möglich nachgeholt werde.
Des Weiteren fordert Herr Dautzenberg, dass aus Gründen der Verkehrssicherheitspflicht und zur Sicherheit für die älteren Bürgerinnen und Bürger die Verbesserung der Wege, besonders die Instandsetzung des Hauptweges vom Marktplatz zur Parkstraße, kurzfristig umgesetzt werden müsse.
Darüber hinaus vermisse er die Aufnahme der in der Sitzung der Bezirksvertretung am 05.12.2018 gemachten Vorschläge.
Das geplante Metallgeländer passe seiner Meinung nach nicht zu einem denkmalgeschützten Gebäude.
Auch Herr Bezirksvertreter Werner (SPD) bedankt sich für die geleistete Arbeit und die Erstellung des Konzepts.
Aufgrund des Parkplatzmangels plädiere er für die Erhaltung der beiden Parkplätze.
Herr Bezirksvertreter Werner stellt weitere Fragen zur möglichen Verkehrsberuhigung im Kurvenbereich der Parkstraße und in der Schönauer Allee.
Herr Starkes erläutert, dass es hierzu noch keine weiteren Ausführungen gebe. Hierbei handelt es sich um Eingaben aus der Bürgerwerkstatt, das Umfeld des Schlossparks betreffend.
Herr Bezirksvertreter Dautzenberg regt hier an, auch den Bereich der Parkstraße zwischen Tiergehege und Bolzplatz in ein verkehrsberuhigtes Konzept mit aufzunehmen.
Auf die Anmerkung von Herrn Bezirksvertreter Werner, dass die großen Betonplatten als Uferbefestigung eine ökologische Verzahnung verhindern, erläutert Herr Starkes, dass nach dem Gutachten zur ökologischen Aufwertung des Schlossweihers keine Auflösung der Uferbefestigung vorgesehen sei. Durch die Anpflanzung von Ufer –bzw. Wasserpflanzen müssten abgestufte Pflanzzonen mit unterschiedlicher Wassertiefe geschaffen werden. Das Wasser würde sich erwärmen, verdunsten und dieses hätte schlechtere Auswirkungen auf die Wasserqualität. Herr Bezirksvertreter Werner regt an, dass hier jedoch eine Uferbefestigung aus natürlichen Materialien (z.B. Weidengeflecht) errichtet werden könnte. Dieses könnte ebenso am Weiher an der Vorburg umgesetzt werden.
Bezüglich des Weihers an der Vorburg teilt Herr Starkes mit, dass er hier im Kontakt mit der unteren Wasserbehörde stehe. Der Teich müsste entschlammt und gesäubert werden. Hierbei könnte die Verbesserung der Uferkanten mit ins Konzept aufgenommen werden.
Frau Bezirksbürgermeisterin Köhne ergänzt, dass in der Finanzplanung für 2022 15.000 € für den Weiher an der Vorburg im Haushalt vorgesehen seien.
Herr Bezirksvertreter Brantin (CDU) unterstreicht ebenfalls, dass die zwei Parkplätze benötigt werden.
Er kritisiert, dass viele Maßnahmen erst mittel- und langfristig umgesetzt werden sollen.
Herr Starkes erläutert auf Nachfrage von Herrn Bezirksvertreter Brantin den Masterplan Spiel zur stadtweiten, systematischen Aufnahme und Verbesserung von städtischen Spielplätzen.
Herr Bezirksvertreter Kurth-Lassay (Grüne) bringt die Idee der ‚Essbaren Stadt‘ ein:
Nach dem Vorbild anderer Städte und Gemeinden, die die Idee der „Essbaren Stadt“ bereits in verschiedenen Projekten umsetzen (Andernach, Köln, Innenstadt Aachen, Düsseldorf, Freiburg), beantragt die Grüne Fraktion in der Bezirksvertretung Richterich ein Areal im Park von Schloss Schönau entsprechend zu bepflanzen. Hier sollen heimische Beerensträucher und Obstbäume wie z.B. Zwetschge, Apfel, Birne, Quitte gesetzt werden, deren Früchte von Richtericher BürgerInnen gepflückt und gegessen werden dürfen. Das Areal soll gut erkennbar sein, Platz zum Verweilen bieten und auf Schautafeln die Früchte, ihre Herkunft und Verwendung erklären. Gerne können Patenschaften für die Pflanzung und Pflege angeboten werden, da das gemeinsame Erleben und Gärtnern als elementarer Bestandteil der Konzepte einer „Essbaren Stadt“ anzusehen sind.
Die Grünen beantragen, dieses als weitere Maßnahme in die Neupflanzungen an der Vorburg mit aufzunehmen.
Herr Bezirksvertreter Feil (Grüne) bedankt sich ebenfalls für die Vorstellung des Konzepts.
Er erwarte, dass zeitnahe Umsetzungen erfolgen. Auf Nachfrage zum Anlegen der Blühwiesen erklärt Herr Starkes, dass diese kurzfristig angelegt werden. Dieses gilt auch für die Nachpflanzungen. Herr Starkes erläutert auf Nachfrage das Anlegen von Blühwiesen.
Aufgrund der Wortmeldungen von Frau Bezirksbürgermeisterin Köhne und Herrn Bezirksvertreter Kuckelkorn (SPD) wird die Erschließung und das Anlegen eines Weges zum Weiher an der Vorburg als kritisch gesehen. Ungewöhnlich sei hier auch die Erschließung über einen Privatweg. Der Weiher solle entschlammt werden, die Ruhe am kleinen Weiher jedoch nicht durch eine Erschließung gestört werden. Herr Starkes erläutert, dass der Wunsch der Erschließung aus der Bürgerwerkstatt kam und man hier eine behutsame Erschließung konzipiert habe.
Auf die Nachfrage von Herrn Bezirksvertreter Feil, warum der neue kleine Weg nicht auf die Schönauer Allee treffe, erläutert Herr Starkes, dass dieses wegen des Autoverkehrs ausgeschlossen wurde.
Herr Bezirksvertreter Kuckelkorn erinnert daran, dass das Gelände um Schloss Schönau früher alles Wiese war und Bürgerinnen und Bürger Bäume gespendet hätten ,die im Park gepflanzt worden sind. Er fragt nach, ob es darüber ein Kataster gebe.
Herr Bezirksvertreter Pontzen (CDU) begrüßt die Vielzahl der Sitzplätze. Seiner Meinung nach fehle im Konzept noch ein Beleuchtungsplan. Mehrfachsitzplätze sollten mit Beleuchtung versehen werden.
Vorgesehene Müllbehälter müssen regelmäßig geleert werden. Die Pflege des Parks sei wichtig.
Frau Bezirksbürgermeisterin Köhne fasst zusammen, dass es bezüglich der verkehrsberuhigten Bereiche und der Parkplätze noch Diskussionsbedarf gebe.
Herr Bezirksvertreter Dautzenberg beantragt, eine zeitnahe Kostenermittlung in den Beschluss mit aufzunehmen.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung Aachen-Richterich nimmt die Ausführungen der Verwaltung zu den Ergebnissen des Maßnahmenkonzeptes für den Schloss-Schönau-Park zur Kenntnis. Sie beauftragt die Verwaltung mit der weitergehenden Planung und Kostenermittlung für die im Konzept genannten Maßnahmen.
Die nötigen Finanzmittel für die Aufwertung des Schloss-Schönau-Parks nach den Vorgaben des Maßnahmenkonzeptes werden im aktuellen städtischen Haushalt nicht abgebildet und sind sukzessive bei den Haushaltsanmeldungen zu beantragen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
X |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folgekosten (alt) | Folgekosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Abstimmungsergebnis
Weitere Dokumente (2)
Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.
Technische Details
ID: 95581
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=95581
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2019-10-07 FB 36_0405_WP17 Massnahmenkonzept Sch SAO.pdf
12.6.2025
7.2 MB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 5
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Richterich
- Gremium
- Bezirksvertretung Aachen-Richterich
- Datum
- Mi., 30.10.2019
- Uhrzeit
- 18:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
- Geändert
- 18.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 18. Februar 2026 um 11:43
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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