31. Oktober 2019 um 17:00, Verwaltungsgebäude Marschiertor
TOP 7.1Öffentlich

Stadtteilplatz an der Lothringerstraße (zw. Alfons- und Friedrichstraße)hier: Umgestaltung im Zusammenhang mit Radvorrangroute und Premiumfußweg

FB 61/1137/WP17-1 · Entscheidungsvorlage

Stadtteilplatz an der Lothringerstraße (zw. Alfons- und Friedrichstraße)hier: Umgestaltung im Zusammenhang mit Radvorrangroute und Premiumfußweg

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Frau Karow-Kluge hält einen Vortrag, der auch als Anlage einsehbar ist. Sie berichtet über die Diskussion im Planungsausschuss, der den TOP schließlich vertagt hat. Weiterhin geht sie auf den Beschluss der Kommission Barrierefreies Bauen ein (siehe Anlage zur Niederschrift zu TOP 19, S. 2).

Es wird der Beschluss der Bezirksvertretung Aachen-Mitte (BV 0) vorgestellt:

„Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt die Entwurfsplanung für den Stadtteilplatz an der Lothringerstraße (zw. Alfons- und Friedrichstr.) zur Kenntnis. Sie empfiehlt, die Entwurfsplanung gemäß den in der Sitzung gemachten Vorschlägen zu überarbeiten unter Beibehaltung der Fahrradstraßen-Variante und mit beidseitigem Parken und einer geänderten Wegebeziehung innerhalb der Grünanlage.

Darüber hinaus soll die Möglichkeit von Fahrradabstellmöglichkeiten und Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge geprüft werden.“

Frau Burgdorff erklärt, sie sehe die Planungen als dynamischen Prozess.Um Ruhe in die Debatte zu bringen schlägt sie vor, diese so zu führen, dass möglichst viele Ideen berücksichtigt und Punkt für Punkt geprüft werden, aber nicht eineideologische Diskussion über Parkplätze zu führen, die eben nur einen der Aspekte darstelle.

Frau Breuer wendet ein, man müsse darüber diskutieren, weil alle gewählte Mitglieder seien und somit allen verpflichtet. Sie nimmt Bezug auf die Entscheidungskompetenz des Mobilitätsausschusses, die in der über den Platzbereich hinausgehenden Gestaltung liege. Bereits im Vorfeld seien 50 Parkplätze an der Lothringer Straße weggefallen; deshalb sei die Diskussion über den Wegfall weiterer Parkplätze schwierig. Es herrsche ein hoher Parkdruck und man müsse auch das Bewohnerparken berücksichtigen.

Herr Neumann meint, dieser Konfliktzwischen Autoverkehr, Radverkehr und Fußgängernsei gelebte Verkehrswende. Die Politik sollte die Planung einer Fahrradstraße unterstützen.In der Vorlage sei eine qualitative Aufwertung mit Potential für hochwertige Abstellplätze für E-Bikes angesprochenworden. Wenn man schon Abstellplätze für Autos auf dem Stadtteilplatzberücksichtigen wolle, sollten sie dann aber für Ladezonen vorgehalten werden, unter Beachtung der Qualitätskriterien für den Radverkehr.

Herr Achilles fühlt sich in seiner Meinung bestärkt, dass das Konzept so nicht funktionieren könne und die Platzgestaltung so nicht durchführbar sei. Die Fußgänger würden nur den geraden,direkten Weg wählen, das sehe man an dem Beispiel Elisenbrunnen. Es mache keinen Sinn, „Schlangenlinien“ zu planen. Er plädiere dafür, den Beschluss der Bezirksvertretung Aachen-Mitte (BV 0) vom Vortag umzusetzen.

Herr Lindemann erläutertdie Diskussion in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte. Die Koalition hätte sich schon eine Aufwertung des Platzes gewünscht, im Sinne des Premiumweges. Bezugnehmend auf die Folie „Stadtteilplatz, Entwurf-Planungsstand“ schlägt er vor, eine Verschwenkung der Fußwegeverbindung um 90 ° zu prüfen.

Frau Rhie stellt fest, im Moment könne man es nicht allen recht machen, aber den Vorwurf, dass alles getan werde, um Parkplätze zu erhalten sei unseriös. Der Planungsauftrag für die Variante 1b (Abschnitt A) zeige, dass es nicht nur das Ziel der Koalition sei, etwas für Autofahrer zu tun, sondern dies käme den Radfahrern zugute. Hierdurch würden schon Parkplätze wegfallen. Andererseits sei vor ca. einem Jahrdas Bewohnerparken beschlossen worden. Die Anwohner hätten ein Recht darauf, ihre PKW irgendwo zu parken. Es spreche ihrer Meinung nach nichts dagegen, die Fragestellung der Umgestaltung des Platzes noch mal zu prüfen. Man sei dafür gewählt worden, Politik für alle zu machen. Deshalb plädiere sie dafür, den Beschluss der BV 0aufzugreifen und den Beschluss auf die nächste Sitzung zu vertagen.

Auch Herr Blum spricht sich dafür aus, die Umgestaltung des Stadtteilplatzes noch einmal überprüfen zu lassen. Der Platz sei derzeit nicht sehr ansprechend.Er könne sich eine Aufwertung grundsätzlich schon vorstellen, aber dort würden Menschen wohnen, die Ihr Auto behalten und abstellen wollen, weshalb das Bewohnerparken eingeführt worden sei. Ohnehin würden mehr Ausweise ausgegeben als Parkplätze vorhanden seien. Die Politik müsse auch die Interessen der Anwohner vertreten. Eine verwaiste Stadt wolle keiner, aber eine Umgestaltung, bei der die Menschen mitgenommen werden. Deshalb werde er für den Beschluss der BV 0 stimmen, als Möglichkeit der Gestaltung.

Frau Burgdorff erklärt, es sei ihr schon wichtig, ein Ziel als Alternative zu formulieren, z. B. „Bitte erhalten Sie 11 Parkplätze.“ Das würde der Verwaltung sehr helfen.

Herr Achilles hält nichts von einer Verschiebung. Es sei eine Abwägungssache, ob Parkplätze wichtig sind oder aber die Führung der Vorrangroute in voller Breite. Man müsse dann aber auch dazu stehen, dass Parkplätze wegfallen. Er werde deshalb dem Verwaltungsvorschlag folgen.

Bezugnehmend auf den Beitrag der Frau Burgdorff erinnert Herr Neumann an die Beschlüsse zu den Premiumwegen und Radvorrangrouten. Diese seien für ihn nicht verhandelbar. Die Politik sollte sich an Beschlüsse, die sie selbst gefasst habe, auch halten.

Frau Breuer möchte die Koalition nicht darauf reduziert sehen, unbedingt Parkplätze erhalten zu wollen. Den bereits beschlossenenWegfall der 50 Parkplätze habe man akzeptiert. Nun sollte der Platz so umgestaltet werden, dass man auch den Bewohnern der Innenstadt gerecht werde, die parken wollen.

Ergänzend erklärt Herr Lindemann, das Anliegen der Koalition sei es auch, den Fußweg zu integrieren.

Herr Ferrari stellt zur Diskussion, den Beschluss entsprechend der Empfehlung der BV 0 zu formulieren und abzustimmen.

Herr Achilles wendet ein, die Verwaltung habe um einen konkreten Prüfauftrag gebeten, der sei in dem Beschluss der BV 0 nicht enthalten. Man könne z. B. einfließen lassen, konkret 11 Parkplätze erhalten zu wollen.

Herr Neumann erklärt, seine Fraktion halte den Verwaltungsvorschlag für gut und werde deshalb dem Änderungsvorschlag nicht folgen.

Herr Ferrari gibt zu bedenken, dass ein solcher Beschluss Auswirkungen auf die anderen Flächen hätteund dann der Planungsausschuss auch entsprechend beschließen müsse.

Frau Burgdorff sagt zu, die Verwaltung werde den Entwurf so überarbeiten, dass möglichst viele Parkplätze erhalten bleiben.

Der Vorsitzende lässt zunächst über den Beschlussvorschlag der Verwaltung abstimmen.

Abstimmungsergebnis: mehrheitlich abgelehnt bei 5 Zustimmungen.

Anschießend lässt er über den Antrag der Frau Rhie abstimmen, den Beschluss der BV 0 zu übernehmen und die Entscheidung auf die nächste Sitzung zu vertagen.

(Im folgendenBeschluss ist die (Teil-)Zuständigkeit des Mobilitätsausschusses berücksichtigt. Der Planungsausschuss entscheidet am 14.11.2019 für seinen Zuständigkeitsbereich.)

Unter Berücksichtigung des Beschlusses der BV 0 fasst der Ausschuss folgenden

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss beauftragt die Verwaltung, die Entwurfsplanung gemäß den in der Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte gemachten Vorschlägen zu überarbeiten, unter Beibehaltung der Fahrradstraßen-Variante und mit beidseitigem Parken. Die überarbeiteten Planungen sollen in der nächsten Sitzung erneut vorgestellt werden.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt die Entwurfsplanung für den Stadtteilplatz an der Lothringerstraße (zw. Alfons- und Friedrichstr.) zustimmend zur Kenntnis. Sie empfiehlt auf Grundlage der vorgelegten Entwurfsplanung dem Planungsausschuss die Gestaltung des Platzes entsprechend der Entwurfsplanung zu beschließen und empfiehlt dem Mobilitätsausschuss den Planungsbeschluss für die über den Platzbereich hinausgehende Umgestaltung zu fassen. Darüber hinaus empfiehlt sie dem Planungsausschuss, die Verwaltung mit der Durchführung einer Bürgerinformation zu beauftragen. Die Ergebnisse sollen in einer Vorlage für einen Ausführungsbeschluss münden.

Der Mobilitätsausschuss empfiehlt auf Grundlage der vorgelegten Entwurfsplanung für den Stadtteilplatz an der Lothringerstraße (zw. Alfons- und Friedrichstr.) dem Planungsausschuss die Gestaltung des Platzes entsprechend der Entwurfsplanung zu beschließen und fasst für die über den Platzbereich hinausgehende Umgestaltung den Planungsbeschluss. Darüber hinaus empfiehlt er dem Planungsausschuss, die Verwaltung mit der Durchführung einer Bürgerinformation zu beauftragen. Die Ergebnisse sollen in einer Vorlage für einen Ausführungsbeschluss münden.

Der Planungsausschuss beschließt auf Grundlage der vorgelegten Entwurfsplanung für den Stadtteilplatz an der Lothringerstraße (zw. Alfons- und Friedrichstr.) die Gestaltung des Platzes entsprechend der Entwurfs­planung. Darüber hinaus beauftragt er die Verwaltung mit der Durchführung einer Bürgerinformation. Die Ergebnisse sollen in einer Vorlage für einen Ausführungsbeschluss münden.

Erläuterungen

Erläuterungen:


Die Beratungsvorlage zum Stadtteilplatz an der Lothringerstraße (zw. Alfons- und Friedrichstr.) (Vorlage-Nr. FB 61/1137/WP17) sieht eine Anhörung/Empfehlung durch die Bezirksvertretung Aachen-Mitte, Anhörung/Empfehlung durch den Planungsausschuss und Entscheidung durch den Mobilitätsausschuss vor.

Im Rahmen der bisherigen Beratungsfolge gab es Nachfragen zur Zuordnung der Beratungs- und Entscheidungskompetenz.

Die Kostenschätzung für die Maßnahme liegt bei 940.000 €. Damit überschreiten die Kosten den Rahmen einer rein bezirklichen Angelegenheit, d.h. die Entscheidungskompetenz liegt nicht bei der Bezirksvertretung Aachen-Mitte. Da die Verkehrsführung geändert wird, bestehende Verkehrsflächen überplant werden und erst dadurch Teilbereiche des Platzes zum Aufenthalt entstehen können, sah die Beratungsvorlage zum Stadtteilplatz an der Lothringerstraße eine alleinige Entscheidungskompetenz beim Mobilitätsausschuss vor. Der Planungsausschuss hatte demnach nur empfehlende Kompetenz.

Aufgrund der zur Beratungs- und Entscheidungskompetenz in der bisherigen Beratungsfolge wurde die Zuständigkeit verwaltungsintern erneut geprüft.

Die Verwaltung kommt zu dem Ergebnis, dass die Entscheidung über die Gestaltung des Platzes als Maßnahme der Gestaltung des öffentlichen Raumes von überbezirklicher Bedeutung (gem. § 8 (2) m) ZustO der Stadt Aachen) beim Planungsausschuss liegt. Die Entscheidung für die über den Platzbereich hinausgehende Gestaltung liegt weiterhin beim Mobilitätsausschuss (gem. § 10 (2) d) ZustO der Stadt Aachen).

Entsprechend dieser veränderten Entscheidungskompetenz wird die weitere Beratungsfolge angepasst.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

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Ergebnis

0

0

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0

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folgekosten (alt)

Folgekosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

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0

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Abschreibungen

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Ergebnis

0

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0

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Abstimmungsergebnis

mehrheitlich bei 4 Gegenstimmen

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-10-22 FB 61_1137_WP17-1 Stadtteilplatz an de SAO.pdf

7.11.2024

93.3 KB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 7.1
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 31.10.2019
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 11:43

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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