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Neues Kurhaus: Entwurfsplanung mit Kostenberechnung

E 26/0181/WP17 · Entscheidungsvorlage

Neues Kurhaus: Entwurfsplanung mit Kostenberechnung

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Herr Schavan stellt anhand zweier Präsentationen, die dieser Niederschrift als Anlage beigefügt sind, den aktuellen Stand der Kostenberechnung sowie die Ressourcenplanung im hochbaulichen und technischen Gebäudemanagement vor.

Herr Linden, SPD, dankt für den Vortrag und bittet darum, die Zeit- und Ressourcenplanung noch einmal zu verschriftlichen und diese auch fortzuschreiben.

Er fragt an, wann die Immobilie Neues Kurhaus in den Eurogress eingelegt werde.

Es sei nun auch deutlich geworden, dass die Behauptung, Schultoiletten könnten wegen der Sanierung des Neuen Kurhauses nicht saniert werden, nicht stimme.

Zur angestrebten Club-Nutzung im Untergeschoss wünsche man sich ein transparentes Verfahren. Hierzu müssten entsprechende Kriterien entwickelt werden.

Hinsichtlich des von der Verwaltung vorgelegten Beschlussentwurfes bittet er um Klärung, ob der bereits im Rat gefasste Baubeschluss nun noch einmal bestätigt werden müsse.

Herr Oberbürgermeister Philipp betont, dass aus Sicht der Verwaltung für dieses Projekt die Ampel auf Grün stehe, daher sei der Beschlussentwurf für heute auch so formuliert worden. Das Projekt laufe längst und so habe es der Rat der Stadt auch beschlossen.

Frau Seufert, GRÜNE, dankt für die vorgelegte Kostenberechnung und die Zeit- und Ressourcenplanung. Sie plädiert ebenfalls dafür, dass diese ausführlicher dargestellt und auch fortgeschrieben werden müsse.

Ihrer Fraktion sei nicht klar gewesen, dass der bisher gefasste Umsetzungsbeschluss auch einen Baubeschluss enthielt.

Herr Baal, CDU, erläutert, dass er aus langjähriger Arbeit im Planungsausschuss kenne, dass ein Baubeschluss formal nach der HOAI-Leistungsphase 3 gefasst werde. Entweder müsse man daher heute den Beschlussentwurf entsprechend ergänzen oder aber im Protokoll festhalten, dass der Baubeschluss gefasst worden ist. Dies müsse heute im Hauptausschuss klargestellt werden.

Herr Teuku, PIRATEN, äußert, dass er das Projekt weiter kritisch sehe, und insbesondere auch die dafür erforderlichen jährlichen Folgekosten in Höhe von 2,5 Mio. und die vorgenommenen Priorisierungen. Er fragt an, für welchen Zeitpunkt die Eröffnung geplant sei.

Frau Scheidt, GRÜNE, fragt an, ob es bei diesem Projekt auch dadurch zu Problemen kommen könne, dass die Verwaltung immer schwieriger ausführende Firmen finden könne.

Herr Schavan antwortet, dass beim Schulreparaturprogramm auf ein bestimmtes Zeitfenster geachtet werden müsse. Beim Neuen Kurhaus sei das nicht so. Hierbei müsse man sich nicht auf die Ferien beschränken und dadurch sei die Chance größer, Firmen zu finden.

Frau Stadtdirektorin Grehling führt auf die Anfrage von Herrn Linden hin aus, dass das Neue Kurhaus noch in diesem Jahr unsaniert in den Eurogress eingelegt werde. Hierzu sei in der Zwischenzeit auch eine entsprechende Wertberechnung erstellt worden.

Nach jetzigem Planungsstand gehe die Verwaltung von einer Eröffnung in der Mitte des Jahres 2023 aus. Dies sei auch so im Haushalt entsprechend eingeplant worden.

Frau Seufert, GRÜNE, fragt nochmals nach, wann die Zeit- und Ressourcenplanung wieder in einem Ausschuss beraten werde.

Herr Oberbürgermeister Philipp antwortet, dass dies in ein Gesamtpaket zum Berichtswesen zu diesem Projekt aufgenommen und dann regelmäßig im Hauptausschuss vorgestellt werden könne.

Herr Baal, CDU, ergänzt, dass man im 2. Quartal 2020 noch fixieren müsse, in welche Richtung eine Nutzung des Untergeschosses gehen solle.

Herr Deumens, DIE LINKE, äußert, dass seine Fraktion den Beschlussvorschlag der Verwaltung unterstütze. Er möchte wissen, ob die Verwaltung sich überlegt habe, was passiere, wenn sich kein externer Nutzer für die dafür vorgesehenen Räume im 1. Obergeschoss finde.

Herr Schavan antwortet, dass man sich mit der jetzigen Planung sich keinerlei Möglichkeiten verbaue.

Herr Oberbürgermeister Philipp betont abschließend, dass im Rahmen der heutigen Diskussion klargestellt worden sei, dass mit dem Umsetzungsbeschluss aus der Ratssitzung im Juli auch der Baubeschluss gefasst worden ist.

Beschluss

Der Hauptausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Der Hauptausschuss stimmt der weiteren Umsetzung des Ratsbeschlusses vom 10.07.2019 mehrheitlich zu.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

  1. Der Hauptausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.
  2. Der Hauptausschuss stimmt der weiteren Umsetzung des Ratsbeschlusses vom 10.07.2019 zu.


Erläuterungen

Erläuterungen:

A. Ausgangssituation:

Gemäß der Beauftragung durch den Rat am 19.09.2018 und der Vorstellung der Zwischenstände im Hauptausschuss am 23.01. und 03.04.2019 wurden am 10.07.2019 im Rat die erabeiteten Lösungsansätze zur Nutzung des Neues Kurhauses zur Entscheidung vorgelegt.

Neben den planerischen Betrachtungen der Nutzungsvarianten wurden auch die durch den beauftragten Generalplaner Höhler+Partner ermittelten Kosten vorgestellt.

Dabei handelte es sich um eine „vertiefte Kostenschätzung“, welche bereits annähernd die Tiefe einer Kostenberechnung hatte, also die gesamte Vorplanung (Lph 2 HOAI) und weite Teile der Entwurfsplanung (Lph 3 HOAI) umfasste. Nur die Kosten für die externe Büronutzung wurden in einer verminderten Planungstiefe kalkuliert.

Der Rat hat am 10.07.19 mehrheitlich die „Umsetzung“ der Variante B beschlossen.

Die Verwaltung hat diesen Umsetzungsbeschluss zum Anlaß genommen, die weiteren notwendigen Umsetzungsschritte, wie z.B. den Abschluß der Entwurfsplanung auch für den externen Büronutzungs-Teil, den Einstieg in die Genehmigungsplanung und weitere vorbereitende Leistungen, einzuleiten.

Mitte Oktober 2019 legte der Generalplaner die vervollständigte Entwurfsplanung mit Kostenberechnung vor.

Damit ist die Lph 3 HOAI, Entwurfsplanung formell abgeschlossen. Erstmals liegt eine sog. „vertifizierte“ Kostenermittlung vor.

Abb. 1: Planungsstand, abgeschlossene Entwurfsplanung mit Kostennberechnung (Lph 3 HOAI)

In seiner Sitzung am 6. November 2019 wurde der Rat bereits über den aktuellen Sachstand zum Projekt „Revitalisierung Neues Kurhaus“ informierte, und ihm ggü. die Gesamtkosteni.H.v. rd. 50,0 Mio. EUR bestätigt.

B. Sachstand abgeschlossene Entwurfsplanung:

Der nachfolgende Bericht soll dazu dienen, den Hauptausschuss detaillierter über die kostenmäßige wie auch planerische Vertiefung der Revitalisierung des Neuen Kurhauseszu informieren.

Die zur Umsetzung beschlossene „Variante B“ beinhaltet neben der primären Nutzung der Räumlichkeiten durch den Eurogress, eine autarke Büroeinheit im rechten Flügel des 1. Obergeschosses, die extern vermietet werden kann. Die Erschließung dieser Büroräume erfolgt separat über einen Seiteneingang an der Außenterrasse (s. umfangreiche Berichterstattung 10.07.19).

Die architektonischen und gebäudetechnischenPlanungen der einzelnen Funktionsbereiche und Räumlichkeiten und ihre künftige Nutzung als Veranstaltungsräume mit dem Eurogress als Betreiber wurden weiterentwickelt.

Der „Große Saal“ als Versammlungsraum mit Bühne und Galerien im Obergeschoss sowie die weiteren Veranstaltungsräume in den Seitenflügeln, die Gastronomie im Erdgeschoss und die erforderlichen Neben-und Technikräume im Untergeschoss wurden eingehender untersucht und geplant.

Die Räumlichkeiten der externen Büroeinheit im 1. Obergeschoss wurden ebenfalls planerisch ausgearbeitet. Die Erschließung der Räumlichkeiten wie auch die grundsätzliche Einbindung dieser externen Nutzungseinheit wurde brandschutztechnisch detailliert.

Neben der Ausarbeitung der Entwurfsplanung wurde das brandschutztechnische Konzept wie auch die denkmalpflegerischen Ansätze zur Sanierung der erhaltenswerten Bauteile weiterverfolgt. Es haben vertiefte Abstimmungen mit der unteren Bauaufsichtsbehörde und dem Veterinäramt (Hygiene), sowie den Leitstellen „Älter werden in Aachen“ und „Menschen mit Behinderungen“ stattgefunden.

Es konnte neben dem Abschluss der Entwurfsplanung zwischenzeitlich eine annähernd genehmigungsfähige Planung erarbeitet werden.

Für die Darstellung der funktionalen Betriebsabläufe wird auf die umfangreiche Bericht-erstattung in 07/2019verwiesen. In den Flächenzuordnungen gab es keine Veränderungen.

C. Ergebnis Kostenberechnung:

E 26 hat die vorgelegte Kostenberechnung erneut einer Prüfung auf Plausibilität unterzogen. Die Kostenplausibilisierung hat die Ergebnisse der „vertiefte Kostenschätzung“ bestätigt.

Die Gegenüberstellung der beiden Kosten-Ermittlungen kann der angeführten Tabelle (Anlage 1) entnommen werden. Daraus ergeben sich in den Kostengruppen Verschiebungen, die im Gesamtergebnis annähernd ausgeglichen sind.

Die Kosten gelten nun als „verifiziert“.

Neben den ermittelten Kosten aus der Kostenberechnung und der notwendigen Indexierung von ings. etwa 4,4 Mio €,konnte der eingeplante Haushaltsetat von rd. 50 Mio.EURbestätigt werden.

Abstimmungsergebnis

Zustimmung:11 Ablehnung: 3 Enthaltung: keine

Weitere Dokumente (3)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-11-22 E 26_0181_WP17 Neues Kurhaus_ Entwu SAO.pdf

8.11.2024

1.3 MB

Metadaten

TOP
Ö 3
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Hauptausschusses
Gremium
Hauptausschuss
Datum
Mi., 04.12.2019
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
E 26 - Gebäudemanagement
Geändert
18.2.2026
Inhalt abgerufen
18. Februar 2026 um 12:01

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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