21. Januar 2020 um 18:00, Alkuinschule
TOP 5.3Öffentlich

Bürgerantrag zur Einrichtung der Bewohnerparkzone in der Soers

FB 61/1343/WP17 · Anhörung

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Beratungsergebnis:geändert beschlossen

Beratung

Frau Vorsitzende Dr. Lassay begrüßt zu diesem Antrag den Sprecher der Antragstellenden Bürgerinnen und Bürger aus der Soers, Herrn Gehlen und gibt diesem die Gelegenheit den Antrag vorzustellen. Zur Planung der künftigen Parksituation in der Soers werden Fragen von Bürgerinnen und Bürgern durch Frau Kirchberg aus dem Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen beantwortet.

Herr Gehlen sieht die Gewichtung seines Anliegens bereits in der heutigen hohen Anwesenheitszahl beim Bürgerforum bestätigt. Er beschreibt drei große Probleme in und um seinem Wohngebiet: 1. hat die Anwohnerzone gegenüber (stadtauswärts rechtsseitig der Krefelder Str.) zu einem massiven Verdrängungseffekt in sein Wohngebiet hinein geführt. 2. habe die Bebauung im Gebiet „Alter Tivoli“, die entstandenen großen Bürokomplexe wie auch das Hotel zu einem enormen Parkdruck beigetragen und 3. habe die „Camper Community“ sein Wohngebiet für sich entdeckt und parkt nun ohne Rücksicht auf die Anwohnerschaft. Punkt 3 betreffend sieht er eine enorme Verkehrsgefährdung, was er mit „Beweisfotos“ zweier unglücklich geparkter Wohnmobile belegt. Er fordert, dass das Bewohnerparkgebiet E (Soers) in der durch den Mobilitätsausschuss beschlossenen Prioritätenlistebevorzugt wird, wie auch die Beschleunigung der Umsetzung entsprechender Bewohnerparkzonen überhaupt. Ihm wurde seitens der Verwaltung mitgeteilt, dass die Einrichtung nur einer Bewohnerparkzone 1-2 Jahre in Anspruch nehmen kann, woraufhin er scherzhaft anmerkt, dass er mit dem bisherigen Listenplatz seiner Bewohnerparkzone deren Einrichtung wohl nicht mehr erleben wird.

Die zuständige Mitarbeiterin des Verkehrsmanagement, Frau Kirchbach, erläutert ihrerseits die Rechtsgrundlagen und Verfahrensvorschriften zur Einrichtung von Bewohnerparkzonen anhand einer kurzen Präsentation. Die Präsentation wird mit der Niederschrift in Allris zur Verfügung gestellt. Sie erläutert die Entstehung der Prioritätenliste und weist auf die Nachweispflicht hin, ob ein Gebiet von zu hohem Verkehrsaufkommen betroffen ist. Die Parkraumerhebung im Jahr 2017 ergab im genannten Gebiet eine Parkplatzauslastung von 62%, weshalb die Bewohnerparkzone erst zu einem späteren Zeitpunkt über den letzten Listenplatz umgesetzt werden sollte.

Sie bestätigt die Aussage der Verwaltung gegenüber Herrn Gehlen, dass zwei Parkzonen zzgl. einer kleinen Erweiterung in 1-2 Jahren geschafft werden können.

In diesem Zusammenhang gibt Frau Kirchbach allerdings zu bedenken, dass eine erneute Überprüfung der Parksituation auch Nachteile nach sich ziehen kann. Es könnte ggf. dazu kommen, dass Parkplätze die aus Gewohnheit genutzt und geduldet werden wegfallen, da diese gesetzlich unzulässig sind. Die Einrichtung einer neuen Bewohnerparkzone zieht eine neue Ordnung nach sich, bei der über bisherige Parkplätze neu diskutiert werden muss. Es wird immer Anwohner geben die mit den Ergebnissen unzufrieden sind.

Frau Rhie bestätigt, dass Sie den Antrag nachvollziehen kann, da Bewohnerparken immer Auswirkung auf die Randbereiche hat. Selbstverständlich sollten Anwohner geschützt werden und die Möglichkeit erhalten, nahe Ihres Hauses parken zu können. Sie gibt zu bedenken, dass die Politik bei anderen geplanten Bewohnerparkzonen bereits im Wort steht und das eine Listenplatzverschiebung nicht befürwortet sein wird.

Eine Anwohnerin der Merowinger Str. weist auf die Gefahrensituation hin, die Sie allmorgendlich erlebt. Aus Karolinger Str. kommend Richtung Am Wolf ist die Straße rechts und links komplett zugeparkt, so dass man bei Gegenverkehr bis zur nächstmöglichen Parkmöglichkeit zurücksetzen muss, was eine Unfallgefahr darstellt. Sie stellt die Frage, ob die Möglichkeit besteht den vorhanden P&R Parkplatz auf der Krefelder Str. besser auszuschildern und ein Parkverbot in der Karolinger Straße zwischen Krefelder Straße und Am Wolf einzuführen.

Herr Dr. Gatzweiler beschreibt den Vortrag des Herrn Gehlen als wohlüberlegt und konstruktiv. Er beantragt die Ergänzung Beschlussvorschlags der Verwaltung, dass die Bewohnerparkzone Soers in der Prioritätenliste höher angesiedelt wird. Es ist dringend nötig die Anwohner zu unterstützen.

Herr Tillmanns fragt nach einer schnellen Lösung des Parkproblems, wenn die Einrichtung einer weiteren Bewohnerparkzone dauert. Die Situation gestaltet sich offensichtlich derart, dass Hotelgäste nicht im hoteleigenen Parkhaus für 10€ pro Tag parken, sondern im umliegenden Wohngebiet kostenlos. Er regt diesbezüglich Gespräche mit dem Hotelmanagement an.

Ein Bewohner des Neubaugebiets äußert erhebliche Bedenken das dies zielführend ist. Das wirkliche Problem sei die Verlagerung. Gäbe es die Bewohnerparkzonen E + E2 nicht, wäre die Verlagerung des Parkdrucks nicht erst entstanden. Dieser Theorie widerspricht eine Anwohnerin aus der Merowinger Str. vehement und rückt nochmals das Hotel in den Vordergrund. Die Hotelgäste parken erkennbar ihr Wohngebiet zu, was sie an den auswärtigen Kennzeichen festmacht. Sie beschwert sich, dass alte Leute mit Einkäufen bepackt Wege zurücklegen müssen, da sie keine Parkmöglichkeit vor der Haustür finden.

Eine Anwohnerin der Soerser Au meldet sich zu Wort und fragt warum sie alljährlich zum CHIO temporäre Anwohnerparkausweise bekommen und eine Umsetzung einer festen Bewohnerparkzone einmalig nicht kurzfristig umsetzbar ist. Der Unterschied sei ihr nicht nachvollziehbar.

Eine Anwohnerin des Soerser Winkels richtet die Frage an Frau Kirchbach, ob in Privatstraßen Anwohnerparken eingerichtet werden darf. Ihrer Meinung nach kann dort keine Bewohnerparkzone eingerichtet werden, da die Straßen nicht der Stadt gehören.

Frau Kirchbach erläutert umgehend, dass in Privatstraßen Bewohnerparkzonen nicht eingerichtet werden können. Bzgl. der Parkausweise stellt Frau Kirchbach klar, dass der Parkraum anlässlich des CHIOs kontrolliert wird. Dies kann nicht die Regel sein, weshalb dies als Dauerlösung nicht umsetzbar ist. Sie erklärt nochmals nachdrücklich, dass sie auf die Prioritätenliste keinen Einfluss hat, da diese von der Politik beschlossen wird.

Herr Bausch empfiehlt die umgehende Beschilderung der P&R Parkplätze in der Umgebung. Des Weiteren könnte eine verschärfte Parkraumkontrolle die Beruhigung der Situation fördern. Im vermehrten Melden von Falschparkern seitens der Anwohner, sieht er eine Möglichkeit des schnellen Handelns. Auch Gespräche mit dem Hotel sieht er als zielführend. Er wirbt um das Vertrauen in die Prioritätenliste, da hinter dieser sehr viel Planung, Kommunikation, Berechnung etc. steht. Herr Bausch verspricht im Fachausschuss für eine schnellere Umsetzung der Prioritätenliste zu werben.

Ein Anwohner der Merowinger Str. meldet sich zu Wort. Er findet die gesamte Diskussion schwer nachvollziehbar. Seiner Auffassung nach besteht kein schweres Parkplatzproblem. Er findet jederzeit einen Parkplatz, wie auch seine Gäste. Er bezweifelt das eine aktuelle Erhebung des Parknotstandes durchgeführt wurde. Lediglich stehen hin und wieder Reisebusse in der Merowinger Str., die auch für ihn ein Ärgernis darstellen. Sein Vorschlag zur Debatte sieht eine neue Parkflächenmarkierung vor, damit die Leute sinnvoller und geordneter parken. Momentan sind in vielen Straßen überhaupt keine Markierungen vorhanden. Auch ein generelles Parkverbot für Reisebusse würde er begrüßen.

Eine Anwohnerin aus dem Soerser Winkel stimmt dem Beitrag des Vorredners größtenteils zu, kann aber keine Grenzen der Verdrängungszone erkennen. Ihrer Meinung nach sollte entweder das ganze Gebiet der Soers zur Bewohnerparkzone werden oder eben frei beparkbar sein. Die gezogene Grenze Krefelder Str. hat erst zu der Problematik geführt.

Ein weiterer Anwohner kann viele Wortmeldungen ebenfalls nicht nachvollziehen. Er zeigt auf, dass die Gebiete Soerser Winkel, wie auch das Gebiet alter Tivoli Spielstraßen seien in denen Parken ohnehin nur den Anwohnern erlaubt sei. In der Soerser Au gäbe es nicht einmal Bürgersteige und somit auch keine Parkplätze womit das Problem sich nur auf wenige Straßen beschränke.

Frau Kirchbach bestätigt den Hinweis zu den Spielstraßen, welche gesetzlich „verkehrsberuhigter Bereich“ genannt werden. Dort darf nur in den ausgewiesenen Flächen geparkt werden, nicht aber am Straßenrand wie in den anderen Straßen.

Frau Lürken bedankt sich für die Sachlichkeit der Diskussion. Sie gibt noch einmal zu bedenken, dass das Bürgerforum genau für solch einen Meinungsaustausch da ist und freut sich über die vernünftigen Anmerkungen zu Pro und Contra einer neuen Bewohnerparkzone in der Soers. Sie merkt an, dass eine erneute Betrachtung der Bewohnerparkzonen in der Soers erfolgen sollte. Aus dem Bürgerforum wird der große Wurf nicht kommen. Sie weist daraufhin das das Bürgerforum nicht entscheidungsbefugt ist, sondern lediglich eine Empfehlung an die Fachausschüsse geben kann. Es muss zeitnah geprüft werden ob der Parkdruck in der Soers deutlich höher ist, als in einem anderen Gebiet. Nur wenn dies mit Zahlen belegt werden kann, ist eine Verschiebung des Listenplatzes nach oben überhaupt im Rahmen des Möglichen. Sie stellt noch einmal das verstärkte Kontrollieren von Parkverstößen wie auch die Hinweise auf den P&R-Parkplatz in den Fokus der kurzfristigen Maßnahmen.

Frau Rhie erläutert zusätzlich nochmals die personelle Situation in der Verwaltung. Es wurden drei Stellen für diesen Bereich geschaffen, welche, mangels geeigneter Bewerbungen, noch nicht besetzt werden konnten. Sollte sich diese Situation zeitnah ändern sind die Bewohnerparkzonen M, K und U an den Plätzen 2, 3 und 4 der Prioritätenliste relativ klein und könnten noch dieses Jahr abgearbeitet werden. In diesem Szenario würde es ca. drei Jahre dauern, die Bewohnerparkzone in der Soers umzusetzen. Eine Bewohnerparkzone wird nicht eingerichtet sofern der Bedarf nicht festgestellt wird. Es sollte hierzu eine zeitnahe Überprüfung erfolgen.

Ein Anwohner stellt hat Zweifel an dem echten Willen der Politik hier eine Änderung vorzunehmen. Seiner Meinung nach sind kleine Kinder auf dem Weg zur Schule durch den erhöhten Verkehr und das Parkaufkommen stark gefährdet. Für Ihn ist es unverständlich warum dieses Argument nicht als Anlass genommen wird schnell zu handeln.

Herr Dr. Gatzweiler, bittet vor diesem Hintergrund nochmals um die Ergänzung des Beschlussvorschlags der Verwaltung, die Bewohnerparkzone Soers in der Reihenfolge der Prioritätenliste nach oben zu setzen.

Frau Dr. Lassay bedankt sich beim Auditorium für die sachgerechte und umfangreiche Diskussion und lässt zunächst über den Beschlussvorschlag des Herrn Dr. Gatzweiler abstimmen:

Abstimmungsergebnis:

Zustimmung: 1Nein: 11

Eine diesbezügliche Ergänzung des Beschlussvorschlags erfolgt somit nicht.

Weiterhin folgt eine Abstimmung über den durch das Gremium erweiterten Beschlussvorschlag der Verwaltung.

Beschluss

Das Bürgerforum nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt, dass die im Bürgerforum erläuterten Anregungen zur weiteren Beratung in den zuständigen Gremien vorgestellt und diskutiert werden. Zusätzlich wird das verstärkte Prüfen von Ordnungswidrigkeiten, Verbesserung der P&R-Parkplatz Beschilderung wie auch ein klärendes Gespräch mit der Hotelleitung empfohlen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Das Bürgerforum nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt, dass die im Bürgerforum erläuterten Anregungen zur weiteren Beratung in den zuständigen Gremien vorgestellt und diskutiert werden.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Die Antragsteller, bestehend aus Bürgerinnen und Bürgern aus der Soers, wünschen in dem Antrag vom 16.10.19 die Einrichtung einer Bewohnerparkzone in ihrem Wohngebiet. Dieses soll von der Krefelder Straße bis an den Rand des Siedlungsbereiches in Richtung Soers reichen und alle Straßen abdecken, die nicht in der Zone „E“, „E2“ und Erweiterung „E“ erfasst sind. Dazu wurde der beiliegende Antrag formuliert und von 88 Bürgern und Bürgerinnen unterzeichnet. (Anlage 1).

Ein weiterer Bürgerantrag vom 21.12.19 (Anlage 2) bittet um die kurzfristige Umsetzung eines Bewohnerparkbereichs im Gebiet Krefelder Straße, Merowingerstraße und Soerser Weg. Dieses Gebiet wurde von der Verwaltung bereits abgegrenzt und befindet sich auf der zuletzt beschlossenen Prioritätenliste. Dort wird dieser Bereich unter der Bezeichnung Erweiterung „E“ (Soerser Weg) geführt.

Sachstand:

Die Prioritätenliste wurde zuletzt in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Aachen-Mitte am 11.09.19 und im Mobilitätsausschuss am 12.09.19 intensiv diskutiert. Die von der Verwaltung vorgeschlagene Umsetzungsreihenfolge bereits bestehender und neu geplanter Bewohnerparkzonen (Anlage 3) wurde in beiden Gremien unterschiedlich abgewogen.

Die BV Aachen-Mitte ergänzte den Verwaltungsvorschlag um das Gebiet Erweiterung „E2“ (Alter Tivoli). Der Bereich „Alter Tivoli‘“ war bis Dato von der Verwaltung nicht geplant und als Gebiet abgegrenzt. Die BV Aachen - Mitte empfahl dem Mobilitätsausschuss, die Prioritätenliste in der nachfolgenden Reihenfolge zu beschließen:

„Kullen“ (Kullen)

Erw. „K“(Kruppstraße)

„M“ (Habsburgerallee)

„U“ (Körnerstraße)

„Ost 1“ (Stolberger Straße)

„BU5“ (Malmedyer Straße)

„Erz“(Erzbergerallee)

„BU4“ (Kalverbenden)

„West 1“ (Hörn)

Erw. “J1“ (Junkerstraße)

Erw. „E“ (Soerser Weg)

Erw. „E 2“ (Alter Tivoli)

Der Mobilitätsausschuss wurde in der Sitzung über die geänderte Beschlussfassung der BV Aachen-Mitte informiert. Eine Ergänzung des Gebietes „Alter Tivoli“ wurde nicht in den Beschluss aufgenommen und die Reihenfolge der letzten drei zu überprüfenden Bereiche Erweiterung „E“, „West 1“ und Erweiterung „J1“ wurde abweichend vom Beschluss der BV priorisiert. Folgende Prioritätenliste wurde vom Mobilitätsausschuss zuletzt beschlossen:

„Kullen“ (Kullen)

Erw. „K“ (Kruppstraße)

„M“ (Habsburgerallee)

„U“ (Körnerstraße)

„Ost 1“ (Stolberger Straße)

„BU5“ (Malmedyer Straße)

„Erz“ (Erzberger Allee)

„BU4“ (Kalverbenden)

Erw. „E“ (Soerser Weg)

„West 1“ (Hörn)

Erw. “J1“ (Junkerstraße)

Stellungnahme der Verwaltung:

Es ist bekannt, dass die Randbereiche von Bewohnerparkzonen i.d.R. durch die entstehenden Verlagerungseffekte bei der Einrichtung einer Zone betroffen sind. Diese Effekte nehmen mit zunehmender Entfernung von der Innenstadt ab, sofern sich keine großen Ziele in unmittelbarer Entfernung befinden.

In der Soers befinden sich entlang der Krefelder Straße ein Hotel und mehrere Unternehmen, deren Besucher und Mitarbeiter*innen ggf. ihr Kfz in dem Wohngebiet abstellen.

Zusammen mit den möglichen Verlagerungseffekten, die durch die Einführung der beiden Zonen „E“ und „E2“ am 08.10.18 entstanden sind, ist es nicht auszuschließen, dass es zu einer erhöhten Parkplatzauslastung des öffentlichen Parkplatzangebotes in der Soers kommt.

Vor der Einführung der beiden Bewohnerparkzonen „E“ und „E2“ wurde im Juli 2016 auch eine Parkraumerhebung des Bereiches Erweiterung „E“ (Soerser Weg) durchgeführt. Die Ergebnisse belegten einen geringen Parkdruck und eine mittlere Auslastung des öffentlichen Parkraumangebotes. Bei der weiteren Diskussion zur Planung der Zone wurde sowohl auf die temporären Veranstaltungen auf dem Tivoli und CHIO-Gelände als auch auf die Einführung der angrenzenden Bewohnerparkzonen „E“ und „E2“ sowie den damit einhergehenden Verlagerungseffekten hingewiesen. Das Hotel und das Neubaugebiet „Alter Tivoli“ waren zu dem Zeitpunkt noch im Bau. Da die Anordnung von Bewohnerparkvorrechten jedoch verkehrsrechtlich nur dort zulässig ist, wo mangels privater Stellplätze und auf Grund eines erheblichen allgemeinen Parkdrucks die Bewohner des städtischen Quartieres regelmäßig keine ausreichenden Möglichkeiten haben in ortsüblich fußläufig zumutbarer Entfernung von ihrer Wohnung einen Stellplatz für ihr Kfz zu finden (§ 45 StVO, VwV - StVO), wurde durch die politischen Gremien beschlossen, die Erweiterung der Zone „E“ nicht weiter zu planen und die Parkplatzsituation nach der Einrichtung der Bewohnerparkzone „E“ und „E2“ erneut zu prüfen.

Grundsätzlich hat sich die Stadt Aachen im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplans „Vision Mobilität 2050“ das Ziel gesetzt, zum Nutzen der Anwohner in allen verdichteten Bereichen eine Parkraumbewirtschaftung einzurichten. Die Verwaltung plant, neue Bewohnerparkzonen in den kommenden Jahren sukzessive auszubauen und so die Parkplatzchancen für Bewohner wieder zu erhöhen.

Zwei mögliche Varianten für den Bereich „Alter Tivoli“ werden durch die Verwaltung vorgeschlagen:

  1. Erweiterung der bestehenden Bewohnerparkzone „E2“ unter Berücksichtigung der größtmöglichen Ausdehnung (1.000 m) nach StVO. Die neue Zone „E2“ würde über die Krefelder Straße bis einschließlich Am Weberhof, Merowinger Straße, Soerser Tal und Am Tivoli reichen. (Anlage 4).
  2. Planung einer neuen Zone „E3“ zwischen Krefelder Straße und Stüverweg sowie Talbothof und Siedlungsrand. (Anlage 5).

Variante 1: Die bestehende Zone „E2“ wird bis auf die maximale Ausdehnung von 1.000 m gemäß StVO in Richtung Soerser Weg ausgedehnt. Bei dieser Zonenaufteilung sind ggf. weitere Verlagerungseffekte in die angrenzenden Straßen Soerser Weg, Purweider Weg, Strüverweg und die kleinen Erschließungsstraßen und -wege möglich. Das Parkplatzangebot in diesen Straßen wird als gering eingestuft und die Fahrbahnquerschnitte als schmal. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Parksuchverkehre in den schmalen Straßen ansteigen und der Parkdruck steigt.

Variante 2: Bei dieser Zonenaufteilung würden keine weiteren Verlagerungseffekte im Siedlungsbereich Soers entstehen, da die Zone bis an dessen Rand reicht. Es ist jedoch zu bedenken, dass sich in diesem Bereich westlich des Soerser Weges Straßen mit schmalen Fahrbahnquerschnitten befinden. Im Rahmen der Einrichtung der Bewohnerparkzone würde in diesen Straßen das Parken am Fahnbahnrand straßenverkehrsrechtlich überprüft werden und ggf. Parkraum verloren gehen.

Darüber hinaus wird von der Verwaltung empfohlen, die Parkraumanalyse der Zonenerweiterung „E“ zusammen mit dem Bereich „Alter Tivoli“ durchzuführen.

Abstimmungsergebnis

Einstimmig

Weitere Dokumente (5)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-12-16 FB 61_1343_WP17 Buergerantrag zur Ein SAO.pdf

8.3.2025

11.0 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

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Ö 5.3
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Bürgerforums
Gremium
Bürgerforum
Datum
Di., 21.01.2020
Uhrzeit
18:00
Anlass
Öffentliche Sitzung
Vorlage
Anhörung
Status
öffentlich
Vorlageart
Anhörung
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
17.2.2026
Inhalt abgerufen
17. Februar 2026 um 22:02

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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