Finanzieller Zwischenbericht 4. Quartal 2019 (01.01. bis 31.12.2019) nach § 20 EigVO NRW nebst Erläuterungen
E 88/0104/WP17 · Kenntnisnahme
Beratung
Da Frau Wulf kurzfristig zum zeitgleich tagenden gemeinsamen Krisenstab der Stadt Aachen und der Städte-region Aachen zum Corona-Virus gerufen wurde, wird sie von Frau Hennefeld vertreten. Frau Hennefeld verweist auf die Erläuterungen zum finanziellen Zwischenbericht, die an die Betriebsausschussmitglieder im Vorfeld der Sitzung verschickt worden sind. Das vierte Quartal 2019 schließt mit einem Verlust von -435.914 EUR. Dies stellt gegenüber dem Planansatz von -1.196.100 EUR eine Verbesserung um 760.186 EUR dar.
Der Gesamtbetrag der Erträge ist mit 7.218.232 EUR um 297.232 EUR höher ausgefallen als mit 6.921.000 EUR geplant. Die Gesamtaufwendungen liegen mit 7.654.146 EUR unter dem geplanten Ansatz von 8.117.100 EUR. Gegenüber dem Vorjahr (-1.629.150 EUR) hat sich das Ergebnis um 1.193.236 EUR verbessert.
Das vierte Quartal 2019 fällt deutlich besser aus als geplant. Auch im Vergleich zum Vorjahr weichen die Erträge positiv voneinander ab. Als Sondereffekt ist allerdings die Veräußerung einer Teilfläche des Bendplatzes an die Firma Lindt & Sprüngli bei der Betrachtung der Daten zu berücksichtigen. Dennoch ist das Ergebnis 2019, auch abzüglich der Erträge aus diesem Teilverkauf, weitaus besser als das Ergebnis von 2018 und eines der besten der letzten Jahre. Die Erträge aus der Überlassung von Räumen, Dienstleistungen und Technik entwickelten sich sehr positiv und liegen um 55.819 EUR über dem Ansatz und um 286.710 EUR über denen des Vorjahres. Diese Abweichungen sind hauptsächlich auf kurzfristige Kundenanforderungen zurück zu führen, die nur begrenzt planbar sind. Die Umsätze am Tivoli entwickelten sich hervorragend, auch im Vergleich zum Vorjahr ist wieder eine deutliche Verbesserung zu verzeichnen. Insgesamt konnte bei den Tivoli-Erträgen eine Verbesserung gegenüber dem Planansatz um 254.525 EUR erreicht werden. Besonders erfreulich ist, dass am Tivoli 2019 erstmalig Umsätze über einer Million Euro (1.094.525 EUR) erwirtschaftet werden konnten. Eine Verbesserung der Erlöse der Umsatzpacht gegenüber dem Planansatz als auch gegenüber dem Vorjahr konnte ebenfalls erreicht werden. Die Garderobengebühren und die sonstigen betrieblichen Erträge bewegen sich im üblichen Rahmen. Die Erträge des Bendplatzes insgesamt fallen, sowohl im Vergleich zu 2018 als auch zum Ansatz, etwas schlechter aus. Die Umsätze haben im Jahr 2019 so ein hervorragendes Niveau erreicht, man darf nicht davon ausgehen, dass dieses Niveau künftig regelmäßig erzielt werden kann.
Korrespondierend zu den gestiegenen Erträgen aus Veranstaltungen, fallen die Veranstaltungskosten um 145.660 EUR höher aus als mit 1.731.000 EUR geplant. Die Kosten für die Fremdveranstaltungen liegen dagegen um 34.483 EUR unter dem Ansatz. Dieser positive Effekt lässt sich auf den vermehrten Einsatz eigener Ressourcen (Technik, Personal…) statt der Zubuchung externer Leistungen zurückführen. Die Personalaufwendungen liegen über dem Planansatz, dies ist insbesondere der hohen Veranstaltungsdichte mit vielen Wochenend- und Nachtdiensten als auch schlecht planbaren Überstunden und überplanmäßigen Zuschlägen geschuldet.
Die Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen fallen jeweils geringer aus als geplant, da geplante Investitionen (z.B. Kältemaschinen, Sanierung Bendplatz, Dachsanierung) in das Jahr 2020 verschoben werden mussten. Zinsaufwendungen und Steuern entwickeln sich nahezu wie geplant. Die Abweichung zum Vorjahr beträgt 558.447 EUR. Dies ist insbesondere auf höhere Aufwendungen beim Personal (Aufstockung, Tarifsteigerungen) bei der Instandhaltung des Gebäudes (u.a. Parkettsanierung, Erneuerung Podeste, Aufarbeitung/Reparatur Stühle) und höhere Verwaltungskosten (leistungsstarkes W-LAN, Hard- und Software, Lizenzen) zurück zu führen.
Aufgrund der deutlich besser ausgefallenen Umsatzergebnisse 2019 ergibt sich ein voraussichtlicher Jahresfehlbetrag in Höhe von 435.914 EUR, der damit um 760.186 EUR geringer ausfällt als mit 1.196.100 EUR geplant. Da der städtische Zuschuss für das Jahr 2019 1.395.000 EUR beträgt, kann eine Zuführung zur Rücklage in Höhe von 900.000 EUR erfolgen. Das hervorragende Jahresergebnis 2019 wird daher zur Schonung des Rücklagekapitals beitragen.
Nach Rücksprache mit FB 20 wurde das unsanierte Gebäude Neues Kurhaus mit dem Verkehrswert gem. dem Sachwertverfahren in Höhe von 6,62 Mio. EUR zum 10.07.2019 in den BgA Eurogress eingelegt und gegen die Rücklagen gebucht.
Frau Hennefeld führt im Hinblick auf die Planungen 2020 aus, dass im Zuge der aktuellen Corona-Krise Korrekturen aufgrund von Veranstaltungsverschiebungen bzw. -absagen erfolgen werden, deren Ausmaß im Augenblick noch nicht absehbar sind. Weiterhin erläutert sie, dass die für 2020 geplanten dringenden Investitionen (z.B. Kältemaschine) trotz der zu erwartenden Umsatzeinbußen, wie geplant, durchgeführt werden können. Andere Maßnahmen werden auf ihre Priorität geprüft und ggf. in künftige Jahre verschoben, um die zu erwartende Ergebnisverschlechterung zu kompensieren.
Frau Beslagic-Lohe bedankt sich für die gute Aufbereitung und Darstellung der Zahlen, die den wirtschaftlichen und geschäftlichen Erfolg widerspiegeln. Sie dankt dem gesamten Eurogress-Team im Namen des Ausschusses für die geleistete Arbeit.
Herr Fischer, Die Linke, bedankt sich für die hervorragenden Zahlen und die geleistete Arbeit. Er bewertet es als sehr positiv, dass durch das hervorragende Ergebnis die Rücklage geschont wird, insbesondere in der aktuellen Situation. Frau Hennefeld weist darauf hin, dass sie im weiteren Verlauf der Sitzung auf die Auswirkungen der Corona-Krise eingehen wird. Frau Crumbach-Trommler, FDP, fragt nach, ob es schon eine Entscheidung bezüglich der Durchführung der Sinfoniekonzerte gibt. Frau Hennefeld erläutert, dass ihr dazu bislang keine Informationen vorliegen. Frau Beslagic-Lohe fragt nach, was die Verwaltungskosten im Vergleich zum Vorjahr um 41.000 EUR in die Höhe getrieben habe. Frau Hennefeld führt aus, dass zum einen der städtische Betriebskostenzuschuss erhöht worden sei und zum anderen erhöhte Kosten für das Mega-W-LAN-Netz und für Lizenzkosten bzw. Mietkosten nach der Umstellung von Software anfallen. Frau Plum, CDU möchte, obwohl sie in dieser Sitzung nur als Vertretung anwesend ist, ihre Wertschätzung für die gute und solide Arbeit des Eurogress Aachen zum Ausdruck bringen. Gerade als Finanzpolitikerin freut es sie zu hören, wie gut das Eurogress Aachen aufgestellt ist und das eine Zuführung zur Rücklage möglich ist.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Betriebsausschuss Eurogress nimmt den finanziellen Zwischenbericht für die Zeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2019 gem. §20 EigVO NW zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Hinsichtlich der Erläuterungen wird auf die beigefügte Anlage verwiesen.
Weitere Dokumente (1)
Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.
Technische Details
ID: 97733
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=97733
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2020-02-17 E 88_0104_WP17 Finanzieller Zwische SAO.pdf
20.1.2025
390.4 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 3
- Sitzung
- öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses für das Eurogress
- Gremium
- Betriebsausschuss Eurogress
- Datum
- Di., 10.03.2020
- Uhrzeit
- 17:02
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- E 88 - Eurogress
- Geändert
- 17.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 17. Februar 2026 um 22:24
Beschlussdokument
Sammeldokument öffentlich
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