TOP 9Öffentlich

FLIP – Förderung der Lebensqualität von Insekten und Menschen durch perfekte WiesenweltenGemeinsamer Tagesordnungsantrag der Fraktionen von CDU und SPD im Rat der Stadt Aachen zur Vorstellung des Projektes vom 30.09.2019

FB 36/0423/WP17 · Kenntnisnahme

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Dr. Roß-Nickoll berichtet anhand einer Power-Point Präsentation.

Ratsfrau Lürken bedankt sich für die Präsentation und fragt nach, ob die Möglichkeit bestehe, auch weitere Flächen, z.B. in Parks zu nutzen. Sie befürwortet neben dem Bericht im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz ebenso einen jährlichen Bericht im Betriebsausschuss Aachener Stadtbetrieb.

Der Ausschussvorsitzende, Ratsherr Servos, begrüßt dies.

Der sachkundige Bürger Herr Szagunn regt ebenfalls an, weitere Flächen, die ohnehin vorhanden seien, in die Studie einzubeziehen.

Ratsfrau Parting bedankt sich ebenfalls und regt an, dass innerstädtische Flächen mit Hilfe des Aachener Stadtbetriebes angeboten werden können.

Der sachkundige Bürger Schmitz-Reiber bedankt sich ebenfalls für das Projekt und regt an, auch Flächen in den Bezirken mit in die Studie einfließen zu lassen.

Frau Dr. Ross-Nickoll sagt, dass sie auf die Genehmigungdes Bundesamtes wartet. Sobald diese vorliegt kann es entsprechend weitergehen.

Beschluss

Der Betriebsausschuss des Aachener Stadtbetriebes nimmt den Bericht der Verwaltung zu Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, während der Projektlaufzeit von 6 Jahren einen jährlichen Sachstandsbericht zum Fortgang des Projektes dem Ausschuss vorzustellen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Sofern das Bundesamt für Naturschutz als Fördergeber den Projektantrag bewilligt, beauftragt er die Verwaltung, während der Projektlaufzeit von 6 Jahren einen jährlichen Sachstandbericht zum Fortgang des Projektes dem Ausschuss vorzustellen.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Bereits in der Vorlage zum Ratsantrag „Biologische Vielfalt in Aachens Agrarlandschaft erhalten“ (Beratung im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz am 12.02.2019) wurde die Absicht der Verwaltung benannt, sich als Kooperationspartner an dem vom Institut für Umweltforschung der RWTH initiierten Förderantrag im Rah-men des Bundesprogramms Biologische Vielfalt zu beteiligen.

Ziel des auf 6 Jahre angelegten Projektes ist es, Grünflächen ökologisch und nachhaltig mit einer standort-gerechten arten- und blütenreichen Vegetation als Lebensgrundlage für Spinnen- und Insektenarten zu ent-wickeln und das hohe Potential dieser heutzutage zumeist verarmten Flächen aufzuzeigen. Zielflächen sind hierbei sowohl Wegeraine in der Agrarlandschaft als auch stadtnahe und innerstädtische Grünflächen. Ein Forschungsschwerpunkt ist die Etablierung von standortgerechten Wiesenflächen auf der Grundlage von un-terschiedlichen Bewirtschaftungsformen.

Neben einem intensiven ökologischen Monitoring sämtlicher Projektflächen durch das Institut für Umweltfor-schung sind Veranstaltungen zur Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und begleitende Erhebungen zum ge-sellschaftlichen Bewusstsein weitere Bausteine des geplanten Projektes.

Projektpartner sind die RWTH Aachen mit dem Institut für Umweltforschung, Lehrstuhl für Umweltbiologie und -chemodynamik sowie dem Lehrstuhl für Connunicaion Science / Human–Computer Interaction Center (HCIC), die Städteregion Aachen (Umweltamt) und die Stadt Aachen (Aachener Stadtbetrieb und Fachbe-reich Umwelt). Darüber hinaus haben das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe, die Biologischen Stationen des Kreises Düren und der Städteregion Aachen, das Bischhöfliche Generalvikariat, die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, der Dreiländerpark, die niederländische Verenigung Natuurmonumenten, der Kreisimkerverband Aachen und mehrere (Bio-) Landwirte aus der Aachener Region ihre Bereitschaft bekun-det, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Die Projektskizze wurde im Januar 2019 unter dem Titel FLIP – Förderung der Lebensqualität von In-sekten und Menschen durch perfekte Wiesenweltenbeim Bundesamt für Naturschutz (BfN) als Förder-geber eingereicht. Im Mai 2019 wurde der Projektantrag vom BfN als förderwürdig eingestuft und die Projekt-teilnehmer aufgefordert im November 2019 einen detailliert ausgearbeiteten Projektplan einzureichen.

Der Finanzrahmen des Projektes beläuft sich auf insgesamt ca. 2,5 Millionen Euro (Förderquote 75 %). Auf die geplanten städtischen Maßnahmen entfallen hiervon ca. 630.000,- Euro (Aachener Stadtbetrieb ca. 400.000,- Euro, Fachbereich Umwelt ca. 230.000,- Euro). Die Förderung der städtischen Maßnahmen beläuft sich damit auf insgesamt 472.500,- € und einem auf die Stadt Aachen entfallenden Eigenanteil von 157.500,- € (da sich der Projektantrag zum Zeitpunkt der Vorlagenerstellung noch in Bearbeitung befand, sind etwaige Änderungen des Finanzbudgets möglich). Im Rahmen des Projektes wird der Aachener Stadt-betrieb 37 bislang konventionell gepflegte Flächen an 25 Standorten mit einer Gesamtfläche von 9,22 ha in blütenreiche Wiesen umwandeln und bewirtschaften. Die Projektarbeit des Fachbereichs Umwelt wird sich in erster Linie auf die fachliche Begleitung und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung bezie-hen.

Die Projektkoordinatorin, Frau Dr. Martina Roß-Nickoll vom Institut für Umweltforschung, ist der Einladung gerne gefolgt und wird das Gemeinschaftsprojekt der genannten Partner am 10.12.2019 im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz ausführlich vorstellen.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

2020

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

*

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Auszahlungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2020

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folgekosten (alt)

Folgekosten (neu)

Ertrag

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0

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Personal-/

Sachaufwand

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Abschreibungen

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Ergebnis

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+ Verbesserung /

- Verschlechterung

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Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

* Der detaillierte Projektantrag wird im November 2019 beim Bundesamt für Naturschutz als Fördergeber eingereicht. Erst nach einer etwaigen Bewilligung von Fördergeldern lassen sich die mit dem Projekt ver-bundenen finanziellen Auswirkungen konkret beziffern.

Nach dem Finanzplan des Projektantrages belaufen sich die Gesamtkosten für die geplanten städtischen Maßnahmen auf insgesamt 630.000,- €. Bei einer Förderquote von 75 % bzw. 472.500,- € verbleibt für die Stadt Aachen ein Eigenanteil von 25 % bzw. 157.500,- €, verteilt auf die Projektlaufzeit von 6 Jahren. Die erforderlichen Mittel stehen im Haushalt zur Verfügung.

Abstimmungsergebnis

Siehe Anlage.

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

004 TOP - Anlage 1
46.2 KB · PDF
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2019-11-19 FB 36_0423_WP17 FLIP _ Foerderung der SAO.pdf

7.11.2024

139.9 KB

Metadaten

TOP
Ö 9
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses für den Aachener Stadtbetrieb
Gremium
Betriebsausschuss Aachener Stadtbetrieb
Datum
Di., 10.03.2020
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
17.2.2026
Inhalt abgerufen
17. Februar 2026 um 22:23

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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