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Geplante Fahrradbügel im Stadtbezirk Aachen-Mitte - 2. Quartal 2020

FB 61/1425/WP17 · Kenntnisnahme

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Frau Bezirksbürgermeisterin Conradt begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Dr. Langweg, Koordinator für Verkehrsentwicklungsplanung und Kommunales Mobilitätsmanagement. Verschiedene Fragen werden an Ihn gerichtet:

  1. Herr Achilles fragt wie viel Abstand normalerweise zwischen den Radbügeln eingeplant werden muss? Speziell am Punkt 6 (Mörgensstraße) scheinen die Maße äußerst knapp bemessen zu sein.

80 cm Abstand zwischen den Bügeln? Sind diese dann überhaupt noch komfortabel von beiden

Seiten anfahrbar?

  1. Herr Deloie möchte das Vorgehen bei Punkt 10 (Turmstraße) loben, da dort Fahrradbügel statt Poller geplant wurden. Er wünscht, dass diese Idee häufiger umgesetzt wird. In diesem Fall sollen ja wendende Fahrzeuge beschränkt werden aber lohnt es sich darüber nachzudenken auch Fußgängersicherung mit Radbügeln statt Pollern zu gewährleisten? Ergänzend weist Herr Dr. Otten daraufhin, dass Fahrradbügel oder Poller unbedingt mit der Feuerwehr abgesprochen sein müssen.
  1. Frau Derichs fragt ob Ästhetik beim Aufstellen der Radbügel eine Rolle spielt. Speziell bei Punkt 11 (Pontdriesch) sind die Platzhalterbalken für die neuen Bügel in entgegengesetzter Richtung zu den bereits bestehenden Bügeln eingezeichnet. Wäre es nicht sinnvoll dies optisch einheitlich zu gestalten?
  1. Herr Jacoby bezweifelt das es Sinn macht, bei Punkt 30 (Schönforststraße) gleich acht Fahrradbügel zu setzen. In seinen Augen wären diese an Plätzen wie der Kirche, dem Kindergarten o.ä. sinnvoller zu nutzen. Bitte dies nochmal zu überprüfen.
  1. Herr Lindemann stellt fest, dass der zu nutzende Gehwegsbereich bei Punkt 7 (Jakobstraße Ecke Löhrgraben) zweigeteilt ist. Er fragt ob es sich bei der Unterführung eventuell um Privatgelände handelt und es zu Problemen können könnte, wenn man die städtische Seite mit Radbügeln zustellt.

Alle o.g. Fragen nimmt Herr Dr. Langweg mit und reicht die Antworten nach, da mehrere Kollegen mit den verschiedenen Standorten beauftragt sind. Er gibt zu bedenken, dass es auch Standorte gibt, an denen Fahrradbügel sogar zusätzlich mit Pollern gesichert werden müssen, wie beispielsweise bei Ausfahrten.

Die Antworten der Verwaltung sind der Niederschrift (Anlage 3) beigefügt.

Herr Dr. Otten zeigt sich außerordentlich zufrieden mit der Vorlage. Bitte diese Form auch für

Velocity Standorte und E-Ladestationen beibehalten. Des Weiteren fragt er nach einer Darstellung der derzeitigen IST-Situation in der Stadt Aachen. Wurde mittlerweile ermittelt wie viele Fahrradbügel es insgesamt gibt?

Herr Dr. Langweg verneint dies, es sei aber in Planung eine Lösung für die Zählung zu finden.

Frau Luczak freut sich besonders über die Radbügel am Hangeweiher und spricht Ihren Dank an die Verwaltung für die exzellente Vorlage aus.

Frau Bezirksbürgermeisterin Conradt schließt sich dem Dank ausdrücklich an und lässt sodann über den Beschlussvorschlag abstimmen.

Beschluss

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zu den geplanten Standorten für Fahrradbügel im Stadtbezirk Mitte zur Kenntnis.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zu den geplanten Standorten für Fahrradbügel im Stadtbezirk Mitte zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:


Anlass

In der Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte am 05.02.2020 wurde beschlossen, dass die Standortplanungen, für die in die Zuständigkeit der Bezirksvertretung Aachen-Mitte fallenden Fahrradbügel, zukünftig vor Einbau der Bezirksvertretung zur Kenntnisnahme und ggfs. zur Beratung vorgelegt werden. Dies soll quartalsweise geschehen.

Hiermit legt die Verwaltung die für das 2. Quartal 2020 geplanten Fahrradbügel im Bezirk Mitte vor.

Erläuterung der Vorgehensweise

Der Rat der Stadt Aachen hat in seiner Sitzung am 6. November 2019 einstimmig die Ziele des Radentscheids beschlossen. In diesem Zusammenhang hat der Oberbürgermeister dazu aufgerufen, bis Ende November 2019 konkrete Standorte für Fahrradbügel im Straßenraum zu benennen. Die im vorliegenden Fotokatalog (Anlage 1) untersuchten Standorte gehen zur Hälfte auf daraufhin eingereichte Standortwünsche zurück. Die restlichen Standorte resultieren aus älteren Anfragen aus der Prioritätenliste „Bürgerwünsche – Fahrradbügel“. In dieser Liste wurden Standorte mit einem besonderen Bedarf für sichere Abstellplätze auf Grundlage von Bürgeranfragen gesammelt. Die Liste wurde bis Ende 2019 bei der Verwaltung geführt. Neuere Anfragen direkt an die Verwaltung werden in das Meldeportal „Radbügel für Aachen“ eingepflegt, das seit Anfang April 2020 online für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verortung von gewünschten Fahrradbügeln zur Verfügung steht. In dieses Meldeportal wurden auch alle bis dahin eingereichten Standortwünsche integriert, sodass dort mittlerweile 532 konkrete Standorte im Stadtgebiet Aachen genannt sind.

Eine erste Umsetzung der eingereichten Vorschläge begann bereits Ende 2019. Rund 250 Fahrradbügel wurden im gesamten Stadtgebiet zum Einbau ausgeschrieben. Dies betraf auch Maßnahmen, die in die Zuständigkeit der Bezirksvertretung Aachen-Mitte fielen, dort aber zunächst nicht zur Kenntnisnahme vorgelegt wurden. Mit dem Beschluss vom 05.02.2020 (siehe oben) wurde das rückwirkend nachgeholt. Mittlerweile sind alle 250 Bügel bis auf wenige Ausnahmen eingebaut.

Der vorliegende Fotokatalog (Anlage 1) zeigt die von der Verwaltung im 2.Quartal vorgeschlagenen Einbauorte im Stadtbezirk Aachen-Mitte. Alle Vorschläge wurden durch Ortsbegehungen geprüft, lagegenau festgelegt und verwaltungsintern mit der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt. Sofern Standorte betroffen sind, die auf nichtöffentlichen Verkehrsflächen liegen, wie beispielsweise der Fahrradparkplatz am Hangeweiher, wurden die entsprechenden Fachverwaltungen einbezogen.

Bei der Standortauswahl wurden immer zunächst Örtlichkeiten im öffentlichen Verkehrsraum gesucht, die auf Hochborden liegen und nicht unnötig den parkenden oder rangierenden Pkw-Verkehr einschränken. Dabei wurden Anforderungen der Feuerwehr, der Polizei und des Ordnungsamtes berücksichtigt und Flächen für Außengastronomie ausgenommen. Nur dann, wenn die Platzverhältnisse auf den Hochborden nicht einem erforderlichen Mindestflächenanspruch genügen oder das Aufstellen von Fahrradbügeln den Bewegungsraum für Fußgänger unverhältnismäßig stark einschränkt, werden Parkflächen für den ruhenden Pkw-Verkehr zur Umnutzung für Fahrradabstellplätze vorgeschlagen.

Bei der Begehung der Örtlichkeiten wurde auf eine größere Anzahl abgestellter Fahrräder an Hauswänden, Laternenmasten und Straßenschildern geachtet und dies als Indikator für erheblichen Parkplatzmangel für Fahrräder und störenden Eingriff in den Fußgängerverkehr bewertet (siehe Beispiele: 03_Bendstraße; 18_Rudolfstraße; 20_ Brabantstraße; 28_Maastrichter Straße). Auch immer dann, wenn von einem oder mehreren Anwohnern der Bedarf an sicheren Abstellplätzen für Fahrräder gemeldet wurde und im Straßenverlauf keine oder offensichtlich nicht ausreichende Fahrradabstellplätze vorhanden sind, wird die Umnutzung eines Pkw-Parkplatzes vorgeschlagen. (siehe Beispiele: 05_Weberstraße; 06_Mörgensstraße, hier insbesondere für die Besucher des Theaters in den Abendstunden angemeldet). Darüber hinaus sollen an Stellen, an denen parkende Pkw sicherheitsrelevant Sichtbeziehungen behindern, Pkw-Parkplätze zu Gunsten von Fahrradbügeln weichen (siehe Beispiele: 25_Vaalser Straße Ecke Von-Brandis-Straße und 26_Vaalser Straße Ecke Gartenstraße). An zwei Stellen konnten Restflächen auf dem Parkstreifen für eine ausreichende Anzahl von Fahrradbügeln identifiziert werden (siehe Beispiele: 02_Michaelsbergstraße und 28_Vaalser Straße Höhe HsNr.226).

Der Standort am Hangeweiher (Anlage Nr. 32) wird vom Fachbereich Umwelt grundsätzlich befürwortet, eine Detailprüfung an den Baumstandorten steht hier noch aus.

Die Lage der Bügel im Umfeld des Bushofs wurde mit der Koordinationsstelle Bushof abgestimmt.

Die weitere konzeptionelle Planung von Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt ist Bestandteil eines Gutachtens, das bereits ausgeschrieben wurde. Das Vergabeverfahren zur Beauftragung dieses Fahrradabstellkonzeptes, konnte aufgrund der aktuellen Gesamtlage noch nicht, wie ursprünglich geplant, abgeschlossen werden. Eine Vergabe ist derzeit für Mai vorgesehen.

Finanzielle Auswirkungen

Für den Einbau der Fahrradbügel im Stadtbezirk Mitte wird ein Betrag in Höhe von rd. 30.000 € benötigt. Der Umbau der Fahrradabstellanlage am Hangeweiher wird mit ca. 12.500 € veranschlagt. Die Mittel stehen im Haushaltsjahr 2020 unter dem PSP Element 5-120102-900-10000-300-1 / 4-120102-986-6 „Radverkehrsmaßnahmen (Sofortprogramm)“ bzw. 5-120102-900-10600-300-1 „Fahrradparkhäuser und Abstellanlagen“ zur Verfügung.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

PSP-Element 5-120102-900-10000-300-1 Radverkehrsmaßnahmen (Sofortprogramm)

Investive Auswirkungen

Ansatz

2020

Fortgeschriebener Ansatz 2020

Ansatz 2021 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2021 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

800.000

800.000

2.400.000

2.400.000

0

0

Ergebnis

800.000

800.000

2.400.000

2.400.000

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

PSP-Element 4-10102-986-6 Radverkehrsmaßnahmen (Sofortprogramm)

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2020

Fortgeschriebener Ansatz 2020

Ansatz 2021 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2021 ff.

Folgekosten (alt)

Folgekosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

120.000

120.000

360.000

360.000

0

0

Abschreibungen

250.000

250.000

750.000

750.000

0

0

Ergebnis

370.000

370.000

1.110.000

1.110.000

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

PSP-Element 5-120102-10600-300-1 Fahrradparkhäuser und Abstellanlagen

Investive Auswirkungen

Ansatz

2020

Fortgeschriebener Ansatz 2020

Ansatz 2021 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2021 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

300.000

300.000

600.000

600.000

0

0

Ergebnis

300.000

300.000

600.000

600.000

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

Abstimmungsergebnis

Einstimmig

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2020-04-07 FB 61_1425_WP17 Geplante Fahrradbuege SAO.pdf

16.11.2024

17.9 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 13
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte
Gremium
Bezirksvertretung Aachen-Mitte
Datum
Mi., 29.04.2020
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Kenntnisnahme
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
17.2.2026
Inhalt abgerufen
17. Februar 2026 um 22:32

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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