TOP 15Öffentlich

Premiumfußweg 3 (Innenstadt - Frankenberger Viertel) und Rad-Vorrang-Routen Brand und Eilendorf: Vorüberlegung zur Querschnittsaufteilung der Schildstraße(Maßnahme i.R.d. Innenstadtkonzepts 2022)

FB 61/1392/WP17 · Entscheidungsvorlage

Premiumfußweg 3 (Innenstadt - Frankenberger Viertel) und Rad-Vorrang-Routen Brand und Eilendorf: Vorüberlegung zur Querschnittsaufteilung der Schildstraße(Maßnahme i.R.d. Innenstadtkonzepts 2022)

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Der Vorsitzende Herr Ferrari bittet die Verwaltung, die Maßnahmen zu TOP 15 und 16 zusammen vorzustellenund gemeinsam zu beraten; danach soll einzeln abgestimmt werden.

Herr Müller hält einen Vortrag zu beiden TOP;die Präsentationen sind als Anlage zu diesem TOPI/15 eingestellt. Er berichtet, dass die BV Aachen-Mitte und der Planungsausschuss nach erneuter Beratung die Beschlussvorschläge angenommen hätten, letzterer mit dem Zusatz, dass die Verwaltung beauftragt wird, das Projekt zur Städtebauförderung anzumelden.

Die Entwurfsplanung solle als ExWoSt-Förderprojekt (Aktive Mobilität in städtischenQuartieren) angemeldet werden.

Frau Conradt berichtet über die Diskussionen in der BV Aachen-Mitte und stellt eine Frage zur Harscampstaße.

Frau Breuer dankt für den sehr anschaulichen Vortrag. Nach langer Diskussion sei man bei einer modifizierten Variante C angelangt. Man müsse feststellen, dass Parkplätze wegfallen, was wohl nicht anders möglich sei. Sie stellt Fragen zum „Schildplatz“ – der Name müsse noch offiziell beschlossen werden - und zur Verkehrsberuhigung (Tempo 20 KM/h). Sie plädiert dafür, auch die Teilstrecke mit Tempo 30 Km/h in Tempo 20 km/h zu ändern, um es einheitlich zu regeln.

Herr Müller beantwortet die Fragen und geht auch auf die Eingaben in der BV Mitte ein. Letztlich müssten die Maßnahmen evaluiert werden.

Herr Nießenerklärt, eigentlich wäre Variante D die bessere gewesen, seine Fraktion Grüne favorisiere aber Variante C, da sie aus städtebaulicher Sicht insgesamt die bessere Wahl sei. Für den schnellfahrenden Radverkehr müsse man auf lange Sicht eine Alternative überlegen und anbieten in Form einer „Schnellbahn“. Im Übrigen habe er sich über die Eingabe der Frau Breuer gefreut, einheitlich Tempo 20 km/h einzurichten, was die Grünen auch befürworten würden.

Herr Achilles meint, er habe auch schon in der BV Mitte am Vortag mitgeteilt, dass er bei diesem Konzept Konflikte befürchte, weil man hier von zu geringen Verkehrsströmen ausgehe, obwohl die Lothringer Straße eine der am stärksten frequentierten Straßen sei, auch als Einfallstrecke von Außenbereichen in die Innenstadt. Er hätte sich eine deutlichere Trennung der Fußgänger- und Radverkehrsströme gewünscht und könne die Planungen so nicht unterstützen.

Frau Rhie findet den Vortrag des Herrn Müller wie auch den des Herrn Dr. Langweg sehr aufschlussreich. Ihre Fraktion würde den Vorschlag der Verwaltung unterstützen.

Herr Klopstein stellt folgende Fragen:

  1. Wie kann man den Ausgang der Schildstraße in die Harscampstraße so gestalten, dass Radfahrer auch gesehen werden?
  2. Wie kann man den knappen Platz gerecht auf Radfahrer und Fußgänger aufteilen?

Herr Blum stellt fest, dass es sich hier nicht um einen Radschnellweg handelt. Es gehe um gegenseitige Rücksichtnahme. Ein Zusammenspiel aller müsse möglich sein, gerade im Innenstadtbereich. Seine Fraktion favorisiere deshalb Lösung C.

Herr Achilles bejaht, dass es funktionieren kann, aber nur bis zu einer gewissen Menge; es gehe um Obergrenzen. Er sehe diese Probleme kommen.

Herr Müller stellt klar, dass ein Radschnellweg von der Verwaltung wie auch von den Verbänden hier nicht gewollt sei. Es gebe keine Obergrenzen, nur Empfehlungen. Man sei natürlich bestrebt, den Radentscheid zügig umzusetzen. Es müsse dabei ein ruhiges Nebeneinander von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern ermöglicht werden. Hier sei ein Bereich betroffen, wo es viele Belange zu vereinbaren gelte, auch wenn es eine hohe Dichte gebe. Im Suermondtviertel gebe es nun mal eine dichte Besiedelung. Man müsse allen gerecht werden.

Frau Burgdorff möchte die pointierten Ausführungen des Herrn Müller unterstützen.

Darüber hinaus werde man die Augen vor den schnellfahrenden Berufspendlern nicht verschließen und auch für sie Lösungen findenund umsetzen. Das sei allerdings in der laufenden Ratsperiode nicht mehr zu schaffen.

Es ergeht der folgende

Beschluss

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Er beauftragt die Verwaltung, auf Grundlage der vorgestellten Querschnitte die Entwurfsplanung zu erstellen und den Planungsbeschluss für die Schildstraße vorzubereiten.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung Aachen Mitte nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Sie empfiehlt dem Mobilitätsausschuss und dem Planungsausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, auf Grundlage der vorgestellten Querschnitte, die Entwurfsplanung zu erstellen und den Planungsbeschluss für die Schildstraße vorzubereiten. Zusätzlich empfiehlt sie dem Planungsausschuss die Verwaltung mit der Anmeldung des Projektes zur Städtebauförderung zu beauftragen.

Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Er empfiehlt dem Mobilitätsausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, auf Grundlage der vorgestellten Querschnitte, die Entwurfsplanungzu erstellen und den Planungsbeschluss für die Schildstraße vorzubereiten. Zusätzlich beauftragt der Planungsausschuss die Verwaltung das Projekt zur Städtebauförderung anzumelden.

Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Er beauftragt die Verwaltung,auf Grundlage der vorgestellten Querschnitte die Entwurfsplanung zu erstellen und den Planungsbeschluss für die Schildstraße vorzubereiten.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Anlass

Die Rad-Vorrang-Routen Brand und Eilendorf sowie der Premiumfußweg 3 verlaufen gemeinsam im Suermondtviertel über die Lothringerstraße, Harscampstraße, „Schildplatz“, Schildstraße, Platz am Henger Herrjotts Fott sowie die Wirichsbongardstraße bis zum Grabenring. Ab dort führt der Premiumfußweg weiter bis in den Pfalzbezirk. Für den Abschnitt Lothringerstraße zwischen Wilhelmstraße und Harscampstraße liegt der politische Beschluss zum Umbau einer Fahrradstraße (mit Kfz-Freigabe) vor. Diese Maßnahme wird derzeit umgesetzt.

Im nächsten Schritt schlägt die Verwaltung vor,eine Entwurfsplanung für den Verflechtungsbereich Harscampstraße/Schildplatz (Umgestaltung des Premiumfußweges 3 [Innenstadt – Frankenberger Viertel] und der Rad-Vorrang-Routen Brand und Eilendorf von der Lothringerstraße über die Harscampstraße und den „Schildplatz“) in die Schildstraßesowie für die in Richtung Zentrum anschließende Schildstraße zu erarbeiten und zur Städtebauförderung i.R. des Innenstadtkonzepts 2022 anzumelden.

Ist-Zustand

In ihrer heutigen räumlichen Ausprägung ist die Schildstraße von ihrem östlichen Ende („Schildplatz“) durch eine zunehmende Verengung des Straßenraumes in Richtung Innenstadt geprägt. Insgesamt liegen zwischen beiden Enden knapp 2,3 m Breitenunterschied. Das bedeutet, dass sich der Abstand zwischen den Hausfassaden von knapp 10 m (Einmündung Schützenstraße) auf gut 7 m reduziert (Einmündung Borngasse).

Dieser vergleichsweise schmale Straßenraum legt in seiner heutigen Aufteilung einen Schwerpunkt auf den Fahrbahnbereich und somit auf den fließenden und ruhenden Pkw-Verkehr. Dadurch wird fast über die gesamte Länge das Parken entlang des südlichen Fahrbahnrandes ermöglicht. Zwar nimmt auf dieser Ost-West-Achse auch die Fahrbahnbreite ab, jedoch trifft dieser Platzverlust noch stärker auf die beidseitig verlaufenden Gehwege zu, die bis zu 70 cm verlieren. (Siehe Anlage 1) Die Gehwege entsprechen mit ihren Maßen von max. 2 m nicht der vorhandenen Fußgängerfrequenz und ebenso wenig den für die Premiumfußwege formulierten Mindeststandard von 2,50 m Breite.

Vorüberlegung zur Querschnittsaufteilung

Zukünftig soll die Schildstraße als Fortsetzung der Lothringerstraße und des Verflechtungsbereiches in ihrer baulichen Ausprägung ebenfalls den Ansprüchen einer Rad-Vorrang-Route als auch eines Premiumfußweges gerecht werden. In der Konsequenz ist eine Neuaufteilung des Straßenquerschnittes notwendig. Dabei geht es um eine Reduzierung der Fahrbahnbreite, die für den Rad-Vorrang-Routen-Verkehr ein immer noch komfortables Maß darstellt, um gleichzeitig den Gehwegbereichen und dabei vor allem der nördlichen Premiumfußweg-Seite den notwendigen Raum zuzuteilen. Dadurch wäre eine durchgängige Breite von knapp über 2 m möglich. Diese entspricht zwar nicht dem o.g. Mindeststandard für Premiumfußwege, ist in der Abwägung der verschiedenen Ansprüche an den Verkehrsraum aber vertretbar. Auf der südlichen Gehwegseite würde die Gehwegbreite ein Mindestmaß von 1,50 m erhalten und gegenüber heute aufgewertet.

(Siehe Anlage 1)
Für den heutigen PKW-Verkehr bedeutet dies, dass das Parken nur noch am östlichen Straßenende (Einmündung Schützenstraße) möglich ist. Hier wäre zukünftig der Erhalt von fünf Parkplätzen realisierbar. Gleichzeitig würden auf dieser Seite acht Parkplätze zugunsten von Rad-Vorrang-Route und Premiumweg entfallen.
In Ihrer baulichen Ausprägung soll die Schildstraße zukünftig niveaugleich ausgebaut werden, wodurch eine großzügigere Raumwirkung des engen Straßenraumes erzielt werden kann. Die Details der Gestaltung werden Inhalt von Planungs- bzw. Ausführungsbeschluss sein.

Zusätzlich ist denkbar, mit den Hauseigentümern in Gespräche zu treten, um eine Fassadenbegrünung zu ermöglichen. Damit könnte die Gestaltung des Straßenraums in Richtung eines „grünen“ Premiumfußweges trotz der beengten räumlichen Situation gelingen.

Denkbar wäre, um dennoch eineAbgrenzung zwischen Fahrbahn und Gehweg herzustellen, einen Bord mit 3 cm Anschlag vorzusehen. Auch wird die Fahrbahn eine Asphaltdecke erhalten, während die Fußwege mit einem Plattenbelag ausgebaut werden sollen.

Kosten und Finanzierung

Die Baukosten für die Variante C betragen überschlägig 350.000 €. Die Entwurfsplanung wird durch die Verwaltung erstellt und soll im Herbst 2020 zur Städtebauförderung angemeldet werden. Unter dem PSP-Element 5-120102-000-10600-300-1 (Schildstr./Schildplatz) sind für 2022 auf der § 13-Liste 394.900 € Ausgaben und 311.000 € Einnahmen eingestellt. Entscheidungen zur Umsetzung der Maßnahme mit Kosten und Finanzierung bleiben dem Ausführungsbeschluss vorbehalten.

Die Einplanung der notwendigen Mittel zur Umsetzung der Maßnahme erfolgt haushaltsneutral mit der zukünftigen Haushaltsplanung.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

2020

Fortgeschriebener Ansatz 2020

Ansatz 2021 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2021 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2020

Fortgeschriebener Ansatz 2020

Ansatz 2021 ff.

Fortgeschriebener Ansatz 2021 ff.

Folgekosten (alt)

Folgekosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

Abstimmungsergebnis

einstimmig

Weitere Dokumente (1)

Querschnitte
16.1 MB · PDF

Die Dokumente werden direkt vom Ratsinformationssystem der Stadt Aachen abgerufen und nicht von uns gespeichert oder gehostet.

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2020-02-14 FB 61_1392_WP17 Premiumfussweg 3 _Inn SAO.pdf

7.11.2024

16.1 MB

Betroffene Straßen

Karte wird geladen…

Metadaten

TOP
Ö 15
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Mobilitätsausschusses und AVV-Beirats
Gremium
Mobilitätsausschuss
Datum
Do., 28.05.2020
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
23.2.2026
Inhalt abgerufen
23. Februar 2026 um 12:11

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

Öffnen