Napoleonsberg – Barrierefreier Umbau der beiden Haltestellen Napoleonsberg und Änderung der Verkehrsführung am Knotenpunkt Napoleonsberg/Steinkaulplatz hier: Planungs-, Bau- und Ausführungsbeschluss
Inhalt
Erläuterungen
Barrierefreie Bushaltestellen und eine bessere Verkehrsführung am Napoleonsberg sollen den ÖPNV in Kornelimünster attraktiver und sicherer machen – besonders für Schulkinder und Fahrgäste.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Beschlussvorschlag
Die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster/Walheim nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Mobilitätsausschuss auf Grundlage der vorliegenden Planung, den Planungs-, Bau- und Ausführungsbeschluss für den Umbau der beiden Haltestellen Napoleonsberg zu fassen.
Sie empfiehlt weiterhin, den Ausführungsbeschluss für die am Knotenpunkt Napoleonsberg/ Steinkaulplatz zur Beschleunigung des öffentlichen Personennahverkehrs notwendigen Änderungen der Verkehrsführung auf Basis der Variante 2 zu fassen. Die Anträge der SPD-Fraktion vom 26.07.2023 (Anlage 2) sowie der CDU-Fraktion vom 26.03.2021 (Anlage 1) und 09.08.2024 (Anlage 3) gelten hiermit als behandelt.
Der Mobilitätsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und fasst auf Grundlage der vorliegenden Planung, den Planungs-, Bau- und Ausführungsbeschluss für den Umbau der beiden Haltestellen Napoleonsberg
Er fasst weiterhin den Ausführungsbeschluss für die am Knotenpunkt Napoleonsberg/ Steinkaulplatz zur Beschleunigung des öffentlichen Personennahverkehrs notwendige Änderung der Verkehrsführung auf Basis der vorgeschlagenen Variante 2.
Erläuterungen
In dieser Vorlage wird sowohl der Barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen Napoleonsberg sowie die Verkehrssicherheit dort wartender Fahrgäste/Schüler*innen behandelt. Darüber hinaus geht es um die Beschleunigung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Kornelimünster im Zusammenhang mit der bereits beschlossenen Planung aus der Vorlage FB 68/0017/WP18, Arbeitstitel „Napoleonsberg 2.BA“ und die dazu notwendige Änderung der Verkehrsführung am Knotenpunkt Napoleonsberg/Steinkaulplatz.
Bushaltestellen Napoleonsberg
Anlass
Auch die Bushaltestellen Napoleonsberg sind entsprechend den Vorgaben des Gesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG) bzw. dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) vollständig barrierefrei auszubauen Dieser Ausbau ist über einen entsprechenden Einplanungsantrag bereits zur Förderung vorgemerkt. Im Rahmen des zweistufigen Förderverfahrens ist nun die Ausführungsplanung der Haltestellen zu beschließen, um den Finanzierungsantrag beim Fördermittelgeber stellen zu können. Für die nun vorliegende Ausführungsplanung sind zwei der drei nachfolgend genannten politischen Anträge relevant:
Sowohl der Antrag der SPD-Fraktion vom 26.07.2023 zur Verbreiterung des Bürgersteigs an der Bushaltestelle Napoleonsberg in Kornelimünster Fahrtrichtung Eifel (Anlage 2), als auch der Antrag der CDU-Fraktion vom 09.08.2024 zur Erweiterung der gleichen Bushaltestelle (Anlage 3) haben das Ziel, die Verkehrssicherheit wartender Fahrgäste, insbesondere Schulkinder, an dieser Haltestelle zu verbessern.
Außerdem wurden Hinweise aus der Bevölkerung berücksichtigt, die den schmalen Gehweg neben der Rechtsabbiegespur aus dem Napoleonsberg in den Steinkaulplatz entlang Haus Nr. 2 bemängeln und an dieser Stelle die Verkehrssicherheit der Kinder auf dem Schul- und Kindergartenweg gefährdet sehen.
Haltestelle Napoleonsberg, Fahrtrichtung stadteinwärts (Anlage 4, 5 und 7)
Zustand
Die Haltestelle „Napoleonsberg“ befindet sich in der Straße Napoleonsberg hinter dem Knoten Steinkaulplatz. In der Nähe befinden sich mehrere Schulstandorte. Die Busbucht wird von den Buslinien 35, 66, SB66 und X35 rd.60-mal pro Werktag angefahren. Die Haltestelle befindet sich in einer leichten Rechtskurve, hat eine Länge von ca.25m und die Höhe der Bordsteinkante ist 14cm. Der Wartebereich hat eine Breite von ca.2,75m und ist mit einem Fahrgastunterstand (FGU) ausgestattet. Werktags wird die Haltestelle von ca.490 Ein- und Aussteigenden genutzt. Im Gesamtplan zum barrierefreien Ausbau der ÖPNV-Haltestellen ist diese Haltestelle in Kategorie 2 eingruppiert. Damit ist ihr Umbau mit relativ hoher Priorität vorgesehen.
Planung
Es ist geplant, einen 20m langen, gerade anfahrbaren Haltebereich mit Busbordstein (Höhe 18cm) für einen barrierefreien Einstieg in die Niederflurbusse anzulegen. Die Wartefläche wird auf ca.4,85m verbreitert. Es werden taktile Leitelemente, die an das vorhandene Leitsystem anschließen, eingebaut. Der Fahrgastunterstand wird in nördlicher Richtung versetzt.
Zum Planverfahren wurde die Idee der CDU-Fraktion geprüft, den Hang nach hinten um ca. 2 Meter abzutragen und mit L-Steinen zu sichern. Es hat sich dabei gezeigt, dass aufgrund der örtlichen Topografie eine sehr aufwändige Stützkonstruktion notwendig wäre, die voraussichtlich nur unter Nutzung von Privatflächen zu errichten wäre. Zusätzlich wäre der vorhandene Baumbestand auf privater Fläche gefährdet. Da sich die Schüler*innen zudem auch weiterhin näher zum Kreuzungsbereich aufhalten würden, wurde dieser Ansatz nicht weiterverfolgt.
Haltestelle Napoleonsberg, Fahrtrichtung stadtauswärts (Anlage 4, 5 und 6)
Zustand
Die Gegenhaltestelle „Napoleonsberg“ liegt der o.g. Haltestelle direkt gegenüber. Die Fahrbahnrandhaltestelle befindet sich in der Rechtsabbiegerspur und wird ebenfalls von den Buslinien 35, 66, SB66, X35 und N1 rd.60-mal pro Werktag angefahren. Der Haltebereich ist ca. 20m lang und die Höhe der Bordsteinkante ist 7cm. Der Wartebereich hat eine Breite von ca.2,30m und wird von dem Fahrgastunterstand punktuell eingeengt. Werktags wird die Haltestelle von ca.450 Ein- und Aussteigenden genutzt. Wegen des pulkartigen Schüler*innenaufkommens ist der Wartebereich viel zu klein und Schüler*innen warten vermehrt auch auf der Fahrbahn Im Gesamtplan zum barrierefreien Ausbau der ÖPNV-Haltestellen ist diese Haltestelle in Kategorie 2 eingruppiert. Damit ist ihr Umbau mit relativ hoher Priorität vorgesehen.
Planung
Die Planung sieht vor, die Haltestelle inkl. des Fahrgastunterstands in nördlicher Richtung zu verschieben. Dies bewirkt, dass der Buseinstieg weiter vom Kreuzungsbereich entfernt ist und ein größerer Wartebereich entsteht, da an dieser Stelle aufgrund einer günstigeren Topografie eine Aufweitung der Wartefläche möglich ist. Die Wartefläche kann hier um ca.2m verbreitert werden. Diese Verbreiterung wird durch eine Winkelstützwand an der rückwärtigen Seite erreicht. Mit dieser Konstruktion kann weiter in die Böschung eingegriffen werden. Die rückwärtige Möglichkeit zur Verbreiterung um ca.1m wird durch die private Grundstücksgrenze begrenzt. Auf der Fahrbahn werden zudem die Fahrstreifen richtlinienkonform verschmälert. Dadurch kann der Bordverlauf an dieser Stelle um ca.1m in die Fahrbahn geschoben werden. Die Fahrbahnrandhaltestelle wird zu einem 20m langen Haltebereich mit Busbordstein (18cm) für einen barrierefreien Einstieg in die Niederflurbusse umgebaut. Zusätzlich werden taktile Leitelemente angebracht.
Im Kreuzungsbereich mit dem Steinkaulplatz wird der westliche Gehweg im Radius um einen halben Meter verbreitert.
Damit kann den Hinweisen aus den politischen Anträgen sowie der Bürgerschaft nachgekommen werden. Die Haltelinie im Steinkaulplatz wird dafür zurückversetzt. Die Überquerungsstelle über den Steinkaulplatz wird mit einem getrennten Überquerungsansatz beidseitig barrierefrei ausgebaut. Außerdem wird die Lichtsignalanlage an der westlichen Seite mittig zur Furt versetzt.
Aufbau der Verkehrsfläche im Bereich der Bushaltestellen
Napoleonsberg FR stadteinwärts Fahrbahn Asphalt (RStO 12, Tafel 1, Zeile 1, Bk 3,2) 4 cm Asphaltdeckschicht 6 cm Asphaltbinder 12 cm Asphalttragschicht 43 cm Frostschutzschicht 0/45 65 cm Gesamt | Napoleonsberg FR stadtauswärts Fahrbahn Asphalt (RStO 12, Tafel 1, Zeile 1, Bk 10) 4 cm Asphaltdeckschicht 8 cm Asphaltbinder 12 cm Asphalttragschicht 39 cm Frostschutzschicht 0/45 65 cm Gesamt |
Entwässerung
Ein Straßenablauf wird aufgrund der geänderten Bordlage an der Bushaltestelle Napoleonsberg in Fahrtrichtung stadtauswärts versetzt. Es werden an dieser Haltestelle 17,3m² Wartefläche neu versiegelt. Das darauf anfallende Niederschlagswasser kann von der vorhandenen Kanalisation aufgenommen werden. In Fahrtrichtung stadteinwärts werden 33,1m² neu versiegelt. Die ganze Wartefläche wird jedoch neu angelegt und zum Hang geneigt, so dass das Niederschlagswasser der gesamten Wartefläche (ca.100,2m²) zukünftig auf natürlichem Wege versickert.
Straßenbeleuchtung
Durch die Erweiterung des rückwärtigen Bereichs der Bushaltestelle Napoleonsberg Fahrtrichtung stadtauswärts muss ein Beleuchtungsmast an die neue Lage der Gehweghinterseite versetzt werden.
Kosten, Finanzierung
Für den Umbau der beiden Haltestellen Napoleonsberg ergeben sich nach aktueller Kostenberechnung Baukosten in Höhe von insgesamt rund €·220.000,- brutto. Diese sind wie folgt aufgeteilt.
Napoleonsberg FR stadteinwärts 58.500,00 €
Napoleonsberg FR stadtauswärts 160.900,00 €
Gesamt 219.400,00 €
Diese Kosten stehen im Haushaltsplan unter dem PSP-Element 5-120102-800-00800-300-1 "Verbesserung ÖPNV (Barrierefreiheit)" zur Verfügung. Die geplanten Umbaumaßnahmen werden nach Beschlussfassung zur Finanzierung gemäß§ 12 ÖPNVG NRW (Investitionsmaßnahmen ÖPNV) angemeldet. Die Förderquote beträgt aktuell 100 % der förderfähigen Kosten.
Fazit
Mit der erarbeiteten Planungwird der Zielrichtung der beiden genannten Anträge von SPD und CDU entsprochen. Die Wartefläche wird verbreitert und sicherer gestaltet.
Verkehrsführung am Steinkaulplatz
Am Knoten Steinkaulplatz werden die Fußgänger*innenquerungen heute durch eine verkehrsabhängige, fußgängerfreundliche Signalschaltung ermöglicht. Auf diese Weise können die Querungen insbesondere der Schüler*innen der in der Nähe liegenden Grundschule besonders sicher gestaltet werden, da während der Querung keine Kfz fahren dürfen. Um den Verkehrsfluss an diesem stark belasteten Knoten nicht unnötig zu reduzieren, erfolgt die Freigabe der Fußgängergrünzeit auf Anforderung mittels Drucktasten. Da die Fußgänger*innen zwei Möglichkeiten zur Freigabe je Umlauf haben, bleiben die Wartezeiten für sie vergleichsweise gering. Ein Umlauf beträgt an diesem Knoten derzeit 75 Sekunden und nicht - wie im übrigen Stadtgebiet üblich - 90 Sekunden. Aus Gründen der Verkehrssicherheit wird aktuell die Schaltung des vergleichsweise kürzeren Umlaufs vorgenommen. Daraus können, insbesondere im Ast der Scheckheimer Straße, teilweise Rückstausituationen resultieren.
Der während einer Baustellenphase zur Bewältigung des Umleitungsverkehrs eingerichtete signalisierte Rechtsabbiegepfeil in Richtung Schleckheimer Straße wurde in einem Antrag der CDU-Fraktion vom 26.03.2021 (Anlage 1) erneut vorgeschlagen.
Planung
Zusätzlich zum Ausbau der barrierefreien Haltestellen Napoleonsberg, soll der Linienverkehr in der Ortsdurchfahrt Kornelimünster beschleunigt werden. Ziel ist es, dem Bus in der Regel die Fahrt ohne Halt an den drei vorhandenen Lichtsignalanlagen (LSA) Napoleonsberg/Steinkaulplatz, Napoleonsberg/Korneliusmarkt und Napoleonsberg an der Fußgängerbrücke mittels einer Beeinflussung durch An- und Abmeldung an den LSA zu ermöglichen. Damit werden unnötige Brems- und Beschleunigungsvorgänge vermieden und eine bessere Fahrplanstabilität gewährleistet. Aufgrund der Taktung der Busse (in der Regel 4 Fahrzeuge pro Stunde in jede Richtung) werden die Auswirkungen auf Fuß- und Kraftverkehr an den LSA als gering bewertet.
Zur Steigerung der Leistungsfähigkeit kann der Umlauf von 75 auf 90 Sekunden verlängert werden. Hierdurch können die Grünphase an der Zufahrt Schleckheimer Straße verlängert und die teilweise nachmittags auftretenden Rückstausituationen reduziert werden. Die konfliktfreie Fußgängerphase würde, wie im Bestand, bestehen bleiben.
Am Knoten Steinkaulplatz wurden verwaltungsseitig zwei unterschiedliche Verkehrsführungsvarianten für den Zufluss aus Brand (Napoleonsberg) entwickelt:
Bei Variante 1 wird die heutige Geradeausspur zur Rechts- und Geradeausspur für den allgemeinen Kfz-Verkehr und die Rechtsabbiegespur zur Busspur ummarkiert. Dies hat den Vorteil, dass der Bus nach dem Fahrgastwechsel bis zur Haltelinie vorfahren und als Pulkführer bevorrechtigt die Kreuzung verlassen kann. Zudem erhöht sich die Sicherheit für zu Fuß Gehende und insbesondere Schüler*innen, die den Gehweg im unmittelbaren Einmündungsbereich nutzen, da der Kfz-Verkehr nicht mehr so nah am Gehweg vorbeigeführt wird. Wartende Schüler*innen gewinnen neben der vergrößerten Haltestellenfläche durch die Busspur eine zusätzliche Pufferzone zum vorbeifahrenden Kfz-Verkehr. Verkehrszählungen vom September 2023 und Januar 2025 zeigen, dass die Leistungsfähigkeit des Knotens bei einem Umlauf von 90 Sekunden mit dieser Führung in guter Qualität gegeben ist.
Bei Variante 2 wird eine Busschleuse - also ein zusätzliches Vorsignal - eingerichtet. Hierbei ändert sich ohne Busanforderung die Verkehrsführung gegenüber dem heutigen Bestand nicht. Das Vorsignal wird in Form einer vorgelagerten, zusätzlichen Lichtsignalanlage parallel zum Hauptsignal der bestehenden Lichtsignalanlage geschaltet. Kündigt sich ein Bus an, wird der ihm nachfolgende Kfz-Verkehr auf der Geradeausfahrspur am Vorsignal gestoppt, so dass der Bus nach dem Fahrgastwechsel ungehindert in den vorderen Bereich fahren und die Kreuzung ebenfalls als Pulkführer verlassen kann. Vorteil dieser Variante ist die höhere Leistungsfähigkeit des Gesamtknotens. Der im oben genannten Antrag der CDU-Fraktion vom 26.03.2021 vorgeschlagene signalisierte Rechtsabbiegepfeil (Anlage 1) kann aufgrund der Beibehaltung der Rechtsabbiegespur in dieser Variante umgesetzt werden.
In der Bürger*innenbeteiligung wurde eine Variante 3 mit einer gemeinsamen Führung des Bus- und Rechtsabbiegeverkehrs auf einer Spur mit separat signalisiertem Rechtsabbiegepfeil und Bussignal vorgeschlagen. Diese wurde geprüft. Nach den anzuwendenden Richtlinien für LSA (RILSA) ist dies nicht zulässig: „Zeitlich nacheinander, das heißt in verschiedenen Phasen, können Fahrzeugströme unterschiedlicher Fahrtrichtungen nur dann freigegeben werden, wenn sie räumlich getrennt in verschiedenen Fahrstreifen geführt werden“ (RiLSA 2015, S.13).
Bürger*innenbeteiligung
Gemäß der politischen Beschlussfassung aus der Bezirksvertretung Kornelimünster-Walheim am 30.10.2024 und des Mobilitätsausschusses zur Vorlage FB 68/0117/WP18 vom 14. November 2024 wurde am 09. Oktober 2025 eine Bürger*innenbeteiligung zu den von der Fachverwaltung erarbeiteten Varianten zur zukünftigen Verkehrslenkung am Knoten Steinkaulplatz/Napoleonsberg durchgeführt. Die Präsentation und das Protokoll (Anlage 10) zu dieser Veranstaltung können im Internet auf der Projektseite www.aachen.de/napoleonsberg eingesehen werden. Zusätzlich zum protokollierten Austausch im Anschluss an die Präsentation konnten Bürger*Innen schriftlich Eingaben am Veranstaltungsort und bis zum 17. Oktober 2025 im Bezirksamt Kornelimünster sowie unter der bekannt gegebenen Funktionsadresse napoleonsberg@mail.aachen.de zu diesem Thema machen.
Nur ein Bürger hat eine schriftliche Eingabe zur Planung der Verkehrsführung am Knotenpunkt Napoleonsberg/Steinkaulplatz gemacht. Vier Bürger*innen haben sich per Mail zur Planung Napoleonsberg und der verkehrlichen Situation auf den Straßen Napoleonsberg und Steinkaulplatz sowie zur Lärmbelastung durch Schwerlastverkehr und anderer Verkehre geäußert. Dabei wurden auch häufige Geschwindigkeitsüberschreitungen (auch auf Straßen im Umfeld) und der Wunsch nach mehr Kontrollen und zukünftiger Verkehrsberuhigung genannt.
Die schriftliche Eingabe zur geplanten Verkehrsführung am Knotenpunkt Steinkaulplatz/Napoleonsberg lautet:
„Berücksichtigung von Variante 3: Ampelgesteuerter Rechtsabbiegerpfeil Fahrtrichtung Walheim, Abbieger Richtung Steinkaulplatz. Ansonsten keine baulichen Änderungen bei der dann besseren Ampelsteuerung.“
Diese Eingabe wird thematisch zusammen mit dem oben bereits genannten Antrag der CDU-Fraktion zur Wiederinstallation des signalisierten Rechtsabbiegepfeils (Anlage 1) in der Erläuterung zur Planung behandelt.
Diverse Rückfragen der Bürger*innen konnten vor Ort erläutert werden (Anlage 10). Offen blieb die Frage bzgl. der Einbindung der Feuerwehr. Der Feuerwehrverkehr wird durch die Umsetzung der Planung nicht negativ beeinflusst. Auch während der Bauphase wird die rettungstechnische Erreichbarkeit immer gewährleistet. Die Feuerwehr ist am Planungs- bzw. Abstimmungsprozess beteiligt.
Die anonymisierten schriftlichen und gemailten Eingaben liegen als Anlage 11 bei.
Beteiligung von ASEAG und Polizei
Die Planungsvarianten wurden mit der ASEAG und der Polizei abgestimmt. Es wird beiderseits Variante 2 befürwortet.
Kosten, Finanzierung
Für die Umsetzung der angepassten Verkehrsführung am Steinkaulplatz entstehen nach aktueller Kostenschätzung folgende Kosten:
Variante | Signaltechnik | Tiefbau |
Busspur | 10.000 € | - |
Busschleuse | 15.000 € | 5.000 € |
Die Mittel stehen im Haushaltsplan unter dem PSP-Element 5-120-202-900-00600-400-1 „ÖPNV Bevorzugung durch Signaltechnik“ zur Verfügung.
Abwägung und Fazit
Variante 1 akzentuiert vor allem einen weiteren über die Verbreiterung des Haltestellen- und Kurvenbereichs hinausgehenden Sicherheitsgewinn für die an der Haltestelle wartenden Fahrgäste. Zusätzlich bietet diese Lösung eine klare und eindeutige Führung der Verkehrs.
Variante 2 erzielt durch die Verbreiterung des Haltestellen– und Kurvenbereichs ebenfalls deutliche Sicherheitsgewinne für die Haltestellennutzer*innen. Im Vergleich zu Variante 1 kann die Leistungsfähigkeit des gesamten Knotens erhöht werden. Durch die Rückverschiebung des Haltestellenbereiches und das Vorsignal kann die beantragte getrennte Spursignalisierung für die Rechtsabbiegenden eingerichtet werden, die dann ebenfalls einen Beitrag zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit liefert.
Beide Varianten bieten einen ähnlichen Zeitgewinn für den ÖPNV. Da durch die Verbreiterung des Haltestellenbereichs bereits ein enormer Sicherheitsgewinn erzielt werden kann, spricht die höhere Leistungsfähigkeit des Knotens in Variante 2 für deren Weiterverfolgung. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, Variante 2 umzusetzen. Der Antrag der CDU-Fraktion vom 26.03.2021 (Anlage 1) gilt damit ebenfalls als behandelt.
Bauablauf und weiteres Vorgehen
Es ist geplant, den Umbau der Haltestellen Napoleonsberg nach Erhalt des Bewilligungsbescheids nach Möglichkeit im zeitlichen Zusammenhang mit den im Projekt Napoleonsberg 2.BA (Vorlage FB 68/0017/WP18) geplanten Baumaßnahmen durchzuführen, um im Schutze der dazu geplanten Vollsperrung, den Umbau zügig ohne Behinderung durch den Durchgangsverkehr durchzuführen. Aber auch zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Hauptmaßnahmen am Napoleonsberg beendet wurden, wäre der Umbau der Haltestellen möglich. Dann sind verkehrliche Einschränkungen, aufgrund der beengten Verhältnisse für die Einmündung Steinkaulplatz zu erwarten. Es wird mit einer Bauzeit von insgesamt ca. 6 Wochen für beide Haltestellen gerechnet. Die geänderte Verkehrsführung am Steinkaulplatz wird im Zuge der Umbaumaßnahmen der Bushaltestelle Napoleonsberg Fahrtrichtung stadtauswärts umgesetzt. Die Umsetzung der Baumaßnahme während der geplanten Vollsperrung am Napoleonsberg wird sich voraussichtlich positiv auf die zu erwartende Bauzeit auswirken
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen:
JA | NEIN | ||
x |
PSP-Element 5-120102-800-00800-300-1 "Verbesserung ÖPNV (Barrierefreiheit)" | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Investive Auswirkungen | Ansatz 2025 | Fortgeschriebener Ansatz 2025 | Ansatz 2026 ff. | Fortgeschriebener Ansatz 2026 ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Einzahlungen | -900.000 | -900.000 | -8.100.000 | -8.100.000 | 0 | 0 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Auszahlungen | 1.000.000 | 1.000.000 | 9.000.000 | 9.000.000 | 0 | 0 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ergebnis | 100.000 | 100.000 | 900.000 | 900.000 | 0 | 0 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Deckung ist gegeben | Deckung ist gegeben | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
PSP-Element 5-120102-900-00600-400-1 "ÖPNV Bevorzugung durch Signaltechnik“
PSP-Element 4-120202-918-8 ÖPNV-Bevorzugung durch Signaltechnik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 2025 | Fortgeschriebener Ansatz 2025 | Ansatz 2026 ff. | Fortgeschriebener Ansatz 2026 ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Abschreibungen | 75.000 | 75.000 | 225.000 | 225.000 | 0 | 0 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ergebnis | 75.000 | 75.000 | 225.000 | 225.000 | 0 | 0 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Deckung ist gegeben | Deckung ist gegeben | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Keine
Klimarelevanz:
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
x | nicht | ||
nicht bekannt |
Die Maßnahme sieht eine Beschleunigung des Busverkehrs in Kornelimünster vor. Grundsätzlich soll der Bus als sogenannter Pulkführer an allen Ampeln in Kornelimünster die Grünphase erreichen und nur im Falle eines Fahrgastwechsels ggf. an Haltestellen anhalten müssen. Dadurch reduziert sich der CO2 Austausch des Busverkehrs. Allerdings bedeutet dies auch, dass andere Fahrzeuge ggf. warten müssen, um dem Bus den Vorrang zu gewähren. Durch die Beschleunigung des Busverkehrs und die Herstellung barrierefreier Bushaltestellen sieht die Verwaltung vor allem langfristig betrachtet eine Möglichkeit zur CO2 – Einsparung durch „Umsteiger“ vom Pkw auf den ÖPNV, die aber hier nicht weiter quantifiziert werden kann.
Betroffene Straßen
Straßen, die im Text dieser Vorlage erwähnt werden.
4 Straßen
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Worum geht es?
Barrierefreie Bushaltestellen und eine bessere Verkehrsführung am Napoleonsberg sollen den ÖPNV in Kornelimünster attraktiver und sicherer machen – besonders für Schulkinder und Fahrgäste.
Projekt
Umbau Napoleonsberg
Auch: Napoleonsberg 2. BA, Haltestellenumbau Steinkaulplatz
Kategorien
Schlagworte
Betroffene Gruppen
Handlungstyp
SanierungVerfahrensstand
Umsetzung beschlossenBezirk
Kornelimünster/WalheimModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 68 - Mobilität und Verkehr
- Geändert
- 3.9.2026
Technische Details
ID: 1001982
Allris:https://ratsinfo.aachen.de/public/vo020?VOLFDNR=1001982
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/papers?id=1001982