BASA Dual
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Beratungsfolge
Erläuterungen
Ein duales Studium verbindet Theorie und Praxis, um Fachkräfte für die soziale Arbeit zu gewinnen und langfristig an die Stadtverwaltung zu binden.
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Erläuterungen
Dual studieren – Fachkräfte gewinnen: Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Hochschule
Im September 2024 ist die Katholische Hochschule NRW am Standort Aachen (katho) mit dem neuen, dualen Studiengang Soziale Arbeit B.A. (BASA dual) gestartet. Im Initiierungsprozess des Studiengangs am Standort Aachen trägt die Stadtverwaltung Aachen eine tragende Rolle und ist seither Kooperationspartnerin. Die acht Studierenden der Stadt Aachen des ersten Jahrgangs starten nun am 01.09.2025 in das dritte Fachsemester. Mit ihnen beginnen am 01.09.2025 weitere neun Studierende des dualen Studiengangs das erste Semester bei der Stadt Aachen.
Mit dem BASA dual verfolgt die Stadt Aachen das übergeordnete Ziel, auf den steigenden Bedarf an qualifizierten Sozialarbeiter*innen sowie auf den zunehmenden Fachkräftemangel nicht nur konsekutiv zu reagieren, sondern diesem bereits präventiv entgegen zu wirken. Somit wird der wachsenden Herausforderung, Stellen qualifiziert zu besetzen, strukturell begegnet. Diese auf Langfristigkeit angelegte Maßnahme zielt auf Professionalisierung, effizientem Ressourceneinsatz sowie Mitarbeiter*innenbindung und -zufriedenheit ab.
Die neue Studienform an der katho erstreckt sich über drei Jahre (6 Semester) und schließt wie der Regelstudiengang mit der staatlichen Anerkennung Soziale Arbeit B.A. ab. Das Studium beginnt immer zum Wintersemester und bietet seitens der katho 30 Studierenden die Möglichkeit im dualen System zu studieren. Während des gesamten Studiums verbringen die Studierenden drei Tage die Woche an der Hochschule, zwei Tage in der Praxisstelle. Zwischen beiden Lernorten findet ein wechselseitiger Wissenstransfer statt, sodass die an der Hochschule erlernten theoretischen Kompetenzen direkt Einsatz in den Praxisstellen finden können und die Praxiserfahrungen unmittelbar die wissenschaftlichen Lerninhalte prägen.
Pro Kohorte können bis zu zehn Studierende bei der Stadt Aachen beschäftigt werden. Die fachliche Zuständigkeit liegt bei Fachbereich 45, Jugend und Schule, Abteilung „Allgemeiner Jugendhilfedienst“. Hier ist die Stelle „Koordination Duales Studium“, in der fachlichen, koordinativen und inhaltlichen Begleitung der Studierenden und Ausgestaltung der Konzeptionierung zuständig. Dabei liegt die grundlegende Aufgabe der Koordinatorindarin, den Studierenden eine bestmögliche Lernumgebung zu schaffen, ihre theoretische und praktische Ausbildung fortlaufend zu flankieren und sie dadurch auf ihrem individuellen Weg der Entwicklung einer professionellen Berufsidentität vom Start bis zum Abschluss zu unterstützen.
Darüber hinaus begleitet der Fachbereich 11, Personal und Organisation, Team Ausbildung hinsichtlich Fragen die Stadt Aachen als Arbeitgeberin betreffend, so dass eine strukturierte und vollumfängliche Begleitung durch das gesamte Studium hinweg gewährleistet ist.
Derzeit sind 18 der aktuell 20 Praxisplätze an Studierende vergeben. Im Jahr 2026 startet der dritte Jahrgang, sodass ab dann fortlaufend 30 Praxisplätze durch die Stadt Aachen vergeben werden können.
Die Studierenden erhalten für die Dauer des Studienverhältnisses ein monatliches Studienentgelt gem. Abschnitt I Ziffer 6 Abs. 1 der Studienrichtlinie TVöD-V in Höhe von zurzeit 1.400 Euro. Die Stadt Aachen übernimmt die Semesterbeiträge sowie alle tariflichen Urlaubsansprüche und Sondervergütungen.
Die grundsätzliche Haltung der Stadt Aachen bedingt, die Studierenden als Lernende zu betrachten, sie entsprechend zu schützen und hochqualifiziert auszubilden. Jedem Studierenden steht im jeweiligen Handlungsfeld eine sozialpädagogische Anleitung zur Seite, die im ständigen Austausch mit den Lernenden steht und im Sinne des Theorie-Praxis-Transfers erlernte theoretische Inhalte in der Praxis in Anwendung bringt. Die Studierenden dürfen begleiten, zuschauen, aber auch selbst durch die Fachkräfte angeleitete pädagogische Maßnahmen durchführen, ohne volle Fallverantwortung zu übernehmen. Die fortlaufende Begleitung durch die Koordinatorin sorgt für einen „roten Faden“ in der Ausbildung, sodass die Studierenden sich in einem ständigen selbstreflexiven Prozess weiterentwickeln und ihr Profil schärfen können. Als Studierende des BASA dual bei der Stadt Aachen besteht über das Studium hinaus eine 5-jährige Bleibeverpflichtung, die den großen finanziellen und personalressourcenintensiven Einsatz rechtfertigt und dem Gesamtziel Rechnung trägt.
Das Alleinstellungsmerkmal der Stadt Aachen als Praxispartnerin im Rahmen des BASA dual liegt im Wechsel der Handlungsfelder. Die Studierenden durchlaufen entsprechend Ihrer persönlichen Ziele und individuellen Entwicklung der Berufsidentität jedes Semester ein neues Handlungsfeld der Sozialen Arbeit in verschiedenen Fachbereichen der Stadt Aachen. Einsätze erfolgen bspw. in den folgenden Handlungsfeldern:
- Schulsozialarbeit
- Jugendgerichtshilfe
- Jugendstreetwork
- Jugendpflege
- Jugendberufshilfe
- Institutioneller Kinderschutz
- Sozialraum- und Spezialteams
- Koordination der Offenen Ganztagsschulen
- Fachberatung der Kindertagesstätten
- Babybegrüßungsdienst/Frühen Hilfen
- Sozialdienst der Übergangswohnheime und weiteren
Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Perspektivgespräche wird im intensiven Austausch mit der Koordinatorin zum Ende jedes Fachsemesters auf der Grundlage einer fachlichen Einschätzung der Anleiter*innen sowie einer Selbsteinschätzung der Studierenden erarbeitet, welches Handlungsfeld ein guter Schrittin der individuellen Entwicklung einer professionellen Berufsidentität ist. Dafür füllen die Anleitenden sowie die Studierenden nach ca. sechs Wochen sowie zum Ende der jeweiligen Praxisphase eine Arbeitshilfe (siehe Anlage 1 und 2) aus, die die persönliche Entwicklung dokumentieren und die Selbstreflexionskompetenzen fördern sollen. Auf diese Weise wird eine Vergleichbarkeit erzeugt, die eine das Studium flankierende Förderung der fachlichen Entwicklung darstellt und damit eine fundierte Einschätzung der Fachabteilung bzgl. der zukünftigen Einsatzmöglichkeiten der fertig ausgebildeten Fachkräfte darstellt.
Durch die intensive Begleitung der Studierenden an zentraler Stelle durch die Koordinatorin und die daran geknüpfte fachliche Einschätzungsmöglichkeit des Fachbereichs können die Studierenden unmittelbar nach Abschluss des Studiums gezielt entsprechend Ihrer Kompetenzen in den verschiedenen Handlungsfeldern der städtischen Sozialen Arbeit eingesetzt werden. Sie sind dann bereits vertraut mit den Verwaltungsstrukturen, verfügen über ein langjährig aufgebautes kollegiales internes und externes Netzwerk, treffen fundierte Berufsentscheidungen, minimieren so die Abbruchquote und verfügen bereits über einschlägige Berufserfahrung bei der Stadt Aachen. Sekundäre Gewinne sind neben einer Aufwertung der Außendarstellung als Ausbildungsstätte die Identifikation der Studierenden mit der Stadt Aachen als Arbeitgeberin und einer daraus resultierenden Multiplikator*innenfunktion für alle Absolvent*innen der Katholischen Hochschule NRW (über alle Studienformen hinweg).
Dokument
KI-Analyse
Worum geht es?
Ein duales Studium verbindet Theorie und Praxis, um Fachkräfte für die soziale Arbeit zu gewinnen und langfristig an die Stadtverwaltung zu binden.
Projekt
BASA Dual
Auch: Duales Studium Soziale Arbeit
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Schlagworte
Betroffene Gruppen
Handlungstyp
FörderungVerfahrensstand
Umsetzung beschlossenModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 45 - Fachbereich Jugend und Schule
- Geändert
- 6.9.2025
Technische Details
ID: 1002741
Allris:https://ratsinfo.aachen.de/public/vo020?VOLFDNR=1002741
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/papers?id=1002741