Vorlage·FB 02/0005/WP19·14. Januar 2026

Standort- und Potenzialanalyse Eilendorf-Süd (Ratsantrag Nr. 422/18 - SPD AT 210/24; Grüne AT 05/2024)

Inhalt

Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Ein Gewerbegebiet in Eilendorf wird auf Potenziale für eine klimaneutrale Energieversorgung untersucht. Ziel ist die Entwicklung von Transformationspfaden für Unternehmen.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Erläuterungen

Hintergrund:

Die Verwaltung hat den Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Regionalentwicklung zuletzt in seiner Sitzung am 30.04.2025 (Vorlage-Nr. FB 02/0437/WP18) über das geplante Vorhaben zur Identifikation von Transformationspfaden im Gewerbegebiet Eilendorf-Süd informiert. Hintergrund hierfür war die Ratsvorlage „Aachen auf dem Weg zur Klimaneutralität: Energiekonzepte für CO₂-neutrale Gewerbegebiete“ (Ratsantrag 422/18), in der die übergeordnete Zielsetzung beschrieben wurde, bestehende Gewerbegebiete durch die Entwicklung standortspezifischer Energiekonzepte schrittweise in Richtung Klimaneutralität zu transformieren. Die Verwaltung hat dargelegt, dass sie insbesondere für die priorisierten Gewerbegebiete – darunter auch Eilendorf-Süd – detaillierte Ist-Analysen, Potenzialuntersuchungen sowie konkrete Handlungsempfehlungen erarbeiten wird, um die Transformation systematisch voranzutreiben und die Unternehmen vor Ort bei der Umsetzung zu unterstützen.

Das Projekt zur energetischen Transformation des Gewerbegebiets Eilendorf-Süd dient der Umsetzung der im Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK 2.0) formulierten Zielsetzungen sowie der politischen Vorgaben aus dem Ratsantrag AT 422/18. Ziel ist es, exemplarisch aufzuzeigen, wie eine wirtschaftlich tragfähige und zugleich klimaneutrale Entwicklung eines bestehenden Gewerbegebiets gestaltet werden kann. Die Ergebnisse sollen eine belastbare Grundlage für künftige Investitionsentscheidungen der ansässigen Unternehmen schaffen und gleichzeitig in die kommunale Wärmeplanung einfließen.

Projektbeschreibung:

Die Umsetzung erfolgt als Kooperationsprojekt der Stadt Aachen und der Industrie- und Handelskammer Aachen (IHK), wodurch insbesondere der Dialog mit den ansässigen Unternehmen gestärkt und eine praxisnahe Ausgestaltung der Maßnahmen sichergestellt wird. Darüber hinaus bringen die Regionetz GmbH und die STAWAG Energie GmbH ihre energiewirtschaftliche Expertise ein. Nach erfolgreich durchgeführtem Ausschreibungsverfahren wurde die FEV energy + resources GmbH mit der fachlichen Begleitung und Umsetzung der Analyse beauftragt.

Analysephase:

Im ersten Schritt wird eine umfassende Ist-Analyse durchgeführt. Diese erfasst die energetische Infrastruktur, die Verbrauchsdaten, bestehende Prozesswärme- und Abwärmepotenziale sowie die aktuelle Versorgungssituation. Ziel ist es, eine belastbare Datengrundlage für die spätere Entwicklung von Transformationspfaden zu schaffen.

Um den datenschutzrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, wurden zwischen allen Projektpartnern Vereinbarungen nach Art. 26 und 28 DSGVO geschlossen. Diese regeln die gemeinsame datenschutzrechtliche Verantwortung und stellen sicher, dass die erhobenen Daten ausschließlich zum Zweck der Standortanalyse verarbeitet und personenbezogene Daten entsprechend geschützt behandelt werden. Mit Abschluss dieser Vereinbarungen konnte die FEV energy + resources GmbH die Unternehmensbefragung starten.

Parallel dazu haben die Stadt Aachen und die Regionetz GmbH relevante Daten für die energetische Modellierung des Gewerbegebiets bereitgestellt. Dabei wird die bestehende Energieinfrastruktur digital abgebildet, um Energieflüsse, Verbrauchsmuster und mögliche Versorgungsszenarien simulieren zu können. Diese Modellierung bildet die technische Grundlage für die spätere Entwicklung und Bewertung von Transformationspfaden.

Beteiligung der Unternehmen:

Eine aktive Einbindung der ansässigen Unternehmen ist zentraler Bestandteil des Projekts. Bereits im Vorfeld wurden sondierende Gespräche mit mehreren kleinen und großen Unternehmen am Standort geführt, um die grundsätzliche Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung am Transformationsprozess auszuloten und mögliche Themenfelder zu identifizieren.

Bei der Auftaktveranstaltung im Juli 2025, die gemeinsam von Stadt Aachen und IHK Aachen ausgerichtet wurde, wurden anschließend alle Unternehmen im Gewerbegebiet eingeladen, sich aktiv an dem Vorhaben zu beteiligen und eigene Perspektiven, Erfahrungen und Projektideen einzubringen. Der Dialog wird nun durch Unternehmensbefragungen, vertiefende Interviews, Workshops und weitere Gespräche fortgeführt. Die Beteiligung der Wirtschaft ist entscheidend für die spätere Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen.

Entwicklung von Transformationspfaden:

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung stellte die FEV energy + resources GmbH ihr methodisches Vorgehen vor, das auf die Erstellung und Auswertung einer umfassenden Standort- und Unternehmensanalyse aufbaut. Auf dieser Grundlage werden im weiteren Projektverlauf erste Szenarien für eine klimaneutrale Energieversorgung des Gewerbegebiets entwickelt. Betrachtet werden dabei sowohl zentrale als auch dezentrale Lösungsansätze, darunter Photovoltaik auf Dachflächen, Wärmepumpen, geothermische Potenziale, die Nutzung von Abwärme sowie gemeinsame Versorgungsmodelle. Auch Speicherlösungen und Aspekte der Sektorenkopplung werden einbezogen.

Handlungsempfehlungen:

Abschließend sollen praxisorientierte Handlungsempfehlungen entwickelt werden, die sowohl technische als auch wirtschaftliche und rechtliche Aspekte berücksichtigen. Diese werden den Unternehmen vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Die Stadt und die IHK unterstützen interessierte Unternehmen bei der Prüfung von Förderprogrammen und Finanzierungsmöglichkeiten.

Bedeutung für Wirtschaftspolitik und Wärmeplanung:

Das Projekt Eilendorf-Süd besitzt Modellcharakter für die strategische Transformation bestehender Gewerbestandorte. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen nicht nur der Weiterentwicklung des Standorts, sondern können als übertragbares Modell für weitere Gebiete im Stadtgebiet genutzt werden. Durch die Einbindung in die kommunale Wärmeplanung wird sichergestellt, dass die Ergebnisse in gesamtstädtische Klimaschutzstrategien integriert werden.

Sachstand:

Nach einer anfänglichen Verzögerung wurden die datenschutzrechtlichen Vereinbarungen zwischen den Partnern finalisiert (Art. 26/28 DSGVO). Auf dieser Grundlage hat die FEV energy + resources GmbH die Unternehmensbefragung gestartet und den Fragebogen in Kalenderwoche 41 an die Unternehmen des Gewerbegebiets versendet. Der Fragebogen ist modular aufgebaut (Einwilligung/Datenschutz, Unternehmens- und Kontaktdaten, Energieverbrauchsdaten inkl. Prozesswärme/-kälte und Abwärme, Gebäude- und Infrastruktur, Fahrzeugflotte, Zukunftspläne) und erlaubt eine dynamische Bearbeitung zur Reduktion des Aufwands; erste Rückläufe liegen bereits vor.

Auf Basis der von der Wirtschaftsförderung im Vorfeld zusammengetragenen Standort- und Unternehmensdaten hat die FEV energy + resources GmbH parallel die Gebietsabgrenzung sowie einen Steckbrief zum Gewerbegebiet Eilendorf-Süd erstellt und die ansässigen Unternehmen mithilfe öffentlicher Quellen systematisch zu Adressen, Branchen und Gebäudemodellen zugeordnet. Die Priorisierung repräsentativer Musterfirmengruppen liegt vor; sieben von zehn Musterunternehmen sind bereits als Steckbriefe ausgearbeitet. Der skalierbare Simulationsansatz zur Abbildung von Strom-, Gas-, Wärme- und Lastgangprofilen (Strukturierung nach Funktionsflächen, Basis- und Ereignislasten, automatisierbare Kalibrierung) wurde entwickelt und mit ersten Tests auf Musterunternehmen hinterlegt.

Für die weitere Auswertung erstellt die FEV energy + resources GmbH ein digitales Modell („Digitaler Zwilling“) des Gewerbegebiets, mit dem sich Energieverbräuche und Versorgungsszenarien rechnerisch abbilden lassen. Damit dieses Modell möglichst realitätsnah arbeitet, werden aktuell Verbrauchs- und Vertragsdaten der Jahre 2019 bis 2023 von der Regionetz GmbH je Liegenschaft und Energieträger abgefragt. Diese Daten dienen dazu, die im Modell hinterlegten Annahmen zu prüfen und an die tatsächlichen Verbrauchsverhältnisse im Gebiet anzupassen. Nach Abschluss der Datenschutzabstimmungen ist die Übergabe dieser Daten voraussichtlich für Kalenderwoche 43 vorgesehen; der weitere fachliche Austausch mit der Regionetz ist abgestimmt. Stadt Aachen und IHK begleiten den Unternehmensdialog; Regionetz bringt energiewirtschaftliche Daten und Expertise ein.

Aufgrund der Verzögerungen bei den DSGVO-Verträgen wurde der Zeitplan insgesamt um rund sechs Wochen angepasst. Unter der Annahme der finalen Datenübergabe in KW 43 bleibt der Projektabschluss – einschließlich Abschlussbericht – für Dezember 2025 vorgesehen.

Nächste Schritte:

Als nächste Schritte folgen die Auswertung der Fragebögen, vertiefende Interviews mit priorisierten Unternehmen, die Datenanalyse und die Validierung des digitalen Modells auf Basis der durch die Regionetz bereitgestellten Mess- und Vertragsdaten sowie die Bewertung zentraler und dezentraler Versorgungslösungen einschließlich der systematischen Analyse von Synergiepotenzialen zwischen Unternehmen. Parallel wird das Vorhaben auch genutzt, um den gemeinsam mit der IHK Aachen und Regionetz GmbH erarbeiteten Leitfaden zur Transformation der Energieversorgung in Gewerbegebieten als Best-Practice-Ansatz in der Praxis zu erproben. Der Leitfaden bündelt Erfahrungen und Handlungsempfehlungen zur Entwicklung energieeffizienter und klimaneutraler Gewerbestandorte und soll anhand des Projekts Eilendorf-Süd weiter konkretisiert und für weitere Gebiete anwendbar gemacht werden. Unter der Annahme der finalen Datenübergabe in Kalenderwoche 43 ist die Fertigstellung der Umsetzungskonzepte, Transformationsszenarien und Handlungsempfehlungen – einschließlich Abschlussbericht – bis Dezember 2025 vorgesehen; die Regionetz und die IHK bleiben für Datenbereitstellung, Validierung und den Unternehmensdialog fortlaufend eingebunden.

Dokument

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KI-Analyse

Diese Informationen wurden automatisch per KI extrahiert und können Fehler enthalten.

Worum geht es?

Ein Gewerbegebiet in Eilendorf wird auf Potenziale für eine klimaneutrale Energieversorgung untersucht. Ziel ist die Entwicklung von Transformationspfaden für Unternehmen.

Projekt

Energiekonzept Eilendorf-Süd

Auch: Gewerbegebiet Eilendorf-Süd, Transformationspfade Eilendorf

Strategien & Programme

Integriertes Klimaschutzkonzept (IKSK) AachenKommunale Wärmeplanung

Kategorien

Energie & KlimaWirtschaftStadtentwicklung

Schlagworte

KlimaneutralitätEnergieeffizienzAbwärmenutzungSektorenkopplung

Betroffene Gruppen

GewerbetreibendeAnwohner EilendorfEnergieversorger

Handlungstyp

Planung

Verfahrensstand

Maßnahme geplant

Bezirk

Eilendorf

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
Geändert
9.7.2026
Technische Details