Abschluss des Projekts: Tim Berresheim „Aus alter Wurzel neue Kraft“
Inhalt
Beratungsfolge
Erläuterungen
Ein künstlerisches Projekt verbindet digitale Technologien mit lokaler Geschichte – entstanden mit Schülerinnen, Schülern und jungen Erwachsenen aus Aachen.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Erläuterungen
Der Aachener Künstler Tim Berresheim entwickelt seit über zwei Jahrzehnten einen eigenen künstlerischen Duktus, der digitale und analoge Mittel auf singuläre Weise zusammenführt. Sein Oeuvre besteht aus Fotografien, Papierarbeiten, Holzskulpturen und 3D-Drucken, daneben findet man aber auch Kunst-am-Bau-Projekte und Augmented-Reality-Installationen im Innen- und Außenbereich.
Malerei, Fotografie, Zeichenkunst und Bildhauerei werden mit dem Einsatz von Hochleistungsrechnern verbunden. Der Künstler entwickelt Arbeiten, in denen digitale und analoge Techniken auf artifizielle Weise miteinander kombiniert werden. Die Werke sind Resultate eines erweiterten künstlerischen Denkens. Nicht die einzelnen Technologien bestimmen das Werk, sondern die künstlerische Vision orchestriert alle eingesetzten Mittel zu einer einheitlichen Ausdrucksweise. Er kreiert in seinen komplexen Werken intensive Erlebniswelten an der Schnittstelle von Kunst, Forschung und Technologie.
Berresheim lebt mit seiner Familie in Aachen. Er fühlt sich seiner Heimatregion und der Stadt äußerst verbunden, weshalb er sich immer wieder auch künstlerisch mit der Stadthistorie, der Architektur sowie den hier lebenden Menschen und ihren Biografien auseinandersetzt. Der Künstler betreibt eine artifizielle Form der Gegenwarts-archäologie: Fundstücke, seien es Objekte, Gebäude oder Geschichten, werden befragt, umgedeutet, transformiert und in die Kunst integriert.
Rückblick
„Aus alter Wurzel neue Kraft“ ist ein Projekt, das der Künstler Tim Berresheim mit zahlreichen Kooperationspartner*innen für die Stadt Aachen realisiert hat. Junge Erwachsene des VHS-College Aachen, Schüler*innen der Grundschule am Fischmarkt und des Kaiser-Karls-Gymnasiums wurden von ihm eingeladen, den Stadtraum, seine Historie und Transformationen zu erkunden. Die vom Künstler angeleiteten Workshops mit insgesamt 250 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen starteten im November 2022.
Die Teilnehmer*innen erkundeten zunächst zusammen mit dem Künstler ihre teilweise historischen Schulgebäude im Zentrum der Stadt. Es wurden zum Beispiel Frottagen der verschiedenen architektonischen Gebäudeoberflächen genommen. Die alten Stadtlegenden und Sagen waren Vorbilder und Grundlage für die neu zu erschaffenden Figuren. Die Kreation phantastischer Wesen aus der Historie geschah auf verschiedene künstlerische Arten. Die Kinder und Jugendlichen zeichneten, schraffierten, töpferten. Es wurde gebastelt, gemalt und fotografiert. Die an über 20 Workshop-Tagen entstandenen Ergebnisse bildeten die Grundlage für die verschiedenen Kunstwerke. Tim Berresheim speiste die Arbeiten in eine von ihm kreierte digitale Plattform ein und fügte die Einzelteile zu neuen, innovativen, gemeinschaftlichen Arbeiten zusammen. Ein erstes großes Kunstwerk in Form eines Banners konnte am 16. Dezember 2023 feierlich in der Salvatorkirche in Aachen gezeigt werden.
Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren stets aktiv an diesem künstlerischen Prozess beteiligt. Sie erlebten eine neue Art des Empowerments und der Gemeinschaft. Ihre kreativen Fähigkeiten wurden gestärkt. Doch auch Technik- und Medienkompetenzen wurden spielerisch erweitert und eingeübt, denn der Künstler arbeitete gemeinsam mit den Klassen u.a. mit Hochleistungscomputern, Laser- und 3D-Scannern und 3D-Druckern. Auf diese Weise ließen sich mit Hilfe der Technik ganz neue Bildwelten erschaffen.
Im Jahr 2024 fanden dann zahlreiche öffentliche Präsentationen der so entstandenen Arbeiten statt. Am 28. und 29. September konnten während der Kunstroute zahlreiche Besucher*innen einen guten Einblick in das Gesamtprojekt erhalten. Das Centre Charlemagne zeigte in einer Foyerausstellung die analog entstandenen Zeichnungen und Skulpturen von Schüler*innen aller drei Schulformen. Das Suermondt-Ludwig-Museum konnte ein im Rahmen des Projektes neu entstandenes Bild des Künstlers präsentieren, während man im Garten des Ludwig Forums mit seinem Handy eine AR-Installation erleben konnte.
Am 10. Oktober 2024 erfolgte dann die Enthüllung von sieben speziellen Kinderschildern in der Aachener Innenstadt: von Kindern für Kinder. Mit der Anbringung von speziellen Folien an sieben historischen Orten (Rathaus, Grashaus, Dom, Couven Museum, Centre Charlemagne, IZM und Elisenbrunnen) wird ein besonderes Angebot unterbreitet, das den Kindern die Möglichkeit bietet, ihre Umgebung auf eine innovative Art und Weise selbst zu entdecken.
Im November 2024 folgte die exklusive künstlerische Gestaltung der großen Eingangsvitrine in der Stadtbibliothek. Die multimediale Installation informierte auf originelle Art über die Arbeitsweise des Künstlers und über die vielen Facetten des Projektes. Die Gestaltung der Vitrine war über ein Jahr lang zu sehen und wurde erst im Dezember 2025 abgebaut.
Von dauerhaftem Bestand ist das am 14. Dezember 2024 enthüllte Wandgemälde für das Gebäude des VHS-College. Das großformatige Bild ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Schüler*innen des Colleges waren unmittelbar an der Entstehung dieses immersiv wirkenden Kollektiv-Kunstwerkes beteiligt. Der Titel „Sticks and Stones Won’t Break my Bones“ stammt von einem der Workshop-Teilnehmer und fasst eine wichtige Erfahrung vieler Schüler*innen des Kurses in klare Worte. Den innovativen Ansatz des Projektes konnten die Aachener VHS-Dozentinnen und Tim Berresheim auf einer Fachkonferenz im Mai 2024 in Düsseldorf an andere Volkshoch-schulstandorte weitergeben.
Ebenfalls feierte im Dezember 2024 eine Inszenierung von Mozarts „Zauberflöte“ Premiere am Theater Aachen. Das Bühnenbild entwickelte Tim Berresheim und integrierte hier ebenfalls Werke der Kinder und Jugendlichen in seine digitalen Entwürfe und Dekorationen.
Der Betriebsausschuss Kultur und Theater wurde regelmäßig in den Sitzungen August 2023, Januar 2024, Februar 2024 und im Mai 2025 informiert.
Im Juni 2025 konnte dann die Ausstellung „Ort. Zeit. Kontinuum.“ im Suermondt-Ludwig-Museum eröffnet werden. Ein ganzer Raum wurde vom Künstler gestaltet, der eine eigens für das Suermondt-Ludwig-Museum erstellte 360°-Grad-Wandarbeit präsentiert. Durch eine 3D-Brille betrachtet, entfaltet sich ein plastisches Panorama der Aachener Stadthistorie, gespickt mit Anspielungen auf die Kunstgeschichte und auf Persönliches aus dem Leben des Künstlers. Man erkennt den Aachener Dom, das Grashaus oder die antikisierende Fassade des Theaters. Ein herausragendes Motiv des Wandbildes ist die mythologische Skulptur ‚Apoll und Daphne‘ des italienischen Bildhauers Filippo Parodi (1630-1702), ein Werk aus der Sammlung des Suermondt-Ludwig-Museums. Die digitalen Daten für das Motiv stammten von Schüler*innen des College VHS Aachen. Sie hatten die Skulptur im Rahmen des Projektes „Aus alter Wurzel neue Kraft“ als Ausgangspunkt ihrer kreativen Arbeit ausgewählt und sie im Zuge dessen eingescannt. Neben dem Scan der Skulptur sind auch andere Werke des Projektes eingeflossen, zum Beispiel zahllose Blätter mit Zeichnungen von Kindern der Grundschule am Fischmarkt, die geclustered durch die Szenerie flattern. Die Ausstellung wird bis Ende 2026 zu sehen sein.
Die Finanzierung der Ausstellung ist auskömmlich und wurde zu 83 % durch Fördermittel finanziert.
Ausblick
Für 2026 wird nun ein Stadtspaziergang zu den FEI World Championships entstehen, gesponsert und gefördert vom ALRV und der Neumann & Esser-Stiftung. Tim Berresheim wird u.a. mit den von den Schüler*innen erstellten Geschichten und Datensätzen einen besonderen und digitalen Walk für Aachen gestalten. Der Weg soll von der Aachener Innenstadt bis zum Reitgelände in der Soers führen. Insgesamt sind sechs Stationen vorgesehen: Elisengarten, Büchelgelände, Hirschgrün/Richardstraße, Stadtpark, Garten des Ludwig Forums, Vorplatz Reitsportstadion. Geplant ist die Aufstellung von sechs künstlerisch gestalteten Fohlen, die mit einem QR-Code versehen sind. Nach dem Scannen taucht man in Augmented-Reality-Clips ein, die Symbole aus der Welt des Pferdesports mit der Stadt und ihrer Geschichte verbinden. Im Zuge dessen wird der städtische Raum neu belebt und auf eine direkte, frische und emotionale Art erlebbar gemacht.
Betroffene Straßen
Straßen, die im Text dieser Vorlage erwähnt werden.
2 Straßen
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KI-Analyse
Worum geht es?
Ein künstlerisches Projekt verbindet digitale Technologien mit lokaler Geschichte – entstanden mit Schülerinnen, Schülern und jungen Erwachsenen aus Aachen.
Projekt
Aus alter Wurzel neue Kraft
Auch: Kunstprojekt VHS-College, Digitale Stadtgeschichte
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Betroffene Gruppen
Handlungstyp
FörderungVerfahrensstand
AbgeschlossenBezirk
MitteModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- Museen der Stadt Aachen
- Geändert
- 23.1.2026
Technische Details
ID: 1006050
Allris:https://ratsinfo.aachen.de/public/vo020?VOLFDNR=1006050
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/papers?id=1006050