Projektskizze KRAFTWERK
Inhalt
Beratungsfolge
Erläuterungen
Ein neues Innovationszentrum soll am Bushof entstehen – als Motor für Gründungen, Wohnraum und nachhaltige Mobilität in der Innenstadt.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Erläuterungen
Projektstand und Förderperspektive
Auf Grundlage des Ratsbeschlusses vom 09.07.2025 wurde die Wirtschaftsförderung beauftragt, eine konzeptionelle Projektskizze für das KRAFTWERK zu erarbeiten. Diese beschreibt die inhaltliche und funktionale Grundlogik des Vorhabens und bildet das zentrale Arbeitsdokument für die weitere politische und fachliche Einordnung. In den vergangenen Monaten lag der Schwerpunkt auf der Erarbeitung eben dieser Projektskizze sowie parallel auf der Sicherstellung der Förderwürdigkeit und -fähigkeit des KRAFTWERK Aachen und der Vorbereitung eines entsprechenden Förderantrags. Für das Vorhaben wurde grundsätzlich eine positive Förderperspektive in Aussicht gestellt. Die Politik soll im weiteren Verlauf der Antragstellung, im Laufe des ersten Halbjahres 2026, eingebunden werden.
II.Funktionale und strategische Bedeutung des KRAFTWERK Aachen
Das KRAFTWERK bildet neben der schwerpunktmäßigen Wohnraumentwicklung das innovative Element der gesamten Quartiersentwicklung, einen Ort des Kulturwandels, an dem Gründungsgeist und Innovationsfreude erlebbar sowie Neugierde und Mut zur Gründung geweckt werden. Hier wer-den Angebote für Forschung, Unternehmertum und gesellschaftliche Teilhabe gebündelt und das KRAFTWERK als zentraler und öffentlich zugänglicher Stadtbaustein macht den Bushof zu einem sichtbaren Schaufenster der regionalen Wissenschafts- und Gründerlandschaft. In dieser Rolle ver-ankert das KRAFTWERK die Innovationsdynamik dauerhaft im urbanen Raum und stärkt die Position Aachens als Wissenschafts- und Gründungsstandort.
Als ganzheitlich konzipierter Inkubator bündelt das KRAFTWERK bestehende und neue Angebote räumlich sowie inhaltlich und schafft eine durchgängige Innovations- und Gründungspipeline für frühe Entwicklungsphasen. Mit offenen Arbeits-, Lern- und Begegnungsräumen, Maker-Spaces, Co-Working-Zonen sowie Veranstaltungs- und Beratungsformaten entsteht ein lebendiger Ort, der den Strukturwandel der gesamten Region auch über die Stadt- und Ländergrenze hinaus sichtbar und erlebbar macht. Durch die enge Anbindung an die Hochschulen und das regionale Innovationsöko-system soll die Gründungsdynamik gestärkt, die Zahl erfolgreicher Ausgründungen deutlich erhöht, zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen sowie neue Ansiedlungen von Unternehmen gefördert und somit wichtige wirtschaftliche Impulse für Stadt und Region generiert werden.
III.Ausgangslage und Entwicklungsperspektive Bushof
Der Bushof liegt an der Schnittstelle zwischen der historischen Innenstadt und den nördlich angren-zenden Quartieren. Er ist gut erreichbar, verkehrlich hoch frequentiert und städtebaulich sichtbar. Gleichzeitig wirken Teile des Areals wenig einladend: Das Gebäude ist unübersichtlich, nicht barrie-refrei und weist bauliche Mängel auf. Trotz dieser Herausforderungen bietet der Bushof ein hohes Potenzial als lebendiger öffentlicher Raum. Durch eine gezielte Transformation kann er zu einem offenen, sicheren und attraktiven Ort für die Stadtgesellschaft werden.
Die Wirtschaftsförderung entwickelt hierfür ein langfristig angelegtes, integriertes Gesamtkonzept für das Bushof-Areal. Dabei werden Wohnen, Gründungsökosystem, Mobilität sowie Energie- und Klimaschutz eng aufeinander abgestimmt, um eine nachhaltige und zukunftsfähige Standortentwick-lung zu sichern. Der Bushof wird damit nicht nur funktional und städtebaulich transformiert, sondern auch symbolisch neu aufgeladen, indem er sich von einem Ort des Transits zu einem Ort von kreati-ver und unternehmerischer Kraft entwickelt, der gleichzeitig für die Innenstadt einen urbanen und attraktiven Lebensraum bildet.
IV.Zielbild Quartier Bushof
Ziel ist die Entwicklung eines offenen, zukunftsorientierten Innenstadtquartiers, das nicht nur Grün-der*innen anzieht, sondern Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen und solche, die das urbane Wohnen suchen, integriert – darunter Familien, Studierende, Berufseinsteiger*innen und Älte-re. Das Wohnkonzept des Bushof-Quartiers soll dabei bewusst auf soziale Vielfalt setzen, um dauer-hafte Belebung, sozialen Zusammenhalt und eine vernetzte Nachbarschaft zu gewährleisten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wird eine Mischung unterschiedlicher Wohntypologien und Wohnformen angestrebt, die sowohl öffentlich geförderte als auch freifinanzierte Angebote umfasst. Die unterschiedlichen Bedarfslagen eines zentrumsnahen, urbanen Wohnens sollen berücksichtigt und damit die Grundlage für einen dauerhaft lebendigen, sozial stabilen und identitätsstiftenden Stadtraum gebildet werden.
Parallel soll das Bushofumfeld als zentraler Mobilitätsknotenpunkt weiterentwickelt werden. Als zent-raler innenstädtischer Haltepunkt der Regiotram soll er eine emissionsfreie Verbindung in die Region schaffen, die Aachens Rolle als Oberzentrum stärkt und die Stadt eng mit ihrem Umland vernetzt. Seine zentrale Lage, hohe Frequentierung und hervorragende verkehrliche Anbindung machen den Bushof zu einem bedeutenden Faktor für das kulturelle Leben, die Wirtschaftskraft und die Attraktivi-tät der Innenstadt. Im Rahmen der Quartiersentwicklung wird Mobilität als prägendes Element der Standortentwicklung verstanden und schrittweise in die Betrachtung der funktionalen Neuordnung des Areals, der Entflechtung von Verkehrsströmen sowie der Verzahnung von Bus, Bahn, Fahrrad, Carsharing und E-Mobilität eingebunden.
Innerhalb des Quartiers verdichten sich die zuvor beschriebenen Bausteine zu einem integrierten Stadtraum, in dem Wohnen, Mobilität und Arbeiten nicht nebeneinanderstehen, sondern sich gegen-seitig verstärken. Aus ihrem Zusammenspiel entsteht ein dynamisches Umfeld, das Austausch, In-novation und urbane Lebensqualität gleichermaßen fördert. An diesem Schnittpunkt setzt das KRAFTWERK Aachen an und bildet den Impulsgeber, der die Kräfte des Quartiers bündelt und in eine gemeinsame Entwicklungslogik überführt. So wird der Standort nicht nur funktional ergänzt, sondern in seiner Identität und Strahlkraft als zukunftsorientierter Stadtbaustein geschärft.
V.Weiteres Vorgehen
Das integrierte Gesamtkonzept mit den Bausteinen Wohnen, Mobilität und KRAFTWERK wird in der weiteren Bearbeitung konkretisiert, um eine enge inhaltliche und zeitliche Verzahnung der Teilprojek-te zu gewährleisten und Synergien zu schaffen, die über die jeweiligen Teilprojekte hinausreichen. Über diese zentralen Bausteine hinaus werden im weiteren Prozess ergänzend auch Aspekte der Freiraum- und Aufenthaltsqualität, der klima- und energiebezogenen Zielsetzungen sowie der städte-baulichen Einbindung in die angrenzenden Quartiere systematisch berücksichtigt und in einen über-greifenden Entwicklungsrahmen eingeordnet. Die Projektskizze zum aktuellen Bearbeitungsstand ist zur Veranschaulichung im Anhang beigefügt. Das Gesamtkonzept soll im zweiten Halbjahr 2026 vor-gelegt und politisch beraten werden.
Dokument
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KI-Analyse
Worum geht es?
Ein neues Innovationszentrum soll am Bushof entstehen – als Motor für Gründungen, Wohnraum und nachhaltige Mobilität in der Innenstadt.
Projekt
KRAFTWERK Aachen
Auch: Innovationszentrum Bushof, Quartiersentwicklung Bushof
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Schlagworte
Betroffene Gruppen
Handlungstyp
PlanungVerfahrensstand
Maßnahme geplantBezirk
MitteModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
- Geändert
- 13.2.2026
Technische Details
ID: 1006613
Allris:https://ratsinfo.aachen.de/public/vo020?VOLFDNR=1006613
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/papers?id=1006613