Vorlage·AVV/0003/WP19·19. März 2026

Bericht aus der Euregionalen Koordinierungsstelle

Inhalt

Beratungsfolge

Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Grenzüberschreitende Mobilität wird einfacher: Digitale Ticketlösungen, bessere Bahnverbindungen und ein KI-Chatbot für Fahrgastinformationen sind in Planung.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Erläuterungen

easyConnect – Aktueller Stand und nächste Schritte

Im Rahmen des Projekts easyConnect arbeitet der AVV gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden an der Entwicklung und Umsetzung eines grenzüberschreitend nutzbaren digitalen Ticketing für den ÖPNV. Ziel ist es, grenzüberschreitende Reisen mit dem ÖPNV für Fahrgäste so einfach wie nie zuvor zu machen. Der hierzu stattfindende Pilot ist im Herbst 2024 in seine zweite Phase gestartet. In dieser können naveo-Kunden interoperables Ticketing auf dem Pilotkorridor Köln – Aachen – Maastricht als Teil von „eezy“ nutzen und somit ganz unkompliziert per CheckIn/CheckOut grenzüberschreitende Fahrten mit dem ÖPNV unternehmen – und somit über die Grenzen von NRW hinaus. Getreu dem Motto „eine App, ein Preis“ wird das grenzüberschreitende Reisen für Fahrgäste spürbar vereinfacht.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die dritte Phase des Piloten auf Hochtouren und soll im Sommer 2026 starten. In dieser wird der Geltungsbereich über den aktuellen Pilotkorridor (Köln – Aachen – Maastricht) hinaus auf das gesamte Rheinland sowie das Gebiet der Provinz Limburg auf der niederländischen Seite erweitert. Hierfür, aber auch für die anschließende Skalierung des Ansatzes, ist ein grenzüberschreitend nutzbarer Barcode notwendig. Zu diesem Zweck wurde sich für den derzeit einzigen international nutzbaren Standard UIC (in der Version 918.9) entschieden. Die notwendigen Inhalte werden derzeit zwischen der deutschen und niederländischen Seite abgestimmt und mit Blick auf eine weitere Skalierung auch bereits Richtung Belgien kommuniziert.

Ziel ist es, den Ansatz langfristig zwischen ganz NRW, den Niederlanden und Belgien zur Anwendung zu bringen und grenzüberschreitendes Ticketing somit nahtlos und barrierefrei zu gestalten. Hierzu stellt die Euregionalen Koordinierungsstelle derzeit ein Projektkonsortium mit allen notwendigen Partnern auf der deutschen Seite zusammen und entwickelt im ersten Halbjahr 2026 einen entsprechenden Projektantrag für ein Folgeprojekt (easyConnect 2.0) mit dem Ziel der flächenhaften Ausweitung der erfolgreich erprobten Lösung.

TRANSIT (Interreg Maas-Rhein) – Aktueller Projektstand

Im Projekt TRANSIT (Transnational Regional Administration Network for Integrated Transport) arbeiten unter Federführung der Euregionalen Koordinierungsstelle des AVV insgesamt 12 Partner und 5 assoziierte Partner an der Stärkung der grenzüberschreitenden Mobilität in der Euregio Maas-Rhein. In enger Zusammenarbeit mit den Partnern aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden werden während der dreijährigen Projektlaufzeit Maßnahmen zur Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich Mobilität erarbeitet und umgesetzt.

In diesem Kontext unternimmt die Stadt Aachen aktuell erste Schritte zur grenzüberschreitenden Ausweitung des betrieblichen Mobilitätsmanagements. Diesbezügliche Gespräche mit Arbeitgebern im deutsch-niederländischen Gewerbepark Avantis wurden bereits initiiert. Darüber hinaus werden nun gezielt belgische Unternehmen angesprochen, um Mobilitätsanalysen durchzuführen und Testwochen für Grenzpendlerinnen und Grenzpendler anzubieten.

Auch hinsichtlich der Stärkung grenzüberschreitender Verbindungen wurden erste Resultate erarbeitet. So liegen die Ergebnisse einer Studie der SNCB zur Verlängerung des derzeitigen RE29 (Aachen -Lüttich) bis Brüssel und Köln vor. Auf dieser Basis werden nun unterschiedliche Szenarien hinsichtlich Kosten und Nutzen ausgewertet. Ziel ist es, ein möglichst bald umsetzbares Fahrplankonzept zu finden. In einer von go.Rheinland beauftragten Untersuchung werden zudem neue Haltepunkte für den RE29 in Richtung Belgien geprüft, darunter auch ein möglicher Halt am FH Campus Eupener Straße in Aachen. Außerdem prüft die ZLSM in den Niederlanden die Voraussetzungen für eine Fortführung der Museumsbahn über Vetschau zum zukünftigen Haltepunkt Richterich.

Im Arbeitspaket Digitale Lösungen erzielt die Better Mobility GmbH große Fortschritte bei der Entwicklung eines KI-gestützten Chatbots für barrierefreie Fahrgastauskunft (Euregio GPT). In Kürze werden erste Daten der Projektpartner in das Hintergrundsystem eingespeist, um die Anwendung praxisnah zu testen und weiterzuentwickeln.

Die zuvor benannten Maßnahmen zahlen alle auf das Ziel von TRANSIT ein, eine nachhaltige und effiziente Vernetzung relevanter Akteure zu erreichen und eine Verbesserung von Angeboten für die grenzüberschreitende Mobilität in unserer Region zu erreichen. Dafür steht dem Konsortium ein Gesamtbudget von rund 3,6 Mio. € zur Verfügung, wovon etwa 1 Mio. € auf die AVV GmbH als Lead Partner entfällt. Das Konsortium setzt sich aus Verkehrsunternehmen (SNCB, TEC, Arriva, ASEAG, go.Rheinland, ZLSM), KMU (Better Mobility GmbH), Kommunen und Regionalverbänden (Stadt Aachen, Parkstad Limburg, Fahrmit für Ostbelgien) sowie Forschungseinrichtungen (ITEM / Universität Maastricht und ECSM / FH Aachen) zusammen.

Ausweitung Semesterticket in Richtung Belgien

Seit 2019 ist es Studierenden an den Aachener Hochschule möglich, in Folge der Ausweitung der Gültigkeit des Semestertickets grenzüberschreitende Fahrten in Richtung Niederlande zu unternehmen. Das Angebot zur grenzüberschreitenden Ausweitung des Gültigkeitsbereichs wurde mit großer Zustimmung der Studierendenschaft angenommen und gilt inzwischen in der gesamten Provinz Limburg. Vor diesem Hintergrund interessiert sich die Studierendenvertretung der RWTH Aachen nun für eine analoge Ausweitung der Gültigkeit des Semestertickets in Richtung Belgien. Hierzu hat die Euregionale Koordinierungsstelle Gespräche mit der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (DG) und der belgischen Bahn (SNCB) über eine etwaige Ausweitung der Gültigkeit für grenzüberschreitende Verbindungen nach Belgien geführt.

Die Beratungen hatten im Ergebnis einen politischen Willen auf belgischer Seite zur Folge, ein entsprechendes Angebot für Studierende an den Hochschulen in Aachen einzuführen. Im Zuge der anschließenden Verhandlungen über einen festzusetzenden Preis sowie den zugehörigen Geltungsbereich konnten sich die Parteien jedoch vorerst nicht einigen. Knackpunkt war hierbei insb. die vorerst nicht bestehende Möglichkeit Bahnverkehre in Belgien mit einzuschließen und somit eine Nutzbarkeit des Semestertickets in Zügen den SNCB anzubieten. Der AStA der RWTH Aachen und die Ansprechpartner auf belgischer Seite wollen nun einen neuen Anlauf wagen und Möglichkeiten erörtern, wie ein für beide Seiten akzeptables Angebot doch noch realisiert werden kann. Hierbei wird die Euregionale Koordinierungsstelle abermals unterstützen und den Prozess beratend begleiten.

Betroffene Straßen

Straßen, die im Text dieser Vorlage erwähnt werden.

1 Straße

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KI-Analyse

Diese Informationen wurden automatisch per KI extrahiert und können Fehler enthalten.

Worum geht es?

Grenzüberschreitende Mobilität wird einfacher: Digitale Ticketlösungen, bessere Bahnverbindungen und ein KI-Chatbot für Fahrgastinformationen sind in Planung.

Projekt

Euregionale Mobilitätskooperation

Auch: easyConnect, TRANSIT, Euregio GPT

Kategorien

VerkehrDigitalisierung

Schlagworte

Grenzüberschreitender VerkehrDigitales TicketingKI-AnwendungenBahnverbindungen

Betroffene Gruppen

PendlerStudierendeFahrgästeGrenzpendler

Handlungstyp

Planung

Verfahrensstand

Maßnahme geplant

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 6.3.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
Aachener Verkehrsverbund
Geändert
4.3.2026
Technische Details