Vorlage·AVV/0004/WP19·19. März 2026

Weichenstellung für kommunale und regionale Mobilität

Inhalt

Beratungsfolge

Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Mobilstationen, betriebliche Mobilitätskonzepte und ein regionales Netzwerk treiben die Verkehrswende in der StädteRegion Aachen voran.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Erläuterungen

Sachstand NEMORA mit Schwerpunkt Mobilstationen in Stadt und Städteregion Aachen

Das Netzwerk Mobilitätswende Region Aachen (NEMORA) besteht seit Frühjahr 2022. Im Rahmen dessen werden regional bedeutsame Mobilitätsthemen gemeinsam abgestimmt und vorangebracht. Die Stadt Aachen arbeitet dabei in engem Schulterschluss mit der StädteRegion Aachen, den städteregionsangehörigen Kommunen sowie dem AVV und der ASEAG, um gemeinsame strategische Maßnahmen zu entwickeln, zu koordinieren und umzusetzen. Die im Jahr 2021 erstmals durchgeführte Regionale Mobilitätskonferenz (ReMoKo) wurde zu einem regelmäßigen jährlichen Austauschformat weiterentwickelt und ist zu einem festen Bestandteil innerhalb von NEMORA geworden.

Innerhalb des Netzwerks arbeiten vier thematisch spezialisierte Arbeitsgruppen: die AG „Finanzierung“ (Leitung AVV GmbH), die AG „Regionale Radinfrastruktur“ (Leitung StädteRegion Aachen), die AG „Starke Achsen“ (Leitung ASEAG) sowie die AG „Mobilstationen und Multimodalität“ (Leitung Stadt Aachen).

Die Aufgabenträger Stadt und StädteRegion Aachen haben in enger Abstimmung mit dem Aachener Verkehrsverbund und der ASEAG im Rahmen der AG „Mobilstationen und Multimodalität“ ein Konzept für 45 Mobilstationsstandorte im Gebiet der StädteRegion Aachen einschließlich der Stadt Aachen erarbeiten lassen. Für die Umsetzung wurden beim Zweckverband go.Rheinland bereits im Jahr 2022 Einplanungsanträge gestellt und die Mittel wurden auf Seiten des Zweckverbandes go.Rheinland eingeplant. Darüber hinaus entwickelt die AG „Mobilstationen und Multimodalität“ optimierte Vergabeprozesse und passgenaue Betreibermodelle. In der StädteRegion Aachen haben inzwischen alle Kommunen mindestens eine Mobilstation politisch beschlossen; viele Kommunen sogar mehrere. So haben Alsdorf und Herzogenrath jeweils vier Mobilstationen beschlossen, während in Aachen bereits sieben Standorte beschlossen wurden. Auch entsprechende Finanzierungsanträge wurde von vielen Kommunen bereits gestellt und bei einigen bereits bewilligt. In der Umsetzung wird voraussichtlich Monschau die erste Mobilstation realisieren, gefolgt von Baesweiler. Mit der Struktur von NEMORA wird eine koordinierte regionale Umsetzung und Verknüpfung der Mobilstationen angestrebt.

Sachstand regionales Mobilitätsprogramm clever mobil

Clever mobil unterstützt Betriebe kostenfrei bei der Einführung und Optimierung ihres betrieblichen Mobilitätsmanagements (BMM), von der Erstberatung über Mobilitätsanalysen bis hin zur Umsetzung konkreter Maßnahmen, wie die Einführung eines Jobtickets oder eines Mobilitätsbudgets. Ergänzt wird das Angebot durch Mobilitätstestwochen, bei denen alternative Verkehrsmittel für einen nachhaltigeren Arbeitsweg ausprobiert werden können, sowie durch regelmäßige Netzwerktreffen zum Austausch. Aktuell sind 36 Unternehmen mit über 35.000 Beschäftigten Teil des Programms.

Neben dem AVV zählen auch dieStadt Aachen, dieStädteRegion Aachen, dieIHKAachen und dieASEAGzu den Kernpartnern des Programms. Diese Institutionen tragen somit gemeinsam dazu bei, die Mobilitätswende in der Region zu unterstützen und weiter voranzubringen. Seit dem Jahr 2025 nimmt der AVV darüber hinaus auch selbst als ein Betrieb am Programm teil. Im Rahmen der Teilnahme wurde u. a. eine interne Mitarbeitendenbefragung zum Mobilitätsverhalten durchgeführt. Auf dieser Grundlage wurde ein Zielplakat entwickelt, das die Ziele der Mitarbeitermobilität im AVV für die kommenden zwei Jahre festhält und im Rahmen der gemeinsamen REMOKO/clever‑mobil‑CEO‑Konferenz am 16.06.2025 verliehen wurde. Die Zielumsetzung wird durch eine erneute Mitarbeitendenbefragung in zwei Jahren evaluiert, um die Wirkung der eingeleiteten Maßnahmen zu überprüfen und die Weiterentwicklung des betrieblichen Mobilitätsmanagements datenbasiert fortzuführen.

Sachstand Kooperation Regionale Mobilitätsentwicklung (RME) mit go.Rheinland

Allgemeiner Überblick

Mobilstationen erleichtern den Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln und sollen durch ein einheitliches regionales Design gut wiedererkennbar sein. Ihre Umsetzung erfolgt durch die Kommunen gemeinsam mit regionalen Partnern. AVV und go.Rheinland unterstützen den Aufbau eines flächendeckenden Mobilstationsnetzes durch Förderberatung, Planungsgrundlagen und weitere umsetzungsorientierte Angebote, die im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Rahmenverträge für Ausstattungselemente von Mobilstationen

go.Rheinland bietet Kommunen und Verkehrsunternehmen Rahmenverträge zur einfachen Beschaffung zentraler Mobilstationselemente wie Stelen, Beschilderung, Fahrradboxen (unter Nutzung von radbox.nrw, s.u.) und Fahrgastunterstände. Diese laufen am 30.04.2026 aus und werden neu ausgeschrieben. Ein zusätzlicher Rahmenvertrag für Fahrradabstellanlagen und Gepäckschließfächer, ebenfalls mit dem Zugangssystem radbox.nrw buchbar, startet voraussichtlich im März 2026. Weitere Verträge, etwa für Stadtmobiliar, sind geplant.

Seit Bereitstellung des Angebotes im Juni 2022 wurden die Rahmenverträge von insgesamt 36 Kommunen und Verkehrsunternehmen mit 52 Bestellungen (21 Mobilstationsstelen, 59 Fahrgastunterstände, 195 Fahrradboxen) in Anspruch genommen (im AVV-Raum bislang von Erkelenz, Jülich, Düren, Kreuzau, Waldfeucht, Stolberg, Herzogenrath, Vettweiß, Übach-Palenberg, Monschau, Baesweiler, WestVerkehr GmbH).

Am stärksten nachgefragt wurden bislang Fahrradboxen mit dem Buchungs- und Zugangssystem radbox.nrw.

Gestaltungsleitfaden inkl. Gestaltungstool für Mobilstationsbeschilderung

Der Gestaltungsleitfaden definiert ein einheitliches Design für Mobilstationen in NRW und stellt deren Wiedererkennung im „mobil.nrw“-Erscheinungsbild sicher. Er ist Grundlage für die Förderung durch go.Rheinland und steht online in aktueller Form bereit (Landesdesign mobil.nrw - wir.go.Rheinland). Über ein webbasiertes Gestaltungstool können Kommunen Beschilderungen und Stele-Beklebungen im mobil.nrw‑Design selbst erstellen, wodurch die Beauftragung vereinfacht und Korrekturschleifen reduziert werden. Zugangsdaten stellt go.Rheinland bereit. Das von go.Rheinland und dem ZNM entwickelte Tool wird derzeit von rund 32 Kommunen genutzt.

Musterausschreibungsunterlagen für Mobilstationsplanungen

Go.Rheinland stellt Musterausschreibungsunterlagen bereit, die Kommunen die Beauftragung von Ingenieurbüros für Mobilstationsplanungen erleichtern. Sie enthalten ein individuell anpassbares Musterlastenheft sowie alle erforderlichen Formblätter für eine vollständige Ausschreibung. Die Unterlagen sind auf Anfrage bei go.Rheinland erhältlich.

B+R-Buchungs- und Zugangssystem „radbox.nrw“

Seit dem Livegang von radbox.nrw im Mai 2022 sind im Gebiet des Zweckverbandes go.Rheinland mittlerweile 62 Fahrradabstellanlagen aufgeschaltet (Stand Februar 2026). In der Stadt Aachen ist für Anfang März geplant, die erste Pilotanlage der APAG an radbox.nrw anzuschließen. Perspektivisch sollen dann alle bestehenden Anlagen an radbox.nrw angeschlossen werden. Auch in Baesweiler ist eine zeitnahe Errichtung der ersten Station geplant. Im gesamten AVV-Verbundgebiet existieren darüber hinaus bereits die folgenden Anlagen:

Geilenkirchen (3 Anlagen), Aldenhoven (1 Anlage), Heimbach (1 Anlage), Vettweiß (3 Anlagen), Düren (2 Anlagen), Niederzier (1 Anlage), Langerwehe (1 Anlage), Nideggen (2 Anlagen), Wegberg (3 Anlagen), Merzenich (1 Anlage), Jülich (2 Anlagen), Monschau (1 Anlage befindet sich derzeit im Aufbau, Stand: 05.02.2026)

Go.Rheinland führt laufend Gespräche mit weiteren Kommunen zum Ausbau von radbox.nrw. Für angeschlossene Kommunen und Verkehrsunternehmen gibt es vierteljährliche Austauschtreffen sowie ein jährliches kostenloses Kompaktseminar zur Unterstützung beim Anschluss ihrer Fahrradabstellanlagen. Weitere Informationen zu den aufgeführten Angeboten von RME sind unter https://www.gorheinland.com/mobilstationen zu finden.

Sachstand Zukunftsnetz Mobilität NRW

Das „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ (ZNM) ist ein kommunales Unterstützungsnetzwerk zur Förderung der Umsetzung einer nachhaltigen Mobilitätswende. Der Aachener Verkehrsverbund ist Partner und Träger der Koordinierungsstelle Rheinland, einer von drei Koordinierungsstellen in NRW.

Im AVV-Verbundgebiet sind derzeit 23 Kommunen bzw. Kreise Mitglied beim ZNM: StädteRegion Aachen und Kreis Düren sowie die Kommunen Aachen, Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Roetgen, Stolberg, Würselen, Aldenhoven, Düren, Inden, Jülich, Kreuzau, Langerwehe, Merzenich, Nideggen, Vettweiß, Erkelenz, Geilenkirchen und Heinsberg.

Für Mitgliedskommunen bietet das ZNM verschiedene Angebote in den Bereichen Vernetzung, Beratung, Qualifizierung und Umsetzung in der Praxis an. Das ZNM bietet regelmäßigen Fachaustausch, Tagungen sowie vielfältige Qualifizierungsangebote – von Mikro‑Trainings bis zur mehrtägigen Fortbildung und der Ausbildung kommunaler Mobilitätsmanager. Alle Informationen stehen online auf der Internetseite des ZNM zur Verfügung.

Dokument

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Projekt: Regionale Mobilitätswende

Zum Projekt

Die Stadt Aachen hat eine Absichtserklärung zur regionalen Mobilitätswende unterzeichnet, um gemeinsame Ziele und Strukturen für eine klimaneutrale Verkehrsentwicklung in der StädteRegion Aachen zu stärken.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

VerkehrMaßnahme geplant9. Dez. 2021 – 19. März 20263 Vorlagen
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KI-Analyse

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Worum geht es?

Mobilstationen, betriebliche Mobilitätskonzepte und ein regionales Netzwerk treiben die Verkehrswende in der StädteRegion Aachen voran.

Projekt

Regionale Mobilitätswende

Auch: NEMORA, clever mobil, Zukunftsnetz Mobilität NRW

Strategien & Programme

Mobilitätsstrategie 2030

Kategorien

VerkehrUmwelt & Natur

Schlagworte

MobilstationenMultimodalitätBetriebliches MobilitätsmanagementRadinfrastruktur

Betroffene Gruppen

PendlerBeschäftigteFahrgästeRadfahrer

Handlungstyp

Planung

Verfahrensstand

Maßnahme geplant

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 6.3.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
Aachener Verkehrsverbund
Geändert
4.3.2026
Technische Details