Sachstandsbericht zum „KulturMonitoring“
Inhalt
Beratungsfolge
Erläuterungen
Das KulturMonitoring liefert Daten zur Besucherstruktur und Teilhabe in Aachens Kultureinrichtungen – erste Ergebnisse liegen vor.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Erläuterungen
Mit der Vorlage Dez IV/0014/WP18, die für die Sitzung des Betriebsausschusses Kultur und Theater am 08.05.2025 vorlegelegt wurde, informierte Dezernat IV zuletzt über den aktuellen Sachstand zur Teilnahme der Stadt Aachen am „KulturMonitoring“ (kurz: „KulMon“) des Instituts für Kulturelle Teilhabeforschung (kurz: IKTf) Berlin. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Aufgabe darin, die Fragebögen für die zu untersuchenden Einrichtungen (Ludwig Forum für Internationale Kunst, Suermondt-Ludwig-Museum, Centre Charlemagne, Theater und Musikdirektion) basierend auf dem vom IKTf zur Verfügung gestellten Fragenkatalog zu konzipieren, während parallel der Befragungsstandort Aachen durch das vom IKTf beauftragte Befragungsinstitut aufgebaut wurde.
In Aachen haben die Befragungen im Rahmen des „KulturMonitoring“ wie geplant im Mai (Museen) bzw. im September (Theater und Orchester) 2025 begonnen, sodass nun ein Bericht zum aktuellen Sachstand vorgelegt werden kann.
Projektfortschritt
Um sicherzustellen, dass sowohl das unterschiedliche Besuchsverhalten der Gäste in den jeweiligen Einrichtungen als auch die individuellen Bedürfnisse und Eigenheiten der Einrichtungen berücksichtigt werden, werden die Dispositionspläne für die Befragungen (Wie viele Personen sind wann vor Ort, um die Befragungen durchzuführen?) in enger Abstimmung mit den Einrichtungsleitungen durch das Befragungsinstitut erstellt. Die Dispositionspläne für den Folgemonat werden den beteiligten Personen in der Regel um den 20. des Monats zur Verfügung gestellt. So kann nicht nur gewährleistet werden, dass eine frühzeitige Information aller Beteiligten erfolgt, sondern ggf. auch notwendige Änderungen in der Dispositionsplanung (z.B. bedingt durch Programmänderungen) rechtzeitig erfolgen können. Die Zusammenarbeit mit dem Befragungsinstitut verläuft sowohl auf Ebene der Projektverantwortlichen als auch auf Ebene der Interviewer*innen gut und unkompliziert.
Die aufbereiteten Daten aus den Befragungen werden über ein digitales Dashboard zur Verfügung gestellt. Für die Nutzung des Dashboards wurden für die beteiligten Einrichtungen Funktionsadressen eingerichtet, die einen personenunabhängigen Zugang zum Portal ermöglichen. Um einen Einblick in die Funktionsweise des Dashboards zu erhalten, wurden seitens des IKTf digitale Schulungen angeboten. Daneben bietet das IKTf regelmäßig sogenannte Dashboard-Sprechstunden an, in denen man die Möglichkeit bekommt, Fragen zum Dashboard im direkten Austausch mit dem IKTf und anderen KulMon-Nutzer*innen zu klären.
Neben dem allgemeinen Support des IKTf findet einmal wöchentlich ein digitaler Jour Fixe zwischen der Stadt Aachen und der zuständigen Ansprechpartnerin des IKTf statt, in dem aktuelle Themen und offene Fragen im Rahmen eines bilateralen Austauschs besprochen werden können. Auch der Austausch mit den Vertreter*innen der Kommunen im Fördermittelprojekt, dem IKTf und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen findet weiterhin statt, in der Regel einmal monatlich in Form einer Videokonferenz.
Um den Austausch zwischen den Kommunen und Einrichtungen im „KulturMonitoring“ zu fördern und die beteiligten Personen stärker zu vernetzen, fand im Januar auf Einladung des Kulturamts der Landeshauptstadt Düsseldorf und des Museumsdienstes der Stadt Köln ein KulMon-Fachtag rund um die Anwendung, Auswertung und Interpretation der „KulMon“-Besucher*innenbefragung statt. Neben zwei Vorträgen durch Vertreter des IKTf, die aus wissenschaftlicher Perspektive Anregungen für die Auswertung der „KulMon“-Daten angeboten haben, gaben auch einige der am „KulturMonitoring“ teilnehmenden Einrichtungen praktische Einblicke in ihre Arbeit mit den „KulMon“-Daten. Auch die Stadt Aachen war hier mit einem Impulsvortrag vertreten, in dessen Rahmen das NRW-Fördermittelprojekt sowie das (besondere) Vorgehen der Stadt Aachen beim „KulturMonitoring“ (Verwendung gemeinsamer Fragebögen für eine hohe Vergleichbarkeit und Zentralisierung aller Projektaufgaben im Dezernat IV) vorgestellt wurden.
Konzeption des Fragebogens
In allen teilnehmenden Einrichtungen wird für die Befragungen im Rahmen des „KulturMonitoring“ ein einheitlicher Fragenkatalog mit standardisierten, verpflichtenden Kernfragen und optionalen Zusatzfragen verwendet. Die Kernfragen sind für alle Einrichtungen verpflichtend, da sie branchen- und spartenübergreifende Vergleiche ermöglichen. Aus dem Pool der Zusatzfragen können außerdem solche Fragen gewählt werden, die individuell die Informationsbedarfe von Einrichtungen bzw. Kommunen abdecken.
Die Auswahl der Zusatzfragen für die teilnehmenden Einrichtungen in Aachen ist in enger Abstimmung mit der Theaterleitung sowie der Kulturbetriebsleitung und den Museumsleitungen erfolgt. Dabei wurde entschieden, dass ein gemeinsamer Fragebogen für Theater und Orchester sowie ein gemeinsamer Fragebogen für die drei teilnehmenden Museen entstehen sollte. Neben den für alle gleichen Kernfragen gibt es auch innerhalb der ausgewählten Zusatzfragen von Theater und Orchester bzw. der Museen Fragen, die in allen Einrichtungen an die Befragten gestellt werden.
Folgende Themenfelder werden über die Kernfragen des „KulturMonitoring“ bei der Befragung abgedeckt:
- Kulturelle Teilhabe und Kooperationspotenziale (z.B. Besuchshäufigkeit)
- Informationsquelle zur Veranstaltung
- Tourismus & Stadtentwicklung & CO2-Fußabdruck (z.B. Wohnort, Anreise, Nutzung ÖPNV)
- Diversität & Besucher*innenstruktur (z.B. Alter, Bildungsabschluss)
Zusatzfragen wurden aus den folgenden Themenbereichen ausgewählt:
- Kulturelle Teilhabe und Kooperationspotenziale (z.B. Zeitpunkt des letzten Besuchs)
- Informationsquelle zur Veranstaltung (z.B. Social Media-Nutzung)
- Besuchsmotivation
- Programm & Vermittlung (z.B. Besuchserlebnis)
- Service & Facilitys (Zufriedenheit mit bestimmten Services wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise)
- Preis & Vertrieb (z.B. Spontanität des Besuchs)
- Zufriedenheit (Weiterempfehlungsabsicht)
- Besucher*innenbindung & Community & Dritter Ort (persönliche Beziehung zur Einrichtung)
Aktuelle Datenbasis und zukünftige Auswertung
Zum Zeitpunkt der Vorlagenerstellung liegen im Dashboard folgende Daten vor: Für die Museen stehen die aufbereiteten Daten für den Zeitraum Mai bis Dezember 2025, für das Theater September bis Dezember 2025 zur Verfügung.
In den genannten Zeiträumen konnte die folgende Anzahl an Befragungen realisiert werden:
- Centre Charlemagne: 505 Befragungen
- Ludwig Forum für Internationale Kunst: 286 Befragungen
- Suermondt-Ludwig-Museum: 285 Befragungen
- Theater: 502 Befragungen
Die Anzahl der Befragungen orientiert sich an der jährlichen Besucher*innenzahl der Einrichtungen und wurde im Vorhinein in Abstimmung zwischen dem IKTf und der Stadt Aachen festgelegt.
Neue Daten werden etwa alle zwei Monate in das Dashboard eingespielt; der Import der Daten aus Januar und Februar 2026 steht also zeitnah an. Der zeitliche Versatz zwischen Datenerhebung und Datenimport liegt darin begründet, dass die erhobenen Daten zunächst bereinigt und validiert werden müssen. Dies ist notwendig, um einerseits Fehler, Inkonsistenzen und Unvollständigkeiten in den Rohdaten zu korrigieren, und andererseits die Plausibilität und Genauigkeit der Daten zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die Daten korrekt, zuverlässig und sinnvoll sind, bevor man statistische Analysen durchführt.
Aufgrund der bisher zur Verfügung stehenden Datenlage erscheint eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Befragungsergebnissen noch nicht zielführend. Sinnvollerweise sollten zunächst noch ein bis zwei weitere Datenimporte abgewartet werden, um die zugrunde liegende Stichprobe zu vergrößern. Nicht nur stabilisieren sich bei einer größeren Stichprobe wichtige Kennzahlen (wie z.B. die Mittelwerte), sondern werden statistische Analysen dadurch auch zuverlässiger; diverse statistische Verfahren setzen ausreichend große Fallzahlen voraus, um signifikante Effekte zuverlässig erkennen zu lassen. Zufällige Ausreißer oder ungewöhnliche Antworten haben außerdem bei kleinen Stichproben einen größeren Einfluss; mit einer größeren Stichprobe kann diesem Zufallseffekt entgegengewirkt werden.
Damit in den kommenden Monaten eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Befragungsergebnissen erfolgen kann, wird es künftig (mindestens) einmal im Quartal einen gemeinsamen Termin mit den Beteiligten geben. Für diese Termine wird jeweils ein Schwerpunktthema festgelegt werden, um neben einer strukturierten Beschäftigung mit den Daten auch eine zielführende Ableitung von Handlungsmaßnahmen zu ermöglichen. Über die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung wird der Ausschuss zu gegebener Zeit informiert werden.
Betroffene Straßen
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1 Straße
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Dokument
Projekt: KulturMonitoring Aachen
Zum ProjektDie Stadt Aachen führt ein KulturMonitoring durch, um die Besucherstruktur und -zufriedenheit in kulturellen Einrichtungen zu analysieren.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
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Worum geht es?
Das KulturMonitoring liefert Daten zur Besucherstruktur und Teilhabe in Aachens Kultureinrichtungen – erste Ergebnisse liegen vor.
Projekt
KulturMonitoring Aachen
Auch: KulMon Aachen, Besucherforschung Kultur
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KenntnisnahmeVerfahrensstand
Maßnahme geplantModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 19.5.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- Dezernat IV
- Geändert
- 24.4.2026
Technische Details
ID: 1009199
Allris:https://ratsinfo.aachen.de/public/vo020?VOLFDNR=1009199
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/papers?id=1009199