Vorlage·E 18/0027/WP19·22. September 2026

Hitzeschutz am Arbeitsplatz - Antrag zur Tagesordnung der Fraktion Die Linke vom 08.07.2026

Inhalt

Beratungsfolge

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Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Hitzeschutz am Arbeitsplatz: Welche Maßnahmen ergreift der Aachener Stadtbetrieb, um Beschäftigte vor Hitze zu schützen?

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Erläuterungen

Sachstand

Der Verwaltungsvorstand der Stadt Aachen beauftragte am 26. Mai 2026 die für wesentliche Hitzevorsorgeaspekte oder Risikogruppen zuständigen städtischen Fachbereiche und Betriebe unter Federführung des Dezernats VII, den Aachener Hitzeaktionsplan (AHAP) als verwaltungsübergreifenden Prozess der kommunalen Hitze- und Gesundheits-vorsorge schrittweise umzusetzen, weiterzuentwickeln und zu verstetigen.

Der Aachener Stadtbetrieb (E 18) wurde hinsichtlich seiner Aufgaben sowie Zuständigkeiten als auch bereits etablierter Maßnahmen zum Umgang mit Hitze am Arbeitsplatz eingebunden.

Die Festlegung erforderlicher Hitzeschutzmaßnahmen erfolgt im Aachener Stadtbetrieb (E 18) tätigkeitsbezogen im Rahmen gesetzlicher Vorgaben und der jeweiligen Gefährdungsbeurteilungen. Dabei werden die Maßnahmen entsprechend des sogenannten „STOP-Prinzips“ (Substitution – Gefahr beseitigen, Technische, Organisatorische, Persönliche Schutzmaßnahmen) ausgewählt. Technische und organisatorische Maßnahmen haben Vorrang vor personenbezogenen Schutzmaßnahmen. Den wirksamsten Schutz bietet die Kombination aller drei Maßnahmen-ebenen. Grundlage sind die gesetzlichen Regelungen wie die EU-Richtlinie 89/654/EWG (Europäische Arbeitsschutz-Rahmenrichtlinie), §5ArbSchG (Arbeitsschutzgesetz hier Gefährdungsbeurteilung und besondere Schutzmaßnahmen bei Temperaturen über 26 °C, die ASR (Arbeitsstättenrichtlinie) A3.5 hier Raumtemperatur sowie die BGI (Berufs-genossenschaftlichen Informationen) 579 und BGI 7002.


Bereits umgesetzte Maßnahmen unter Mitwirkung des Fachbereichs Arbeitsmedizin und Arbeits-

sicherheit (FB 17)

1. Technische Maßnahmen
Im Aachener Stadtbetrieb (E 18) wurden bereits verschiedene technische Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten umgesetzt. Hierzu zählen unter anderem:

Operativer Bereich

Verwaltungsbereich

  • Klimaanlagen in Dienstfahrzeugen
  • Ausgewählte klimatisierte Arbeitsbereiche (z. B. Disposition)
  • Parken der Fahrzeuge in Hallen und unter Schleppdächern
  • Markisen, Außenrollos, Vordächer an Gebäuden
  • getönte Fahrzeugscheiben und Folierung
  • Einsatz von Ventilatoren in Räumen
  • Bereitstellung von Pavillons für Arbeiten im Freien

  • erhöhter Maschineneinsatz

2. Organisatorische Maßnahmen
Organisatorische Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die Hitzebelastung der Beschäftigten zu reduzieren.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einer vorausschauenden Arbeitsorganisation sowie der regelmäßigen Unterweisung der Beschäftigten. Hierzu zählen insbesondere:

Operativer Bereich

Verwaltungsbereich

  • Verlagerung von Arbeiten in schattige Bereiche bzw. sofern möglich zeitliche Verlagerung der Arbeiten
  • Homeoffice-Regelung situativ erweitert sowie Gleitzeitrahmen ausschöpfen
  • Durchführung von Pausen in Innenräumen oder im Schatten
  • Ausweitung des Angebots von Zoom-Meetings
  • Vorverlegung des Arbeitsbeginns für die operativen Bereiche auf 06:00 Uhr bzw. flexible Gestaltung von Arbeits- und Pausenzeiten innerhalb des Gleitzeitrahmens von 06:00 Uhr bis 19:00 Uhr
  • Lüften in den kühleren Morgen- und Vormittagsstunden
  • Durchführung körperlich belastender Arbeiten in den kühleren Morgen- und Vormittagsstunden

  • Zusätzliche und längere Trinkpausen

  • Sicherstellung einer ausreichenden Flüssigkeitsversorgung durch wiederbefüllbare Trinkflaschen und Trinkbrunnen (u. a. Installation von eigenen Trinkbrunnen in den Verwaltungsgebäuden am Madrider Ring und Freunder Weg sowie an weiteren Standorten im Stadtgebiet), Wasserversorgung in Bauhöfen
  • Ergänzend zum Angebot an Wasser aus den Trinkbrunnen wurde aufgrund der hohen Hitzewarnstufe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Wasser in PET-Flaschen bereitgestellt

  • Angebot von Schulungen zur Hitze hier: Mini-Erste-Hilfe-Kursen mit dem Zusatzmodul „Hitze“
  • Nutzung arbeitsmedizinischer Vorsorgeangebote des Fachbereichs Arbeitsmedizin und

Arbeitssicherheit (FB 17)

3. Persönliche Schutzmaßnahmen
Das Angebot an persönlicher Schutzausrüstung (PSA) zum Schutz vor Hitze und UV-Strahlung wurde kontinuierlich erweitert. Den Mitarbeitenden werden unter anderem folgende Maßnahmen zur Verfügung gestellt:

Operativer Bereich

Verwaltungsbereich

  • leichte Sommerbundhosen und Sommerlatzhosen
  • Anpassung der Kleidung im Büro
  • Warn-UV-Langarmshirts in zwei unterschiedlichen Ausführungen

  • geeignete Kopfbedeckung (z. B. Kappen mit Nacken- und Ohrenschutz)

  • Sonnenbrillen und Sonnenüberbrillen

  • Sonnenschutzmittel (z. B. Sonnencreme UV-50-Filter)


Information und Kommunikation

Über die Mitarbeitenden-App „Carla“ werden den Beschäftigten fortlaufend hitzerelevante Informationen bereitgestellt. Neben der Carla-App informieren die Führungskräfte die Mitarbeitenden über geeignete, oben beschriebene Maßnahmen im Rahmen ihrer Dienstbesprechungen und bei der Auftragsvergabe. Hierzu gehören insbesondere:

  • Übersicht der „Kühlen Orte“ der Stadt Aachen
  • Standorte der öffentlichen Trinkbrunnen
  • Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD)

Ausblick

Der Hitzeschutz wird im Aachener Stadtbetrieb (E18) als kontinuierlicher Verbesserungsprozess verstanden.

Ziel ist es, bestehende Maßnahmen regelmäßig zu evaluieren und gemeinsam mit den Geschäftsbereichen sowie den beteiligten Fachbereichen als auch externen Partnern weiterzuentwickeln.

Hierzu werden unter anderem folgende Maßnahmen, vorbehaltlich ihrer Finanzierung, ergänzend beleuchtet und diskutiert:

Operativer Bereich

Verwaltungsbereich

  • Angebot von Sonnenschutzsegel mit Saugnäpfen zum Schutz gegen Hitze in Fahrzeugen unter Berücksichtigung der StVO
  • Anbringung von Fensterfolierung und zusätzlichen Außenrollos
  • Angebot von Abdeckungen für die Frontscheiben zum Schutz vor Hitze
  • Angebot von Thermometern in Büros
  • Angebot von ergänzender kühlender persönlicher Schutzausrüstung (PSA) wie z. B. Kühltücher, Kühlkappen, Kühlwesten, Kühlstrümpfe, Kühlpulsmanschetten etc.
  • Installation von Klimaanlagen in Besprechungsräumen und Aufenthaltsräumen
  • Angebot von Warn-Kurzarmshirts
  • Angebot von Sprühnebel in Büros
  • Angebot von digitalen Hitzearmbändern
  • Entwicklung verbindlicher Kommunikations- und Koordinationsprozesse zum Thema Hitze
  • Benennung von sogenannten „Hitzepatinnen und Hitzepaten“. Diese Kolleginnen und Kollegen erinnern regelmäßig an ausreichendes Trinken, achten auf Anzeichen von Hitzebelastung oder Dehydrierung, sprechen Beschäftigte bei Auffälligkeiten an und regen gemeinsam mit den Führungskräften bei Bedarf zusätzliche Kurzpausen oder weitere Schutzmaßnahmen an

  • Bereitstellung von „Hitzeaktions-Info-Boxen“ für Führungskräfte, die von der Berufsgenossenschaft der SVLFG (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau) bereitgestellt werden können. Diese enthalten kompakte Informationen und Handlungshilfen zum Verhalten bei Hitze und unterstützen die Umsetzung von Schutzmaßnahmen im Arbeitsalltag

  • Angebot von Sprühnebel in Außenbereichen auf Bauhöfen

  • Angebot von Schulungen – jährliche Sicherheitsunterweisungen zum Thema Sonnenschutz – des Fachbereichs Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit (FB 17) in der E-Lernplattform moodle und bei Bedarf in Präsenz

Der Aachener Stadtbetrieb (E 18) wird die Entwicklung des Aachener Hitzeaktionsplans (AHAP) weiterhin aktiv unterstützen und seine Maßnahmen kontinuierlich an neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowie praktische Erfahrungen anpassen. Hitzeschutz wird dabei als dauerhafte Aufgabe und Themenstellung verstanden.

Betroffene Straßen

Straßen, die im Text dieser Vorlage erwähnt werden.

2 Straßen

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Worum geht es?

Hitzeschutz am Arbeitsplatz: Welche Maßnahmen ergreift der Aachener Stadtbetrieb, um Beschäftigte vor Hitze zu schützen?

Projekt

Hitzeschutz am Arbeitsplatz

Auch: AHAP

Strategien & Programme

Aachener Hitzeaktionsplan

Kategorien

GesundheitDigitalisierung

Schlagworte

ArbeitsschutzHitzepräventionGefährdungsbeurteilungSchutzmaßnahmen

Betroffene Gruppen

StadtmitarbeiterFührungskräfte

Handlungstyp

Planung

Verfahrensstand

Maßnahme geplant

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 7.9.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
E 18 - Aachener Stadtbetrieb
Geändert
2.9.2026
Technische Details