Unterstützung des grenzüberschreitenden archäologischen Landschaftsparks der Gemeinde Simpelveld (NL) durch die Stadt Aachen (Arbeitsgemeinschaft Charlemagne Grenzregion)
Inhalt
Beratungsfolge
Erläuterungen
Ein grenzüberschreitendes Projekt macht römische Geschichte im Aachener Norden erlebbar – mit interaktiven Stationen entlang bestehender Wanderwege.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Erläuterungen
Anlass und Hintergrund
Die Arbeitsgemeinschaft Charlemagne Grenzregion ist eine Kooperation der grenzanliegenden Kommunen und Gebietskörperschaften, bestehend aus der StädteRegion Aachen, Parkstad Limburg, der Gemeinde Heerlen, der Gemeinde Vaals sowie den Kommunen der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgien. Sie wurde im Jahr 2011 mit dem Ziel gegründet, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf der lokalen Verwaltungsebene zu stärken.
Komplementär zu den bestehenden euregionalen Strukturen fördert die Arbeitsgemeinschaft den direkten und operativen Informationsaustausch sowie die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Verwaltungen. Ziel ist es, die Attraktivität und die wirtschaftliche Entwicklung des gemeinsamen Grenzraums zu stärken, das grenzüberschreitende Arbeiten und Leben zu erleichtern sowie die Abstimmung von Planungen und Entwicklungen in der Region zu verbessern.
Die Arbeitsgemeinschaft wird durch einen Vorstand, der sich aus den Hauptverwaltungsbeamten der Partnerkommunen zusammensetzt, sowie durch eine trinational besetzte Arbeitsgruppe getragen. Darüber hinaus verfügt sie über ein gemeinsames Budget, das von der StädteRegion verwaltet wird. Innerhalb der Stadt Aachen ist die Arbeitsgemeinschaft den Fachbereichen FB 01 (Verwaltungsleitung, Grundsatz und Dialog) und FB 02 (Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa) zugeordnet.
Im Rahmen des Interreg-Projekts ViaVia entwickelt die niederländische Gemeinde Simpelveld seit dem Jahr 2024 einen archäologischen Landschaftspark. Aufgrund römischer Fundstätten im Bereich des Bezirks Laurensberg entfaltet das Projekt auch grenzüberschreitende Bedeutung und eröffnet die Möglichkeit, historische Zusammenhänge über die Landesgrenzen hinweg sichtbar und erlebbar zu machen.
Mit einem Letter of Intent hat die Arbeitsgemeinschaft Charlemagne Grenzregion im Jahr 2024 ihre Unterstützung für die Umsetzung des Projekts erklärt und eine finanzielle Förderung in Höhe von 7.500 Euro zugesagt.
Vor diesem Hintergrund und auf Initiative der Gemeinde Simpelveld wurde – unterstützt durch die Arbeitsgemeinschaft Charlemagne Grenzregion (koordiniert durch den Fachbereich FB 01) – eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Dieser gehören Vertreterinnen und Vertreter der zuständigen Fachverwaltungen, FB61 und FB 36, sowie des Bezirksamts Laurensberg an. Ziel der Arbeitsgruppe ist die Entwicklung und Umsetzung des grenzüberschreitenden Abschnitts des archäologischen Landschaftsparks.
Die Gemeinde Simpelveld bietet der Stadt Aachen im Rahmen des Interregprojekts die Möglichkeit, sich mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand, an dem historisch und touristisch bedeutsamen Vorhaben des archäologischen Landschaftsparks zu beteiligen.
Eine Beteiligung eröffnet der Stadt Aachen die Chance, von den bereits vorgesehenen Projektstrukturen und -mitteln zu profitieren und zugleich die grenzüberschreitende Entwicklung eines für die Region bedeutenden kulturhistorischen und touristischen Projekts aktiv mitzugestalten.
Sollte sich die Stadt Aachen gegen eine Beteiligung entscheiden, würden die für sie eingeplanten Projektmittel entfallen. Eine zu einem späteren Zeitpunkt grundsätzlich mögliche grenzüberschreitende Fortführung bzw. Erweiterung des archäologischen Landschaftsparks wäre voraussichtlich nur unter deutlich höheren finanziellen und organisatorischen Aufwendungen realisierbar.
Vor diesem Hintergrund bietet die Beteiligung im Rahmen des Interregprojekts eine günstige Gelegenheit, die Entwicklung des archäologischen Landschaftsparks grenzüberschreitend voranzubringen und langfristig von dessen kulturhistorischem und touristischem Potenzial zu profitieren.
Maßnahmen
Im Mittelpunkt der geplanten Maßnahmen steht die Inwertsetzung bereits bestehender Wanderwege und Wegebeziehungen. Diese sollen durch einzelne Informations- und Gestaltungselemente ergänzt werden, die die historischen Zusammenhänge und die grenzüberschreitende Bedeutung des römischen Erbes anschaulich vermitteln (s. Anlage S. 2). Die vorgesehenen Wegeführungen werden zugleich in die Öffentlichkeitsarbeit und die Informationsmaterialien des Interreg-Projekts ViaVia integriert und tragen so zur touristischen und kulturellen Sichtbarkeit des gemeinsamen Grenzraums bei.
Die betreffenden Wanderwege wurden bereits 2023 von der Bezirksvertretung Laurensberg sowie dem Naturschutzbeirat beschlossen. Änderungen oder Ausbauten des Wegenetzes sind im Rahmen des Projektes nicht geplant. Auf dem Aachener Stadtgebiet ist die Errichtung von fünf der o.g. Informations- und Gestaltungselemente entlang der Wanderwege geplant (s. Anlage S. 3, 4).
Station 1 (s. Anlage S. 5)
Vorgesehen ist die Errichtung eines interaktiven Fernglases im Bereich des Vetschauer Bergs. Hierbei handelt es sich um kein übliches Fernglas, sondern es werden virtuelle Eindrücke der Landschaft aus der römischen Zeit dargestellt, um die mögliche Gestalt der früheren Umwelt zu visualisieren. Daneben kann eine zusätzliche Informationstafel aufgestellt werden. Der Standort liegt im Geltungsbereich des Landschaftsplans der Stadt Aachen, der an der Stelle ein Landschaftsschutzgebiet bzw. den besonderen Schutz von Bäumen, Hecken und Gewässern festsetzt. Naturschutzfachlich ist der Standort als unkritisch anzusehen. Dieser wird mit einem Wegekreuz und einer Sitzbank schon genutzt, sodass die Elemente des Projekts hier eine gute Ergänzung darstellen können.
Station 2 (s. Anlage S. 6)
Weiterhin soll im Bereich des Bahnhofs Vetschau ein so genanntes Lararium errichtet werden (Anlage Station 2). Hierbei handelt es sich auch um die Darstellung interaktiver, virtueller Informationen zur Thematik des Projekts. Der geplante Standort ist ebenfalls mit einer Bank-Tisch-Kombination sowie weiteren Informationen und Elementen genutzt. Ggf. bietet sich mit der möglichen Umsetzung des ViaVia-Projekts eine Neuordnung und Sortierung der Elemente an der Stelle an. Der Standort liegt im Landschaftsschutzgebiet, ist aber naturschutzfachlich ebenfalls als unkritisch anzusehen. Hinsichtlich der angedachten Reaktivierung der Bahnstrecke ist der Standort des Larariums sorgfältig abzustimmen.
Station 3 (s. Anlage S. 7)
An der Grenze zu den Niederlanden in Richtung Bocholtz ist auch eine Errichtung eines Larariums geplant (Anlage Station 3). Hier ist ein genauer Standort noch mit der unteren Naturschutzbehörde abzustimmen, um keine Eingriffe in die Gehölzstrukturen auszulösen. Ggf. liegt der Standort auch auf niederländischer Seite, sodass eine kleine Zuwegung zu dem Element geschaffen werden müsste. Der Standort befindet sich im Landschaftsschutzgebiet, ist aber bei einer engen Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde als umsetzbar anzusehen.
Station 4 und 5 (s. Anlage S. 8, 9)
Zwei weitere angedachte Standorte liegen in Orsbach (Anlage Stationen 4 und 5). Hier soll im Bereich der Kreuzung Düserhofstraße/ Bungartsweg/ Hohlweg eine Infotafel aufgestellt werden. Ein weiteres interaktives Fernglas soll im Bereich des Café Bellevue aufgestellt werden. Beide Standorte liegen außerhalb des Geltungsbereichs des Landschaftsplans und müssen noch u.a. mit der Verkehrsbehörde abgestimmt werden.
Die Projektmaßnahmen wurden hinsichtlich der maßgeblichen planungsrechtlichen Grundlagen geprüft. Die naturschutzrechtliche Beurteilung erfolgt noch auf Basis des derzeit rechtskräftigen Landschaftsplans von 1988, da der in der Neuaufstellung befindliche Landschaftsplan nicht vor 2027 in Kraft treten wird. Die Festsetzungen und Darstellungen des Landschaftsplan-Entwurfs im Rahmen des Neuaufstellungsverfahrens, wurden bei der Bewertung und Betrachtung der Räume und Standorte bereits beachtet.
Zeitplan und weitere Vorgehensweise
Der Projektträger muss zur möglichen Umsetzung der Stationen noch Kontakt mit dem Fachbereich Immobilienmanagement bzw. auch dem Bezirksamt Laurensberg aufnehmen, um die Nutzung der überwiegend städtischen Flächen abzustimmen. Weiterhin müssen auch private Eigentümer angefragt werden und um Zustimmung gebeten werden. Hierzu und zu weiteren Fragestellungen laufen noch weitere Abstimmungen in der Stadtverwaltung und mit dem Projektträger.
Die Pflege und Unterhaltung der der Stationen/ Gestaltungselemente ist für die nächsten 5 Jahre durch den Projektträger gesichert. Wir gehen von einer Verlängerung des Vertrages aus.
Der niederländische Zeitplan sieht folgendermaßen aus:
- Ausschreibung der Objekte – hat bereits stattgefunden
- Beauftragung nach der Sommerpause
- Aufbau bis spätestens Juni 27
- Bis dahin steht auch die Kommunikationsstrategie
- Ende des Projektes Sept 2027
Aufgrund des engen Zeitplans mit dem Projektabschluss Ende nächsten Jahres, sollen die nötigen Genehmigungen und Zustimmungen etc. bis spätestens Oktober 2026 eingeholt sein, damit die Aachener Seite in das Projekt eingebunden bleiben kann.
Die Erteilung einer Befreiung von den Verboten des Landschaftsplans für die Errichtung der Stationen mit der dafür notwendigen Beteiligung des Naturschutzbeirats ist im September 2026 vorgesehen. Auch ist dann noch die nötige Kompensation für die Eingriffe in Natur und Landschaft, die allerdings geringfügig ausfallen werden, mit der unteren Naturschutzbehörde zu klären.
Betroffene Straßen
Straßen, die im Text dieser Vorlage erwähnt werden.
3 Straßen
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KI-Analyse
Worum geht es?
Ein grenzüberschreitendes Projekt macht römische Geschichte im Aachener Norden erlebbar – mit interaktiven Stationen entlang bestehender Wanderwege.
Projekt
Archäologischer Landschaftspark Simpelveld
Auch: ViaVia-Projekt, Grenzüberschreitender Landschaftspark
Kategorien
Schlagworte
Betroffene Gruppen
Handlungstyp
PlanungVerfahrensstand
Maßnahme geplantBezirk
LaurensbergModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 24.8.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 01 - Fachbereich Verwaltungsleitung, Grundsatz und Dialog
- Geändert
- 21.8.2026
Technische Details
ID: 1011652
Allris:https://ratsinfo.aachen.de/public/vo020?VOLFDNR=1011652
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/papers?id=1011652