Vorlage·FB 36/0072/WP19·13. Oktober 2026

Regionalpakt für Hochwasserschutz im Einzugsgebiet Maas-Süd - aktueller Stand

Inhalt

Beratungsfolge

Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Ein regionaler Pakt soll den Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Maas verbessern. Aachen arbeitet mit Land, Kommunen und Verbänden an einem gemeinsamen Konzept für mehr Sicherheit.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Erläuterungen

Pakt für Hochwasserschutz Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen begegnet den steigenden Herausforderungen durch die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Hochwasserereignissen und den komplexer werdenden Planungs- und Genehmigungsverfahren von Infrastrukturmaßnahmen mit einem gemeinsamen „Pakt für Hochwasserschutz“ – einer landesweiten Initiative zur Bündelung, Koordinierung und Beschleunigung der Prozesse (siehe Anlage). Ziel ist es, technische und ökologische Schutzmaßnahmen in den Flusseinzugsgebieten gemeinsam und integriert umzusetzen, um den Hochwasserschutz zu beschleunigen und wirkungsvoller zu machen.Der Landespakt für Hochwasserschutz wurde am 9. Februar 2026 von den kommunalen Spitzenverbänden in Nordrhein-Westfalen, der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände in Nordrhein-Westfalen sowie dem Land Nordrhein-Westfalen und dessen Bezirksregierungen unterzeichnet.

Regionalpakte: Besserer Hochwasserschutz für Menschen, Natur und Wirtschaft im Einzugsgebiet

Während der Landespakt die Leitplanken bildet, sollen insgesamt 10 Regionalpakte für die konkrete Umsetzung vor Ort sorgen. Die Regionalpakte sind zugeschnitten auf die Flusseinzugsgebiete in NRW:Erft, Emscher & Lippe, Wupper, Sieg & Agger, Rhein, Ruhr, Ems, Weser, Maas‑Nord und das für Aachen maßgebliche Flusseinzugsgebiet Maas-Süd. Am 06. Juli 2026 wurde mit dem Regionalpakt Emscher-Lippe bereits der erste Regionalpakt eines Flusseinzugsgebietes geschlossen.

Das Einzugsgebiet Maas-Süd ist durch unterschiedliche wasserwirtschaftliche und räumliche Rahmenbedingungen geprägt: Die Teileinzugsgebiet Urft/Olef und Obere Rur sind geprägt insbesondere durch Mittelgebirgslagen mit kurzen Abflussreaktionszeiten, stark ausgeprägten Talräumen mit intensiv bebauten Ortslagen und hohen Starkregenrisiken. In den Teileinzugsgebieten Mittlere und Untere Rur und den für die Stadt Aachen relevanten Teileinzugsgebieten Wurm und Inde treffen Hochwassergefahren auf dicht besiedelte Räume, kritische Infrastrukturen, gewerbliche und industrielle Nutzungen sowie vorhandene Gewässer- und Hochwasserschutzanlagen. Hinzu kommen hohe Gefahren durch Starkregen für Aachens innerstädtischen Bereiche.

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) nimmt in den Teileinzugsgebieten Wurm und Inde mit der Gewässerunterhaltungspflicht auch Aufgaben des Hochwasserschutzes wahr. In diesen Bereichen erstellt und koordiniert der WVER Hochwasserschutzkonzepte mit einzugsgebietsweiter Betrachtung und wirkt als zentraler fachlicher Partner und Maßnahmenträger auf deren Umsetzung hin. Für die Einzugsgebiete Tüljebach und Senserbach obliegen dem Gewässerunterhaltungsteam der Stadt Aachen die Unterhaltungspflicht und die Aufgaben des Hochwasserschutzes.

Der angestrebte Regionalpakt Maas-Süd wird somit in enger Zusammenarbeit zwischen dem MUNV, dem WVER sowie einer regionalen Projekt- und Redaktionsgruppe erarbeitet. Der Regionalpakt baut auf den lokalen Gegebenheiten, bereits geplanten oder konzeptionell vorgedachten Maßnahmen und Projektideen auf – als maßgeschneidertes Handlungspaket für unsere Region.

Die Ziele des Paktes sind, die regional bereits gelebte Zusammenarbeit – hierzu zählt das regionale Hochwasserrisikomanagement (HWRM) von Stadt Aachen, Städteregion Aachen und WVER – noch weiter zu stärken, die Planung, Genehmigung und Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen zu beschleunigen, Möglichkeiten der aktiven Flächensicherung auszuloten und umzusetzen, den Austausch von Daten untereinander zu erleichtern und die Eigenvorsorge zu stärken. Mit Aachens Lage im Kopfgebiet zahlreicher Gewässer bekommt das Zusammenwirken von Hochwasser und Starkregen ein besonderes Gewicht und findet Berücksichtigung im Regionalpakt.Hierfür soll der Regionalpakt Maas-Süd insbesondere folgende 8 Eckpunkte enthalten:

Rollenklärung der Akteure

Festlegung der prioritären Projekte

Beschleunigung der Projektumsetzung

Maßnahmen für die erforderliche Flächenbereitstellung

Etablierung einer regionalen Hochwasserlageinformation

Stärkung der Eigenvorsorge

Intensivierung der Kommunikation

Integrierte Betrachtung von Starkregen und Hochwasser

Finanzmittel:

Die Landesregierungstellt in den kommenden zwölf Jahren insgesamt 1,1 Mrd. Euro Landesmittel für den Hochwasserschutz bereit. Städtische Haushaltsmittel sind im Kontext des Regionalpaktes demgegenüber nicht erforderlich.

Aktueller Stand und Zeitplanung:

In einem ersten Auftaktworkshop am 21. Mai 2026 in Aachen wurde das Verfahren zur Erarbeitung des Regionalpaktes vorgestellt und einige der vorgenannten Eckpunkte mit Akteurinnen und Akteuren des Landes, aus den Bezirksregierungen, den Kommunen, dem Wasserverband Eifel-Rur, der Landwirtschaftskammer, der Naturschutzverbände, und weiteren Stakeholdern diskutiert. Die Ergebnisse fließen in die Erarbeitung des ersten Textentwurfs des Regionalpaktes ein.

Ziel des Landes ist es, im vierten Quartal 2026 eine erste Version des Paktentwurfes an alle Akteurinnen und Akteure zu versenden und ihn eine erste Kommentierungsrunde durchlaufen zu lassen. Ein zweiter Präsenz-Workshop ist ebenfalls für das letzte Quartal 2026 geplant. Über die weitere Entwicklung wird die Verwaltung die tangierten Ausschüsse, insbesondere AUK, ggf. auch PLA, WIA, u.a., zeitnahe informieren.

Die Unterzeichnung des finalen Regionalpaktes Maas-Süd wird für das zweite Quartal 2027 avisiert.

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Worum geht es?

Ein regionaler Pakt soll den Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Maas verbessern. Aachen arbeitet mit Land, Kommunen und Verbänden an einem gemeinsamen Konzept für mehr Sicherheit.

Projekt

Regionalpakt Hochwasserschutz Maas-Süd

Auch: Pakt für Hochwasserschutz NRW

Kategorien

Umwelt & NaturStadtentwicklung

Schlagworte

HochwasserschutzStarkregenvorsorgeRegionale Zusammenarbeit

Betroffene Gruppen

AnwohnerGewerbetreibendeLandwirte

Handlungstyp

Planung

Verfahrensstand

Maßnahme geplant

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 2.10.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
Geändert
24.9.2026
Technische Details