Forstwirtschaftsplan 2013
Inhalt
Beratungsfolge
Erläuterungen
Der Münsterwald wird bewirtschaftet: Wie sieht die Planung für Holzeinschlag, Aufforstung und Wegeunterhalt aus?
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung nimmt die Forstwirtschaftspläne für das Forstwirtschaftsjahr 2013 für den Münsterwald zustimmend zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Im Forsteinrichtungszeitraum 2003-2013 sind im zehnten Jahr die Maßnahmen für die Bewirtschaftung des Münsterwaldes zu planen.
Die o.g. Forsteinrichtung läuft zum 30.09.2013 aus. Nach der Entgeltordnung des Landesbetriebs Wald und Holz NRW kann die Forsteinrichtung in kommunalen Wäldern gefördert werden (Förderhöhe: 80 % der Kosten). Die Förderung der Kommunen wird jedoch durch den Landesbetrieb Wald und Holz NRW immer mehr in Frage gestellt, so dass bereits in zahlreichen kommunalen Forstbetrieben die Forsteinrichtung seit Jahren überfällig ist und der Hiebssatz der alten Forsteinrichtung fortgeschrieben wird. Es ist zu erwarten, dass auch für den Aachener Wald keine Fördergelder mehr bereitgestellt werden. Derzeit finden Gespräche zwischen dem MKULNV NRW, dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW und dem Kommunalen Waldbesitzerverband zum weiteren Vorgehen statt. Sofern bis zum Sitzungstermin Zwischenergebnisse vorliegen, werden diese mündlich mitgeteilt.
a) Holzeinschlag
*)Alh = andere Laubbäume mit hoher Umtriebszeit (Esche, Bergahorn, Kirsche)
Aln = andere Laubbäume mit niedriger Umtriebszeit (Roteiche, Birke, Roterle, Eberesche, Robinie, Rosskastanie)
Hiebssatz undbisheriger Vollzug
Der Hiebssatz wird im Forstbetrieb durch die Forsteinrichtung festgelegt und gibt die flächenbezogene nachhaltige jährlich einschlagbare Holzmenge in Festmeter (entspricht Kubikmeter) an. Er ist nach Holzartengruppen unterteilt und wird so bemessen, dass die Ertragskraft des Waldes sowie die Nachhaltigkeit der Waldfunktionen erhalten bleiben.
Aus dieser Planung geht hervor, dass im Münsterwald jährlich 4.914 fm dauerhaft genutzt werden können (Zeile 1). Durch die Anpassung des Einschlags an die Holzmarktlage, aufgrund von waldbaulichen Notwendigkeiten sowie durch nicht beeinflussbare Faktoren (Insekten, Sturm) treten Abweichungen vom Ideal auf. Im abgeglichenen Hiebssatzwerden die im Laufe der Jahre eingetretenen Abweichungen zum Ursprungsplan aufsummiert. Die dort dargestellten Werte weisen aus, wie hoch der Holzeinschlag im kommenden Forstwirtschaftsjahr sein müsste, um den Betrieb wieder auf das ursprüngliche Planungsniveau zurück zu führen (Zeile 2).
Demnach könnte der Forstbetrieb im Forstwirtschaftsjahr 2013 2.384 fm einschlagen, geplant sind 3.575 fm. Wie auch in den Vorjahren konnten die Einschlagsvorgaben im Laubholz nicht erfüllt werden. Die Nachfrage nach Laubholz, insbesondere Buche und qualitativ schlechtere Eiche ist nach wie vor sehr verhalten. Entsprechend gering sind die Markpreise und demzufolge gering der Einschlag bei diesen Baumarten. Dennoch befinden sich die Laubwälder in einem gepflegten Zustand.
Trotz der hohen außerplanmäßigen Nutzung bei der Baumart Fichte (Windwurf) in den vergangenen Jahren nähern sich der reguläre Hiebssatz, der abgeglichene Hiebssatz sowie die Einschlagsplanung in 2013 einander an und befinden sich nahezu in einem ausgeglichenen Verhältnis.
Buche und andere Laubhölzer: Holzmarktsituation und Einschlagsplanung 2013
Die Nachfrage nach sägefähigem Buchenstammholz (so genannte B und C-Qualität) bewegt sich weiterhin auf niedrigem Niveau, Tendenz gleich bleibend. Dagegen bewegt sich die Nachfrage nach LKW-verladbarem Brennholz auf konstant hohem Niveau.
Für Eichenstammholz der mittleren und guten Qualität werden gute Preise geboten. Insgesamt spielt dieses Sortiment im Gemeindeforstamt aber nur eine untergeordnete Rolle.
Das Forstamt wird aus den genannten Gründen den Laubholzeinschlag auf das waldbaulich notwendige Maß beschränken.
Fichte und andere Nadelhölzer: Holzmarktsituation und Einschlagsplanung 2013
Anders als beim Laubholz haben sich die Preise für Nadelhölzer, vor allem Fichte, nach dem Sturm Kyrill (2007) sehr gut erholt und befinden sich auf einem sehr hohem Niveau, auch wenn bei den aktuellen Verträgen im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang (ca. 5%) zu verzeichnen ist. Aufgrund des allgemeinen Geschäftsklimas ist der Markt von Unsicherheit geprägt; weitere Preisabschläge für 2013 sind zu erwarten. Zurzeit werden die mittelstarken Fichtenwälder konsequent durchforstet, teils aufgrund der guten wirtschaftlichen Voraussetzungen, teils zur Stabilisierung/Stärkung des Einzelbaumes (größere Krone, größere Wurzeln, höhere Vitalität).
Die oben genannten Marktentwicklungen gelten auch für die so genannten Rothölzer (Lärche, Douglasie, Kiefer). Trotz guter Marktpreise wird bei den Baumarten Lärche und Kiefer zurückhaltend agiert, da die Vorgaben der Forsteinrichtung (abgeglichener Hiebssatz) keine größeren Eingriffe zulassen.
b) Kulturen, Wege, Erholung
Kulturbegründung
Im kommenden Forstwirtschaftsjahr ist die Pflanzung von 1.600 Bäumen geplant. Diese verteilen sich auf die Baumarten wie folgt:
Buche:1.000 Stück
Roterle:500 Stück
Wildkirsche:100 Stück
Summe:1.600 Stück
Mit den Buchen und Schwarzerlen werden Fehlstellen in einer bereits aufgelaufenen Naturverjüngungen nachgebessert, die Wildkirsche dient dagegen der Erhöhung der Artenvielfalt.
Kulturpflege/Kultursicherung
Diese Arbeiten fallen überwiegend in den Sommermonaten (zweites und drittes Quartal) an. In der Kulturpflege werden bei Bedarf junge Bestände gegen starke Konkurrenzvegetation wie Brombeere und Adlerfarn aber auch Neophyten frei geschnitten. Geplant sind diese Maßnahmen auf 2 ha.
Jungwuchspflege
Im Rahmen der Jungwuchspflege werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Im Jahr 2013 liegen junge Nadelholzbestände im Stangenholzalter (rund 15 - 20 Jahre) im Fokus. Bei der Pflege werden die qualitativ besten und vitalsten Nadelbäume sowie die das Ökosystem stabilisierenden Mischbaumarten gefördert. Pflegeeingriffe sind auf ca. 16 ha vorgesehen.
Waldschutz
Vor dem Hintergrund der schlechten naturräumlichen Ausstattung mit Äsungsmöglichkeiten (Fichtendominanz)ist der Äsungsdruck auf die gepflanzten Laubbäume im Münsterwald sehr hoch. Daher müssen junge Laubbäume durch Aufbringen von Verbissschutzmitteln geschützt werden. Geplant ist der Schutz auf rund 13 ha (2012=19 ha, 2011= 28 ha), jeweils im Sommer und im Winter. Im Eigenjagdbezirk Walheimer Wald West (westlich der Himmelsleiter) ist die Verbissbelastung mittlerweile so weit zurückgegangen, dass vorläufig keine Schutzmaßnahmen mehr ergriffen werden. Im Eigenjagdbezirk Kornelimünster Wald II (östlich der Himmelsleiter) wird der Wilddruck zwar geringer, alles in allem ist die gewünschte Wilddichte aber noch nicht erreicht.
Darüber hinaus werden diverse Weisergatter unterhalten. Dabei handelt es sich um kleine gezäunte Kontrollflächen zur Einschätzung der Wilddichte.
Wegebau/Wegeunterhaltung
Die sand-/wassergebundenen Waldwege befinden sich in einem akzeptablen Zustand und werden weiterhin konsequent in Eigenregie unterhalten. Der Einsatz einer Grabenfräse zur Offenhaltung der Gräben erscheint in diesem Jahr nicht erforderlich.
Erholungseinrichtungen
Der Wetterschutzpilz am Kitzenhausweg wurde erneuert. Der Bau von neuen Erholungseinrichtungen im Jahr 2013 ist nicht vorgesehen, so dass sich die Arbeiten auf die Unterhaltung der vorhandenen Bauwerke und Einrichtungen beschränken.
c) Fremdaufträge
?Rückekosten: Das in Eigenregie aufgearbeitete Holz (v.a. Laubholz) muss durch Unternehmer bis an die LKW-befahrbaren Wege geliefert werden. Für diese Arbeiten werden Kosten in Höhe von 22.000 Euro kalkuliert.
?Verkehrssicherungsmaßnahmen:7.500 Euro
?Ankauf von Pflanzen: 4.325 Pflanzen für rund 1.150 Euro
(Pflanzung in Eigenregie)
?Verbiss- und Fegeschutzmittel: ca. 3.000 Euro
?Unterhaltungsarbeiten an sand-/wassergebundenen Wegen, Gräben und Böschungen (Erhaltung des Lichtraumprofils, Wegebaumaterial): ca. 1.000 Euro
Auswirkungen
finanzielle Auswirkungen | ||||||
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||
Deckung ist gegeben/ keine ausrechende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausrechende Deckung vorhanden | |||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebe-ner Ansatz 20xx ff. | Folgekos-ten (alt) | Folgekos-ten (neu) |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | ||||
Deckung ist gegeben/ keine ausrechende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausrechende Deckung vorhanden | |||||
Die Mittel sind im Haushalt (konsumtiv) folgendermaßen eingeplant:
-Holzeinschlag (22.000 )
-Verkehrssicherung (7.500 )
-Ankauf von Pflanzen (1.150 )
-Verbiss- und Fegeschutz: (3.000 )
-Wegebaumaterial (1.000 )
34.650
Betroffene Straßen
Straßen, die im Text dieser Vorlage erwähnt werden.
3 Straßen
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Dokument
KI-Analyse
Worum geht es?
Der Münsterwald wird bewirtschaftet: Wie sieht die Planung für Holzeinschlag, Aufforstung und Wegeunterhalt aus?
Projekt
Forstwirtschaft Münsterwald
Auch: Forstwirtschaftsplan 2013
Kategorien
Schlagworte
Betroffene Gruppen
Handlungstyp
PlanungVerfahrensstand
Maßnahme geplantModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 2.3.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 36 - Fachbereich Klima und Umwelt
- Geändert
- 23.2.2026