Vorlage·FB 64/0024/WP16·18. März 2014

Berichtswesen des Fachbereichs Wohnen betreffend die Wohnungssuchenden und die Wohnungsvermittlung in der Stadt Aachen für das Jahr 2013

Inhalt

Beratungsfolge

Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Der jährliche Bericht zur Wohnungsvermittlung zeigt die Herausforderungen bei der Versorgung von Wohnungssuchenden im geförderten Wohnungsmarkt.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung die Erkenntnisse aus der Wohnungsvermittlung bei der Fortschreibung von „Aachen-Strategie-Wohnen“ zu berücksichtigen.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Die Verwaltung, der Fachbereich Wohnen, berichtet jährlich über die Entwicklung der Wohnungssuchenden und der Wohnungsvermittlung im geförderten Wohnungsmarkt.

A. Geförderter Mietwohnungsbestand zum 01.01.2013 in Aachen

Der geförderte Mietwohnungsbestand in der Stadt Aachen betrug zum 01.01.2013 noch 9.396 Wohneinheiten (WE) für Haushalte mit Wohnberechtigungsschein der Einkommensgruppe A.

Für Haushalte mit Wohnberechtigungsschein der Einkommensgruppe B (EKG A + 40 v.H.) gab es

zu Beginn 2013 = 191 WE.

Zur Erfüllung der daseinsvorsorglichen Aufgabe der Wohnraumversorgung von Menschen mit Benachteiligungen am Wohnungsmarkt wird auch der städtische, freifinanzierte Wohnungsbestand mit derzeit ca. 1.700 Wohneinheiten in Belegungsabstimmung zwischen gewoge AG und Fachbereich Wohnen in Anspruch genommen.

B. Versorgung mit öffentlich geförderten Wohnungen

Sobald eine geförderte Wohnung bezugsfertig oder frei wird, hat der Eigentümer bzw. die Hausverwaltung dies aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung dem Fachbereich Wohnen mitzuteilen.

Wird der Wohnungsaufsicht ein Leerstand aufgrund der Bestands- und Besetzungskontrollen oder des monatlichen Abgleichs mit dem Einwohnermeldeamt bekannt, so wird der Eigentümer unverzüglich kontaktiert. Auch dies trägt zu einer äußerst geringen Leerstandsquote von zuletzt 0,53 % bei.

Durch die Wohnungsvermittlungsstelle werden die berechtigten Wohnungssuchenden über die freien Wohnungen informiert und bei Interesse an den/die Vermieter/in verwiesen.

Bei Wohnungen mit Besetzungsrecht findet für die Unterbringung von Wohnungsnotfällen der vom Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss beschlossene Dringlichkeitskatalog Anwendung. Beim Besetzungsrecht darf der Verfügungsberechtigte einer Wohnung diese nur einer vom FB Wohnen benannten oder zugewiesenen wohnungssuchenden Person überlassen. Da auch eine gemischte (soziale) Bewohnerstruktur angestrebt wird, kann in begründeten Einzelfällen von diesen Kriterien abgewichen werden.

Das nach den Fördervorschriften eingeräumte Besetzungsrecht besteht aktuell an 1.337 Wohnungen

des 1. Förderweges (bzw. Einkommensgruppe A), davon sind 86 im Eigentum der Stadt Aachen und 109 Wohnungen im Eigentum der gewoge AG.

C. Wohnungsnotstände

Die Zahl der Wohnungsnotstände ist in diesem Jahr gesunken.

Die Gesamtzahl der Wohnungssuchenden ist auch rückläufig, da aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes in Aachen kaum noch Wohnungen frei werden. Es besteht wenig Fluktuation.

Ältere Menschen sind prozentual nach wie vor stark betroffen. Sie wollen nicht auf stationäre Einrichtungen angewiesen sein und suchen eher eine altengerechte Wohnung in guter infrastruktureller Umgebung. Es kumulieren sich geringe Renteneinkünfte mit dem Defizit an preiswerten und gleichzeitig barrierearmen/-freien Wohnungen.

Der stetige Rückgang an öffentlich geförderten Mietwohnungen forciert die Problemstellung in der Wohnungsvermittlung. Das Verweilen in nicht altengerechten aber teuren Wohnungen führt zur Einstufung als Wohnungsnotfall.

D. Vermittlungsergebnisse

Im abgelaufenen Jahr konnten 1.023 Haushalte in eine geförderte Wohnung vermittelt werden.

Davon waren 264 den Dringlichkeitsstufen 1-3 zugeordnet.

Während die Vermittlungsquote bis 2004 stetig stieg und so ausreichend vermittelbaren Wohnraum signalisierte, fällt sie bis heute nahezu kontinuierlich und zeigt die immer weiter zunehmende Anspannung im Bereich geförderter Wohnraum deutlich auf. Während in den Vorjahren noch jeder zweite Wohnungssuchende vermittelt werden konnte, ist derzeit bedingt durch sinkende Bestandszahlen bei gleichbleibender Nachfrage fast nur jeder dritte Wohnungssuchende vermittelbar.

2.038 wohnungssuchenden Haushalten konnten wir nicht zu einer neuen Wohnung verhelfen.

Weiterhin sind aktuell bei der Wohnungsversorgung Problemgruppen zu nennen:

ca. 90% der Wohnungssuchenden sind Minderverdienende (Unterschreitung der maßgeblichen

Einkommensgrenze um 20%)

ca. 50 % erhalten Transferleistungen (Hartz IV oder Sozialgeld).

Die Vermittlung von geeignetem Wohnraum gestaltet sich infolge des abnehmenden Wohnungsbestandes zunehmend schwieriger. Viele Antragsteller müssen in Ermangelung eines entsprechenden Wohnungsangebotes mehrmals die Hilfe der Wohnungsvermittlung in Anspruch nehmen, bis sie eine geeignete Wohnung gefunden haben.

Die Lebenssituation vieler Wohnungssuchender gestaltet sich immer schwieriger. Hierbei spielt der finanzielle Gesichtspunkt eine wesentliche Rolle; Haushalte fallen in den Bezug von Transferleistungen oder haben negative Schufa-Auskünfte.

In vielen Fällen begleiten wir die Wohnungssuchenden bei der Besichtigung von Wohnungen und führen Gespräche mit den Vermietern/innen, damit überhaupt eine Chance auf Anmietung einer Wohnung besteht.

Die Zahl der Vorsprachen von 9.650 im Jahr 2007 ist auf ca. 13.000 im Jahr 2013 gestiegen.

Die Erkenntnisse aus der Wohnungsvermittlung dienen als Grundlage zu Bedarfsanalysen für Zielgruppen und Wohnungsgrößen, Einschätzung von Standort- und Quartiersqualität sowie Förderwürdigkeit von Neubauvorhaben und Modernisierungsmaßnahmen.

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Worum geht es?

Der jährliche Bericht zur Wohnungsvermittlung zeigt die Herausforderungen bei der Versorgung von Wohnungssuchenden im geförderten Wohnungsmarkt.

Projekt

Wohnungsvermittlung 2013

Auch: Wohnungsmarktbericht Aachen, gefördertes Wohnen

Kategorien

WohnenSoziales & Integration

Schlagworte

WohnungsnotSozialer WohnungsbauVermittlungsquote

Betroffene Gruppen

WohnungssuchendeSozialleistungsempfängerSenioren

Handlungstyp

Kenntnisnahme

Verfahrensstand

Abgeschlossen

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 2.3.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
Fachbereich Wohnen
Geändert
23.2.2026
Technische Details