Nutzung des Jobtickets durch Unternehmen in Laurensberg;Antrag der Fraktion Die Linke in der Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg vom 06.09.2016
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Erläuterungen
Können Jobtickets den Berufsverkehr in Laurensberg entlasten? Die Stadt prüft die Nutzung des Angebots durch Unternehmen.
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Erläuterungen
Erläuterungen:
Die Fraktion "Die Linke" hat einen Antrag zur Tagesordnung zu Jobticketnutzung in Laurensberg am 06.09.2016 gestellt. Begründung: Gerade im Berufsverkehr gibt es in Schurzelter Straße und Kackertstraße Probleme im Begegnungsverkehr. Beide sind wichtige Verbindungsstraßen zwischen den Wohngebieten in Alt-Laurensberg und dem Gewerbegebiet im Bereich Süsterfeld. Durch eine stärkere Nutzung des öffentlichen Verkehrs ließe sich hier eine Entlastung erreichen. Durch Jobtickets entsteht ein zusätzlicher Anreiz, auf den ÖPNV zu wechseln.
Die Verwaltung unterstützt u.a. im Rahmen des Mobilitätsmanagements den Umstieg vom Pkw auf Verkehrsmittel des Umweltverbundes. Die Ausweitung des Jobticketangebotes ist ein wichtiger Bestandteil des Luftreinhalteplans und leistet einen Beitrag zur sauberen Stadtluft. Anfang 2016 wurden rd. 15.000 Jobtickets in Aachen abgesetzt.
Aufgabe des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) ist es, das Tarifangebot "Job-Ticket" zu entwickeln und zusammen mit den Verkehrsunternehmen zu vermarkten. Der Vertragsabschluss erfolgt zwischen der ASEAG und dem Unternehmen.
Das Job-Ticket kann von Unternehmen mit mindestens 15 Mitarbeitern zu einem festen Preis erworben werden. Der Arbeitgeber muss das Job-Ticket für alle Mitarbeiter erwerben. Der Preis pro Monat beträgt ab 15 Mitarbeitern aktuell 29,90 €, ab 100 Mitarbeitern 24,40 € und gilt rund um die Uhr in allen Bussen und Bahnen im AVV. Größere Unternehmen erhalten je nach Anzahl der Mitarbeiter zusätzliche Rabatte in Höhe von zwei bis sieben Prozent.
Die größte verkehrliche Wirkung wird erzielt, wenn Arbeitgeber das Ticket an alle Mitarbeiter kostenfrei weitergeben. Denn auch wenn man nicht damit zur Arbeit fährt, kann am Wochenende und abends mit der Familie/Freunden im gesamten AVV mit dem Job-Ticket fahren. Sofern eine komplette Finanzierung nicht darstellbar ist, ist es zu einer erfolgreichen Einführung in der Regel erforderlich, dass der Arbeitgeber eine anteilige Finanzierung übernimmt. Am erfolgversprechendsten ist es, wenn der Arbeitgeber attraktive interne Abnahmepreise festlegt und dann bei der Belegschaft das Interesse abfragt. Danach kann er in Abhängigkeit des nicht gedeckten AG-Anteils entscheiden, ob er einen Job-Ticket-Vertrag abschließt. Mehr Informationen zum Job-Ticket enthält die Anlage 2.
Derzeit gibt es einen kleineren Job-Ticket-Kunden, der das "solidarfinanzierte" Job-Ticket-Modell in Laurensberg abnimmt. Intensive Bemühungen das Job-Ticket auch bei anderen Unternehmen zu platzieren, waren bisher aus verschiedenen Gründen nicht erfolgreich.
An der Uniklinik konnten mittels eines anderen, vom Arbeitgeber unterstützten Job-Ticket-Modells etwa 250 Mitarbeiter zum Wechsel vom Pkw auf den ÖPNV motiviert werden. Wesentlich hierfür war sicher auch die am Klinikum nunmehr bestehende Bezahlpflicht für Parkplätze, während ansonsten in Gewerbegebieten eher ein großzügiges, kostenloses Parkplatzangebot anzutreffen ist.
Ab dem 01.10.2016 startet zusammen mit der Handwerkskammer Aachen und dem Einzelhandelsverband Aachen das Pilotprojekt zu einem fakultativen „Firmen-Ticket“. Hier wird allen Mitgliedsunternehmen der beiden Organisationen ein rabattiertes Angebot zur Nutzung des ÖPNV angeboten. Die Nutzer des Firmen-Tickets erhalten nochmals 10 % Rabatt auf den ABO-Preis ihrer jeweilig gewünschten Preisstufe. Mitgliedsfirmen mit mindestens 2 und maximal 49 Mitarbeitern können teilnehmen, wobei die Mindestabnahmemenge 2 Stück je Unternehmen beträgt. Dieses Angebot kommt sicher auch für einige der in Laurensberg ansässigen Firmen in Frage. Es wird empfohlen, die Ergebnisse des Pilotversuches abzuwarten, bevor eine weitere „Werbeinitiative“ unternommen wird.
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Worum geht es?
Können Jobtickets den Berufsverkehr in Laurensberg entlasten? Die Stadt prüft die Nutzung des Angebots durch Unternehmen.
Projekt
Jobticket-Förderung Laurensberg
Auch: Firmen-Ticket Laurensberg
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Problem erkanntBezirk
LaurensbergModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026
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Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
- Geändert
- 22.2.2026