Vorlage·FB 61/0780/WP17·20. September 2017

Soziale Stadt Aachen-Nord: Aktueller Stand des Projekts und 8. Förderstufe

Inhalt

Beratungsfolge

Beschlossen
1 Beratung

Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Aachen-Nord wird weiterentwickelt: Neue Projekte im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ sollen das Quartier aufwerten.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:


Der Hauptausschuss der Stadt Aachen nimmt den Bericht der Verwaltung zustimmend zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die Projekte:

-Revitalisierung Flächen Aachen-Nord

- Premiumweg zur Wurm

-Umgestaltung Schulhof Aretzstraße

weitergehend zu bearbeiten und für die 8. Förderstufe die Förderung beim Land Nordrhein-Westfalen für das Programm Soziale Stadt zu beantragen.

Erläuterungen

Erläuterungen:


1.Stand des Projekts Aachen-Nord 2015 - 2021

Im März 2017 wurde dem Hauptausschuss der Fortschrittsbericht 2017 vorgestellt und beschlossen, diesen der Bezirksregierung zur Bewilligung vorzulegen. Da sich Rahmenbedingungen und bisher identifizierte Bedarfe erneut geändert haben, mussten Ziele neu definiert und den geänderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Der Fortschrittsbericht wurde auf der Grundlage der Fortschreibung 2014 des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) erstellt. Nach Zustimmung des Hauptausschusses im März 2017 hat die Verwaltung den mit der Bezirksregierung vorabgestimmten Fortschrittsbericht 2017 dieser zur Bewilligung vorgelegt. Mit Schreiben vom 23.08.2017 hat die Stadt Aachen das Prüftestat zum Fortschrittsbericht 2017 erhalten. Demnach erklärt sich die Bezirksregierung mit den beantragten Änderungen bezüglich der Verlängerung der Projektlaufzeit bis 2021 und den Änderungen in der Maßnahmentabelle einverstanden.

Der Fortschrittsbericht 2017 stellt nun die Grundlage für die Beantragung von Städtebaufördermitteln aus dem Programm Soziale Stadt für die noch in Antragstellung zu bringenden Projekte für die 8. und 9. Förderstufe dar. Insgesamt wird sich der Förderzeitraum somit um zwei Jahre bis 2021 verlängern. Somit sind auch die letzten beiden Förderstufen (8. und 9.FST) des Programms Soziale Stadt Aachen-Nord durch die Städtebauförderung weitgehend gesichert (Anlage 1).

8. Förderstufe

Der Antrag für die 8. Förderstufe enthält folgende Projekte, die der Bezirksregierung zur Bewilligung vorgelegt werden sollen:

  • C 2 - Revitalisierung Flächen Aachen – Nord (0,05 Mio. € förderfähige Gesamtkosten)
  • E 1b - Premiumweg an die Wurm (0,3 Mio. € förderfähige Gesamtkosten)
  • G 1b - Schulhof Aretzstraße (0,15 Mio. € förderfähige Gesamtkosten)

In der Lenkungsgruppe am 20.06.2017 wurde der Entwurf der Umgestaltung des Schulhofes vorgestellt und durch die Mitglieder der Lenkungsgruppe zugestimmt. In der Sitzung am 31.08.2017 wurde zudem der Entwurf für den Premiumweg zur Wurm sowie das Projekt „Revitalisierung Flächen Aachen – Nord vorgestellt und durch die Mitglieder der Lenkungsgruppe zugestimmt. Somit wurde in der Lenkungsgruppe die gesamte 8. Förderstufe vorgestellt und beraten.

2.Beschluss zur Beantragung der Förderung für die 8. Förderstufe

2.1Projekt C 2 – Revitalisierung Flächen Aachen - Nord

Die diesem Projekt vorangegangene Standort- und Marktanalyse der Gewerbeflächen Aachen-Nord hat Potenziale aufgezeigt und in den Köpfen der Menschen Visionen hinterlassen, wie sich der Stadtteil entwickeln kann. Ziel muss sein, die minder- und ungenutzten Flächen zu aktivieren und einer geeigneten Nachnutzung zu zuführen und somit die Beseitigung von gewerblichem Leerstand einzuleiten. In diesem Zusammenhang ist es wichtig mit Weitblick vorauszuschauen und nicht nur zu reagieren, sondern proaktiv zu handeln. Im Sinne einer nachhaltigen Neuordnung Aachen-Nords müssen bei der Konzeptionierung die zukunftsweisenden und regionalen Erkenntnisse aus Mobilität, Energie, Digitalisierung und Flächennutzung herangezogen werden, um zur Verbesserung der öffentlichen Räume, des Wohn- und Gewerbeumfeldes sowie der privaten Flächen beizutragen.

Der Standort ist bereits jetzt für seine Heterogenität bekannt und sollte in diesem Sinne unterstützt und fortgeführt werden. Aus dem einstigen reinen Gewerbe- und Arbeiterstandort kann sich durch die Gestaltung öffentlicher Wege, Plätze, Grün- und Freiräume, durch moderne Unternehmen sowie Mobilitäts- und Infrastrukturkonzepte ein integriertes Quartier für urbane Produktion, modernes Wohnen – soweit diese Nutzung mit der gewerblich-industriellen Nutzung vereinbar ist - und Freizeitgestaltung entwickeln. Intention sollte sein eine Stärkung der Aufenthalts- und Gestaltungsqualität sowohl für das gewerbliche Umfeld, bspw. zum Zwecke der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, als auch für die Bewohner und Bewohnerinnen herbeizuführen. Die Erreichung dieses Ziels kann beispielsweise über die Herstellung örtlicher öffentlicher Plätze, die notwenige Beleuchtung, Deckung der Bedarfe im Bereich Kindertagesstätten und Spielplätze sowie die Einrichtung von Gastronomie erfolgen.

Jeder Standort verfügt über spezifische Rahmenbedingungen. Um ein optimales Konzept zu entwickeln und umzusetzen, bedarf es einer Analyse mit hoher Detailtiefe und Bewertung der Restriktionen und Potenziale des jeweiligen Standorts. Die vorangegangene Standort- und Marktanalyse der Gewerbeflächen Aachen-Nord hat bereits Inhalte erfasst, die jedoch konkretisiert werden und einen höheren Detaillierungsgrad erreichen müssen, um im Folgenden Realität werden zu können. Aus diesem Grunde wird eine Expertise benötigt, die folgende Arbeitspakete behandelt und erarbeitet:

Arbeitspaket 1: Standortbezogene Nutzungsanalyse

Im Arbeitspaket „standortbezogene Nutzungsanalyse“ werden zum einen fehlende Informationen (u.a. zu den Themen Entsiegelung, Altlasten, Erschließung, Versorgungsinfrastruktur u.v.m.) recherchiert und erhoben, zum anderen wird eine Zusammenführung aller Informationen erfolgen. Auf dieser Basis ist zu den Themenbereichen Urbanes Gebiet, Smart City, Mobilität, Infrastruktur, Freiräume, Gastronomie, Branchenmix und Marketingmaßnahmen eine Analyse durchzuführen, die Aufschluss darüber geben soll welche Teilräume Aachen-Nords für die Umsetzung der einzelnen Aspekte im Besonderen in Frage kommen und inwiefern Erfordernisse und Herausforderungen sowie Handlungsbedarf bei den einzelnen Themenbereichen besteht.

Arbeitspaket 2: Entwicklungsszenarien

Auf Grundlage der zuvor erarbeiteten standortbezogenen Nutzungsanalyse sind verschiedene Szenarien zu erstellen. Die Szenarien sollen Einfluss und Wirkungen der jeweiligen perspektivischen Maßnahmen hervorheben und bei der Konzeptionierung unterstützend dienen. Mithilfe dieser Technik werden im Vorfeld der Konzeptionierung Schwächen erkannt und neutralisiert. Beispielhaft sind im Folgenden einige zu erarbeitende Szenarien aufgeführt:

›Szenario Smart City: Beachtung verschiedener Intensitäten des Ausbaus und Veranschaulichung der Einflüsse und Wirkungen der Smart City-Lösungen (bspw. intelligente Straßenbeleuchtung) auf Bewohner, Unternehmen, Gebäude, Freiräume etc.

›Szenario Urbanes Gebiet: Darstellung mehrerer Teilbereiche als Urbane Gebiete und Anwendung divergierender Kombinationen von Wohnen, Arbeiten und Freizeit durch Nutzung unterschiedlicher Branchen (insbesondere urbane Produktion), Unternehmensgrößen und Relationen der Nutzungen zueinander. Identifikation architektonischer Erfordernisse, welche durch die angestrebte heterogene Nutzung bedingt werden.

›Szenario Lokale Ökonomie: Zur Stärkungen der lokalen Ökonomie, Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze muss in Aachen-Nord zukünftig in neuen Arbeitswelten gedacht werden. Das Szenario wird die Optionen, die sich durch die Einrichtung neuer Arbeitswelten bieten, verdeutlichen. Unter anderem werden die Aspekte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Co-Working und Sharing Berücksichtigung finden.

›Szenario Verkehr und Mobilität: Bei der Profilierung und Standortaufwertung, d.h. der Beseitigung von gewerblichem Leerstand entstehen neue Verkehrsströme durch Lieferverkehr sowie durch Arbeitnehmer. Diese Auswirkungen auf die bestehenden Verkehrssysteme sowie neue E-Mobilitätskonzepte sind in das Szenario aufzunehmen.

Arbeitspaket 3: Entwicklungskonzept

Ziel dieses Arbeitspaketes ist, ein Konzept für potenzielle Projektentwicklung(en) zu erstellen. Dieses soll herangezogen werden können, um eine Wiedernutzung von Grundstücken und Gebäuden zu ermöglichen und direkt zu Beginn nachhaltigem gewerblichem Leerstand entgegen wirken zu können und somit zu vermeiden, ist es zwingend notwendig, dass der Leitfaden nicht nur auf ein Objekt Anwendung finden kann, sondern auf weitere Standorte übertragbar ist und Handlungsschritte sowie Zeithorizonte wiedergibt.

Arbeitspaket 4: Wirtschaftlichkeitsanalyse

Das Arbeitspaket „Wirtschaftlichkeitsanalyse“ wird das Modellvorhaben smartes, urbanes Gebiet mit modernem E-Mobilitätskonzept zur Stärkung der lokalen Ökonomie unter Wirtschaftlichkeitsaspekten betrachten und diejenigen Maßnahmen identifizieren, die sich aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten umsetzen lassen. Im Rahmen dieser Betrachtung darf der Mehrwert der Nach- und Umnutzung von Gebäuden und der damit verbundenen zusätzlichen Unternehmen und Schaffung von Beschäftigung nicht vernachlässigt werden. Des Weiteren muss die Sicherung der lokalen Ökonomie durch Diversifikation Beachtung finden.

Arbeitspaket 5: Handlungsplan zur Umsetzung, Schlussbericht und Präsentation

In diesem Arbeitspaket werden die Arbeitsergebnisse zusammengeführt. Es ist ein Handlungsplan zu erstellen, der die einzelnen notwendigen Umsetzungsschritte darstellt sowie zeitliche Meilensteine wiedergibt. Dabei ist zu beachten, dass etwaige Akteursbeteiligungen sowie Marketingmaßnahmen in den Handlungsplan Einzug halten.

Ziel ist es durch die Expertise eine Umsetzung der beschriebenen Zielvorstellungen einzuleiten und den Stadtteil Aachen-Nord wie dargestellt weiterzuentwickeln.

Die nachfolgende Tabelle gibt die oben erläuterten Arbeitspakete sowie deren Kalkulationsgrundlagen für die Expertise wieder:

AP 1

Standortbezogene Nutzungsanalyse

10.115,00 EUR

10 Tagewerke à 850 € zzgl. Mwst.

AP 2

Entwicklungsszenarien

11.126,50 EUR

11 Tagewerke

AP 3

Entwicklungskonzept

5.057,50 EUR

5 Tagewerke

AP 4

Wirtschaftlichkeitsanalyse

4.046,00 EUR

4 Tagewerke

AP 5

Handlungsplan zur Umsetzung,

Schlussbericht, Präsentation

12.138,00 EUR

12 Tagewerke

Reisekosten

7.140,00 EUR

12 Reisetage à 500 EUR zzgl. Mwst.

Berichtswesen (Sachkosten)

377,00 EUR

Layout, Druckkosten

Summe

50.000,00 EUR

Infolge der Umsetzung des Programms „Soziale Stadt Aachen-Nord“ werden bereits begleitende Akteursbeteiligungen und Veranstaltungen durchgeführt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Aachen Digital wurde mehrfach die Aufmerksamkeit auf den Standort Aachen-Nord und sein Potenzial gelenkt bspw. bei der Veranstaltung „Mehr Stadt entlang der Jülicher Straße“.

Lenkungsgruppe

In der Lenkungsgruppe am 31.08.2017 wurde das Projekt vorgestellt und die Beantragung der Förderung für die 8. Förderstufe befürwortet.

Kosten und Finanzierung

Bei der Maßnahme handelt es sich um ein Förderprojekt im Rahmen von „Soziale Stadt Aachen-Nord“. Im Fortschrittsbericht zur Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes wurde der Kostenansatz für das Konzept auf 50.000 € geschätzt. Diese Summe entstand auf Grundlage der o.a. aufgeführten Kalkulation der Tagewerke bezogen auf die einzelnen Arbeitspakete.

2.2Projekt E 1b - Premiumweg an die Wurm

In den künftigen Förderstufen des Integrierten Stadtentwicklungskonzept „Soziale Stadt Aachen-Nord“ stellt die Nahmobilität einen Handlungsschwerpunkt dar. Im Fortschrittsbericht 2017 zur Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes wurde der Projektinhalt konkretisiert. Das Konzept der Premiumwege wurde im Rahmen des Innenstadtkonzepts für die Gesamtstadt Aachen ausgearbeitet. Idee ist es, die Fußwegeverbindungen zwischen der steinernen, dicht bebauten Stadt und den umliegenden stadtnahen Grünräumen attraktiver zu gestalten und gleichzeitig einen Beitrag zu Klimaschutz und Klimaanpassung zu leisten. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren zehn sternförmig von der Innenstadt ausstrahlende „Wege ins Grün“ umgesetzt werden.

Der 2. Abschnitt des Premiumweges 2 liegt im Programmgebiet der „Sozialen Stadt Aachen-Nord“ und verbindet das gründerzeitliche Rehmviertel mit dem Wurmtal. Der Weg führt durch Sigmund- und Dennewartstraße und quert die Joseph-von-Görres-Straße in Richtung Beginn des Wurmtalweges.

In diesen Straßenräumen soll mit Hilfe punktueller Maßnahmen wie der Begrünung des Straßenraumes oder der Erleichterung von Querungen die Fußwegeverbindung ins Grün aufgewertet werden.

Zudem kann gemeinsam mit der Umgestaltung des öffentlichen Raums im Bereich der Sigmundstraße auch die Neugestaltung des Spielplatzes als ein weiteres Projekt in der 9. Förderstufe mitgedacht werden.

Beteiligungsprozess

Der Beteiligungsprozess erfolgte und erfolgt in mehreren Stufen: für die Innenstadt einschließlich der Rehmplätze im Rahmen der einzelnen Projekte auch in Zusammenarbeit mit dem stadteilbüro aachen nord. Für den Abschnitt zwischen Sigmundstraße und Wurmtal wird ein Bürgerspaziergang durch das Viertel erfolgen und der Entwurf am 24.09.2017 im Rahmen des „Talstraßenfestes“ vorgestellt und diskutiert.

Die Ergebnisse werden im weiteren Prozess der Umsetzung berücksichtigt.

Beschreibung der Maßnahme

Die punktuellen Maßnahmen folgen den drei Hauptthemen zur Ausgestaltung der Premiumwege:

-Ausreichend breite, angenehme und sichere Gehwege zu schaffen,

-Möglichkeiten zur Begrünung und zum Aufenthalt qualitätvoll zu nutzen und

-Maßnahmen zur Barrierefreiheit vorzusehen.

Die einzelnen Maßnahmen wurden in der Lenkungsgruppe vorgestellt.

Die Maßnahmen werden Zug um Zug umgesetzt, auch mit gleichzeitig notwendigen Erneuerungen von Leitungen durch die Versorgungsträger.

Lenkungsgruppe

In der Lenkungsgruppe am 31.08.2017 wurde die Planung vorgestellt und die Beantragung der Förderung für die 8. Förderstufe befürwortet (s. Anlage 3).

Kosten und Finanzierung

Bei der Maßnahme handelt es sich um ein Förderprojekt im Rahmen von „Soziale Stadt Aachen-Nord“. In der Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes wurde der Kostenansatz für die Planung auf 25.000 €, für die Baukosten auf 275.000 € geschätzt. Diese Summe entstand auf Grundlage eines flächenmäßig ermittelten Kostenansatzes. Die zugehörigen Planungsleistungen wurden im Rahmen der Voruntersuchungen zum Gesamtkonzept der Premiumwege bereits erbracht (s. Planung Anlage 4).

Das Angebot zur Konzeptplanung liegt vor und ist entsprechend der geschätzten Bausumme in der Kostenübersicht enthalten. Für die Maßnahme betragen die ermittelten Bruttogesamtkosten ca. 300.000 € - s. Kostenübersicht Gesamtkosten Stufe 3 (s. Anlage 5). Diese Kosten werden mit einer Förderquote von 80 % bezuschusst.

Für die Kostengruppe 500 Außenanlagen - zu befestigten Flächen, Einbauten in Außenanlagen, Pflanz- und Saatflächen und sonstigen Maßnahmen in Außenanlagen - wurden insgesamt Kosten von 218.966 € incl. MWST in Ansatz gebracht.

Voraussichtliche Folgekosten

Grünflächenpflege:

Die jährlichen Folgekosten der Grünflächenpflege durch den GB 4/ E 18 für die relevanten Maßnahmen auf dem Premiumweg zur Wurm belaufen sich brutto auf ca. 1100 €. Sie werden haushaltsneutral eingeplant. Für die Folgekosten erfolgt keine Förderung.

Darin enthalten sind die Kosten für die Pflege pro Jahr:

- der 12 Bäume -Kontrolle und Pflegemaßnahmen-, der 10 lfm - Heckenschnitt und der Ausstattungsgegenstände - 4 Bänke/ Wartung und Papierkorbleerung.

2.3Projekt G 1b - Schulhof Aretzstraße

Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept Soziale Stadt Aachen-Nord stellen die Spielorte einen Handlungsschwerpunkt dar. In der 2. Projektphase Soziale Stadt aachen-Nord wurde bereits der Schulhof Hugo-Junkers - Realschule im Mai 2017 mit einem Fest eingeweiht und öffentlich zugänglich gemacht. Im Fortschrittsbericht 2017 zur Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes wurde nun nach Auswertung der Beteiligungsschritte der Projektinhalt zur Umgestaltung des Schulhofes Hauptschule Aretzstraße weiter konkretisiert.

Die Hauptschule verfügt über mehrere Schulhofbereiche, die gut ausgestattet sind. Dies gilt allerdings nicht für den vorderen Schulhofbereich, der überplant und als „Spielort“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Dieser verfügt lediglich über 2 Basketballständer, die auf einer nicht einladenden und nicht sportgerechten Fläche mit Gefälle und Gehwegplatten aufgestellt sind. Daher werden die Basketballständer auch so gut wie gar nicht genutzt. Zudem fehlen jegliche Sitz- und andere Bewegungsmöglichkeiten. Um die Aufenthaltsqualität zu verbessern ist auch hier - ähnlich wie an der Hugo-Junkers-Realschule- eine umfangreiche Aufwertung geplant. Der Bedarf wird auch die Ergebnisse der Beteiligung durch die Jugendlichen aus dem Wohnumfeld bestätigt. Der Bedarf an Bolz- und Basketballplätzen ist trotz des Angebotes in der Umgebung noch nicht gedeckt - gerade für die älteren Jugendlichen ab 14 Jahren.

Das Anlegen von Kleinspielfeldern mit stoßdämpfenden Bodenbelägen und Ballfangzäunen, sowie die Ausstattung mit Sitzgelegenheiten in Form von Podesten und Bank-Tisch-Kombinationen, zum Teil auch überdacht, erfordern einen größeren Kostenrahmen als ursprünglich geplant. Daher ist im Fortschrittsbericht 2017 ein Gesamtbudget von insgesamt 150.000 € vorgesehen.

Beteiligungsprozess

Durch die Schulleitung wurde zunächst vorgeschlagen, den jetzigen Parkplatz in einen Bolzplatz umzuwandeln. Eine Umsetzung wäre jedoch nach Kostenermittlung durch E 26 unverhältnismäßig teuer geworden, da eine Änderung der Bodenbeläge notwendig gewesen wäre.

Durch die Planerin Frau Fiege wurde ein Beteiligungsprozess mit den SchülerInnen der GHS Aretzstraße angeregt und auch umgesetzt. Die SchülerInnen wurden mittels Fragebögen nach ihren Wünschen befragt. Ebenso wurden die Jugendlichen der OT Josefshaus und der OT Talstraße nach ihren Wünschen befragt. Im Rahmen des „Tags der offenen Tür“ wurde von Frau Fiege ein Modellbauworkshop für die SchülerInnen und Jugendlichen der OT’s angeboten, in dem die Ideen der Kinder und Jugendlichen umgesetzt werden konnten. Das Angebot wurde sehr gut angenommen und die Ideen kreativ umgesetzt. Nach Auswertung der Fragebögen und der Modelle wurde von Frau Fiege eine Prioritätenliste zur Gestaltung des vorderen Schulhofes erstellt an der sich die Planung des Projektes orientierte. Der auf dieser Grundlage entstandene Entwurf wurde mit den beteiligten Stellen abgestimmt.

Beschreibung der Maßnahme

Im unteren, jetzt kaum genutzten Schulhofbereich soll ein Kleinspielfeld für Fußball und ein Streetballfeld eingerichtet werden. Der obere Bereich des Schulhofes wird mit Sitznischen und Liegennetzen ausgestattet, die durch Hecken gegenseitig abgegrenzt werden. Die SchülerInnen hatten sich ausdrücklich gewünscht, kleinteiligere Rückzugmöglichkeiten zu bekommen. Dies ist auch im Hinblick auf die sehr unterschiedlichen SchülerInnnengruppen an der GHS Aretzstraße sinnvoll und wurde besonders auch von der Schulleitung befürwortet. Weiterhin sollen zwei Podestanlagen und ein überdachter Sitzbereich geschaffen werden. Die bereits vorhandenen Fitßnessgeräte werden umgesetzt.

Zum Unteren Schulhofbereich wird ein neuer Treppenzugang geschaffen.

Der vorhandene Grünbereich wird mit Bruchsteinen und Sitzstufen eingefasst, damit den Spielen auf den neuen Kleinspielfeldern zugeschaut werden kann. Ebenso soll die Podestanlage am Grünbereich mit einer Holztreppe zum unteren Schulhof verbunden werden und dort dann in eine Sitztribüne münden.

An der Mensaseite werden mehrere Jugendbänke aufgestellt um den SchülerInnen und Jugendlichen auch hier die Möglichkeit zu bieten, sich zu treffen und den Spielen auf den Feldern zu zuschauen.

Lenkungsgruppe

In der Lenkungsgruppe am 20.06.2017 wurde das Projekt vorgestellt und die Beantragung der Förderung für die 8. Förderstufe befürwortet (Anlage 5 und 6)

Kosten und Finanzierung

Bei der Maßnahme handelt es sich um ein Förderprojekt im Rahmen von „Soziale Stadt Aachen-Nord“. Im Fortschrittsbericht 2017 zur Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes wurde das notwendige Fördervolumen auf 150.000€ geschätzt. Diese Summe beruht auf den Erfahrungswerten aus dem Planungsprozess zur Umgestaltung des Schulhofes Hugo-Junkers-Realschule und den Ergebnissen aus den ersten Beteiligungsschritten.

Für die Maßnahme betragen die ermittelten Baukosten ca. 150.000 €- Ein Angebot für die Genehmigungs- und Ausbauplanung (LPH 1-9) von 22.042,45 € liegt vor und soll zeitnah beauftragt werden.

Diese Kosten werden mit einer Förderquote von 80 bezuschusst.

Ergebnisse Vorentwurf

Kostenschätzung nach DIN 276

KG

200Herrichten und Erschließen

210Herrichten 5.000,00 €

500Außenanlagen

510Geländeflächen 300,00 €

520Befestigte Flächen 40.000,00 €

540Technische Anlagen in Außenanlagen 2.000,00 €

550Einbauten in Außenanlagen 58.000,00 €

570Pflanz- und Saatflächen 1.500,00 €

590Sonstige Maßnahmen in Außenanlagen 700,00 €

GesamtKosten Netto107.500,00 €

Mehrwertsteuer 19% 20.425,00 €

Kosten Brutto127.925,00 €

Honorar Brutto 22.042,45 €

Gesamtkosten, inkl. Honorar149.967,45 €

Voraussichtliche Folgekosten

Die Folgekosten für den Schulhof erhöhen sich mit der Umgestaltung durch die Ausstattung des Schulhofes mit Möblierung und 2 Kleinfeldspielanlagen mit stoßdämpfenden Bodenbelägen, sowie einer zusätzlichen Bepflanzung.

Die jährlichen Folgekosten belaufen sich brutto auf: 9.000 €. Sie werden haushaltsneutral eingeplant. Für die Folgekosten erfolgt keine Förderung.

Die jährlichen Folgekosten für den Schulhof Aretzstraße stellen sich wie folgt zusammen:

- Schneiden der Hainbuchenhecke,

- Wartung des Kunstrasens, Child´s play Teppich

- Wartung der Kunststofffläche, Tartanbelag

- Wartung: Häckselfläche

- Wartung der Ausstattungsgegenstände:

Überdachter Sitzbereich: 1 Stück / Eckbänke: 4 Stück / Bänke: 10 Stück / Tische: 3 Stück / Podestanlagen: 3 Stück / Liegenetze: 2 Stück

- Kontrolle der Spielfelder: Fußball und Streetball

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

x

PSP-Element 5-090101-000-00400-050-1 Umsetz. Integr. Handlungskon. AC-Nord

Investive Auswirkungen

Ansatz

2017

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2017

Ansatz 2018 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2018 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

384.000

384.000

2.304.000

2.304.000

0

0

Auszahlungen

370.000

370.000

2.750.000

2.750.000

0

0

Ergebnis

14.000

14.000

-446.000

-446.000

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

PSP-Element 4-090101-001-6 Aachen-Nord

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

2017

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2017

Ansatz 2018 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2018 ff.

Folgekos-ten (alt)

Folgekos-ten (neu)

Ertrag

128.000

128.000

432.000

432.000

0

0

Personal-/

Sachaufwand

256.841,96

256.841,96

540.000

540.000

0

0

Abschreibungen

25.000

25.000

150.000

150.000

0

0

Ergebnis

-153.841,96

-153.841,96

-258.000

-258.000

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

*inkl. Ermächtigungsübertragung aus dem Haushaltsjahr 2016 i.H.v. 96.841,96 €

PSP-Element 5-12010-000-10300-300-1 Premiumweg zur Wurm (AC-Nord)

Investive Auswirkungen

Ansatz

2017

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2017

Ansatz 2018 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2018 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

30.000

30.000

30.000

30.000

0

0

Ergebnis

-30.000

-30.000

-30.000

-30.000

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

PSP-Element 5-030102-900-01700-900-1 Schulhofumgest. GHS Aretzstr. (AC-Nord)

Investive Auswirkungen

Ansatz

2017**

Fortgeschriebe­ner Ansatz 2017**

Ansatz 2018 ff.

Fortgeschriebe-ner Ansatz 2018 ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

100.000

100.000

0

0

0

0

Ergebnis

-100.000

-100.000

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben

Deckung ist gegeben

**aus Ermächtigungsübertragung aus dem Haushaltsjahr 2016; eine Erhöhung um 50.000 € im Wege der Verlagerung von Mitteln aus PSP-Element 5-090101-000-00400-050-1 "Umsetz. Integr. Handlungskon. AC-Nord" ist vorgesehen.

Anmerkungen:

Dargestellt sind alle Haushaltsmittel, die für die Projekte der 8. Förderstufe genutzt werden können. Es sind somit auch Mittel enthalten, die für die noch ausstehenden Förderstufen benötigt werden.

Betroffene Straßen

Straßen, die im Text dieser Vorlage erwähnt werden.

6 Straßen

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Dokument

Sammeldokument öffentlich32.0 MB
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Weitere Dokumente (7)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Projekt: Soziale Stadt Aachen-Nord

Zum Projekt

Nach 12 Jahren Städtebauförderung im Stadtteil Aachen-Nord wird eine Gesamtevaluation durchgeführt und ein Verstetigungskonzept für die Zukunft erarbeitet.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

StadtentwicklungAbgeschlossen25. Jan. 2012 – 8. Dez. 202117 Vorlagen
Projektzuordnung per KI erkannt – automatisch gruppiert, kann Fehler enthalten.

KI-Analyse

Diese Informationen wurden automatisch per KI extrahiert und können Fehler enthalten.

Worum geht es?

Aachen-Nord wird weiterentwickelt: Neue Projekte im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ sollen das Quartier aufwerten.

Projekt

Soziale Stadt Aachen-Nord

Auch: Soziale Stadt, ISEK Aachen-Nord

Strategien & Programme

Integriertes Stadtentwicklungskonzept

Kategorien

StadtentwicklungWohnen

Schlagworte

QuartiersentwicklungNahmobilitätGewerbeflächenrevitalisierung

Betroffene Gruppen

Anwohner Aachen-NordGewerbetreibendeFamilien

Handlungstyp

Planung

Verfahrensstand

Maßnahme geplant

Bezirk

Nord

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung
Geändert
19.2.2026
Technische Details