Integration von Kreativräumen und kulturellen Raumbedarfen in die StadtplanungRatsantrag der Fraktion GRÜNE vom 05.03.2018
Inhalt
Beratungsfolge
Erläuterungen
Kulturelle und kreative Räume sollen stärker in die Stadtplanung integriert werden. Eine ressortübergreifende Strategie soll ungenutzte Potenziale erschließen und neue Orte für Kultur schaffen.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Betriebsausschuss Kultur nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung der vorgeschlagenen Vorgehensweise.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Für die Umsetzung des Antrages bedarf es einer gesamtstädtischen Strategie zur institutionalisierten und ressortübergreifenden Zusammenarbeit v.a. von
-Bauverwaltung,
-Stadtentwicklung,
-Wirtschaftsförderung
-sowie Kultur.
Dadurch entsteht eine Grundlage für die Sensibilität bezüglich des Antragsthemas.
Das Antragsthema selbst besteht in der Analyse aus den Aspekten:
-Analyse der Kulturtopographie – ungenutzte Ressourcen identifizieren, erschließen, der Nutzung zuführen
-Sensibilitätserhöhung gegenüber Kultur- und Kreativwirtschaft; Berücksichtigung bei der Planung
-Neue Räume, Plätze, Orte erschließen, nutzbar machen und erproben sowie Sicherung vorhandener Räume der Kultur- und Kreativwirtschaftschaffenden.
Die Verwaltung regt an, durch ressortübergreifende Gespräche mit den oben genannten Dezernaten und Fachbereichen pilothaft das Thema Kulturtopographie im Bereich der Hochschulen aufzuarbeiten. Dies soll sowohl unter dem Gesichtspunkt der Nutzung von Flächen und Räumen erfolgen, als auch unter dem Aspekt der Ansprache von Kultur- und Kreativwirtschaft.
Um weitere Möglichkeiten zur Umsetzung des Antragsziels aufzuzeigen, kann die nachfolgend vom Kulturbetrieb zusammengestellte Darstellung von Szenarien für Kreativräume dienen. Diese Liste ist unvollständig und soll als Ideenspeicher dienen, der fortgeschrieben und stets aktualisiert werden kann.
Urbanität und Kulturtopographie – Szenarien für Kreativräume
Oberziele | Ziele | Handlungsempfehlungen |
Urbanität fördern durch Kulturangebote im Zentrum - Rezentralisierung der Innenstadt - |
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Urbanität fördern durch Nutzungsänderungen - Revitalisierung der Stadt - - zones of transition - |
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Urbanität fördern durch konzeptionelle Nutzung von Grünflächen - Re-kultivierung der Parks |
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Urbanität fördern durch Innovation, Irritation, Umgang mit Unsicherheiten, Fremdheiten und Ambivalenzen |
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Urbanität fördern durch Thematisierung der Urbanität Aachens |
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Urbanität fördern durch interkulturelle Projekte |
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Kultur und Wissenschaft vernetzen |
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Kultur in der Stadtmitte verankern |
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Orte der freien Szene markieren, öffnen, bewerben, vermarkten |
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Haltepunkte im öffentlichen Raum |
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Identifikation mit und Profilierung von Stadtteilen fördern |
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Literatur:
-„Die Archäologie des Monströsen.“ In der bretonischen Hafenstadt St. Nazaire wird der große U-Boot-Bunker der Nazis zum Kulturzentrum umgebaut. Art. v. Lothar Müller in: SZ, Nr. 153, 6.7.2007, S. 13.
-Bahrdt, Hans-Paul: Die moderne Großstadt. Soziologische Überlegungen zum Städtebau. 1969.
-Beckmann, Klaus J.: Städte der Zukunft brauchen Wissen. In: Difu-Berichte 2/2007, S.2-4.
-Europas coole Städte. Was Städte sexy macht. DER SPIEGEL Nr. 34/2007, S.98-112.
-Florida, Richard: The Rise of the Creative Class. And How It’s Transforming Work, Leisure and Everyday Life. New York 2002.
-Glaser, Hermann: Urbanität im Wandel. Vortrag an der evangelischen Akademie Tutzing. 2005.
-Häussermann, Hartmut u. Siebel, Walter: Stadt und Urbanität. In: Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken. Jg. 51 (1997), S. 293-307.
-Historisches Wörterbuch der Philosophie: Urbanität. HWPh, Band 11., S. 351 ff. Autor des Artikels Franz Pröfener.
-Neumann, Peter: Zur Bedeutung von Urbanität in kleineren Industriestädten – untersucht am Beispiel von Henningsdorf und Ludwigsfelde im Umland von Berlin. Münster 2002.
-Schlögel, Karl: Im Raume lesen wir die Zeit. München, Wien: 2003.
-Sennett, Richard: Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei der Intimität. Frankfurt am Main: 1986 [1974 engl. Originalausgabe].
-Simmel, Georg: Die Großstädte und das Geistesleben (1903). Gesamtausgabe Bd. 7 (1995) 116-131.
-Stadtforum Berlin 2020: Talents, Technology, Tolerance. Berlin im internationalen Wettbewerb. Dokumentation der Veranstaltung vom 03. Februar 2006 im Café Moskau.
-„Die Zukunft ist urban“. Der Wissenschaftler Horst Opaschowski entwickelt ein Szenario über das künftige Leben und Wohnen. In: SZ, 06.07.2007, Nr. 153, Immobilien.
Betroffene Straßen
Straßen, die im Text dieser Vorlage erwähnt werden.
5 Straßen
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Worum geht es?
Kulturelle und kreative Räume sollen stärker in die Stadtplanung integriert werden. Eine ressortübergreifende Strategie soll ungenutzte Potenziale erschließen und neue Orte für Kultur schaffen.
Projekt
Kulturtopographie Aachen
Auch: Kreativräume, Kultur- und Kreativwirtschaft
Kategorien
Schlagworte
Betroffene Gruppen
Handlungstyp
PlanungVerfahrensstand
Problem erkanntBezirk
MitteModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- E 49 - Kulturbetrieb
- Geändert
- 18.2.2026