Vorlage·E 49/0060/WP17·11. Oktober 2018

Ausstellung „Industrie und Holocaust: Topf und Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ nach Aachen holenRatsantrag der Fraktion DIE LINKE vom 05.07.2018

Inhalt

Erläuterungen

KI-Zusammenfassung

Eine historische Wanderausstellung über die Verstrickung eines Unternehmens in NS-Verbrechen soll in Aachen gezeigt werden.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Betriebsausschuss Kultur nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

Erläuterungen

Erläuterungen:

Der Markt bietet zahlreiche Möglichkeiten, durch die Übernahme vorgefertigter Wanderausstellungen das Programm eines Museums anzureichern. Das Spektrum reicht von druckgrafischen Ausstellungen über klassische Mitmach-Installationen im MINT-Bereich bis zu historischen Ausstellungen. Letztere bestehen mitunter aus Modellen mit Begleittexten, in der Regel aber aus gut gestalteten Text-Bild-Tafeln mit wenigen Originalexponaten, angereichert oftmals mit einigen Medienstationen. Insbesondere für die NS-Zeit bewegen sich gegenwärtig mehrere Angebote am Markt, etwa die Wanderausstellungen des Kölner NS-Dokumentationszentrums, wie „Jugend im Gleichschritt!? Die Hitlerjugend zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ oder „Philibert und Fifi. Der Skizzenblock eines französischen Zwangsarbeiters“.

An dieser Form der Erinnerungskultur nimmt nun auch das 2011 neu eröffnete Erfurter Geschichtsmuseum „Erinnerungsort Top & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ teil und schickt eine umfangreiche Darstellung, die im Wesentlichen die (geschickt und in hoher fachlicher Qualität aufbereiteten) Inhalte der Dauerausstellung der Gedenkstätte in ein reisefähiges Format umsetzt, durch die Republik. Diese ist – soweit dies anhand von Eigenwerbung des Museums und von Beispielen im Netz gesagt werden kann – gleichfalls sorgfältig erarbeitet. 35 großformatige Text-Bild-Tafeln werden um sechs Bodenvitrinen, mehrere Großfotos, fünf Präsentationsmonitore und eine Audiostation ergänzt; eine Original-Zeichenmaschine der Firma Topf & Söhne kann optional mit entliehen werden. Die Text-Bild-Tafeln liegen grundsätzlich zweisprachig vor; für eine Präsentation in Aachen wäre Deutsch/Englisch die sinnvollste Option.

Zu den Voraussetzungen für eine Übernahme der Ausstellung gehört eine Mindestausstellungsfläche von 200 qm (Bedarf bis zu 400 qm). Damit fallen viele Möglichkeiten einer inhaltlich kohärenten Präsentation im Kontext der Profilschärfung Aachener Bildungsinstitutionen weg, da Schulen, die Stadtbibliothek oder die VHS eine solche Fläche nicht zur Verfügung haben (und auch über keinen eigenen Etat zur Übernahme der Ausstellung in der nötigen Größenordnung verfügen). Auch die Möglichkeiten im Zeitungs- und im Couven-Museum gestatten eine Übernahme aus Platzgründen nicht; im Couven-Museum wäre sie zudem, wie vermutlich auch im Ludwig Forum und im Suermondt-Ludwig-Museum thematisch deplatziert. Der Krönungssaal des Rathauses oder die Aula Carolina könnten die Ausstellung leicht aufnehmen, sind aber auch intensivst frequentiert, sodass eine längere Ausstellungsdauer von mehreren Wochen nicht möglich wäre.

Trotz des fehlenden regionalgeschichtlichen Bezugs bliebe somit als Ausstellungsort das Centre Charlemagne, das mit seinem Wechselausstellungsraum von 215 qm die Mindestbedingungen gerade so erreicht. Angesichts der museumsüblichen Planungsvorläufe ließe sich an eine Präsentation der Wanderausstellung ab Sommer 2021 oder Winter 2021/22 denken. Die Ausstellung wäre dafür allerdings noch im Zuge einer Anpassung an die Aufgabenstellung des Hauses mit einigen Tafeln zur regionalen Situation – wie es auch schon zur Euthanasie-Ausstellung 2015 geschehen ist – zu ergänzen.

Die Kosten für Ausleihe, Transport und Versicherung, Begleitmaterialien, externe Architektenleistung, Gestaltung passender regionalgeschichtlicher Tafeln, adäquate Werbung, museumspädagogische Begleitung, Bewachung und ein Rahmenprogramm in dem vom Antragsteller gewünschten Umfang und Zuschnitt werden bei einer Laufzeit von 3 Monaten in Kenntnisnahme des Internet-Auftritts der Ausstellung auf ca. 60.000,- bis 63.000,- Euro geschätzt.

Sollte der Rat der Stadt eine Übernahme der Ausstellung nach Aachen beschließen, wird die Museumsleitung selbstverständlich alles tun, um eine erfolgreiche Präsentation sicherzustellen.


Betroffene Straßen

Straßen, die im Text dieser Vorlage erwähnt werden.

2 Straßen

Karte wird geladen…

Dokument

Sammeldokument öffentlich515.3 KB
PDF-Viewer wird geladen...

Weitere Dokumente (1)

Für einige Anlagen sind keine direkten Download-Links verfügbar (Einschränkung des Ratsinformationssystems). Der Link öffnet die Seite im Ratsinformationssystem – die Anlage ist dort in der Liste zu finden.

Projekt: Ausstellung Topf & Söhne

Zum Projekt

Die Verwaltung empfiehlt, die Ausstellung „Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ nicht nach Aachen zu holen, da Platzmangel, fehlende lokale Bezüge und hohe Kosten dagegen sprechen.

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

KulturProblem erkannt11. Okt. 2018 – 28. März 20192 Vorlagen
Projektzuordnung per KI erkannt – automatisch gruppiert, kann Fehler enthalten.

KI-Analyse

Diese Informationen wurden automatisch per KI extrahiert und können Fehler enthalten.

Worum geht es?

Eine historische Wanderausstellung über die Verstrickung eines Unternehmens in NS-Verbrechen soll in Aachen gezeigt werden.

Projekt

Ausstellung Topf & Söhne

Auch: Industrie und Holocaust, Ofenbauer von Auschwitz

Kategorien

Kultur

Schlagworte

ErinnerungskulturNS-GeschichteWanderausstellung

Betroffene Gruppen

BürgerSchulklassenGeschichtsinteressierte

Handlungstyp

Förderung

Verfahrensstand

Maßnahme geplant

Modell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026

Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.

Metadaten

Status
öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
Vorlageart
Kenntnisnahme
Federführend
E 49 - Kulturbetrieb
Geändert
18.2.2026
Technische Details