Citymanagement – Neue Ideen für alte Räume (Leerstandsmanagement)
Inhalt
Beratungsfolge
Erläuterungen
Leerstehende Ladenlokale in der Innenstadt sollen durch kreative Konzepte und digitale Analysen wiederbelebt werden – ein Projekt für mehr Attraktivität und Vielfalt.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
- Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft und Wissenschaft nimmt die Ausführungen der Verwaltung zum Umgang mit den Leerständen zustimmend zur Kenntnis und befürwortet die vorgeschlagenen Handlungsansätze. Er fordert die Verwaltung auf, regelmäßig über den Verlauf der einzelnen Handlungsschritte zu berichten. Die Ratsanträge 430/17, 431/17 und 459/17 gelten damit als beantwortet/erledigt.
- Der Planungsausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zum Umgang mit den Leerständen zustimmend zur Kenntnis und befürwortet die vorgeschlagenen Handlungsansätze. Er fordert die Verwaltung auf, regelmäßig über den Verlauf der einzelnen Handlungsschritte zu berichten. Die Ratsanträge 430/17, 431/17 und 459/17 gelten damit als beantwortet/erledigt.
Erläuterungen
Citymanagement–Neue Ideen für alte Räume
Minder- und/oder ungenutzte Ladenflächen sorgen – insbesondere, wenn sie sich in exponierten Lagen befinden – für eine negative Beeinträchtigung des Stadtbildes, verringerte Attraktivität des Standortes und trüben den subjektiven Eindruck einer Einkaufsstadt. Ein Schwerpunkt des operativen Citymanagements ist daher das Bestreben, eine Verringerung oder gar Beseitigung der ‘prominentesten‘ungenutzten Ladenlokale in der Stadt herbeizuführen.
In dem seitens des Fachbereits Wirtschaft, Wissenschaft und Europa (FB 02) hierzu geschnürten Paket wurden verschiedene Bausteine entwickelt. Um Kenntnis von Standorten, Konditionen, Substanz und Nutzungsperspektiven in Betracht kommender Flächen zu erhalten, wird aktuell bereits eine entsprechende Analyse auf den Weg gebracht. Hierauf basierend werdenintelligente, kreative und variable Vermarktungender potenziellen Nutzflächen vorangetrieben. Dazu gehören sowohl kurzfristig umsetzbare Lösungen als schnell sichtbare Signale, aber auch mittelfristige Entwicklungen von Nutzungsmodellen, die nachhaltigen, längerfristigen Erfolg versprechen.
Im Hinblick auf die als erster Baustein erwähnte Datenanalysewird aktuell in Kooperation mit dem Lehr- und Forschungsgebiet ‘Wirtschaftsgeographie der Dienstleistungen‘ an der RWTH Aachen (Frau Prof. Dr. Neiberger) einInformations- und Entscheidungsunterstützungssystem (CiES) entwickelt, mithilfe dessen zukunftsgerichtete Entscheidungen im Citymanagement auf der Grundlage relevanter Daten getroffen werden können. Ziel ist es, ein digitales Informations- und Entscheidungsunterstützungssystem zu entwickeln, das auf der Grundlage einer großen Anzahl quantitativer und räumlicher Daten ein Werkzeug zur Informationsverarbeitung und -analyse sowie Entscheidungshilfe darstellt. Aktuell wird auch geprüft, ob und inwieweit das bereits bestehende, aber nicht mehr dem technischen Standard entsprechende Einzelhandelsinformatiossystem in den Prozess einbezogen werden kann. Es erscheint jedoch sinnvoll, zu Beginn des Projekts eine breite Datenbasis hinsichtlich verschiedener Ebenen zu schaffen, welche als Grundlage für zukünftige Steuerungs- und Entscheidungsprozesse zu sehen ist. Dies wird z.B. auch dazu führen, dass Gebäudemerkmale und Gebäudenutzungen, aber auch Standorte und Einzelhandelslagen neu klassifiziert und hinsichtlich Qualität und Nutzungsmöglichkeiten qualifiziert dargestellt werden können.Über die Analyse der Ist-Situation ergibt sich die Möglichkeit, Prognosen zuverschiedenen Themengebieten und Branchen zu erstellen, so dass nicht nurStärken und Schwächen, sondern auch Chancen und Herausforderungen in der Stadt frühzeitigerkannt werden. Von besonderer
Bedeutung ist in diesem Kontext der Umgang mit leerstehenden Immobilien.
Aktuell werden bereitsGespräche mit Eigentümern freier Ladenlokale geführt, die kurzfristig neue Nutzungen erhalten werden. Unter dem Motto ‘Neue Ideen für alte Räume‘ werden temporäre Anmietungen an PopUp-Konzepte, StartUps, Gründer, Ideensucher und -finder erfolgen. Hierbei werden auch Nutzungen außerhalb des klassischen Handelssektors einbezogen, der Vielfalt der Nutzungskonzepte werden keine Grenzen gesetzt. Auch die Nutzung eines Ladenlokals als sog. ‘Physicher Ort‘ des Citymanagements dient der kurzfristigen Belebung eines ‘alten Raums‘.Hier finden zzt.- in Kooperation mit FB 61, FB 63 und E 26 - abschließende Sichtungen hinsichtlich der Flächen-Eignung statt. Dieser ‘Physische Ort‘soll voraussichtlich ab Mitte 2020 sowohl als Standort des Citymanagements dienen, aber auch Anlaufstelle für den Einzelhandel sowie Bürgerinnen und Bürger sein; nicht zuletzt sollen hier auch Modelle des Technologietransfers im Handel gefördert und präsentiert werden.Bereits ab März 2020 wird die PlanBar (Theaterplatz 7) im ersten Schritt als Standort des Citymanagements genutzt.
Gleichfalls wird eine Kooperation mit dem mit der RWTH für eine gemeinsam genutzte Räumlichkeit in der Innenstadt angestrebt.
Zudem sollen – ggf. in Kooperation mit weiteren öffentlichen Institutionen – auch öffentliche Nutzungen möglich gemacht werden:
-Unter dem Motto ‘NutzBAR – Neue Ideen für alte Räume‘wird in einem freien Ladenlokal eine qualifizierte Übersicht der zur Verfügung stehenden freien Ladenlokale (und Gewerbeflächen) der Stadt für Interessenten dargestellt;
-Projekte der Stadt (z.B. aus den Bereichen Stadtentwicklung, (E-)Mobilität, Wirtschaftsförderung) werden temporär in einem Ladenlokal präsentiert und/oder umgesetzt werden.
-In Kooperation mit den Hochschulen wirdWissenschaft‘in die Stadt gebracht‘ (z.B. zum 150jährigen Bestehen der RWTH)
-Theater und Kulturbetrieb zeigen Präsenz in den Einkaufsstraßen
-In einem ‘Shared-Shop‘ können mehrere Anbieter unterschiedlicher Genre gleichzeitig ihr Angebot präsentieren
-In Kooperation mit dem DigiHUB wird StartUps in der Nachgründungs- und Stabilisierungsphasegünstiger Raum angeboten.
Die Nutzungen sollen sowohl kurzfristig und ‘spontan‘ als auch längerfristig und nachhaltig ermöglicht werden. Ergänzend hierzu ist zu erwähnen, dass mit dem DigiHUB bereits ein Austausch bzgl einer ‘Digitalen Leerstandsagentur‘stattfinden.
Neben dem eingangs erwähnten wissenschaftlichen Ansatz der Analyse des Flächenpotenzialswird weiterhin die Auslobung eines Wettbewerbs für innovative Nutzungen von freien Ladenflächen in der Innenstadt angestrebt. Im Hinblick auf den insbesondere durch die Digitalisierung forcierten Strukturwandel im Handel sind neue Denkansätze für moderne und zukunftsfähige Nutzungskonzepte erforderlich. Mit dem angestrebten Wettbewerb sollen neue Ideen gehoben und idealerweise gezielt umgesetzt werden.
Weiterhin ist angedacht, gemeinsam mit dem Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Aachen einen Design-Wettbewerb für Schaufenster zu initiieren. Zur Vermeidung von schmucklosen Abklebungen oder der Ansicht gähnender Leere bzw. vermüllter Ladenlokale soll eine gestalterisch ansprechende ‘Verkleidung‘ entworfen werden, die Immobilieneigentümern ermöglicht, die Schaufenster ihrer angebotenen Läden attraktiv im Sinne der Stadt zu gestalten. Außerdem werden z.B. auch ‘Nur-Schaufenster-Nutzungen‘ umgesetzt, die als Schaufläche für regionale, besondere Produkte / Projekte / und Entwicklungen aus Wissenschaft genutzt werden und so das Potenzial der Stadt als auch das der Produzenten selbst sichtbar werden lassen und damit die ‘Tiefe‘ einer ungenutzen Ladenfläche verbergen.
Im Hinblick auf die sich verändernde Mobilität werden zudem Nutzungen als (E)-Bike-Garagen und Micro-Hubs für KEP-Dienste (Kurier-, Express- und Paketdienste) in Betracht gezogen. Insbesondere am Innenstadt-Rand gelegene Nutzflächen werden hier auf ihre entsprechende Eignung überprüft.
Mit diesen Handlungsansätzen sollte sukzessive eine Eindämmung und letztendlich deutliche Verringerung der Leerstände insbesondere in den exponierten Lagen der Innenstadt möglich sein. Allerdings gehört dieÜberzeugung undEinbindung der Immobilienwirtschaft zu den
maßgeblichen Schritten für eine erfolgreiche Umsetzung der verschiedenen Konzepte.Hierzu wird auch die geplante strukturelle Ausgestaltung der Gremieneinen maßgeblichen Beitrag leisten können. (vgl. auch Vorlage ‘Citymanagement – Strukturen).
Die notwendige Kontaktaufnahmen und Überzeugungsarbeiten z.B. im Hinblick auf die geändertenMietpreiserwartungen können jedoch ggf. bereits im Rahmen der CiES-Erhebungen angebahnt werden.
Erste Recherchen hinsichtlich einer Zweckentfremdungs- bzw. Leerstandssatzung für gewerbliche Flächen waren - mangels vergleichbarer Modelle in anderen Kommunen – bisher nicht vielversprechend. In Kooperation mit FB 30 wird geprüft werden, ob und inwieweit eine solche Satzung rechtlich haltbar sein kann.
Betroffene Straßen
Straßen, die im Text dieser Vorlage erwähnt werden.
1 Straße
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Dokument
Projekt: Leerstandsmanagement Innenstadt
Zum ProjektDie Stadt Aachen nutzt Fördermittel des Landes NRW, um leerstehende Ladenlokale in der Innenstadt anzumieten und sie zu vergünstigten Konditionen an neue Mieter*innen zu vergeben. Ziel ist es, Experimentierraum für neue Geschäftsmodelle zu schaffen.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Weitere Vorlagen in diesem Projekt
KI-Analyse
Worum geht es?
Leerstehende Ladenlokale in der Innenstadt sollen durch kreative Konzepte und digitale Analysen wiederbelebt werden – ein Projekt für mehr Attraktivität und Vielfalt.
Projekt
Leerstandsmanagement Innenstadt
Auch: Neue Ideen für alte Räume, Citymanagement
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Schlagworte
Betroffene Gruppen
Handlungstyp
PlanungVerfahrensstand
Maßnahme geplantBezirk
MitteModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 02 - Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa
- Geändert
- 17.2.2026