Bericht über das 1. Halbjahr 2020 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Aachener Stadtbetrieb der Stadt Aachen
Inhalt
Erläuterungen
Wie entwickelt sich der Aachener Stadtbetrieb im ersten Halbjahr 2020? Die Verwaltung berichtet über Erträge, Aufwendungen und Investitionen.
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Betriebsausschuss Aachener Stadtbetrieb nimmt den Bericht über das 1. Halbjahr 2020 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Aachener Stadtbetrieb zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
- Einleitung
Nach § 16 der Betriebssatzung des Aachener Stadtbetriebes hat die Betriebsleitung den Oberbürgermeister, die Stadtkämmerin sowie den Betriebsausschuss vierteljährlich über die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen sowie über die Abwicklung des Vermögensplans zu unterrichten. Nach § 7 Abs. 3 der Betriebssatzung sind zudem der Stadtkämmerin alle sonstigen finanzwirtschaftlichen Auskünfte zu erteilen.
Die Gegenüberstellung der Plan- und Istwerte der Erträge, Aufwendungen und Investitionen des ersten Halbjahres 2020 sowie ein Forecast für das Jahr 2020 erfolgt in einer tabellarischen Aufstellung. Zur näheren Erläuterung der Ist-Werte und Plan-Abweichungen wird in diesem Bericht textlich detailliert auf die verschiedenen Positionen eingegangen.
- Erträge 1. Halbjahr 2020
- Erläuterungen zur Ertragsentwicklung im 1. Halbjahr 2020
- Umsatzerlöse (ohne Betriebskostenzuschuss)
Gemessen an der Planvorgabe konnte im ersten Halbjahr 2020 der erwartete Umsatzerlös nicht erreicht werden. Die Abweichung zum Planwert beträgt -190 T€. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres kann eine Minderung der Umsatzerlöse von 323 T€ verzeichnet werden. Ein großer Anteil der Umsatzerlöse liegt in den Erlösen aus dem Verkauf von Altpapier. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Preis pro Tonne für Altpapier um 21 % gefallen.
Weitere relevante Positionen bei den Umsatzerlösen sind der Winterdienst für Kindertagesstätten und Schulen (75 T€), der Zuschuss für die Optimierung der Stadtsauberkeit (100 T€) und die Erlöse der Grünflächenunterhaltung (159 T€). Die Erlöse der Werkstatt (57 T€) sind im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 4 T€ gesunken. Die Erlöse der Straßenunterhaltung liegen im ersten Halbjahr bei 213 T€. Hier können wir eine Steigerung zum Vorjahreszeitraum von 49 T€ verzeichnen.
Die Erlöse sind unterjährig kritisch zu beobachten, da insbesondere die Entwicklung auf dem Papiermarkt einen entscheidenden Einfluss auf die Einhaltung der Planvorgabe hat. Aus heutiger Sicht wird der Planwert des Geschäftsjahres 2020 unterschritten werden. Es wird mit einer Abweichung von -316 T€zum Ende des Jahres gerechnet.
- Sonstige betriebliche Erträge
Im ersten Halbjahr des Jahres wurde die Position der sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Planwert um 11 T€ überschritten. Im Vergleich zum Vorjahreswert ist hier eine Steigerung der Einnahmen von 67 T€ zu verzeichnen. Dies liegt vor allem an den hohen Verkaufserlösen von Anlagevermögen im ersten Halbjahr 2020. Es wird mit weiteren Erlösen aus Anlagenverkäufen im Verlauf des Jahres gerechnet. Dennoch ist zum Jahresende mit einer Abweichung der sonstigen betrieblichen Erträge zum Planansatz von -85 T€ zu rechnen. Dies liegt darin begründet, dass die geplanten Fördermittel für die Beschaffung der Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb voraussichtlich erst im Folgejahr verbucht werden können.
- Fazit
Insgesamt wurden die Planvorgaben des ersten Halbjahres um ca. 179 T€ unterschritten. Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass die Planvorgabe der Erträge für das Jahr 2020 mit einer Ausschöpfung von 91 % unterschritten wird. Maßgeblichen Einfluss auf die Planerfüllung haben die unterjährig schwankenden Marktpreise für das Altpapier. Durch das interne Berichtswesen wird daher die Entwicklung der Erträge permanent verfolgt.
- Aufwendungen 1. Halbjahr 2020
- Materialaufwand
Der Planwert des ersten Halbjahres für die Position Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde fast vollständig erreicht. Es wird am Ende des ersten Halbjahres eine Planabweichung von -130 T€ verzeichnet, was einer Ausschöpfung von 92 % entspricht. In dieser Position schlagen vornehmlich die Kosten für Kraftstoffe mit rund 469 T€ für das erste Halbjahr 2020 zu Buche, so dass die Entwicklung der Marktpreise hier wesentlichen Einfluss nimmt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres sind die Ausgaben für die Kraft- und Betriebsstoffe um 74 T€ gesunken. Weitere größere Positionen sind die Aufwendungen für Werkstattmaterialien (139 T€) und Bau- und Schüttstoffe (128 T€).
Die Aufwendungen der bezogenen Fremdleistungen beruhen hauptsächlich auf den Gebühren für die thermische Abfallverwertung, welche sich im ersten Halbjahr auf ca. 5.351 T€ belaufen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kosten für die thermische Abfallverwertung um 90 T€ gesunken. Dies liegt vornehmlich an den geminderten Kosten für die Abfallgrundgebühr des ZEW. Weitere relevante Positionen sind Reparaturaufträge an Fachwerkstätten (585 T€) und vergebene Fremdleistungen für die Straßenunterhaltung (376 T€). Bei den Fremdleistungen im Bereich Garten- und Landschaftsbau (342 T€) handelt es sich hauptsächlich um Baumpflegearbeiten und Pflegearbeiten auf Bolz- und Spielplätzen. Insgesamt wurde der Planwert des ersten Halbjahres für die Fremdleistungen um 430 T€ unterschritten, was einer Planabweichung von -6 % entspricht.
Erfahrungsgemäß liegen die Kosten im zweiten Halbjahr höher als im Ersten. Dies trifft im Besonderen auf die Abfallwirtschaft, Grün- und Freiflächenpflege und die Straßenunterhaltung zu. Die Ausschöpfung des Planwerts für den Materialaufwand liegt im ersten Halbjahr 2020 insgesamt bei 94 %, was einer Planabweichung von -560 T€ entspricht. Im Planwert des Halbjahres ist bereits eine saisonal bedingte Schwankung kalkuliert, so dass aus heutiger Sicht, auch in Bezug auf den Jahreswert, von einer geringen Unterschreitung des Planwerts auszugehen ist. Für das Gesamtjahr ist mit einer Abweichung zum Planwert von -593 T€ zu rechnen, was einer Ausschöpfung von 97 % entspricht.
- Personalaufwand
Die Personalkosten des ersten Halbjahres 2020 liegen mit einer Abweichung von -571 T€ unter dem Planwert. Im ersten Halbjahr wurde der Planwert zu 97 % ausgeschöpft. Bedingt dadurch, dass Einstellungen neuer Mitarbeitenden später stattfinden als geplant, wird der Planwert zum Ende des Jahres voraussichtlich um 800 T€ unterschritten.
- Abschreibungen
Der Halbjahreswert von 2.110 T€ für die handelsrechtlichen Abschreibungen beruht auf einer Hochrechnung, da die Veränderungen des Anlagespiegels abschließend im Jahresabschluss gebucht werden und somit erst zu diesem Zeitpunkt die endgültigen Abschreibungsbeträge feststehen. Es ist davon auszugehen, dass der Planwert des Jahres 2020 überschritten wird. Aus heutiger Sicht ist zum Jahresende mit einer Überschreitung des Planwerts von 10 % zu rechnen.
- Zinsaufwand
Der Aufwand für Zinsen und Tilgung des Darlehens der Stadt Aachen an den Aachener Stadtbetrieb wird halbjährig gezahlt. Der Planwert des ersten Halbjahres ist somit vollständig ausgeschöpft.
- Sonstiger betrieblicher Aufwand
Der Planansatz des sonstigen betrieblichen Aufwands wurde für das erste Halbjahr 2020 um 75 T€ überschritten. Die relevanten Positionen des sonstigen betrieblichen Aufwands sind die Miet- und Leasingkosten (1.084 T€), wovon 619 T€ auf die Leasingrate für das Gebäude Madrider Ring fallen, EDV-Kosten (402 T€) und Versicherungen (356 T€), wovon 319 T€ auf die Kraftfahrzeugversicherung entfallen. Eine erhebliche Überschreitung des Planwerts ist bei der Position „Versicherungen“ zu verzeichnen. Dies ist damit zu begründen, dass die Versicherung in diesem Jahr früher gezahlt wurde als in den Vorjahren. Im Jahresverlauf entstehen hier keine weiteren Kosten. Bei der Position „Instandhaltung der Gebäude“ ist ebenfalls eine Überschreitung des Planwerts zu verzeichnen. Eine noch geringe Ausschöpfung des Planwerts wird bei der Position „Miet- und Leasingkosten“ verzeichnet (84 %). Dennoch werden die Kosten dieser Position voraussichtlich den Planwert zum Ende des Jahres überschreiten. Grund für die geringe Ausschöpfung im ersten Halbjahr ist hier die noch fehlende Verbuchung des Erbbauzinses (ca. 95 T€) sowie die Mietrückstellungen (ca. 60 T€). Die Position der Fortbildungs- und Reisekosten weist eine Ausschöpfung von lediglich 43 % auf, da in der ersten Jahreshälfte viele Fortbildungen und Tagungen ausgefallen sind. Der Verwaltungskostenbeitrag (992 T€) wird erst am Ende des Jahres verbucht, weswegen im ersten Halbjahr keine Zahlung erfolgt. Die Abweichung zum Planwert des Jahres liegt bei 196 T€.
Insgesamt liegen die Aufwendungen des sonstigen betrieblichen Aufwands im ersten Halbjahr etwas über dem Planwert, so dass auch zum Ende des Jahres mit einer Überschreitung von ca. 178 T€ gerechnet wird.
- Steueraufwendungen
Die Steueraufwendungen im ersten Halbjahr beruhen auf der Kfz-Steuer (40 T€), die unterjährig zu verschiedenen Zeitpunkten anfällt. Da im ersten Halbjahr die Aufwendungen etwas höher liegen als im zweiten Halbjahr, ist davon auszugehen, dass der Planwert des gesamten Jahres um 18 T€ unterschritten wird.
- Fazit
Die Gesamtaufwendungen liegen im ersten Halbjahr 2020 bei 30.961 T€. Dies bedeutet insgesamt eine Ausschöpfung des Planwerts von 96 %. Da saisonale Schwankungen im Planwert des ersten Halbjahres bereits berücksichtigt wurden, ist davon auszugehen, dass auch der Planwert des gesamten Jahres nicht überschritten wird. Aus heutiger Sicht wird mit einer Unterschreitung des Planwerts zum 31.12.2020 von 771 T€ gerechnet. Eine belastbare Prognose wird allerdings erst nach Abschluss des dritten Quartals möglich sein.
- Vermögensplan 1. Halbjahr 2020
Die Beschaffung von Vermögen unterliegt einer klaren Budget- und Freigabestruktur. Es werden ausschließlich Anschaffungen getätigt, die zur Aufgabenerfüllung oder als Ersatz für Anlagegüter, deren Reparatur nicht mehr wirtschaftlich ist, notwendig sind. Hierzu muss seitens der fachverantwortlichen Abteilung ein genehmigungsfähiger Investitionsantrag gestellt werden.
Die Position Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen bezeichnet hier tatsächliche Rechnungseingänge im ersten Halbjahr 2020 für Anlagegüter.
Im Laufe des ersten Halbjahres erfolgte eine Bündelung und Priorisierung der Investitionsmaßnahmen, welche anschließend formal auf den Weg gebracht wurden. Je nach Investitionsvolumen oder Spezifikation des Wirtschaftsguts kann der Prozess von Ausschreibung, Submission, Vergabe und Lieferung der Leistung mehrere Wochen und Monate bis über ein Jahr hinaus andauern. Somit ergibt sich eine zeitliche Verschiebung zwischen der Mittelanmeldung und dem tatsächlichen Mittelabruf. Nach Ende des ersten Halbjahres beträgt die Investitionsquote21 % (2.182 T€). Demgegenüber stehen die Abschreibungen mit 2.110 T€ und die Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens, die am Ende des ersten Halbjahres 99 T€ betragen. Somit ergibt sich im Vermögensplan am Ende des ersten Halbjahres ein vorläufiges positives Saldo von 27 T€.
- Resümee und Halbjahresergebnis
Die Entwicklung der Erlöse des Aachener Stadtbetriebes nach Abschluss des ersten Halbjahres weicht deutlich von den Planerwartungen ab. Durch die negative Preisentwicklung des Altpapiers und die noch ausstehenden Fördermittel werden die Planwerte voraussichtlich zum Ende des Jahres deutlich unterschritten. Aus heutiger Sicht wird die Summe der Erlöse am Ende des Jahres etwa 401 T€ unter dem Planwert liegen. Die Aufwendungen für das erste Halbjahr liegen insgesamt bei 30.961 T€, was einer Minderausgabe von 1.204 T€ gegenüber dem Planwert entspricht. Im Halbjahresergebnis wird mit dem im ersten Halbjahr gezahlten Betriebskostenzuschuss von 34.221 T€ ein positives Ergebnis von 4.785 T€ verzeichnet. Durch die Berücksichtigung der saisonalen Schwankungen bei den Planwerten ist dieses Ergebnis jedoch nur vorläufig. Bei Betrachtung der Forecast-Werte muss unter Berücksichtigung der vorhergegangenen Erläuterungen mit höheren Aufwendungen gerechnet werden, die zu einem voraussichtlichen Fehlbetrag von -1.303 T€ zum 31.12.2020 führen. Gegenüber dem Planergebnis des Stadtbetriebs stellt sich das Ergebnis des Forecast durch die Minderausgaben mit einer Abweichung von 566 T€ besser dar.
Betroffene Straßen
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Worum geht es?
Wie entwickelt sich der Aachener Stadtbetrieb im ersten Halbjahr 2020? Die Verwaltung berichtet über Erträge, Aufwendungen und Investitionen.
Projekt
Halbjahresbericht Stadtbetrieb 2020
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KenntnisnahmeVerfahrensstand
AbgeschlossenModell: mistral-large-latest | Extrahiert: 28.2.2026
Automatisch generiert. Rechtsverbindlich ist ausschließlich die Originalvorlage.
Metadaten
- Status
- öffentlich (Vorlage für Öffentlichkeit freigegeben)
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- E 18 - Aachener Stadtbetrieb
- Geändert
- 17.2.2026