4. Dezember 2024 um 17:00, Rathaus
TOP 39Öffentlich

Preisanpassungen von Stadttheater und Musikdirektion Aachen ab der Spielzeit 2025/2026

E 46/47/0103/WP18 · Entscheidungsvorlage

im Ratsinformationssystem anzeigen
Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Ratsfrau Begolli (Die Linke) teilt mit, dass die Fraktion Die Linke, wie auch schon im Betriebsausschuss Kultur und Theater, die Preiserhöhung ablehnen werde, da sie in der Entscheidung das Risiko sehe, dass die Zuschauerzahlen daraufhin zurückgehen. Aus Sicht der Fraktion sei es nicht der richtige Zeitpunkt um die Tarife zu erhöhen. Denn auch wenn die letzte Preisanpassung laut den Ausführungen in der Vorlage schon einige Jahre zurückliege, müsse man berücksichtigen, dass das Theater zwischenzeitlich während der Corona-Pandemie für 3 Jahre geschlossen gewesen sei.

Ratsherr Pilgram (GRÜNE) nimmt Bezug auf die Aussage von Ratsfrau Begolli und führt aus, dass er nicht die Gefahr sehe, dass die Kultur in Aachen durch die Preisanpassung gefährdet werde. Stattdessen diene die Preiserhöhung dazu, das Theater finanziell zu stärken. Weiterhin müsse man die steigende Inflation seit der letzten Anpassung berücksichtigen, sowie die Tatsache, dass es für die Bürger*innen verschiedene Angebote für einen preiswerten Theaterbesuch gebe, wie z.B. durch diverse Ermäßigungen oder Last-Minute-Tickets.

Ratsherr Tillmann (SPD) führt aus, dass Preiserhöhungen notwendig und sinnvoll seien. Aus diesem Grunde sei auch im Kulturausschuss die vorliegende Preisanpassung mit großer Mehrheit beschlossen worden und er möchte auch für eine entsprechende Beschlussfassung im Rat werben. Die Eintrittspreise im Stadttheater seien seit 6 Jahren nicht mehr erhöht worden, während alle anderen Preise in dieser Zeit gestiegen seien. Das Risiko, dass durch die Preisanpassung die Besucherzahlen sinken, schätze er als eher gering ein, insbesondere auch, da die Eintrittspreise auch nach der Erhöhung im interkommunalen Vergleich in einem soliden Mittelfeld liegen. Weiterhin könne die kulturelle Teilnahme durch zahlreiche Ermäßigungen ermöglicht werden, wie z.B. das Gutscheinheft für Schüler, Studierende und Auszubildende bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres. Abschließend dankt er dem Team des Stadttheaters für die Erarbeitung des neuen Tarifsystems.

Beschluss

Der Rat der Stadt Aachen beschließt auf Empfehlung des Betriebsausschusses Kultur und Theater die ab der Spielzeit 2025/2026 geänderten Eintritts- und Abonnementpreise für Stadttheater und Musikdirektion Aachen.

Beschlussvorschlag

Der Betriebsausschuss Kultur und Theater nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen, die ab der Spielzeit 2025/2026 geänderten Eintritts- und Abonnementpreise für Stadttheater und Musikdirektion Aachen zu beschließen.

Der Rat der Stadt Aachen beschließt auf Empfehlung des Betriebsausschusses Kultur und Theater die ab der Spielzeit 2025/2026 geänderten Eintritts- und Abonnementpreise für Stadttheater und Musikdirektion Aachen.

Erläuterungen

Letztmalig erfolgte eine Änderung der Eintrittspreise für Stadttheater und Musikdirektion Aachen für die Zeit ab der Spielzeit 2018/2019. Im Rahmen der Wirtschaftsplanung 2025/2026 ergab eine Marktrecherche, dass das seither bestehende Preisniveau im Vergleich zu anderen vergleichbaren öffentlichen Theatern in Nordrhein-Westfalen derzeit unter dem Durchschnitt liegt. Ergänzend wurden die Kundensegmente und Auslastungszahlen von Stadttheater und Musikdirektion Aachen betrachtet sowie die jährlichen Steigerungen der Verbraucherpreisindizes seit 2019 in Deutschland berücksichtigt. Zur weiteren Konsolidierung wurde folglich ein neues angemessenes Preiskonzept erstellt, das eine Preiserhöhung zur Spielzeit 2025/2026 beinhaltet und die Einnahmensituation verbessern soll.

Eckpunkte der Preisänderungen:

-Annäherung der Normalpreise für Vollzahlende an ein marktübliches Preisniveau durch Erhöhungen um rd. 11 - 12 %.

-Nachlass bei ermäßigten Preisen für Einzeltickets und Abonnements durchgehend rd. 30 %

-Preisvorteil beim Abonnement im Vergleich zu Einzeltickets weiterhin rd. 30 %

-Glättung der rechnerisch ermittelten Preise auf volle 0,50 Euro

Der Preis für das sog. Last-Minute-Ticket wird von 15,00 Euro auf 17,00 Euro angepasst. Alle weiteren Sonderpreise (Personal- und Steuerkarten, Gutscheinheft Young, Klassenverbandspreise etc.) bleiben unverändert, sofern sie nicht unmittelbar von den angepassten Normalpreisen abhängen (z.B. Tickets, die mit einer Theater-/PartnerCard gekauft werden und 50 Prozent des Normalpreises kosten).

Ebenfalls unverändert bleibt der Ticketpreis von 10,00 Euro für alle Personen unter 18 Jahren für ausgewählte Familienvorstellungen sowie für alle Familienkonzerte. Diese Entscheidung soll vor allem finanziell schwächeren Familien und jungen Menschen einen Zugang zum Theater ermöglichen, um so auch das Publikum der Zukunft zu sichern.

Ziel der Preisanpassungen ist letztlich, einen Konsolidierungsbeitrag in einer Größenordnung von 100.000 Euro zu erreichen (vgl. oben zu den finanziellen Auswirkungen). Die Entwicklung der Besucher:innenzahlen wird dabei kontinuierlich im betrieblichen Ablauf analysiert und im Rahmen der Quartalsberichte dem Betriebsausschuss Kultur und Theater berichtet.

Nach § 8 Abs. 4 der Betriebssatzung obliegt dem Betriebsausschuss Kultur und Theater die Beratung über die Entgelte vor Beschlussfassung durch den Rat. Die neuen Preise sind den als Anlage beigefügten tabellarischen Übersichten zu entnehmen.

Anlagen/n:

Übersichten zur Änderung der Einzelticket- und Abonnementpreise

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen:

JA

NEIN

x

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

+ 100.000 (*)

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):

(*) Aufgrund der Preisanpassungen und unter der Voraussetzung von ansonsten unveränderten Einflussgrößen (Ceteris-Paribus-Betrachtung) wird mit einer Steigerung der jährlichen Umsatzerlöse aus Ticket- und Abonnementverkauf und damit einem Mehrertrag in einer Größenordnung von 100.000,- Euro kalkuliert.


Klimarelevanz:

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

x

Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

x

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

Abstimmungsergebnis

Mehrheitlich, 3 Gegenstimmen
Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2024-11-06 E 46_47_0103_WP18 Preisanpassungen von SAO.pdf

7.11.2024

218.3 KB

Metadaten

TOP
Ö 39
Sitzung
Sitzung des Rates der Stadt Aachen
Gremium
Rat der Stadt Aachen
Datum
Mi., 04.12.2024
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Entscheidungsvorlage
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Entscheidungsvorlage
Federführend
E 46/47 - Stadttheater und Musikdirektion
Geändert
8.2.2026
Inhalt abgerufen
8. Februar 2026 um 16:12

Beschlussdokument

Sammeldokument öffentlich

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