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Verlegung von Stolpersteinen - Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig

E 42/0012/WP18 · Anhörung

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Beratungsergebnis:ungeändert beschlossen

Beratung

Ratsherr Allemand (ZUKUNFT) bedankt sich im Namen seinerFraktion für die Unterstützung des Projektes und hält fest, dass Projekte wie dieses enorm wichtig seien, da gerade in unruhigen und ängstlichen Zeiten Dinge wie Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus in komplexe politische und gesellschaftliche Bereiche getragen werden. Weiterhin bedankt er sich bei dem Künstler, Herrn Demnig und der VHS für die Projektvorbereitung und –mitarbeit.

Ratsherr Nießen (GRÜNE) bedankt sich ebenfalls im Namen der GRÜNE-Fraktion bei dem Künstler Demnig als ursprünglichen Initiator und bei den Menschen und Organisationen in Aachen, die sich für Wege gegen das Vergessen engagiert haben. Ebenso bedankt er sich bei der VHS als Träger des Projektes und bei den Menschen der Organisation, die immer wieder Vorschläge für Stolpersteine machen und diesbezüglich aufwendige Recherchen übernehmen. Dies sei lebendiges Erinnern an die Opfer der NS-Verbrechen. Er erläutert, dass die Geschehnisse der letzten Tage zeigen, wie wichtig die Erinnerung auch als andauernde Mahnung fungiere, da Antisemitismus wieder offen zur Schau gestellt werde.

Ratsfrau Keller (SPD) ergänzt, dass einige Schüler*innen seit Jahren diese Spuren erforschen, dabei viel lernen und in Dialoge einsteigen, die ihrer Meinung nach nicht nur zur Verlegung von Steinen, sondern auch zum Bau von ganzen Brücken führen können.

Ratsherr Brantin (CDU) zeigt sich sehr beeindruckt von dem Projekt und erachtet es für äußerst wichtig, dass das Leid vieler Menschen unter der Naziherrschaft nicht vergessen wird. Es sei unerträglich, wenn wieder antisemitische Parolen in Deutschland gerufen werden, daher seien die Stolpersteine umso wichtiger.

Ratsherr Servos (SPD) bedankt sich bei allen Fraktionen für die Teilnahme an der Demonstration am Elisenbrunnen gegen Antisemitismus, die vergangenen Samstagabgehalten wurde. An der Stelle sei es ganz wichtig, dass der Rat gemeinsam, kurzfristig und schnell ein Zeichen gesetzt habe.

Beschluss

Auf Empfehlung des Betriebsausschusses Theater und Volkshochschule beschließt der Rat der Stadt Aachen einstimmig gemäß § 8 der Satzung für die Volkshochschule Aachen, im Sinne der vorliegenden Anträge je einen „Stolperstein“ vor den jeweils letzten bekannten selbst gewählten Wohnsitzen der Aachener Bürgerinnen und Bürger Hans Rosenberg, Limburger Straße 12, Mali Blumenthal geb. Ebstein, Margrete Blumenthal und Ernst Blumenthal, Limburger Straße 22, Meta Rosenberg geb. Wolfram, Von-Goerschen-Str. 11, Erich Salmang, Betty Salmang geb. Hartoch und Marion Salmang verh. Moxhon-Labrousse, Alfonsstraße 4, Philipp Moses und Berta Moses geb. Baum verw. Keller, Steinkaulstraße 1, David Weinhausen, Zilli Weinhausen geb. Kahn, Heinz Gustav Weinhausen und Ruth Sibylle Weinhausen, Paugasse 11 durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegen zu lassen.

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:


1.Der Betriebsausschuss Volkshochschule nimmt gemäß § 7 Abs. 6 der Satzung für die Volkshochschule Aachen die Verwaltungsvorlage zur Kenntnis und empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen zu beschließen, im Sinne der vorliegenden Anträge je einen „Stolperstein“ vor den jeweils letzten bekannten selbst gewählten Wohnsitzen der Aachener Bürgerinnen und Bürger Hans Rosenberg, Limburger Straße 12, Mali Blumenthal geb. Ebstein, Margrete Blumenthal und Ernst Blumenthal, Limburger Straße 22, Meta Rosenberg geb. Wolfram, Von-Goerschen-Str. 11, Erich Salmang, Betty Salmang geb. Hartoch und Marion Salmang verh. Moxhon-Labrousse, Alfonsstraße 4, Philipp Moses und Berta Moses geb. Baum verw. Keller, Steinkaulstraße 1, David Weinhausen, Zilli Weinhausen geb. Kahn, Heinz Gustav Weinhausen und Ruth Sibylle Weinhausen, Paugasse 11 durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegen zu lassen.

2.Auf Empfehlung des Betriebsausschusses Theater und Volkshochschule beschließt Rat der Stadt Aachen gemäß § 8 der Satzung für die Volkshochschule Aachen, im Sinne der vorliegenden Anträge je einen „Stolperstein“ vor den jeweils letzten bekannten selbst gewählten Wohnsitzen der Aachener Bürgerinnen und Bürger Hans Rosenberg, Limburger Straße 12, Mali Blumenthal geb. Ebstein, Margrete Blumenthal und Ernst Blumenthal, Limburger Straße 22, Meta Rosenberg geb. Wolfram, Von-Goerschen-Str. 11, Erich Salmang, Betty Salmang geb. Hartoch und Marion Salmang verh. Moxhon-Labrousse, Alfonsstraße 4, Philipp Moses und Berta Moses geb. Baum verw. Keller, Steinkaulstraße 1, David Weinhausen, Zilli Weinhausen geb. Kahn, Heinz Gustav Weinhausen und Ruth Sibylle Weinhausen, Paugasse 11 durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegen zu lassen.

(Keupen)

Dez IVE 42

Erläuterungen

Erläuterungen:


In seiner Sitzung vom 17. Januar 2007 hat der Rat der Stadt Aachen beschlossen, dass die Stadt Aachen sich an dem Projekt „Stolpersteine“ in der Form beteiligt, in dem die eingehenden Anträge auf Verlegung von „Stolpersteinen“ zur Weiterbearbeitung an die Volkshochschule Aachen geleitet werden.

Vor der Verlegung von „Stolpersteinen“ sollte jeweils die Zustimmung des Rates der Stadt eingeholt werden.

Frau und Herrhaben unter Schilderung der Einzelheiten den Antrag begründet, zwei „Stolpersteine“ vor dem letzten bekannten selbst gewählten Wohnsitz der Aachener Bürgerin und Bürger

-Philipp Moses und Berta Moses geb. Baum verw. Keller, Steinkaulstraße 1

durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegen zu lassen.

Die jeweiligen Anträge und Belege sind als Anlagen beigefügt.

Weiterhin haben Frauenund Herrden Antrag gestellt, vier „Stolpersteine“ vor dem letzten bekannten selbst gewählten Wohnsitz der Aachener Bürgerinnen und Bürger

-David Weinhausen, Zilli Weinhausen geb. Kahn, Heinz Gustav Weinhausen und Ruth Sibylle Weinhausen, Paugasse 11

durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegen zu lassen.

Die jeweiligen Anträge und Belege sind als Anlagen beigefügt.

Darüber hinaus hat die Arbeitsgruppe „Stolpersteine“ aEinhard--Gymnasium, vertreten durch Frau

und Frau den Antrag gestellt, acht „Stolpersteine“ vor den letzten bekannten selbst gewählten Wohnsitzen der Aachener Bürgerinnen und Bürger

-Hans Rosenberg, Limburger Straße 12

-Mali Blumenthal geb. Ebstein, Margrete Blumenthal und Ernst Blumenthal, Limburger Straße 22

-Meta Rosenberg geb. Wolfram, Von-Goerschen-Str. 11

-Erich Salmang, Betty Salmang geb. Hartoch und Marion Salmang verh. Moxhon-Labrousse, Alfonsstraße 4

durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegen zu lassen.

Die jeweiligen Anträge und Belege sind als Anlagen beigefügt.

Die Weiterbearbeitung des Antrags durch die Volkshochschule Aachen hat zu dem Ergebnis geführt, dass die in der Sitzung des Rates der Stadt am 17.01.2007 beschlossenen Voraussetzungen zur Verlegung eines „Stolpersteines“

-ein „Stolperstein“ kann nur gelegt werden, wenn eventuell noch lebende Angehörige damiteinverstanden sind;

-Ort und Schicksale der Opfer müssen überprüft und belegt sein;

-„Stolpersteine“ sollen nicht an Orten installiert werden, an denen eine Gedenktafel der „Wege“ vorgesehen bzw. angebracht ist;

-Anträge auf „Stolpersteine“ sollten an „Wege gegen das Vergessen“, Volkshochschule Aachen, geleitet und von dort bearbeitet werden;

vorliegen.

Die Finanzierung der Stolpersteine erfolgt nach diesen Angaben:

1.) 2 Stolpersteine durch die Antragsteller Frauund Herrn

2.) 4 Stolpersteine durch die Antragsteller Frauenund Herrn

3.) 1 Stolperstein durch Herrn

7 Stolpersteine vom Netzwerk Aachener Schulen gegen Gewalt und Rassismus.

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keinepositivnegativnicht eindeutig

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering mittelgroßnicht ermittelbar

Zur Relevanz der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keinepositivnegativnicht eindeutig

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

Ovollständig

Oüberwiegend (50% - 99%)

Oteilweise (1% - 49 %)

Onicht

Onicht bekannt

Technische Details

Hauptdokument

Sammeldokument öffentlich

2021-02-04 E 42_0012_WP18 Verlegung von Stolp SAO.pdf

17.11.2024

16.8 MB

Betroffene Straßen

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Metadaten

TOP
Ö 14
Sitzung
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Aachen
Gremium
Rat der Stadt Aachen
Datum
Mi., 19.05.2021
Uhrzeit
17:00
Anlass
Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
Vorlage
Anhörung
Beratung
öffentlich
Status
gemischt
Vorlageart
Anhörung
Federführend
E 42 - Volkshochschule
Geändert
9.2.2026
Inhalt abgerufen
9. Februar 2026 um 17:46