Handlungskonzept Wohnen
FB 56/0164/WP18 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Bürgermeister Plum (SPD) teilt mit, dassder Beschlussvorschlag im Wohnungs- und Liegenschaftsausschusseinstimmig angenommen wurde. Er bedankt sich bei der Verwaltung,Herrn Rolf Frankenberger und seinem Team. Dieses Verfahren sei bereits vor zwei Jahren, unter Einbindung vieler Akteure u.a. aus der Wirtschaft und verschiedenen Verbänden, in Gang gesetzt worden.Er bedankt sich an der Stelle auch für das Mitwirken der Oberbürgermeisterin. Leider habe einer der handelnden Akteur*innen, in seinen Augen ein Zusammenschluss von reichen Aachener*innen, kurz vor der Ausschusssitzung versucht, die lang erarbeitete 40 % Quote zu kippen. Außerdem sollte das dem Rat bzw. der Stadt gegebene, gesetzliche Vorkaufsrecht nur noch sporadisch angewandt werden. Leider habe die Verwaltung dies zum Anlass genommen, dieses Begehren am 4. April in der Ausschusssitzung beschließen zu lassen bzw. zur Kenntnis zu nehmen, was jedoch nicht geschehen ist, der Ausschuss habe abgelehnt. Aus dem Grund liege der ergänzende Beschlussvorschlag heute nicht vor.Heute werde über das Handlungskonzept Wohnen abgestimmt, im Namen des Wohnungs- und Liegenschaftsausschusses empfehle er dem Rat, den Beschluss einstimmig zu fassen.
Im Namen der SPD-Fraktion äußert er, dass das Vorgehen der Initiative und der Verwaltung nicht respektvoll gewesen sei und man sich für die Zukunft eine andere Vorgehensweise wünsche.Er hält fest, dass er in diversen Interviews gelesen habe, der Rat sei nicht gestaltungsfreudig und verhindere nur. Die Schaffung von preiswertem Wohnraum sei jedoch ein gutes Beispiel dafür, dass der Ratsehr wohl gestalten wolle.Er bittet, zukünftig zurückhaltender mit solchen Dingen umzugehen und hält fest, dass alles eine Frage von gegenseitigem Respekt sei.
Die Oberbürgermeisterin bedankt sich bei Ratsherrn Plum (SPD) und erläutert, dassdie Vorlage nicht zur Kenntnis genommen wurde und daher auch nicht Gegenstand der heutigen Beratung sei. Heute werde das Handlungskonzept verabschiedet und weitere Diskussionen und Erörterungen in den Ausschüssen nach der Sommerpause geführt.
Ratsherr Allemand (DIE Zukunft) äußert, dass er das Konzept sehr umfangreich und beeindruckend fand, möchte aber dennoch darauf hinweisen, dass zurzeit durch die enormen Preissteigerungen und die fehlenden Baumaterialien eine wahnsinnig schwierige Situation herrsche und die Umsetzung des Konzeptes die größte Herausforderung darstelle.
Ratsherr Beus (Die Linke) hält fest, dass dasHandlungskonzept Wohnensehr sorgfältig und mit hohem Beteiligungsgrad erarbeitet worden sei. Auf einer Veranstaltung der RWTH sei vorgetragen worden, dass in München die Baukostenzu 80 %aus den Kosten des Grundstücks bestehen. Das seien Perspektiven, die preiswertes Bauen extrem erschweren und für die Zukunft ein rieses Problem darstellen, was wiederum die Stadt durch eine Bodenbevorratung, die ein ganz wesentlicher Aspektin der Liegenschaftsentwicklung sein müsse, sicher ein wenig abmildern könne.Kein preiswertes Bauen ohne preiswerte Grundstücke, das wäre der Anfang und bereits ein Schwerpunkt in der politischen Entwicklung. Andere Aspekte seien auch die sozialen Belange, im Planungsausschussbeschließe man immer noch sehr viele Ein-Personen-Wohnungen. Wenn jedoch Familien in der Stadt auf Wohnungssuche gehen, scheitere es daher nicht nur an den Preisen, sondern auch an der Wohnfläche. Weiterhin äußert er, dass in der sozialen Wohnraumbevorratung die Stadt Aachenselbst als Akteur gefragt und gefordertsei.
Er spricht nochmal großes Lob und großen Dank für die tolle Arbeit aus und freut sich darauf, so schnell wie möglich Ergebnisse am Wohnungsmarkt beobachten zu dürfen.
Ratsherr Baal (CDU) empfiehlt den vorne sitzenden Verwaltungsmitarbeitenden,den Tagesordnungspunkt 6.1 der Sitzung des Planungsausschusses vom 07.04.2022 aufzurufen. Da gehe es um das Schreiben der Initiative Aachen. Ratsherr Plum (SPD) habe alles dazu gesagt. Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss und der Planungsausschuss haben sich gegen den Beschlussvorschlag ausgesprochen und die Verwaltung aufgefordert, dieergänzende Anlage dem Rat nicht mehr vorzulegen.
Weiterhin hält er fest, dass seit 2007 im Fachbereich 56 an verschiedenen Handlungskonzepten Wohnen gearbeitet wurde. Immer wieder seien neue Instrumente entwickelt worden, um das Thema in den Griff zu bekommen und dies sei auch gelungen. Die eingebundene Wissenschaft habe große Akzeptanz geschaffen. Diese sei für die Stadt sehr wichtig, um zu verdeutlichen, dass Schwerpunkte gesetzt werden. Wichtig sei auch der Blick über den Tellerrand hinaus, in Würselen, Baesweiler und Eschweiler, aber auch in der Niederlande und in Belgien könne man ebenfalls gut wohnen. Daher sei es auch wichtig, viele Angebote hier in der Region zu etablieren.
Die Oberbürgermeisterin erläutert zu der Frage, was der Gegenstand der Vorlage gewesen sei, dass verwaltungsseitig als Anlage Ergänzungsvorschläge aus den folgenden Themen, die in dem besagten Brief adressiert wurden, eingebracht wurden: Vertiefung des Austauschs, Begegnung der Aachener Flächenknappheit, stärkere Verzahnung der Themenfelder Wohnen und Mobilität, verbindliche Kommunikation, konkretisierter Austausch zu einzelnen Lage, Potenziale von Aachen sichtbar machen und aktive Einbeziehung von Zielgruppen. Diese Themen seien auch die Ergebnisse aus dem Austausch mit den Akteur*innen im Rahmen des Handlungskonzeptes, die als Diskussionsgestand gesichert werden sollen.
Ratsherr Dr. Breuer (Grüne) findet es schade, dass mandieses entwickelte, hervorragende Handlungskonzept mit so einem Geschmack versehe. Über den Inhalt des Briefes habe man
ausreichend diskutiert und die Meinung in den Fachausschüssen mitgeteilt. Er habe es auch nicht so wahrgenommen, dass der Brief beschlossen werden solle, sondern dass er lediglich zur Information diene. Dieser Erfolg nach über 2 Jahren gemeinschaftlicher Arbeit mit Verwaltung, Politik und auch der breiten Menge an Investoren, dieeinen guten Aufschlag gemacht haben, wie Aachen in Zukunft bzgl. bezahlbaren und preiswerten Wohnraum besser aufgestellt werden könne, müsse eigentlich gefeiert werden. Er hält fest, dass man mit plötzlichen Änderungen umgehen müsse und nicht die Grundlage des Konzepts in Frage stellen solle. Er bedankt sich bei Herrn Frankenberger und seinem Team für die gelungene Arbeit.
Ratsherr von Thenen (CDU) bedankt sich bei Herrn Frankenberger (Fachbereich 56) für das Konzept und betont, dass die Investoren hier mitgenommen werden müssen, um preiswerten Wohnraum hier in Aachen und Umgebung zu erschaffen.
Weiterhin unterstützt er ausdrücklich die Kritik des Kollegen Plum (SPD). Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss, in dem er als Sprecher für die CDU sei, habe die Vorlage bewusst nicht zur Kenntnis genommen. Er wirbt bei allen Dezernenten und bei der Oberbürgermeisterin, den Bezirksvertretungen und den Ausschüssen schriftliche Vorlagen zeitgerecht zur Verfügung zu stellen, umdiese zu besprechen/vor zu beraten und anschließend klare Linien zu ziehen.
Bürgermeister Plum (SPD)äußert, dass das Handlungskonzept Wohnen seit Jahren eines der wichtigsten Themen im Wohnungs- und Liegenschaftsbereich sei. Alle 10 Jahre werde das Konzept erneuert, er selbst sei nun zum zweiten Mal dabei. Wichtig sei auch, dass die Menschen, die nicht Mitglieder des Rates oder der Fachausschüsse seien, erfahren, welche Maßnahmenund welche versuchte Einflussnahmen im Hintergrund passieren. Er bezieht sich auf die Aussage der Oberbürgermeisterin und stellt klar, dass er bewusst nie etwasFalsches äußern würde. Er habe die Beschlussvorlage vorhin sinngemäßzitiert.
Die Oberbürgermeisterin bedankt sichund erläutert, dass natürlich genug Vorlaufzeit für Vorlagen gegeben sein müsse, man hier jedoch unter terminlichem Zugzwang gestanden habe.
Ratsherr Hucke (Grüne) bedankt sich bei Herrn Frankenberger und seinem Team und sichert im Namen der Grüne-Fraktion Unterstützung zu. Er hält fest, dass die Grenzen des Wachstums in Aachen erreicht sein, mit den verbleibenden Flächen müsse man daher sehr wertschätzend umgehen.Außerdem teilt er mit, dass, bzgl. des Themas Wohnraum, im letzten Planungsausschuss die Chance bestand, mit dem neuen Planungsinstrument Aachen-Kompass, drei Wohnbauflächen mindestens in Blick zu nehmen. Man habe jedoch leider nur zwei rein bekommen, da eine als Bürostandort hätte untersucht werden sollen. Hier hätte man eigentlich den Fokus auf Wohnen und bezahlbares Wohnen setzen müssen, was leider nicht geschehen sei.
Ratsherr Allemand (Die Zukunft) bezieht sich auf den Wortbeitrag von Ratsherrn Breuer (Grüne) und teilt mit, dass er das Konzept nicht korrigieren möchte, sondern lediglich den Hinweis geben wollte, dass für die Umsetzung auch tatkräftig nach Investoren und Machern gesucht werden müsse.
Ratsherr Servos (SPD) hält fest, dass Aachen zwar nicht vergrößert werden könne, jedoch bestimmte Bedürfnisse am Wohnungsmarkt existieren. Wenn man diese Bedürfnisse in Zusammenarbeit mit den regionalen Kommunen und den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden erfüllen wolle, dann werden man sie verlagern, jedoch nicht substanziell verändern. Wichtig sei, dass ein guter „Mix“ beschlossen werde. Es sollte nicht eine bestimmte Wohnformstark bevorzugt werden, da dadurch auch bestimmte Menschenoder Bedürfnisgruppen gezielt aus Aachen verdrängt werden. Er hält fest, dass es außerdem auch für Industrieflächen genauso wichtig sei,ein vernünftiges Konzept zu haben.
Ratsfrau Breuer (CDU) bezieht sich auf den Wortbeitrag von Ratsherrn Hucke (Grüne) und führt aus, dass viele Menschen froh wären, wenn ihre Wohn- und Arbeitsstelle nicht weit voneinander entfernt wären.
Ratsherr Dr. Breuer (Grüne) betont, dass man das Handlungskonzept Wohnen nur gemeinsam mit Investoren, Stadt und Politik umsetzen könne. Daher sei es wichtig, weiter im Dialog zubleiben und auf Augenhöhe diskutieren.
Ratsfrau Begolli (Die Linke) möchte darauf hinweisen, dass es in erster Linie darauf ankommt, dasshier in Aachen die Probleme gelöst und nicht in andere Kommunen oder in die Niederlande und Belgien verlagert werden.
Die Oberbürgermeisterin bedankt sich und äußert, dass die Probleme nicht verlagert, sondern gemeinsam auf den Tisch gelegt werden. Man sei auch gut im Gespräch, um bezahlbare Angebote im Rahmen der begrenzten Fläche zu schaffen. Das Handlungskonzept habein diese Richtung Meilensteine gesetzt, nun gehe es um die Umsetzung, es gehe darum, in Aachen Wohnraum für die Menschen zu schaffen, die nicht unbedingt die Preisspirale bis zum Ende mitgehen können.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen, mit dem Ziel der Sicherung und Schaffung von bezahlbarem und bedarfsgerechtem Wohnraum, das Handlungskonzept Wohnen in vorliegender Ausführung zu beschließen und mit der Prüfung, Umsetzung und Anwendung der im Handlungskonzept aufgeführten Instrumentarien zu beginnen.
Der Planungsausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem Rat der Stadt Aachen, mit dem Ziel der Sicherung und Schaffung von bezahlbarem und bedarfsgerechtem Wohnraum, das Handlungskonzept Wohnen in vorliegender Ausführung zu beschließen und mit der Prüfung, Umsetzung und Anwendung der im Handlungskonzept aufgeführten Instrumentarien zu beginnen.
Der Rat der Stadt Aachen nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und beschließt, mit dem Ziel der Sicherung und Schaffung von bezahlbarem und bedarfsgerechtem Wohnraum, das Handlungskonzept Wohnen in vorliegender Ausführung und den Beginn der Prüfung, Umsetzung und Anwendung der im Handlungskonzept aufgeführten Instrumentarien.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Mit Beschluss vom 02.07.2019 (Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss) und 11.07.2019 (Planungsausschuss) wurde der Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration beauftragt, das Handlungskonzept Wohnen der Stadt Aachen im Rahmen einer Hochschulkooperation fortzuschreiben.
- Genese des Konzeptes
Als Kooperationspartner für die Fortschreibung des Handlungskonzeptes konnte der Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung (kurz: PT) der RWTH Aachen gewonnen werden.
Den Kick-Off für die Entwicklung des Handlungskonzeptes markierte ein im Frühjahr 2020 begonnener Partizipationsprozess, bei dem zunächst die Öffentlichkeit im Rahmen einer digitalen Veranstaltung drängende Themen des Wohnungsmarktes diskutieren und Ideen sowie Impulse für Lösungsansätze einbringen konnte. Im weiteren Verlauf wurde in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl PT der RWTH Aachen im Rahmen von drei Fachforen gemeinsam mit Expert*innen aus Wohnungswirtschaft, Verwaltung und Politik über bestehende Herausforderungen diskutiert und Lösungsansätze in Form konkreter wohnraumbezogener Instrumente für den Aachener Wohnungsmarkt erarbeitet. Dabei wurden drei zentrale Themenkomplexe behandelt:
- Fachforum: Soziale Wohnraumversorgung & Qualitätssicherung im Bestand (23.06.2020)
- Fachforum: Baulandentwicklung (11.08.2020)
- Fachforum: Qualität im Quartier (03.11.2020)
Zusammen mit der Kommunalen Wohnungsmarktbeobachtung und der Sozialplanung der Stadt Aachen wurden diese vom Lehrstuhl für PT der RWTH Aachen anschließend wissenschaftlich in Bezug zu den spezifischen Aachener Datenlagen, Strukturen und Herausforderungen gesetzt. Die daraus abgeleiteten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden unter Federführung von Frau Prof. Dr. Förster in Form eines Gutachtens (dem sogenannten „PT-Gutachten“)[1] zusammengefasst, welches im Mai 2021 vorgestellt und veröffentlicht wurde. Dem Gutachten folgt nun die abgeschlossene Ausarbeitung des ganzheitlichen Handlungskonzeptes Wohnen.
- Zielsetzung
Das kommunale Handlungskonzept Wohnen ist ein strategisch und zugleich umsetzungsorientiertes Analyse- und Planungsinstrument, welches dazu dient, lokale Entwicklungsprozesse zu analysieren und auf dieser Basis zukunftsorientierte Strategien und Maßnahmen für den lokalen Wohnungsmarkt zu entwickeln. Bei der Strategieentwicklung werden sowohl der Wohnungsbestand als auch der Wohnungsneubau in den Blick genommen werden.
Das vorliegende Handlungskonzept Wohnen bündelt die kommunalen wohnungspolitischen Maßnahmen und Strategien, die eine wirkungsorientierte Steuerung des Wohnungsmarktes ermöglichen und zur Lösung aktueller Herausforderungen beitragen. Mit dem Handlungskonzept Wohnen ist somit ein vielschichtiges Maßnahmenpaket für die Zukunft des Wohnens in Aachen definiert worden. Der bereits bestehende Baukasten an wohnungspolitischen Instrumenten wird noch einmal erweitert und neue Schwerpunktfelder des Handelns (z.B. die euregionale Wohnraumentwicklung) werden künftig stärker erschlossen.
Allgemeine Ziele des Handlungskonzeptes sind:
-die Sicherung und Schaffung von zugänglichem, bezahlbarem und bedarfsgerechtem Wohnraum,
-die effiziente und nachhaltige Nutzung vorhandener Wohnraumressourcen,
-eine gemeinwohlorientierte und sozialgerechte Bodennutzung,
-der Aufbau nachhaltiger Lebensraumstrukturen und eine Verhinderung von sozialer Segregation und Gentrifizierungseffekten
-die Identifizierung und Nutzbarmachung vorhandener, Potenzialflächen zum Wohnen
-eine strategische Planung des Wohn- und Lebensstandorts Aachen für Studierende
-die Entwicklung flexibler Wohnraumkonzepte
-die Steuerung und Gestaltung einer euregionalen, gemeinsamen Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung.
- Aktionsfelder
Im Rahmen des partizipativen Prozesses wurden Schwerpunktthemen für das Handlungskonzept Wohnen definiert, die im Gutachten des Lehrstuhls PT der RWTH Aachen zusammenfassend als „Aktionsfelder“ dargelegt wurden. Als thematische Eckpunkte des Handlungskonzepts Wohnen wurden folgende Aktionsfelder identifiziert und politisch beschlossen:
- Bezahlbarer / öffentlich-geförderter Wohnraum und soziale Wohnraumversorgung
- Qualitätssicherung und –verbesserung im Wohnungsbau / Ausbau im Bestand
- Sozialgerechte Bodennutzung
- Quartiersbezug als Schwerpunkt des wohnungspolitischen Handelns
- Flächenmobilisierung im Siedlungsbestand und Baulandentwicklung
- Regionale und euregionale Wohnraumentwicklung
- Hochschulentwicklung und Wohnen
Für jedes Aktionsfeld sind Instrumente und Maßnahmen aufgeführt, die in einen weiteren Umsetzungsprozess münden. Parallel zur Erarbeitung des Handlungskonzeptes wurden einzelne dieser Maßnahmen bereits umgesetzt (z.B. Förderung Dachgeschossausbau) oder in die nächsten Handlungsschritte überführt. Für dieses Jahr geplant sind zudem zwei thematische Sonderformate. Im Austausch mit dem Studierendenwerk wird das studentische Wohnen als Aktionsfeld weitergehend konkretisiert. In einen Runden Tisch zum Studentischen Wohnen sollen dann konkrete Planungsvorhaben diskutiert und mit abgestimmter Prioritätensetzung verfolgt werden.
Zur euregionalen Wohnraumentwicklung wird derzeit das Zukunftsforum Euregionales Wohnen geplant. Dieses Austauschformat mit den Vertreter*innen der Umlandskommunen soll noch vor der Sommerpause umgesetzt werden.
Die Ausarbeitung aller Maßnahmen des Handlungskonzeptes findet innerhalb der Verwaltung in fachlich übergreifender Zusammenarbeit mit verteilten Verantwortungen in der Federführung statt.
- Ausblick
Der Fortschreibungs- und Partizipationsprozess zum Handlungskonzept Wohnen ist bereits kooperativ und auf Basis einer breiten Beteiligung angelegt worden. Dieses Vorgehen wird auch in Zukunft weiter fortgesetzt. Damit der „Aachener Weg“ in die Zukunft des Wohnens gelingen kann, ist der Schulterschluss und die Zusammenarbeit von unterschiedlichen Fachdienststellen der Verwaltung, der Politik, der Wohnungsmarktakteur*innen und der Bürger*innen unerlässlich.
Mit der Veröffentlichung des Handlungskonzeptes beginnt ein interdisziplinärer, grenzüberschreitender und nachhaltiger Umsetzungsprozess zur Schaffung von bedarfsgerechtem Wohnraum für die Aachener Bevölkerung. Mit Beteiligungsformaten für Bürger*innen und der wissenschaftlichen Begleitung einzelner Themenschwerpunkte werden zusätzliche Perspektiven in die Umsetzung und Fortentwicklung des Konzeptes integriert.Der lebendige, prozessuale Charakter des Konzeptes wird dabei in Zukunft jederzeit Anpassungen erlauben, und ermöglicht eine Reaktion auf nicht vorhersehbare Dynamiken am Wohnungsmarkt.
Künftig wird einmal jährlich zusammenfassend über Sachstände und Entwicklungen öffentlich berichtet.
[1]Vgl. hierzu: Maikämper, Moritz; Förster, Agnes (2021): Perspektiven für einen Aachener Weg. Wissenschaftliche Begleitung des Handlungskonzepts Wohnen der Stadt Aachen. Im Auftrag von: Stadt Aachen, Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Weitere Dokumente (1)
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Technische Details
ID: 112500
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=112500
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2022-03-04 FB 56_0164_WP18 Handlungskonzept Woh SAO.pdf
17.11.2024
6.2 MB
Metadaten
- TOP
- Ö 8
- Sitzung
- Sitzung des Rates der Stadt Aachen
- Gremium
- Rat der Stadt Aachen
- Datum
- Mi., 11.05.2022
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 56 - Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration
- Geändert
- 25.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 25. Februar 2026 um 11:35