2. Nachtrag zur Stellplatzsatzung der Stadt Aachen vom 14.12.2018
FB 60/0052/WP18 · Entscheidungsvorlage
Beratung
Ratsherr Hucke (Grüne) berichtet aus dem Planungsausschuss, dass im Jahr 2019 die Stellplatzsatzung beschlossen und, wie durch das Landesrecht vorgegeben, so neu eingeführt wurde. Es sei vereinbart worden, dass die Satzung fortlaufend evaluiert werde, da es auch ein Lernprozess sei. Er begrüßt, dass die Verwaltung diesen Punkt gefunden habe, um sogenannte Alltagsproblemeder Stellplatzsatzungschlanker zu gestalten.
Weiterhin teilt er mit, dass Ratsanträge zur grundständigen Überarbeitung der Stellplatzsatzung vorliegen. Dies sei eine Perspektive für nächstes Jahr, die hoffentlich das Thema Verkehrswende positiv begleiten werde.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Planungsausschuss empfiehlt dem Rat, den beigefügten 2. Nachtrag zur Stellplatzsatzung der Stadt Aachen vom 14.12.2018 zu beschließen.
Der Rat beschließt den beigefügten 2. Nachtrag zur Stellplatzsatzung der Stadt Aachen vom 14.12.2018.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Gemäß §48 Abs. 1 i.V.m. §89 Abs.1 und 2 Bauordnung Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) sind Gemeinden ermächtigt, örtliche Bauvorschriften (Satzung oder Bebauungsplan) über
(…)
4. Zahl, Größe und Beschaffenheit der Stellplätze und Fahrradabstellplätze einschließlich deren Zubehörnutzungen (§ 48 Absatz 1), die unter Berücksichtigung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, der Bedürfnisse des ruhenden Verkehrs, der städtebaulichen Situation und der Erschließung durch Einrichtungen des öffentlichen Personennahverkehrs für Anlagen erforderlich sind, bei denen ein Zu- und Abgangsverkehr mit Kraftfahrzeugen und Fahrrädern oder fahrradähnlichen Leichtkrafträdern zu erwarten ist (notwendige Stellplätze, notwendige Fahrradabstellplätze), einschließlich des Mehrbedarfs bei Änderungen und Nutzungsänderungen der Anlagen, sowie die Ablösung der Herstellungspflicht und die Höhe der Ablösungsbeträge, die nach Art der Nutzung und Lage der Anlage unterschiedlich geregelt werden kann,
(…)
zu erlassen.
Die Stadt Aachen hat von der Möglichkeit, eine Stellplatzsatzung zur Regelung der vorgenannten Inhalte zu erlassen Gebrauch gemacht.
Alternativ sieht die BauO NRW gemäß § 87 Abs. 1 und 2 vor, dass die oberste Bauaufsichtsbehörde bezüglich der zuvor genannten Inhalte eine Rechtsverordnung mit entsprechenden Vorschriften erlassen kann. Eine solche Rechtsverordnung ist bisher allerdings nicht erlassen worden.
Aktuell liegt dem Land NRW ein Entwurf einer Verordnung über notwendige Stellplätze für Kraftfahrzeuge und Fahrräder (StellplatzVO) vor. Gemäß § 1 Abs.2 Entwurf der StellplatzVO NRW hat eine örtliche Bauvorschrift (Stellplatzsatzung) gegenüber der StellplatzVO NRW Vorrang.
Nachdem die Inhalte des Entwurfes mit der aktuellen Stellplatzsatzung der Stadt Aachen verglichen worden sind, ist aufgefallen, dass in dem Entwurf der StellplatzVO als zumutbare Entfernung von notwendigen Stellplätzen zum Baugrundstück eine fußläufige Entfernung von maximal 500 Metern vorsieht, bei Wohnbauvorhaben eine maximale Entfernung von 300 Metern. Der Entwurf der Stellplatzverordnung legt damit den unbestimmten Rechtsbegriff „zumutbare Entfernung“ gemäß § 48 BauO NRW aus. Die aktuelle Stellplatzsatzung der Stadt Aachen in der Fassung des 1. Nachtrages sieht hierbei gemäß § 5 Abs. 1 eine grundsätzliche fußläufige Entfernung von 300 Metern als zumutbare Entfernung an.
Da durch die Stellplatzverordnung der unbestimmte Rechtsbegriff „zumutbare Entfernung“ gemäß § 48 BauO NRW ausgelegt wird und zwischen allgemeinen Bauvorhaben und Wohnungsbauvorhaben unterschieden wird, empfiehlt es sich die Stellplatzsatzung der Stadt Aachen ebenfalls entsprechen anzupassen. Daher soll als zumutbare Entfernung für Bauvorhaben eine maximale fußläufige Entfernung von 500 Metern und bei Wohnbauvorhaben eine maximale fußläufige Entfernung von 300 Metern festgelegt werden.
Die Stellplatzsatzung der Stadt Aachen wird von der Verwaltung gerade gründlich evaluiert. Dieser Prozess läuft unabhängig von dieser konkreten ersten Änderung weiter.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
X |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Weitere Dokumente (1)
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Technische Details
ID: 112556
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=112556
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2022-03-10 FB 60_0052_WP18 2. nachtrag zur stel sao
17.11.2024
194.9 KB
Metadaten
- TOP
- Ö 9
- Sitzung
- Sitzung des Rates der Stadt Aachen
- Gremium
- Rat der Stadt Aachen
- Datum
- Mi., 11.05.2022
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Entscheidungsvorlage
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Entscheidungsvorlage
- Federführend
- FB 60 - Vertrags-, Vergabe- und Fördermittelmanagement
- Geändert
- 25.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 25. Februar 2026 um 11:35