Jahresbericht der Stiftungen der Stadt Aachen 2022
FB 20/0199/WP18 · Kenntnisnahme
Beratung
Ratsherr Pilgram spricht zunächst seinen Dank an die Stiftungsverwaltung aus.
Zur Vorlage habe er eine Frage, welche aber auch gerne zu einem späteren Zeitpunkt beantwortet werden könne. Da sich ein großer Teil des Stiftungsvermögens auf Immobilien beziehe und sich die Werte gegenüber dem Vorjahr kaum verändert hätten, würde er gerne in Erfahrung bringen, wie hinsichtlich der energetischen Sanierung dieser Immobilien umgegangen werde. In diesem Jahr sei ja beispielsweise der Gut Haarener Hof Gegenstand der Beratungen im Ausschuss gewesen. Konkret frage er sich, wie sich die Stiftungsverwaltung Informationen über den Zustand der Immobilien verschaffe und den entsprechenden Handlungsbedarf identifiziere.
Frau Grehling führt aus, dass Immobilien im Stiftungsvermögen grundsätzlich nicht besser aufgestellt seien als die sonstige Immobilienwirtschaft. Das Abarbeitungskonzept ergebe sich aufgrund turnusmäßiger Besichtigungen bzw. entsprechender Hinweise eines externen Beraters, wobei zwischen kurz- und langfristigem Handlungsbedarf unterschieden werden müsse. Je nach Pächter würden dabei individuelle Kostenaufteilungen festgelegt. Sollten die statischen Voraussetzung erfüllt sein, würden dabei auch beispielsweise PV-Anlagen mitgeplant, ggf. unter Einbeziehung des Gebäudemanagements. Größere Vorhaben der jüngeren Zeit im Bereich der Stiftungsimmobilien seien beispielsweise das Wohngebäude in der Welkenrather Straße oder dasGut Berensberg. Um der Politik einen Einblick und ein Gefühl für die bestehenden Herausforderungen zu vermitteln, unterbreite sie gerne das Angebot im nächsten Frühjahr eine Besichtigung zumindest einzelner Immobilien der Stiftungen zu ermöglichen. Bezüglich der Wertschöpfung ergänzt sie, dass das Grundvermögen der Stiftungen grundsätzlich nicht veräußerbar sei. Des Weiteren unterliegen die Immobilien gewissen Nutzungszwängen. Eine Ausnahme habe z.B. die Welkenrather Straße dargestellt, wo eine hälftige Veräußerung vorgenommen worden sei, um die entsprechende Stiftung mit der Finanzierung der Sanierung nicht zu überfordern. Eine Kreditaufnahme sei für Stiftungen schließlich nicht möglich.
Ratsherr Pilgram fragt nach der konkreten Aufteilung der Struktur des Vermögens, da es sich nicht nur um Wohnraum handeln könne.
Eine Abgrenzung müsse vorgenommen werden hinsichtlich Wohn- und Agrarfläche, wie Frau Grehling erläutert. Neben Immobilien würde aber auch ein bedeutender Teil des jeweiligen Stiftungsvermögens in Finanzanlagen investiert, um mit den daraus resultierenden Kapitalerträgen Aufgaben im Sinne der Stiftungszwecke zu erfüllen.
Sie erneuert das Angebot, Mitglieder des Ausschusses bei der nächsten Besichtigung der Stiftungsimmobilien mitzunehmen, sofern gewünscht. Eine konkrete Abfrage werde im Frühjahr erfolgen. Diesem Angebot stimmt der Ausschuss zu.
Beschluss
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Finanzausschuss nimmt die Übersicht der Stiftungen der Stadt Aachen zur Kenntnis.
Erläuterungen
Erläuterungen:
Der als Anlage beigefügte Jahresbericht zu den Stiftungen gibt einen Überblick über die 17 Stiftungen (12 gemeinnützige und 5 Familienstiftungen) der Stadt Aachen. Dabei wird für jede Stiftung auf die Historie, die finanzielle Ausstattung, die Stiftungszwecke und die im Jahr 2022 getätigten Förderungen eingegangen. Dieser Jahresbericht dient als Ergänzung und Konkretisierung zum Jahresabschluss 2022 der Stadt Aachen, deren Bestandteil die städtischen Stiftungen sind. Neben der halbjährlichen „Mitteilung über Investitionen des Stiftungsvermögens in Immobilien und Bericht über aktuelle Entwicklungen“ und der „Konkretisierung der Mittelverwendung“, die jährlich im Anschluss an die Haushaltsplanung vorgelegt werden, sorgt dieser Bericht für Transparenz und Information im Bereich der Tätigkeiten der Stiftungen.
Die 17 Stiftungen schließen zum 31.12.2022 mit einer Bilanzsumme von 246.129.157,54 €. Aus den Erträgen konnten für gemeinnützige Zwecke insgesamt 3.342.113,77 € zur Verfügung gestellt werden. Hinzu kommen Stipendienzahlungen über 394.915,94 € aus den Familienstiftungen.
Stiftung | Bilanzsumme 31.12.2022 | Mittelverwendung | Förderschwerpunkte |
Alten- und Siechenfonds | 46.971.789,03 € | 746.000,00 € | - mildtätige Zwecke |
Armenfonds | 20.573.465,25 € | 320.000,00 € | - mildtätige Zwecke |
Ausbildungsfonds | 4.080.404,38 € | 28.800,00 € | - Jugendhilfe, Förderung Erziehung, Volks- und Berufsbildung |
Cockerill-Liebermann | 22.235.213,36 € | 371.000,00 € | - mildtätige Zwecke |
Elisabethspitalfonds | 76.909.713,05 € | 1.625.432,00 € | - mildtätige Zwecke |
Kinder- und Jugendfonds | 28.282.755,64 € | 226.692,21 € | - mildtätige Zwecke |
L. Mies van der Rohe | 70.554,48 € | 2.600,00 € | - Förderung der Jugendhilfe, Erziehung, Volks- und Berufsbildung |
Dassen | 513.117,32 € | 12.150,00 € | - mildtätige Zwecke, für hilfsbedürftige sowie elternlose Kinder |
van Gils | 326.512,00 € | 2.719,56€ | - mildtätige Zweckefür elternlose Kinder und Jugendliche |
Musik, Wissenschaft u. Kunst | 345.700,50 € | 3.000,00 € | - Förderung von Kunst und Kultur |
Poth | 153.349,33 € | 3.120,00 € | - mildtätige Zwecke, insbesonder für Menschen mit einer Behinderung im Zusammenahng mit einer Erblindung |
Salvatorkirche | 31.711,58 € | 600,00 € | - bauliche Unterhaltung des Baudenkmals Salvatorkirche zu Aachen |
gemeinnützige Stiftungen | 200.494.285,92 € | 3.342.113,77 € | |
Bischoff | 27.914.318,30 € | 325.352,96 € | Stipendien zur Ausbildungsförderung für Nachkommen der Familie |
Broudlet-Startz | 17.305.907,34 € | 69.562,98 € | Stipendien zur Ausbildungsförderung für Nachkommen der Familie |
Graf von Nellessen | 352.249,87 € | -€ | Stipendien (vorrangig Familie) |
Houben | 20.592,15 € | -€ | Stipendien (vorrangig Familie) |
Vonachten | 41.803,96 € | -€ | Stipendien (vorrangig Familie) |
Familienstiftungen | 45.634.871,62 € | 394.915,94 € | |
insgesamt | 246.129.157,54 € | 3.737.029,71 € |
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
JA | NEIN | ||
x |
Investive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Gesamtbedarf (alt) | Gesamtbedarf (neu) | |
Einzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Auszahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
konsumtive Auswirkungen | Ansatz 20xx | Fortgeschriebener Ansatz 20xx | Ansatz 20xx ff. | Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff. | Folge-kosten (alt) | Folge-kosten (neu) | |
Ertrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Personal-/ Sachaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
+ Verbesserung / - Verschlechterung | 0 | 0 | |||||
Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden | ||||||
Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):
Klimarelevanz
Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die
Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)
Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:
gering | mittel | groß | nicht ermittelbar |
x |
Zur Relevanz der Maßnahme für dieKlimafolgenanpassung
Die Maßnahme hat folgende Relevanz:
keine | positiv | negativ | nicht eindeutig |
x |
Größenordnung der Effekte
Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.
Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr(über 1% des jährl. Einsparziels) |
Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):
gering | unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels) | ||
mittel | 80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels) | ||
groß | mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels) |
Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:
vollständig | |||
überwiegend (50% - 99%) | |||
teilweise (1% - 49 %) | |||
nicht | |||
nicht bekannt |
Technische Details
ID: 122973
OParl URL:http://ratsinfo.aachen.de/public/oparl/agendaItems?id=122973
Hauptdokument
Sammeldokument öffentlich
2023-11-03 FB 20_0199_WP18 Jahresbericht der St SAO.pdf
7.11.2024
392.6 KB
Betroffene Straßen
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Metadaten
- TOP
- Ö 18
- Sitzung
- Sitzung des Finanzausschusses
- Gremium
- Finanzausschuss
- Datum
- Di., 05.12.2023
- Uhrzeit
- 17:00
- Anlass
- Öffentliche/Nichtöffentliche Sitzung
- Vorlage
- Kenntnisnahme
- Beratung
- öffentlich
- Status
- gemischt
- Vorlageart
- Kenntnisnahme
- Federführend
- FB 20 - Fachbereich Finanzsteuerung
- Geändert
- 8.2.2026
- Inhalt abgerufen
- 8. Februar 2026 um 20:41